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Fürst Bernhard von Bülow

Deutscher Politiker, 4. deutscher Reichskanzler

Bernhard Fürst von Bülow

Fürst Bernhard von Bülow

* 03.05.1849 in Klein Flottbek bei Altona (Schleswig-Holstein)

† 28.10.1929 in Rom, Italien

Fürst Bernhard von Bülow

Bernhard von Bülow wird am 3. Mai 1849 als Sohn des Staatssekretärs des Äußern Bernhard von Bülow (1815-79), und seiner Frau Luise Victorine (geb. Rücker) in Klein Flottbeck bei Altona geboren. Bülow studierte Jura in Lausanne, Berlin und Leipzig.

1870/71 nahm er als Freiwilliger am Deutsch-Französischen Krieg teil.

1877-78 amtierte er als Geschäftsträger in Athen, 1879-84 als Botschaftssekretär in Paris und später als Botschaftsrat in Sankt Petersburg.

1886 heiratete er die geschiedene Marie Gräfin von Dönhoff, geborene Prinzessin di Camporeale.

1888 arbeitete er als Gesandter in Bukarest, 1893 als Botschafter in Rom und ab Oktober 1897 als Staatssekretär des Auswärtigem Amtes.

1899 wurde er Graf.

Am 17. Oktober 1900 wurde Bernhard von Bülow Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident. Schon in der Zeit vor seiner Reichskanzlerschaft hatte er als Staatssekretär der Auswärtigen Angelegenheiten die Verhandlungen geleitet, die zum Samoa-Abkommen von 1899 und zum Ankauf der vorher spanischen Inselgruppen der Karolinen und Marianen führten, den er dann auch im Reichstage vertrat. Ebenso fielen unter seine Leitung die Verhandlungen mit China wegen der Pachtung von Kiautschou. Seine Amtszeit als Reichskanzler ist dann für die Deutsche Kolonialpolitik besonders wichtig geworden. Es ist die Zeit des energischeren Vorangehens in der Erschließung, vor allem durch Eisenbahnbauten und des wirklichen Fortschritts der Handelsentwicklung, die Zeit der Aufstände in Deutsch-Ostafrika und in Deutsch-Südwestafrika, der darauf folgenden Neuordnung der Verhältnisse dieses Schutzgebietes (Selbstverwaltung, Landgesellschaften) und der Diamantenentdeckung, der Errichtung eines selbstständigen Reichsamts für die Kolonialverwaltung und der damit in Verbindung stehenden politischen Kämpfe, die zur Auflösung und Neuwahl des Reichstages (1907) führten. Lag auch die eigentliche Kolonialverwaltung in den Händen der dafür berufenen Leiter (Stübel, Dernburg), so ist doch zu keiner Zeit die Bedeutung der Kolonialpolitik für die Reichspolitik und deren Leitung durch den Reichskanzler so stark hervorgetreten wie in den Jahren 1906-1908.

1905 wurde er Fürst.

Fürst Bernhard von Bülow

Fürst von Bülow

Fürst von Bülow nach der Genesung

Aufnahme für die "Woche" vom 8. Mai 1906

 

Im Juli 1909 erfolgte wegen der Daily-Telegraph-Affäre sein Rücktritt.

Von Dezember 1914 bis Mai 1915 führte er die Geschäfte der deutschen Botschaft in Rom. Er konnte jedoch den Kriegseintritt Italiens an der Seite der Ententemächte nicht verhindern.

Nach 1918 lebte Bülow in seiner Villa Malta in Rom und übte in zahlreichen Veröffentlichungen Kritik am ehemaligen Kaiser Wilhelm II.

Am 28. Oktober 1928 stirbt Fürst Bernhard von Bülow in Rom.

 

       

 

 

 


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