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Provinz Schlesien - Landkarte Schlesien - Breslau - S.M.S. Breslau
Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen
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| Breslau, Stadtplan 1918 | Breslau, Wappen | Landkarte Provinz Schlesien 1914 |
Verwaltungshauptstadt der Provinz Schlesien
Breslau 511.891 Einwohner - 1910 = 6. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.
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Breslau - Schweidnitzer Straße mit Stadttheater
Die Stadt Breslau ist Hauptstadt der preußischen Provinz Schlesien und des gleichnamigen Regierungsbezirks, dritte königliche Residenz, liegt unter 51° 7' nördlicher Breite und 17° 2' östlicher Länge, 111 m (Höhe am Unterpegel der Oder) über der Ostsee in einer weiten, fruchtbaren Ebene, zu beiden Seiten der Oder, welche hier die Ohle aufnimmt und mehrere Inseln (Sandinsel, Bürgerwerder etc.) bildet. Breslau, das unter den Städten des Deutschen Reichs nach Berlin u. Hamburg die dritte Stelle, unter denen der preußischen Monarchie somit die zweite einnimmt, besteht aus der inneren Stadt (früher Alt- und Neustadt) und fünf Vorstädten: der Ohlauer Vorstadt im Südosten, der Schweidnitzer im Süden, der Nikolaivorstadt im Westen, der Oder- und der Sandvorstadt im Norden, welche letztere aus den ehemaligen Vorstädten Sand- und Dominsel zusammengesetzt ist. Der Bürgerwerder und andere Oderinseln sind der Odervorstadt in administrativer Beziehung zugeteilt. Seit 1. Januar 1868 sind sieben Ortschaften mit zusammen 14.417 Einwohnern der Stadt einverleibt worden. Die früher vorhandenen sechs Tore sind erhalten, nachdem die Festungswerke seit 1813 in schattige Spaziergänge umgewandelt worden, nur noch teilweise an den Brückenübergängen kenntlich, welche aus der Innenstadt in die Vorstädte führen. Die Ufer der Oder und der Inseln sind durch 10 eiserne, 5 hölzerne und 3 steinerne Brücken verbunden. Außerdem bestehen 3 große Eisenbahnbrücken, 5 Brücken über den Stadtgraben und 4 Brücken nur für den Personenverkehr. Von den vielen die Oderufer verbindenden Brücken sind zu nennen: die Universitäts-, Lessing-, Königs-, Wilhelms-, Gneisenau- und Dombrücke, sämtlich in massivem Unter- und eisernem Oberbau, unter den über die alte Oder führenden besonders die neue steinerne Fürsten-, Paß- und Gröschelbrücke; ferner die Brücken, auf denen die Rechte Oderufer-Eisenbahn die Oder und die alte Oder überschreitet, sowie die Posener Eisenbahnbrücke unterhalb der Stadt.
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Breslau, Kaiserbrücke (Erbaut 1910)
Geschichte
Breslau erscheint als Wratislaw (Wratislawia, Wraclaw) schon um 980 als Stadt, war seit dem 11. Jahrhunderts Sitz eines Bischofs und gehörte zu Polen, bis 1163 ein eignes Herzogtum Breslau unter den Söhnen des polnischen Herzogs Wladislaw gebildet wurde. Nachdem die Stadt schon 1039 von den Böhmen erobert und geplündert und 1241 beim Einfall der Mongolen zerstört worden war, erhob sie sich bald zu neuer Blüte, nahm viele deutsche Kolonisten auf und erhielt 1242 deutsches Stadtrecht.
Schon 1247 wurde die Stadtschule zu Maria Magdalena errichtet. Herzog Heinrich VI., mit dem 1335 die Linie Breslau ausstarb, verkaufte die Stadt 1327 an Johann von Böhmen. Unter der Herrschaft der Luxemburger gewann sie bedeutende Vorrechte. Ein unter König Wenzel 1418 ausgebrochener Aufstand wurde von König Siegmund 1420 blutig bestraft. Der Hussiten wusste sich die Stadt glücklich zu erwehren; um aber nicht den als Hussit gehassten König Podiebrad als Herrn anerkennen zu müssen, schloss sie sich an den König Matthias Corvinus von Ungarn an, der seit 1482 die Freiheiten Breslaus willkürlich unterdrückte.
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Breslau - Partie an der alten Ohle
Nach der Schlacht von Mohács (1526), in der Ludwig II. umkam, fiel es an Ferdinand von Österreich. Obwohl die protestantische Lehre unter der Einwirkung des Johann Heß, eines Freundes Luthers, seit 1523 in Breslau die Oberhand gewann, wurden doch Bischof, Domkapitel und Mönche im ruhigen Besitz ihrer bisherigen Stellung und Güter belassen. Den Dreißigjährigen Krieg überdauerte Breslau fast ungeschwächt und bewahrte auch 1648 Stadtrechte und Religionsfreiheit. Die 200jährige österreichische Herrschaft beschränkte indessen den Protestantismus und eröffnete dem Treiben der Jesuiten einen immer größeren Spielraum. Friedrich II. von Preußen besetzte Breslau am 10. August 1741, erhob es zur dritten königlichen Haupt- und Residenzstadt und behielt es auch in dem am 11. Juni 1742 zu Breslau geschlossenen Frieden. Nach dem Sieg Karls von Lothringen über den Herzog von Braunschweig-Bevern (22. November 1757) wurde Breslau von den Österreichern eingenommen, doch schon im Dezember nach der Schlacht von Leuthen wieder von Friedrich gewonnen, wobei 21.000 Mann Österreicher sich gefangen geben mussten. 1760 wurde es von Laudon vergeblich belagert. Nach der Schlacht bei Jena wurde Breslau von Vandamme 7. Dezember belagert und 7. Januar 1807 von dem Gouverneur v. Thile, nachdem dieser die Vorstädte hatte niederbrennen lassen, übergeben. 1811 wurde die bisher in Frankfurt a. O. bestehende Universität nach Breslau verlegt. 1813 war Breslau kurze Zeit Sitz des Königs; von hier aus erging der Ausruf: "An Mein Volk!", und hier organisierten sich das Befreiungsheer. Nach der Schlacht bei Bautzen waren die Franzosen abermals (1.–12. Juni) Herren der Stadt. Die vollständige Umwandlung der schon 1808 geschleiften Festungswerke in die jetzigen Anlagen geschah nach dem Pariser Frieden. In neuer Zeit hat Breslau einen wahrhaft großartigen Aufschwung genommen.
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Breslau - Königliche Regierung und Lessingbrücke
Verwaltung: An der Spitze der städtischen Verwaltung steht ein Magistratskollegium von 29 Mitgliedern, von denen 15 unbesoldet sind. Die Stadtverordnetenversammlung hat 102 Mitglieder. Breslau ist im Herrenhause durch einen, im Landtage durch 3, im Reichstag durch 2, im Provinziallandtage durch 8 Abgeordnete vertreten. Die Polizeiverwaltung führt ein königliches Polizeipräsidium, die Baupolizei ist auf die Stadtverwaltung übergegangen, während das Nachtwachtwesen, das städtisch war, der königlichen Polizeiverwaltung jetzt unterstellt ist. Für die Zwecke der Verwaltung, besonders der Armenpflege, ist die Stadt in 197 Bezirke geteilt, für die Armenkrankenpflege in 22 Medizinalbezirke, für polizeiliche Zwecke in 25 Reviere. Der Stadthaushalt für 1902/1903 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 20.999.071 Mark. Die in Breslau aufzubringenden Staatssteuern waren für das Etatjahr 1902/1903 auf 5.997.480 Mark angesetzt, davon sind 4.691.136 Mark Einkommen-, 728.144 Mark Ergänzungs- (d. h. Vermögens-) und 557.500 Mark Brausteuer. Die Gemeindesteuern sind für 1902/1903 auf 13.070.915 Mark veranschlagt, und zwar erhebt die Stadt einen Zuschlag zur staatlichen Einkommensteuer von 134 Prozent, zur Gebäude- und Grundsteuer von 165 Prozent, zur Gewerbesteuer von 160 Prozent. Besondere städtische Steuern sind die Gemeindegrundsteuer, die Umsatzsteuer vom Grundbesitz, die Gewerbe-, Betriebs-, Schlacht-, Wild-, Geflügel-, Bier-, Hundesteuer, eine Steuer von den öffentlichen Lustbarkeiten sowie vom Wanderlagerbetrieb. Die städtische Schuld beläuft sich auf ca. 60 Millionen Mark.
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Breslau, Rathaus
Das renovierte Rathaus im spätgotischen Stil, von der Mitte des 14. bis zum 16. Jahrhundert erbaut, mit dem berühmten Fürstensaal und mit dem nach einem ehemals dort ausgeschenkten Bier benannten Schweidnitzer Keller. Das an der Nordwestseite des Rathauses liegende, 1860 nach Plänen von Stüler erbaute Stadthaus enthält den Sitzungssaal, die Konferenzzimmer und die Büros der Stadtverordnetenversammlung sowie den Stadthauskeller.
Bewohner: 97,7 % sind deutscher Nationalität, 5363 Personen sprechen ausschließlich polnisch.
| 1756 | 1763 | 1790 | 1811 | 1840 | 1850 | 1860 | 1870 | 1880 | 1890 | 1900 |
| 54.774 | 42.114 | 51.219 | 62.504 | 92.305 | 114.102 | 142.240 | 207.997 | 272.912 | 335.186 | 422.709 |
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Breslau, Universität
Die Universität Breslau hat ihren Ursprung in der von den Jesuiten 1702 gegründete Leopoldina.. Das Universitätsgebäude enthält die prachtvolle Aula Leopoldina, der Turm die Sternwarte. Die königlichen Universitätskliniken liegen an der Tiergarten- und Maxstraße.
Plätze und Straßen: Die Zahl der öffentlichen Plätze, Straßen und Wege in Breslau beträgt über 400. Der ziemlich quadratische Hauptmarkt ist zugleich Zentrum der Stadt, auf dem sich das alte Rathaus, das neue Stadthaus, einige Reihen von Privatgebäuden und zahlreiche Verkaufsstellen befinden. Vor dem Stadthaus steht die Reiterstatue Friedrichs des Großen (von Kiß, seit 1842), an der Westseite die Reiterstatue Friedrich Wilhelms III. (ebenfalls von Kiß, seit 1861), an der Ostseite des Rathauses die 1492 errichtete Staupsäule (einst Pranger). Andere Plätze sind: der Blücherplatz (früher Salzring) mit dem Standbild Blüchers (von Rauch, seit 1827), an der südlichen Seite von dem früheren Börsengebäude begrenzt; der Neumarkt (zweitgrößter Marktplatz der Stadt) mit dem Standbild Neptuns (von den Bewohnern Gabeljürge genannt) in einem Springbrunnen; der in der Schweidnitzer Vorstadt belegene Tauentzienplatz mit dem Marmordenkmal des Generals Tauentzien (von Schadow), der die Stadt 1760 gegen die Österreicher unter Laudon erfolgreich verteidigte; der Kaiser Wilhelm-Platz am Friebeberg; der Museumsplatz mit dem schlesischen Provinzialmuseum und dem Reiterstandbild Kaiser Friedrichs III. (1901 von Brütt); der Palais- oder Exerzierplatz, zwischen dem Stadttheater, der Promenade, dem Kunstgewerbemuseum, der Reichsbank und dem Südflügel des königlichen Schlosses; der Kaiserin Augusta-Platz mit dem gotischen Siegesdenkmal, dem Real- und Reformgymnasium zum Heiligen Geist und der königlichen Kunst- und Kunstgewerbeschule; in unmittelbarer Nähe die Ziegelbastion mit dem Holteidenkmal und schöner Aussicht; der Berliner Platz mit großer Fontäne vor dem Freiburger Bahnhof, der Platz am Zentralbahnhof, der Königsplatz mit dem Bismarckstandbild (1900 von Breuer), Ritterplatz mit dem Svarezdenkmal (1896 von Breuer), der Lessingplatz mit dem Regierungsgebäude, der Domplatz mit dem Dom, dem fürstbischöflichen Konvikt und Parkanlagen, der große Schießwerderplatz mit der Bonifacius- und der im Bau begriffenen Erlöserkirche, der Platz "am Wäldchen", der infolge weiterer Zuschüttung des Ohlebettes gewonnene Platz "am Ohleuser" mit dem Göppertdenkmal, der Matthiasplatz mit Parkanlagen, dem landwirtschaftlichen Institut und großem Springbrunnen u. a.
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Breslau, Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Die Straßen der inneren Stadt sind meist regelmäßig, nur etwas schmal, die der Vorstädte dagegen breit und schön. Unter ihnen sind hervorzuheben: die Schweidnitzer Straße, an der Kreuzung zur Promenade das Denkmal Kaiser Wilhelms I. (von dem Breslauer Bildhauer Behrens entworfen) steht, die Ohlauer, Albrechts-, Reusche-, Nikolaistraße und Schmiedebrücke in der inneren Stadt sowie die Tauentzien-, Neue Taschen-, Garten-, Friedrich Wilhelm-, Kaiser Wilhelm-, Kloster-, Matthiasstraße und die Straßen am Stadtgraben entlang in den Vorstädten. Für die Beleuchtung sorgen drei Gasanstalten und zwei Elektrizitätswerke, die der Stadt gehören. Durch die Abdämmung der Ohle, die jetzt oberhalb der inneren Stadt in die Oder mündet, durch die Errichtung des (1871 vollendeten) Dampfwasserhebewerks nebst Grundwasserversorgung sowie durch die seit 1881 bestehende Schwemmkanalisation (Rieselfelder bei Oswitz) sind die Gesundheitsverhältnisse Breslaus wesentlich verbessert worden. Demselben Zweck dienen ausgedehnte Parkanlagen, außer der schon erwähnten, um die innere Stadt führenden Promenade besonders der Scheitniger Park im Osten der Stadt (mit einem Platz für Pferderennen) sowie der Südpark bei Kleinburg.
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Breslau, Stadttheater
Religionen: Der Konfession nach sind etwa 58 Prozent Evangelisch, 37 Prozent Katholiken und 5 Prozent Juden.
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Breslau, Kreuzkirche und Dom
Breslau besitzt 13 evangelische Kirchen (darunter 5 ohne Parochialrechte), eine altlutherische, eine reformierte, 20 katholische (inkl. 6 Kloster- und Anstaltskirchen), eine altkatholische Kirche, Versammlungslokale für Dissidenten, eine Brüdergemeindekirche und mehrere Synagogen. Unter den katholischen Kirchen sind besonders hervorzuheben der Dom zu St. Johannes dem Täufer, der um 1148 in gotischem Stil begonnen, gegen Ende des 15. Jahrhundert vollendet, später im Renaissancestil des 17. und 18. Jahrhunderts erweitert und 1873-75 im Innern renoviert wurde, mit zwei Türmen (seit dem Brande von 1759 ohne Spitze), vielen Kapellen (darunter die prachtvolle Elisabethkapelle, 1680 erbaut), großen Reichtümern (z. B. einem Hochaltar aus gediegenem Silber) und prachtvollen Werken der Malerei und Bildnerei; die Kreuzkirche (aus dem 13. und 14. Jahrhundert), ein Backsteinhallenbau in Kreuzform, mit Glasmalerei, historischen Denkmälern (Grabmal Herzog Heinrichs IV. von Schlesien) und einer Krypta zu St. Bartholomäus, 1288 gegründet; die kleine gotische Martinikirche (einst herzogliche Schlosskapelle); die Kirche zu Unserer Lieben Frauen auf dem Sande (daher gewöhnlich Sandkirche genannt) mit prächtigen Gewölben und Konsolen (1328 begonnen, 1369 vollendet, bis 1810 Kirche der Augustiner-Chorherren); die Dorotheen- oder Minoritenkirche mit sehr hohem Dach, aber ohne Turm (1351 von Kaiser Karl IV. gegründet); die Matthiaskirche (von den Jesuiten 1736 erbaut); die Vinzenzkirche, in der Herzog Heinrich II. unter einer Tumba liegt; die 1883 vollendete Nikolaikirche; die St. Michaeliskirche, ein zierlicher gotischer Bau (1871 vollendet); die 1893 eingeweihte Heinrichkirche, begründet vom Fürstbischof Heinrich (Herzog); die 1897 umgebaute Mauritiuskirche. Von den evangelischen Kirchen ist die größte die Hauptkirche zu St. Elisabeth (1253 gegründet, im 14. und 15. Jahrhundert neu erbaut und 1857 restauriert), mit 91 m hohem Turm, der größten Glocke Schlesiens (110 Zentner schwer), vielen Kunstdenkmälern, berühmter Orgel, Glasmalereien und einem 16 m hohen steinernen Sakramentshäuschen (vom Jahr 1455); die zweitwichtigste evangelische Hauptkirche, von der die Reformation 1523 für Breslau und einen großen Teil Schlesiens ausging, ist die zu St. Maria Magdalena, nach dem Muster des Doms im 14. Jahrhunderts gebaut, restauriert, mit zwei durch eine hohe Brücke verbundenen gotischen Türmen. Ferner sind zu nennen: die St. Barbarakirche (seit 1740 zugleich Garnisonkirche) mit Tafelmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhunderts, die um 1400 gegründete, 1821 neuerbaute Jungfrauenkirche, die jüngst restaurierte Bernhardinkirche mit kunstvoll gemalter Hedwigstafel, 1453 gegründet, 1502 vollendet. Neu ist die in gotischem Stil von der Stadt erbaute Salvatorkirche, in der Sandvorstadt die Lutherkirche und in der Odervorstadt die Erlöserkirche. Unter den Synagogen ist die neue am Schweidnitzer Stadtgraben neben der in Berlin die schönste und größte Deutschlands (1872 vollendet).
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Breslau, Königliches Schloss
Militär: In Breslau sind untergebracht das Generalkommando des 6. Armeekorps, eine Kommandantur, ein Oberkriegs- und Kriegsgericht, das Kommando der 11. Division, der 22. Infanteriebrigade, der 6. und 11. Feldartilleriebrigade und der 11. Kavalleriebrigade, der Kardinal-Fürstbischofs mit Domkapitel etc. Die Besatzung Breslaus bilden 2 Infanterieregimenter Nr. 11 und 51, das Leib-Kürassierregiment Großer Kurfürst (schlesisches) Nr. 1, das Feldartillerieregiment v. Peucker (schlesisches) Nr. 6 sowie das schlesische Trainbataillon Nr. 6.
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Breslau, Palaisplatz

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