|
|
![]() |
|
|
| Senden Speichern Drucken |
Stadt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Eisenacher Kreis und Hauptstadt des Verwaltungsbezirks III
Stadt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Eisenacher Kreis und Hauptstadt des Verwaltungsbezirks III
Eisenach 35.120 Einwohner - 1905 = 111. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.![]()
![]() |
Eisenach - Georgenkirche und Marktplatz
Neben der Stadt Eisenach im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach existiert im Deutschen Reich (Kaiserreich)
2) Eisenach (Kr. Trier) ein Dorf im Königreich Preußen, Provinz Rheinland, Landkreis Trier mit 478 Einwohnern.
|
|
||
| Eisenach - Der Carlsplatz mit Nikolaikirche und Lutherdenkmal | Eisenach - Marktplatz |
Eisenach ist eine Stadt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Eisenacher Kreis und Hauptstadt des Verwaltungsbezirks III. Sie liegt am Nordwestende des Thüringer Waldes, am Zusammenfluss der Neffe und Hörsel und 221 Meter über dem Meer. Die Stadt ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Bebra-Weißenfels und Eisenach-Lichtenfels. Eisenach besitzt noch Reste der ehemaligen Befestigung und fünf Vorstädte, darunter die Georgenvorstadt im Westen und die Nikolaivorstadt im Osten. Die Stadt hat 4 evangelische und eine katholische Kirche und eine Synagoge. Hier sind besonders zu nennen die spätromanische, um 1150 erbaute Nikolaikirche, 1887 restauriert und durch einen stilgerechten Zwischenbau mit dem Nikolaiturm verbunden, und die spätgotische St. Georgenkirche. Die katholische Elisabethkirche wurde 1887 vollendet.
|
|
|
|||
| Eisenach - Carl Alexander-Denkmal | Eisenach - Am Nikolaitor | Eisenach - Lutherdenkmal |
|
|
||
| Eisenach - Lutherhaus | Eisenach - Lutherstube im Lutherhaus |
Die Industrie ist bedeutend in Kammgarnspinnerei, Fahrzeug-, Farben- und Tonwarenfabrikation; außerdem hat Eisenach Fabrikation von Herden, Zigarren, Zementröhren, Malz, Eisenkonstruktionen, Alabasterwaren, Maschinen, Schuhwaren, Leder etc., Kunsttischlerei, Bierbrauerei, Granitwerke, Ziegelbrennerei, Sägewerke und Mahlmühlen. Dem Handel dient eine Nebenstelle der Reichsbank. An Bildungs- und andern Anstalten befinden sich in Eisenach eine Forstlehranstalt, ein Gymnasium, ein Realgymnasium, ein Schullehrerseminar, eine Zeichen- und Gewerbeschule, eine Sprachheilanstalt, ein Theater, ein Diakonissenhaus, ein Richard Wagner-Museum, ferner eine Kaltwasserheilanstalt, ein Elektrizitätswerk etc. Von Behörden haben ihren Sitz in Eisenach eine Bezirksdirektion, ein Landgericht und eine Forstinspektion. Die städtischen Behörden zählen 2 Bürgermeister und 30 Stadtverordnete.
|
|
||
| Wartburg - Am Eselstandplatz | Die Wartburg von Osten |
Zum Landgerichtsbezirk Eisenach gehören die acht Amtsgerichte zu: Eisenach, Geisa, Gerstungen, Ilmenau, Kaltennordheim, Lengsfeld, Ostheim und Vacha. Eisenach ist im Sommer von Touristen und Luftkurgästen oft überfüllt. Außer der Wartburg, die sich 2 km südlich von der Stadt erhebt, befinden sich in der Umgebung noch eine Menge durch Naturschönheit ausgezeichneter Punkte, wie der Pflügensberg und der Goldberg, der Karthaus- und der Eichelsche Garten, das Rösesche Hölzchen mit dem Mädel-(Metil-)stein und der Felsgruppe "Mönch und Nonne", die Göpelskuppe mit dem Burschenschaftsdenkmal, das Johannistal, das villenbesetzte Mariental, die Landgrafenschlucht, das Annatal mit der Drachenschlucht, die Hohe Sonne, Schloss Wilhelmsthal etc.
|
|
||
| Wartburg - Der Rüstsaal | Eisenach - Prinzenteich |
Eisenach (Isenacum), eine der ältesten Städte Thüringens, wurde 1070 von Ludwig dem Springer etwas südlich von einem älteren, durch Feuer zerstörten Ort angelegt. Im Mittelalter ist seine Geschichte mit der der Wartburg eng verflochten. Von 1596–1741 war die Stadt Residenz einer Ernestinischen Herzogslinie. Am 1. September 1810 wurde sie durch Explosion mehrerer französischer Pulverwagen arg beschädigt, woran noch der "Explosionsplatz" erinnert. In Eisenach tagt seit 1852 die sogen. Eisenacher Konferenz (Deutsche evangelische Kirchenkonferenz). Am 6. und 7. Oktober 1872 fand in Eisenach eine Zusammenkunft deutscher Nationalökonomen statt, welche die Begründung einer neuen sozialistischen Partei beschloss und aus der 1873 der Verein für Sozialpolitik hervorging.
|
|
||
| Eisenach und Wartburg | Eisenach - Das Johannistal mit Feodorenpromenade |
Das ehemalige Fürstentum Eisenach kam 1440 an das Haus Wettin und bei der
Teilung von 1485 an die Ernestinische Linie, bei der es verblieb. 1583
fielen die hennebergischen Ämter Lichtenberg und Kaltennordheim an Eisenach.
Der jüngere Sohn Johann Friedrichs des Mittlern, Johann Ernst, stiftete
1596 die ältere Linie Eisenach, die aber mit ihrem Stifter 1638 ausstarb; der
siebente Sohn des Herzogs Johann von Weimar, Albert, 1640 die mittlere
Linie Eisenach, die ebenfalls mit dem Tod ihres Stifters 1644 erlosch.
Herzog Wilhelm von Sachsen-Weimar überließ Eisenach 1662 seinem ältesten Sohn, Adolf
Wilhelm; diesem folgte 1668 sein Bruder Johann Georg, welcher der
Stifter der jüngeren Linie Eisenach wurde. Dieselbe erlosch 1741 mit Wilhelm
Heinrich und das Land fiel wieder an Sachsen-Weimar. Mit den 1815
hinzugekommenen fuldaischen und hessischen Ämtern Geisa,
Dermbach, Vacha
und Frauensee bildet das Fürstentum Eisenach die beiden
Verwaltungsbezirke Eisenach
(569 km² mit 65.767 Einwohnern) und Dermbach (650 km² mit 38.909 Einwohnern).
|
|
|
|||
| Eisenach - Burschenschafts-Denkmal | Eisenach - Hotel Thüringer Hof | Eisenach - Drachenschlucht |

![]()
Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:
-[Deutscher Krieg 1866]- -[Deutsch-Französischer Krieg 1870/71]- -[Deutsches Kaiserreich]- -[Deutsche Kolonien]- -[Kaiserliche Marine]-
-[Donaumonarchie Österreich-Ungarn]- -[Liechtenstein]- -[Schweizer Eidgenossenschaft]-
-[Briefmarken 1871-1918]- -[Boxeraufstand 1900/01]- -[Marokkokrise 1905/11]-
Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de
Besucher