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Der Boxeraufstand 1900/01
in zeitgenössischen Postkarten und Texten.
Vorgeschichte
Panoramakarte
Expeditionskorps unter Admiral Seymour
Eroberung der Taku-Forts
Tod des Freiherrn Klemens von Ketteler
Belagerung des Gesandtschaftsviertels in Peking
Hunnenrede
Zusammenfassung

Geheimbund der "Starken Faust" 1900: "Fremde Teufel sind gekommen und haben durch ihre Lehre viele zu ihrem römischen oder protestantischen Glauben verleitet. Ihre Kirchen stehen außerhalb menschlicher Beziehungen; sie haben sich indessen mit viel Bosheit Ehrgeizige und Begierige zugeführt. Sie haben ohne Grenzen ihre Macht missbraucht, bis alle guten Beamten verdorben und ihre Diener geworden waren aus Begierde nach fremden Reichtum. Der Telegraph und die Eisenbahn sind eingerichtet worden, man hat Gewehr- und Geschützfabriken angelegt, und diese Anstalten verursachen den fremden Teufeln eine Freude der Bosheit voll; ebenso ist es mit den Lokomotiven, den Ballons und den elektrischen Lampen. Erfindungen, die diese fremden Teufel für vorzüglich halten. Obwohl ihr Rang ihnen dies Recht nicht gibt, lassen sie sich in Sänften tragen; China aber betrachtet sie doch als Barbaren, die Gott verdammen wolle."
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"John Bull, sie theilen. Du musst dich beeilen.
Denn siehe sie schnappen - Nach guten Happen"
Diese Postkarte mit freundlicher Genehmigung von www.altepostkarten.de
Historische Pressestimmen:
Berliner Morgenpost vom 16.Juni 1900: "Der Aufruhr der Boxer ist in den letzten Tagen immer mehr zu einer Gesamterhebung Chinas gegen die fremden Mächte geworden, er hat sich mit ungeahnter Raschheit über alle Teile des gar nicht so himmlischen Reiches verbreitet. Vor allem aber ist die Gefahr für die in Peking befindlichen Ausländer eine so furchtbare geworden, dass sie in nächster Stunde zum schrecklichen Ereignis zu werden droht."
Berliner Morgenpost vom 17.Juni 1900: "Der Aufruhr in China" - "Ermordung des deutschen Gesandten in Peking?" - "Die Londoner Abendblätter veröffentlichen eine von der Exchange Telegraph Company mitgeteilte Depesche der Agentur Lassan aus Hongkong vom 16. d.M., nach welcher ein Telegramm aus Tientsin berichte, dass alle Gesandtschaften in Peking zerstört seien und dass der deutsche Gesandte getötet sei."
Das offiziöse Wolffsche Telegraphenbüro: "Wir müssen es Ihnen überlassen, ob Sie die Agentur Lassan für zuverlässig genug halten, der Meldung Glauben beizumessen."
Die Morgenpost am 30. Juni 1900 zitiert ein Kabel des Vizeadmirals v. Bendemann: "Brief von Gesandtschaft in Peking erhalten, dass dieselbe belagert ist, dass Vorräte ausgehen und die Lage verzweifelt ist. Vom Überbringer des Briefes habe ich erfahren, dass der deutsche Gesandte am 16. Juni ... durch chinesische Truppen angegriffen, viermal verwundet und im Regierungsgebäude verstorben sei."
Kaiser Wilhelm II. erklärt, wie die Morgenpost am 4.Juli 1900 aus Wilhelmshaven berichtet: "Die deutsche Fahne ist beleidigt und dem Deutschen Reiche Hohn gesprochen worden. Das verlangt exemplarische Bestrafung und Rache."
Die Berliner Morgenpost kommentiert durch ihren Pariser Korrespondenten Conrad Alberti: "Seltsam sticht mit der beinahe nordischen Kühle, mit der man hier die Ereignisse in China behandelt, der Feuereifer ab, mit dem man sich in Deutschland in das gelbe Abenteuer stürzt ... Vielleicht täten wir gut, mit unserem immer reichlich vorhandenen Kapital von sittlicher Entrüstung ein wenig haushälterisch umzugehen."
Press-Telegramme des Ostasiatischen Lloyd an die Kaiserliche Gesandtschaft vom 6. Januar 1901: "Die Buren gehen erfolgreich vor. Lage in der Kapkolonie sehr ernst; britische Truppen räumen zwei weitere Plätze im Orangestaat. - Präsident Krueger ist erkrankt."
Press-Telegramme des Ostasiatischen Lloyd an die Kaiserliche Gesandtschaft vom 10. Januar 1901: "Preußischer Landtag eröffnet. Thronrede verlas Graf Bülow, betonend, es sei Pflicht der staatserhaltende Parteien für Kanalprojekte der Regierung einzutreten. Landwirtschaft , Industrie und Exporthandel müssten in Zukunft zusammenarbeiten. Etat, Preußens Überschuss 176 Millionen Mark. Dem Bundesrat ist die Gesetzvorlage für die Hinterbliebenen der Chinaexpedition zugegangen. Fürsorge ebenso wie bei Schutztruppen. Ablösungsmannschaften für Kreuzergeschwader haben Wilhelmshaven verlassen. Rollmann stellvertretender Gouverneur von Kiautschou an Stelle von Jaescheke."
Press-Telegramme des Ostasiatischen Lloyd an die Kaiserliche Gesandtschaft vom 1. Juni 1901: "Kwangsue zeichnet Edikt betreffs Entschädigung von 450 Millionen. Der Reichsanzeiger veröffentlicht die Auflösung des Oberkommandos und die Reduzierung des Expeditionskorps auf gemischte Brigadestärke an. Seine Majestät der Kaiser hat gestern bei einem Essen nach Inspektion der Garde-Infanterie in einem Trinkspruch anerkennend der Verdienste des Zaren in der Chinafrage gedacht. Seine Majestät dankte darin voll anerkennend dem Grafen Waldersee für die würdevolle Führung der schweren und undankbaren Aufgabe. Schließlich begrüßte er den anwesenden französischen General Bonnal, gedenkend der deutsch-französischen Waffenbrüderschaft und Kameradschaft im Kampfe gegen den gemeinsamen Feind. Frankreichs Armee hoch! General Bonnal dankte dann in einem Trinkspruch auf den Soldatenkaiser und die deutsche Armee. - Königin Wilhelmina (der Niederlande) heute in Berlin großartigen Empfang. Frühjahrsparade. - Graf Wilhelm von Bismarck (der zweite Sohn Otto von Bismarck) ist gestorben."
Press-Telegramme des Ostasiatischen Lloyd an die Kaiserliche Gesandtschaft vom 6. Juni 1901: "Der Chinesischen Gesandtschaft in Berlin ist die Freiheit des Depeschenverkehrs wiedergegeben. Englische Presse beglückwünscht Waldersees Rückkehr. Beweis weitsichtigen Verhaltens. Die Finanzminister der Bundesstaaten sind zur Beratung des Zolltarifs in Berlin zusammengetreten. Saatenstand ungünstig. Regierung trifft Vorkehrungen."
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"The Germans to the front" - Deutsche Soldaten in China 1900 (zeitgenössische Postkarte)
Zur Erinnerung an meine Dienstzeit Japan 1897, China - Boxeraufstand 1900 - S.M.S. Kaiserin Augusta
Quellen:
Buchempfehlung zum Thema
(keine kommerzielle Werbung!)
Deutsche Kolonien und dt. Kolonialpolitik Band 6: China, Kiautschou und die kaiserliche Marine
Atlas - Handbuch - Katalog der postalischen Entwertungen von Hans-Henning Gerlach und Andreas Birken 1. Auflage 2009

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