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Graf Otto von Bismarck, Fürst von Bismarck-Schönhausen, Herzog von Lauenburg
Biographie - Bismarckdenkmal - S.M.S. Bismarck - S.M.S. Fürst Bismarck
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Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen |
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| * 01.04. 1815 Schönhausen/Elbe (bei Stendal, nördlich von Magdeburg, Provinz Sachsen) | ||
| † 30.07. 1898 Gut Friedrichsruh in Sachsenwald (bei Hamburg) |
Otto von Bismarck ist der bedeutendste deutsche Staatsmann und Politiker des 19. Jahrhunderts. Sein Wirken prägte die deutsche und europäische Geschichte weit über sein Leben hinaus.
Vater: Karl Wilhelm Ferdinand von Bismarck (13.11.1771 - 22.11.1845)
Mutter: Luise Wilhelmine von Bismarck, geborene Menken (24.02.1790
- 01.01.1839)
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| Wilhelmine von Bismarck (1790 - 1839) | Ferdinand von Bismarck (1771-1845) |
Sein Vater entstammt einer alten adligen Familie, die schon im 13. Jahrhundert in der Altmark ansässig war. Seine Mutter, bürgerlicher Herkunft, stark geprägt durch ihren Vater, galt als rational und liberal.
Geschwister: Otto von Bismarck wurde als 4. von 6 Kindern geboren. 3 seiner Geschwister starben schon früh.
Ehefrau: Johanna von Puttkamer (11.04.1824
- 27.11.1894
Kinder:
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Bismarcks Geburtshaus in Schönhausen
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| Schönhausern, Bismarcks Geburtshaus 2011 | Schönhausern, Bismarcks Geburtshaus 1910 | Schönhausern, Bismarcks Geburtshaus 2011 |
Bismarcks Geburtshaus wurde auf Beschluss des Havelberger Kreistages 1958 gesprengt. Lediglich der östliche Seitenanbau (links im Bild) blieb erhalten. In diesem befindet sich seit 1998 das Bismarckmuseum.
1815: Otto von Bismarck am 1. April, 13:00 Uhr geboren in Schönhausen/Elbe bei Stendal (nördlich von Magdeburg, Provinz Sachsen)
1816: Übersiedlung der Familie nach Kniephof (Pommern)
1822: Eintritt in das Plamannsche Institut in Berlin
1827: Malwine, Bismarcks Schwester, geboren
1832-33: Göttinger Studentenzeit - Am 10. Mai 1832 immatrikuliert Otto von Bismarck als Student der Rechte an der Universität Göttingen, dort wird er auch Mitglied des Corps "Hannovera". Ab November 1833 setzt er sein Studium an der Universität in Berlin fort und absolviert am 20. Mai 1835 sein erstes juristisches Examen.
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Bismarcks Studenten-Wohnung in Göttingen
1833: Bekanntschaft mit Roon
1835: Auskultator am Kammergericht in Berlin
1836: Regierungsreferendar in Aachen (Rheinprovinz)
1836-37: Zwei Verlobungen
1837: Regierungsreferendar in Potsdam (Brandenburg)
1838: Ab Ostern dient Otto von Bismarck als Einjährig-Freiwilliger im Gardejäger-Bataillon und lässt sich im Herbst zum Jäger-Bataillon Nr. 2. nach Greifswald (Pommern) versetzen, um zugleich in Eldena Landwirtschaft zu studieren.
1839: Tod der Mutter, Otto bezieht Kniephof, Dritte Verlobung, Freundschaft mit Thadden und Blanckenburg, Asiatische Reisepläne, Malwine heiratet Arnim-Kröchlendorf
1845 : Tod des Vaters, Otto siedelt nach Schönhausen/Elbe über. In kurzer Zeit wird er ein erfolgreicher Gutbesitzer. Als leidenschaftlicher Jäger und Duellant, erwirbt er sich in seiner Umgebung den Beinamen "der Wilde". Abgeordneter des sächsischen Provinziallandtages.
1846: Deichhauptmann, Tod Maries von Blanckenburg
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| Otto von Bismarck, 1847 | Johanna von Bismarck, 1847 |
1847: Verlobung mit Johanna von Puttkamer, Abgeordneter im preußischen Vereinigten Landtag.
1847: Erste Rede, Hochzeit mit Johanna von Puttkamer
1848: Die Tochter Marie geboren. Während der Revolution in Deutschland bleibt Bismarck treuer Monarchist. Er schreibt an seine Frau:"Um vieles anders hätte sich die Lage der Regierung gestaltet, wäre es zu einem, wenn auch kleinen Scharmützel gekommen, und Berlin wäre nicht auf Grund der Kapitulation, sondern im Sturm genommen worden."
1849: Abgeordneter der Zweiten Preußischen Kammer des Bezirkes West-Havelland. Bismarck zeigt hier eine streng konservative Gesinnung. Sohn Herbert geboren
1850: Abgeordneter im Erfurter Parlament, hier bekämpft er die Unionsbestrebungen der preußischen Regierung.
1851-58: Zunächst Berater und später Gesandter Preußens beim Bundestag in Frankfurt am Main. Hier versucht er vergeblich Preußens Gleichstellung mit Österreich am Bundestag zur Anerkennung zu bringen und wird aus einem Freund der entschiedenste Gegner Österreichs und Anhänger der kleindeutschen (die deutsche Einigung ohne Österreich) Einheitsidee. Bismarck vertritt im Bundestag ultraroyalistische Ansichten. Während der acht Jahre, die er in Frankfurt, in dieser, nach seiner Bezeichnung "Fuchshöhle des Bundestages" tätig ist, hat er die Möglichkeit, aufs genaueste "alle Eingänge und Ausgänge bis zur kleinen Hintertür" zu studieren, alle jene undurchsichtigen diplomatischen Wortklaubereien, dich sich aus den einander widersprechenden Interessen der einzelnen deutschen Staaten (Deutscher Bund) ergeben. Er kann bei seinen eigenen Rivalen im Bundestag lernen, denn die österreichische Diplomatie, die durch Metternichs Schule gegangen war, besitzt überaus große Erfahrung in der Inszenierung verzwickter Intrigen.
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Bismarck als Bundestagsgesandter
1852: Der Sohn Wilhelm (Bill) geboren
1855: Erster Besuch bei Napoleon III.
1858: Prinz Wilhelm wird Regent
1859-62: Gesandter in Petersburg. Als Gesandter Preußens in Sankt Petersburg/ Russland studiert er die Erfahrungen russischer Diplomatie genau. Nach eigenen Aussagen nimmt er "Unterricht in der diplomatischen Kunst" bei Gortschakow - einem großen Diplomaten. Bismarck versteht Gortschakows Vertrauen zu gewinnen, und so regulär die in Petersburg eingehende diplomatische Post zu lesen. Die Beziehungen zum russischen Zaren Alexander II. gestalten sich noch intensiver. Als Bismarck 1862 seinen Posten in Petersburg verlässt, schlägt Zar Alexander II. Bismarck sogar vor, in russische Dienste überzutreten. Bismarck lehnt jedoch ab.
1859: Schwere Krankheit
1861: Wilhelm wird König von Preußen
1862: Gesandter in Paris. Hier kann Bismarck bei Napoleon III. die Schule des französischen Bonapartismus studieren.
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Lehrer und Schüler (Napoleon III. und Bismarck):
´"Zeigen Sie, daß man bei MIR etwas lernen kann"
"Ein Jünger der Staatskunst verabschiedet sich von seinem Meister, um selbstständig das Geschäft zu betreiben" (zeitgenössische Karikatur)
1862: Ministerpräsident und Minister des Auswärtigen
1862-66: Konflikt: Regierung im Kampf mit dem Parlament - Als preußischer Ministerpräsident hat Bismarck die Aufgabe, die Heeresorganisation gegenüber dem auf sein Budgetrecht pochenden Landtag zu sichern und führt dadurch den Verfassungskonflikt herbei. Sein Ziel ist die politische Neugestaltung Deutschlands ohne Österreich. Nachdem er sich Russland durch seine Haltung während des polnischen Aufstandes verpflichtet hat, vereitelt er den Versuch Österreichs, die deutsche Frage auf dem Frankfurter Fürstentag im August 1863 in seinem Sinne zu lösen, dadurch, dass König Wilhelm diesem einfach fern bleibt.
1864: Begegnung mit Lassalle, Deutsch-Dänischer Krieg (1. Reichseinigungskrieg)
1865: Konvention von Gastein, Treffen mit Napoleon III. in Biarritz. Bismarck erhält den Grafentitel verliehen und erwirbt die Herrschaft Barzin.
1866: Attentat Unter den Linden - Am Nachmittag des 7. Mai 1866 unternimmt der Tübinger Student Ferdinand Cohen-Blind in Berlin ein Attentat auf Bismarck. Bismarck selbst entwaffnet den Attentäter und wird dabei durch einen Streifschuss verletzt. Ferdinand Cohen-Blind schneidet sich noch am Abend die Pulsadern auf.
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Cohen-Blind Attentat auf Bismarck in Berlin 1866
1866 Indem Bismarck für die budgetlose Zeit 1862-66 beim Landtag um nachträgliche Bewilligung nachsucht, beseitigt er den Konflikt und findet nunmehr bei der bisherigen Opposition, den Nationalliberalen, kräftige Unterstützung.
Deutscher Krieg 1866 (2. Reichseinigungskrieg). Der überraschende militärische Erfolg Preußens führt zur Umstimmung der Meinung über Bismarck, zumal da man nunmehr an die Möglichkeiten einer neuen Bundesverfassung unter Preußens Führung glaubt. Im Prager Frieden schont Bismarck die süddeutschen Staaten und "rundet" das preußische Gebiet durch die Einverleibung Hannovers, Kurhessens, Nassaus und der freien Stadt Frankfurt ab.
Otto von Bismarck
Bismarck wird immer wieder gerne unterstellt, seine antidemokratische
Gesinnung sei die Ursache für die Ablehnung von Schwarz-Rot-Gold.
Der eigentliche Grund ist aber im
Deutschen Krieg von 1866 zu finden, denn hier kämpften
die Korps des Deutschen Bundes
unter Führung
Österreichs unter diesen alten deutschen Farben. Verständlich
also, wenn Bismarck nicht die Kriegsflagge der Gegner
Preußens zur neuen Flagge des
Norddeutschen Bundes
machen wollte und sich für Schwarz-Weiß-Rot entschied. Diese
neue Flagge entstand 1867 aus den Farben
Preußens (schwarz-weiß) und denen der norddeutschen
Städte und Länder, sowie aus Tradition zur alten Flagge
der Hansestädte (weiß-rot) als Flagge des
Norddeutschen Bundes.
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1867: Gründung des Norddeutschen Bundes (Königreich Preußen, Königreich Sachsen, Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz, Großherzogtum Oldenburg, Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Braunschweig, Herzogtum Anhalt, Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Fürstentum Reuß ältere Linie, Fürstentum Reuß jüngere Linie, Fürstentum Lippe, Fürstentum Schaumburg-Lippe, Fürstentum Waldeck, Hamburg, Lübeck und Bremen) Bismarck gründet den Norddeutschen Bund mit allgemeinen direkten Wahlrecht für den Reichstag und der alleinigen Verantwortlichkeit des Bundeskanzlers und übernahm am 14. Juli 1867 das Kanzleramt.
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Bismarck im Norddeutschen Reichstag 1867
1867: Erste Dotation: Ankauf von Varzin
1869: Erstes Entlassungsgesuch, Mehrere Bündnisanträge Frankreichs, wonach dieses Luxemburg und Belgien, Preußen die Herrschaft über Deutschland erhalten soll, lehnt Bismarck ab und veröffentlicht am 25. Juli 1870 den Entwurf seines solchen Bündnisses in der "Times".
1870: Emser Depesche. Deutsch-Französischer Krieg (3. Reichseinigungskrieg) - Nach der Kriegserklärung Frankreichs an Preußen kommt es zum Deutsch-Französischen Krieg. Während des Krieges erklärt Bismarck am 16. September 1870, dass Deutschland die Abtretung von Elsass und Lothringen als Bürgschaft gegen neue Angriffsgelüste verlangt, und erreicht durch den Eintritt der süddeutschen Staaten in den (Norddeutschen) Bund die Gründung des Deutschen Reiches und die Ausrufung des Königs Wilhelm zum deutschen Kaiser.
1871: Gründung des Deutschen Reiches. Reichskanzler, Erblicher Fürstenstand, Frankfurter Friede, Zweite Dotation: Friedrichsruh - Der Friede von Frankfurt/M. (10.05. 1871) beendet den Deutsch-Französischen Krieg. Die Delegationsleiter Frankreichs und Deutschlands, Jules Favre und Otto von Bismarck unterzeichnen im "Schwanenhotel" in Frankfurt/M den Friedensvertrag. Die Provinz Elsass-Lothringen wird Bestandteil des Deutschen Reiches und Frankreich muss 5 Milliarden Franc Kriegsentschädigung zahlen. Otto von Bismarck erhält am 21.März 1871 die nach dem Recht der Erstgeburt erbliche Fürstenwürde und eine große Domäne in Lauenburg mit dem Sachsenwald.
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Frankfurt a. M. 10. Mai 1871 - Friedensschluss im Hotel Schwan
1872: Kulturkampf, Dreikaiserbündnis, Letzter Besuch Motleys, Zweites Entlassungsgesuch
1873: Maigesetze gegen die Katholiken, Verleumdungsfeldzug der Konservativen, Ministerpräsidentschaft und Rücktritt Roons - Da die katholische Zentrumspartei alle reichsfeindlichen Elemente um sich sammelt, leitet Bismarck zu ihrer Bekämpfung den Kulturkampf ein und bringt die Maigesetze (1873-75) mit Hilfe der nationalliberalen Mehrheit durch.
1874: Attentat in Kissingen - Am 13. Juli des Jahres verübt der fanatische Geselle Franz Kullmann aus Magdeburg in Bad Kissingen ein Attentat auf Bismarck, um mit Bismarck den Urheber der Kampfgesetze gegen die katholische Kirche zu treffen. Bismarck wird nur leicht verletzt.
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Franz Kullmann Attentat auf Bismarck 1874
1875: Drittes Entlassungsgesuch 1877: Viertes Entlassungsgesuch
1877: Mit dem Kissinger Diktat stellt Bismarck die grundlegende Konzeption seiner Politik fest.
1878: In der Außenpolitik um die Erhaltung des Friedens bemüht, versteht es Bismarck den Einfluss des Reiches nach außen zu stärken. Es bedeutet einen großen Erfolg, dass 1878 der Berliner Kongress, 1880 die Berliner Konferenz und 1884 bis 1885 die Kongokonferenz die Vertreter der Mächte in der deutschen Reichshauptstadt zusammenführt. Mit Österreich-Ungarn sucht Bismarck Versöhnung und schließt 1879 ein Bündnis ab, das sich durch den Beitritt Italiens 1883 zu dem 1887 erneuerten Dreibund ausgestaltet. Im selben Jahr werden zwei Attentate auf Kaiser Wilhelm I. verübt, als Folge dieser Attentate wird am 21.10. 1878 das "Sozialistengesetz" verabschiedet. Der Reichstag stimmt dem Bismarckschen "Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie" mit 221 Stimmen zu 149 Gegenstimmen zu.
1879: Wendung in der großen Politik: Bündnis mit Österreich - Die Anerkennung der bisherigen freihändlerischen Wirtschaftspolitik seit 1878 trennt Bismarck von den Nationalliberalen. Das Reichseisenbahnprojekt scheitert und gegen die Einführung des Schutzzolls, die Erhöhung der Branntweinsteuer und die geplante sozialpolitische Gesetzgebung erhebt sich Widerstand. Bismarck schließt mit dem Zentrum Frieden und setzt mit dessen Hilfe die Einführung der Krankenkassen, der Unfall-, Alters- und Invaliditätsversorgung sowie die Gründung der Kolonien durch.
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Das Sozialistengesetz in Deutschland
Bismarck: "Wer hätte gedacht, daß ein Geist vor einem Gespenst erschreckt!" (aus "Humoristische Blätter", Wien 1878 Nr.44)
1880: Krankheit. Fünftes Entlassungsgesuch
1880: Handelsminister
1881: Bismarck führt als Reichskanzler die Krankenversicherung im Deutschen Reich ein.
1883: Dreibund, Rettung durch Schweninger
1884: Bismarck führt als Reichskanzler die Unfallversicherung im Deutschen Reich ein.
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Bismarcks Arbeitszimmer im Reichstag
1887: Rückversicherungsvertrag
1888: Bismarck prägt in einer Reichstagsrede am 6. Februar den Satz: "Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt; und diese Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen lässt"
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Bismarck: "Wir Deutschen fürchten Gott, sonst nichts auf der Welt"
1888: Tod Kaiser Wilhelms I., sein Enkel Wilhelm II. versucht ihm den Beinamen "der Große" anzufügen. Bismarck über Wilhelm I.: "Kein Großer, aber ein Ritter und ein Held."
1888: Regierung und Tod Kaiser Friedrichs III.
1888: Thronbesteigung Kaiser Wilhelms II.
1889: Letzte Rede im Reichstag,
1890: Sechstes Entlassungsgesuch, Entlassung. Herzog von Lauenburg, Nichterneuerung des Russischen Vertrages - Wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem jungen Kaiser reicht Bismarck am 18. März 1890 seine Entlassung ein und erhält sie am 20. März unter Ernennung zum Herzog von Lauenburg und Generaloberst der Kavallerie. Bismarck verwendet jedoch den Herzogstitel nicht und nennt sich auch weiterhin "Fürst Bismarck".
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"Der Loste verlässt das Schiff" Karikatur der englischen Zeitschrift "Punch"
1891: Bismarck lässt sich in den Reichstag wählen, lebt aber zurückgezogen in Friedrichsruh und äußert oft seinen Unmut über die politische Entwicklung und dem "Neuen Kurs" des jungen Kaisers.
1892: Boykott in Wien, Triumphale Reise durch Deutschland
1893: Tod des Bruders, Schwere Krankheit
1894: "Versöhnung" mit Kaiser Wilhelm II., Tod seiner Frau Johanna
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Versöhnung zwischen S.M. d. Kaiser und Bismarck am 26. März 1895
1895: 80. Geburtstag
1896: Enthüllungen über den Russischen Vertrag
1897: Letzte Warnung an den Kaiser
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Die Beisetzung des Fürsten Bismarcks in Friedrichsruh am 16. März 1899
1898: 30. Juli, 22:00 Uhr: Bismarcks Tod. Am 30. Juli stirbt Bismarck auf seinem Gut Friedrichsruh in Sachsenwald. Nach Bismarcks Tod werden überall im Land Bismarck-Denkmäler errichtet. Kaum eine Stadt ohne Bismarck-Turm, kaum ein Dorf ohne Bismarck-Eiche etc. Das größte Bismarck-Denkmal (Höhe 36 Meter) steht in Hamburg. Ein Bismarck-Archiv wird in Stendal geschaffen.
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Das Bismarck-Nationaldenkmal am Großen Stern in Berlin (Höhe 15 Meter) 1901 erbaut von Reinhold Begas (1831 - 1911).
Das Denkmal stand bis 1939 auf dem "Königsplatz" (heutiger "Platz der Republik") vor dem Reichstag.
Wappen

Bismarcks Wappen führt im blauen Schild ein goldenes, mit drei silbernen Eichenblättern in den Winkeln bestecktes Kleeblatt.
Briefmarken

Spendenmarke

100 Jahre Reichsgründung - Deutsche Bundespost 1971 und Otto von Bismarck - Deutsche Bundespost 1998

Samoa, das Land mit deutscher Kolonialvergangenheit, würdigt mit einer Sondermarke den Fall der Berliner Mauer 1989 - Motiv das deutsche Kanonenboot S.M.S. Adler 1889
Zitate
Zitate über
und die deutschen Schutzgebiete (Kolonien)
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Bismarck-LiedText: Eugen Schwetschke Bismarck Heil! Dem einzig Einen, Deutsche Treue, deutsche Liebe, Kaiser Wilhelm's Werkgenosse,
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Schiffe der Kaiserlichen Marine |
Das
Schlachtschiff Bismarck: Am 14. Februar 1939 wurde von der Enkeltochter
Bismarcks wieder ein Kriegsschiff auf den
Namen des ersten Reichskanzlers getauft.
Das Schlachtschiff Bismarck war bei der Indienststellung das größte
und kampfstärkste Schlachtschiff der Welt. 1941 versenkte sie den Stolz
der britischen Marine, den Schlachtkreuzer "Hood" und beschädigte
die "Prince of Wales". Am 26. Mai 1941 erhielt die Bismarck
durch einen Flugzeugtorpedo einen Treffer, der die Ruderanlage zerstörte
und wurde dadurch kampfunfähig. Vermutlich wurde die Bismarck daraufhin
von der eigenen Besatzung versenkt.
Die deutsche Stadt Bismark (ohne ck) liegt in der Altmark (nördliches Sachsen-Anhalt), unweit des Geburtsortes Otto von Bismarcks. Der Stadtname leitet sich aus dem Fluss "Biese" und dem Begriff "Mark" (für Gegend bzw. Gebiet) ab.
Die US-amerikanische
Stadt Bismarck
in Nord Dakota (North Dakota):
1873 gab man der 1872 gegründeten
kleinen Siedlung Edwinton den Namen des deutschen
Reichskanzlers Otto von Bismarck. Man
erhoffte sich dadurch die Zuwanderung von deutschen Einwanderern. Als
1874 in den Black Hills Gold gefunden wurde, setzte eine erste Einwanderungswelle
ein. 1883 wurde Bismarck Hauptstadt des Dakota-Territoriums. 1889 wurde
die Stadt Hauptstadt des US-Bundesstaates Nord Dakota (North Dakota).
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