Gouverneur in Kiautschou
![]() | Alfred Meyer-Waldeck * 27.11.1864 in Sankt Petersburg (Russland) † 25.08.1928 in Bad Kissingen (Unterfranken) |
Studium an der Universität Heidelberg
1884 Kadett der Marine
1890 Leutnant zur See
1897 Kapitänleutnant
1903 Korvettenkapitän
1901-1905 Admiralstab der Marine
1907 Fregattenkapitän
1909 Kapitän z. S.
1909-1911 Chef des Stabes des Gouverneurs von Kiautschou, mit der Vertretung des beurlaubten Gouverneurs beauftragt
1911 zum Gouverneur von Kiautschou ernannt

Medaille, 1914
15. August 1914
24 Stunden Ultimatum der Japaner zur bedingungslosen Übergabe des deutschen Pachtgebietes Kiautschou mit Tsingtau. 4800 Deutsche stehen zirka 65.000 Japanern gegenüber. Das Ultimatum bleibt unbeantwortet. Kapitän zur See Meyer-Waldeck telegrafiert am 23.08.1914 an Kaiser Wilhelm II.: "Einstehe für Pflichterfüllung bis zum äußersten".
07. November 1914
Den Deutschen geht die Munition aus, damit endet die Verteidigung Tsingtaus. Die deutschen Kriegsschiffe sowie der österreichisch-ungarische Kleine Kreuzer Kaiserin Elisabeth werden von der eigenen Besatzung versenkt. Die Festung kapituliert unter ehrenvollen Bedingungen. Die Besatzung wird in eine 5 Jährige Kriegsgefangenschaft nach Japan abtransportiert. Der deutsche Flieger Günther Plüschow erhält vorher den Befehl, die Stadt zu verlassen ("Der Flieger von Tsingtau").
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Die Helden von Tsingtau im japanischen Gefangenenlager (zeitgenössische Postkarte)
Alfred Meyer-Waldeck blieb bis 1920 in japanischer Kriegsgefangenschaft. Er wurde danach rückwirkend zum Vizeadmiral befördert.
Alfred Meyer-Waldeck starb am 25.08.1928 in Bad Kissingen.

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