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1815 - 1866
Einleitung
Deutscher Bund
Kriegsparteien
Ursachen des Krieges
Schlacht bei Königgrätz
Südlicher Kriegsschauplatz
Schlacht bei Langensalza
Süddeutschland
Friedensverträge
Norddeutscher Bund
Deutscher Bund
Der Deutsche Bund wurde während des Wiener Kongresses durch die Bundesakte vom 8. Juni 1815 geschaffen und die Schlussakte vom 8. Juni 1820 endgültig bestätigt. Der deutsche Staatenbund bestand anfangs aus 35 (zuletzt 31) selbstständigen Staaten und 4 Freien Städten. Von den Ländern des späteren Deutschen Reichs gehörten die Provinzen Ostpreußen, Westpreußen und Posen, ferner Schleswig-Holstein und Elsass-Lothringen dem Deutschen Bund nicht an. Dagegen gehörten die deutschen Kronländer Österreichs, Liechtenstein und Luxemburg-Limburg zum Deutschen Bund.
Der Deutsche Bund bestand bis zum Deutschen Krieg 1866 und sollte die Sicherheit Deutschlands und die Unabhängigkeit und Unverletzlichkeit seiner einzelnen Staaten gewährleisten.
Die Bildung des Deutschen Bundes bedeutete einen schweren Rückschlag für die Einigungsbestrebungen Deutschlands. Es bestand weder ein einheitliches Maß- und Münzsystem, noch ein gemeinsames Postwesen oder Einrichtungen wie ein Bundesgericht oder ein gemeinsames Heer. Die Zersplitterung Deutschlands bedeutete eine außenpolitische Schwächung und bedeutete eine Behinderung der Wirtschaft durch Zoll- und Handelsschranken.
Der Sitz des Bundestages (Bundesversammlung der bevollmächtigten Staaten), bei dem Österreich das Präsidium führte, war Frankfurt am Main. Nach einer Unterbrechung 1848 durch die Provisorische Zentralgewalt, wurde er 1850-51 wieder hergestellt.

Kurien: Im Plenum der Bundesversammlung hatte jeder Staat wenigstens eine Stimme, zusammen 70. Der Engere Rat zählte 17 Kurien mit jeweils einer Kuriatstimme.
1. Kurie: Kaisertum Österreich
2. Kurie: Königreich Preußen
3. Kurie: Königreich Bayern
4. Kurie: Königreich Sachsen
5. Kurie: Königreich Hannover
6. Kurie: Königreich Württemberg
7. Kurie: Großherzogtum Baden
8. Kurie: Kurfürstentum Hessen
9. Kurie: Großherzogtum Hessen
10. Kurie: Dänemark wegen Holstein
11. Kurie: Niederlande wegen des Großherzogtums Luxemburg
12. Kurie: Großherzogtum Sachsen-Weimar und die Herzoglich Sächsischen Häuser Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha, Sachsen-Meiningen
13. Kurie: Braunschweig und Nassau
14. Kurie: Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz
15. Kurie: Holstein-Oldenburg, Anhalt, Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen
16. Kurie: Hohenzollern, Liechtenstein, Reuß ä.L., Reuß j.L., Schaumburg-Lippe, Lippe und Waldeck
17. Kurie: Die freien Städte Lübeck, Frankfurt, Bremen und Hamburg
Mitglieder:
11) Großherzogtum Luxemburg
13) Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin
14) Herzogtum Nassau
15) Großherzogtum Sachsen-Weimar
16) Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (Am 12. November 1826 wird Altenburg ein selbstständiges Herzogtum und Gotha mit Coburg zum Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha vereinigt)
17) Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld (12. November 1826 mit Gotha zum Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha vereinigt, das Fürstentum Saalfelder wird Meiningen angegliedert)
18) Herzogtum Sachsen-Meiningen (12. November 1826 mit dem Fürstentum Saalfeld vereinigt.)
19) Herzogtum Sachsen-Hildburghausen (Am 12. November 1826 mit Meiningen vereint, der Herzog erhält dafür das nun selbstständige Herzogtum Sachsen-Altenburg)
20) Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz
21) Großherzogtum Holstein Oldenburg
22) Herzogtum Anhalt Dessau (Nach der Vereinigung mit Köthen [1853] und Bernburg [1863] zum Herzogtum Anhalt vereinigt.
23) Herzogtum Anhalt Bernburg (Linie am 19. August 1863 erloschen und mit dem Herzogtum Anhalt-Dessau-Köthen zum Herzogtum Anhalt vereinigt.
24) Herzogtum Anhalt Köthen (Linie am 23. November 1847 erloschen zum mit Dessau 1853 zum Herzogtum Anhalt-Dessau-Köthen vereinigt. 1863 vereinigte sich dieses mit Bernburg zum Herzogtum Anhalt.)
25) Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen
26) Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt
27) Fürstentum Hohenzollern Hechingen (Durch Staatsvertrag vom 7. Dezember 1849 mit dem Königreich Preußen vereinigt, danach Regierungsbezirk der Rheinprovinz.)
29) Fürstentum Hohenzollern Sigmaringen (Durch Staatsvertrag vom 7. Dezember 1849 mit dem Königreich Preußen vereinigt, danach Regierungsbezirk der Rheinprovinz.)
31) Fürstentum Reuß ältere Linie
32) Fürstentum Reuß jüngere Linie
33) Fürstentum Schaumburg Lippe
34) Fürstentum Lippe
35) Landgrafschaft Hessen-Homburg (Am 7. Juli 1817 dem Deutschen Bund beigetreten.)
36) Freie Stadt Frankfurt
Die Landgrafschaft Hessen-Homburg wurde erst am
7. Juli 1817 Mitglied im Deutschen Bund.
Nach dem Aussterben der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg kam es in den ernestinischen Ländern (heutiges Thüringen) zur letzten dynastischen Landesteilung. Im Teilungsvertrag vom 12. November 1826 wurde festgelegt, das Sachsen-Meiningen ganz Sachsen-Hildburghausen und den Saalfelder Teil von Sachsen-Coburg-Saalfeld erhält. Der Hildburghäuser Herzog erhielt dafür Sachsen-Altenburg als selbstständiges Herzogtum. Sachsen-Coburg erhielt Sachsen-Gotha und vereinigten sich zum Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha.
Am 23. November 1847 erlosch die Linie im Herzogtum Anhalt-Köthen. Am 22. Mai 1853 wurden die Herzogtümer Anhalt Dessau und Anhalt-Köthen zum Herzogtum Anhalt-Dessau-Köthen vereinigt.
Am 19. August 1863 erlosch die Herzogslinie in Bernburg. Am 26. November 1863 wurde der erste Landtag für das vereinigte Herzogtum Anhalt eröffnet.
Einleitung
externer Link:
Deutsche Bundesakte (08.06.1815), in: documentArchiv.de [Hrsg.]

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