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Deutschlands Fahnen - Deutsche Marineflaggen - Österreich-Ungarns Fahnen
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| Heil Dir Deutsches Volk - Bund der Deutschen Braunau | Innsbruck - Deutsches Studentenhaus | Schwarz und Gold - die alten Reichsfarben | Deutsche und österreichische Flagge 1914 | Gruß aus Deutschlands Gauen - Germania mit Fahne |
Der Legende nach stammen die alten deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold aus der Zeit Kaiser Barbarossas. Als dieser im Jahr 1152 in Frankfurt am Main zum deutschen Kaiser gekrönt wurde, legte man auf Anordnung der Hohenstaufen den Weg vom Dom zum Römer, dem ehemaligen Kaiserhof und heutigem Rathaus, mit einem Teppich aus schwarz-rot-goldenem Tuch aus. Nach der Krönung schnitt man das dreifarbige Tuch in kleine Stücke und verteilte diese, sozusagen als Souvenir, an das Volk. Die improvisierten Fähnchen wurden an Stangen gebunden und so zog die Menge durch die Stadt um den neuen Kaiser stürmisch Hoch leben zu lassen. Im Jahre 1184 wurden auf dem Reichstag zu Mainz diese drei Farben als die echten deutschen anerkannt und erhielten sich, bis 1806 Napoleon I. dem alten deutschen Kaiserreich ein Ende machte. Burschenschaften und Freikorps griffen die alten Nationalfarben wieder auf und trugen sie an Pfeifentroddeln und Korpsbändern zur Schau. Als nach der Märzrevolution von 1848 die Abgeordneten der Deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche sich nicht über die Reihenfolge der deutschen Farben einigen konnten (so gab es damals u.a. auch Gold-Schwarz-Rote Fahnen), wurde durch einen Machtspruch König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen festgelegt, dass Schwarz-Rot-Gold die richtige sei. Dazu legte man dem preußischen König das Motto in den Mund,: "Aus Nacht, durch Blut, zum Licht!" Später entwickelte man daraus "Schwarz die Vergangenheit, Rot (blutig) der Kampf und Golden die Zukunft".
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| Schwarz-Rot-Gold ist die ältere Fahne Deutschlands. Die Farben haben ihren neueren Ursprung vermutlich in den Uniformen des Lützower Freikorps. Dieses Freiwilligenkorps kämpfte unter dem preußischen Major Adolf von Lützow 1813 gegen die napoleonische Fremdherrschaft in Deutschland. Die Uniformen bestanden aus schwarz gefärbten Zivilröcken, roten Aufschlägen und goldenen Knöpfen. Am 17. Juni 1813 geriet die Truppe der "Schwarzen Jäger" bei Kitzen (nahe Leipzig) in einen Hinterhalt der Franzosen und wurde fast völlig aufgerieben. Am 12. Juni 1815 gründeten sieben Studenten, die im Lützower Freikorps gedient hatten, zusammen mit anderen national gesinnten Studenten die Burschenschaft zu Jena ("Ehre, Freiheit, Vaterland"). Diese sieben Studenten wählten die Farben Schwarz, Rot und Gold zu den Farben der Burschenschaft. In der Verfassungsurkunde heißt es dazu: "Eingedenk, dass bei Wartburgfest 1817 den jugendlichen Freuden auch stets der Ernst des Lebens zu bedenken sei, bestimmen sie Rot und Schwarz zu den Farben ihres Paniers". Anlässlich des vierten Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig, dem 18. Oktober 1817, zogen etwa 500 Studenten der Burschenschaft und einige Professoren aus vielen deutschen Staaten unter der Losung "Nur im Ganzen ist Heil", mit der rot-schwarz-roten Fahne (golden waren lediglich die Fransen) auf die Wartburg bei Eisenach (Wartburgfest), um für Freiheit und ein einheitliches Reich zu demonstrieren. Vom 27.05 bis zum 30.05.1832 demonstrieren 30.000 Teilnehmer auf dem Hambacher Fest für nationale und demokratische Ziele und führten erstmals eine schwarz-rot-goldene Fahne mit sich. Die Inschrift im mittleren roten Teil "Deutschlands Wiedergeburt" machte das Ziel der Beteiligten deutlich, die Errichtung eines deutschen Nationalstaates. Am 18. Mai 1848 zogen die Abgeordneten der ersten Deutschen Nationalversammlung, die erste deutsche Volksvertretung überhaupt, in die Frankfurter Paulskirche ein. Am 13. November 1848 wurde Schwarz-Rot-Gold im Reichsgesetzblatt als deutsche Flagge verkündet. Auch dienten die Farben als Flagge der Deutschen Bundesmarine 1848 - 1852. Während des Deutschen Krieges 1866 kämpften einige deutsche Bundes-Korps unter der schwarz-rot-goldnen Fahne gegen Preußen. Schwarz und Gold waren auch die Farben des alten Reiches, diese alten Reichsfarben galten in Österreich-Ungarn bis 1918. Schwarz-Rot-Gold steht heute als Sinnbild für die deutsche Demokratie, jedoch auch der Bund der Deutschen in der Donaumonarchie Österreich-Ungarn pflegte Schwarz-Rot-Gold als seine Farben. Im Deutschen Reich waren sie bis 1918 die Landesfarben der Fürstentümer Waldeck, Reuß Jüngere Linie und Reuß ältere Linie. 1919 (bis 1933) wurde Schwarz-Rot-Gold wieder zur Nationalflagge Deutschlands. Die neue sozialdemokratische Regierung wählte ganz bewusst die alten Farben Schwarz-Rot-Gold für die erste deutsche Republik, um auch symbolhaft mit dem alten System zu brechen. Gleichzeitig sollte es dem beitrittwilligen "Deutsch-Österreich" leicht gemacht werden, sich unter dieser Fahne mit dem Deutschen Reich zu vereinigen. Seit 1949 ist Schwarz-Rot-Gold die Nationalflagge Deutschlands. Artikel 22 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bestimmt die Bundesflagge: "Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold" | Stolz weht die
Bund der Deutschen in Böhmen
Deutscher Michel 1919 | Heutige Historiker unterstellen Bismarck immer wieder gern seine antidemokratische Gesinnung sei die Ursache für die Ablehnung von Schwarz-Rot-Gold. Der eigentliche Grund ist aber im Deutschen Krieg von 1866 zu finden, denn hier kämpften einige Korps des Deutschen Bundes (unter Führung Österreichs) unter diesen alten deutschen Farben. Verständlich also, wenn Bismarck nicht die Kriegsflagge der Gegner Preußens zur neuen Flagge des Norddeutschen Bundes machen wollte und sich für Schwarz-Weiß-Rot entschied. Diese neue Flagge entstand 1867 aus den Farben Preußens (schwarz-weiß) und denen der norddeutschen Städte und Länder sowie aus Tradition zur alten Flagge der Hansestädte (weiß-rot) als Flagge des Norddeutschen Bundes. Schon im Deutsch-Französischen Krieg kämpften die Soldaten des Norddeutschen Bundes unter dieser neuen Fahne und hissten sie u.a. am 19. Januar 1871 auf dem eroberten Fort Vanves vor Paris. Nach der Ausrufung des Deutschen Reichs wurde sie Reichsflagge und blieb es bis 1919. Die Bevölkerung des Deutschen Kaiserreichs identifizierte sich sehr stark mit diesen Farben und besangen sie in zahlreichen patriotischen Liedern, war doch der alte Wunsch nach einem einheitlichen Reich nun endlich verwirklicht. Die Freude und der Stolz, den alten Rivalen Frankreich besiegt zu haben, die neu gewonnene Stärke und Größe prägte auch die Beziehung zu den nationalen Symbolen des Deutschen Kaiserreichs. Der Erwerb von Kolonien wurde stets durch das Hissen der Reichsfahne symbolisiert und ist auf zahlreichen Gemälden und Fotos dokumentiert. 1914 zogen Hunderttausende von Freiwilligen unter der Schwarz-Weiß-Roten Fahne mit Begeisterung in den Krieg, von dem viele glaubten, wenn die Herbstblätter fielen, würde man wieder zu Hause sein. Dessen Schrecknisse konnte man sich noch nicht so recht vorstellen. Die Feinde, davon waren die Deutschen überzeugt, hatten dem Deutschen Reich diesen Krieg aufgezwungen. Doch sie sollten die Deutschen schon kennen lernen. Unzählige Berichte und Bilder aus jenen Tagen schildern patriotische Taten deutscher Soldaten unter des Kaiserreichs Flagge. Viele von denen, deren Kameraden auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges so sinnlos starben, verstanden Ende 1918 nicht, warum genau diese Farben, für die sie so lange gekämpft hatten, nicht mehr die Fahne des Deutschen Reichs bleiben sollte. Die neue sozialdemokratische Regierung wählte ganz bewusst die alten Farben Schwarz-Rot-Gold für die erste deutsche Republik, um auch symbolhaft mit dem alten System zu brechen. Gleichzeitig sollte es dem beitrittswilligen "Deutsch-Österreich" leicht gemacht werden, sich unter dieser Fahne mit dem Deutschen Reich zu vereinigen, denn auch der Bund der Deutschen in Österreich-Ungarn pflege Schwarz-Rot-Gold als seine Farben. Während der gesamten Zeit der Weimarer Republik (1918 - 1933) tobte ein heftiger Flaggenstreit. Schwarz-Weiß-Rot blieb Handelsflagge der Weimarer Republik und durch Hindenburgs Flaggenverordnung von 1926 wurde sie zusätzliche Flagge der deutschen Auslandsvertretungen des Deutschen Reiches (Weimarer Republik). Anfänglich wurde sie auch im III. Reich als Nationalflagge zusammen mit der Hakenkreuzfahne bis 1935 wieder verwendet (Regelung der Flaggenhissung vom 12. März 1933). Ihr Image ist heute dadurch und durch den Missbrauch bei rechtsradikalen Aufmärschen stark belastet. |
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Schwarz-Rot-Gold auf dem Hambacher Fest von 1832 | Schwarz-Weiß-Rot 1898 "Dem Vaterland ewig treu" |
![]() | Auch der Reichsadler im Deutschen Kaiserreich von 1871 - 1918 trägt die Farben Schwarz-Rot-Gold. |
Die Geschichte von
![]() | 1815 | Jenaer Burschenschaftsfahne ("Ehre, Freiheit, Vaterland"), die erste schwarz-rot-goldene Fahne Deutschlands |
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| 1832 | Verwendung von Schwarz-Rot-Gold während des Hambacher Festes. | ||
| 1848 - 1866 | Am 13. November 1848 wurde Schwarz-Rot-Gold im Reichsgesetzblatt als deutsche Flagge verkündet. | ||
| 1848 - 1852 | Flagge der Deutschen Bundesmarine 1848-1852. | ||
| 1866 | Kriegsflagge einiger deutscher Korps im Kampf gegen Preußen während des Deutschen Krieges. | ||
| 19.- 20. Jahrhundert | Fahne des Bundes der Deutschen in Österreich-Ungarn. | ||
| ? - 1919 | Landesflagge der Fürstentümer Waldeck, Reuß Jüngere Linie und Reuß ältere Linie. | ||
![]() | 1867 - 1871 | Nationalflagge des Norddeutschen Bundes seit dem 1.Juli 1867 nach Artikel 53 der Verfassung und Verordnung vom 25. Oktober 1867. | |
| 1871 - 1919 | Nationalflagge des Deutschen Reiches (Kaiserreich). Laut kaiserlicher Verordnung vom 8. Nov. 1892 bildet die Form 2 : 3 die deutsche Nationalflagge. | ||
![]() | 1919 - 1933 | Nationalflagge des Deutschen Reiches (Weimarer Republik). | |
![]() | 1919 - 1933 | Handelsflagge und durch Flaggenverordnung Hindenburgs von 1926 zusätzliche Flagge der deutschen Auslandsvertretungen des Deutschen Reiches (Weimarer Republik). | |
| 1933 - 1935 | Verwendung zusammen mit der Hakenkreuzfahne im III. Reich bis 1935, laut Regelung der Flaggenhissung vom 12. März 1933. | ||
![]() | 1933 - 1945 | Hakenkreuzfahne im III. Reich - Im Sinne der Sozialadäquanzklausel aus § 86 III StGB wird darauf hingewiesen, dass diese Fahne lediglich im Rahmen der staatsbürgerlichen und historischen Aufklärung bzw. der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen oder ähnlichen Zwecken verwendet werden darf. Jede andere Nutzung/Verbreitung ist verboten und unterliegt den Strafbestimmungen der § 86 und § 86a! | |
![]() | 1949 - heute | Nationalflagge der Bundesrepublik Deutschland. Die Beflaggung der Dienstgebäude ist im Erlass der Bundesregierung (Neufassung vom 22. März 2005) festgelegt. | |
1949 - 1956 | |||
1960 - 1968 | |||
Alle Flaggen, die das Hakenkreuz enthalten oder ein Symbol, das mit dem Hakenkreuz verwechselt werden kann, sind in Deutschland und vielen anderen Länder verboten!
Privatpersonen ist das Führen der Bundesdienstflagge
(§124 Gesetz über Ordnungswidrigkeiten) nicht gestattet.
Die schwarz-weiß-rote Flagge
ist ebenso wie sämtliche DDR-Flaggen
(auch spezielle NVA-, Kampfgruppen- und SED-Fahnen) nicht verboten.
Sonstige Flaggen im Deutschen Reich (bis 1919)
| 1893 - 1919 | Handelsflagge mit Eisernem Kreuz. |
| 1892 - 1919 | Reichsdienstflagge im Bereiche des Auswärtigen Amtes, einschl. der kaiserlichen Behörden und Fahrzeuge in den deutschen Schutzgebieten. |
| 1867 - 1921 | Kaiserliche Kriegsflagge (2 Varianten) , auf verschiedenen Abbildungen ist diese Flagge bei der Inbesitznahme der Schutzgebiete/ Kolonien zu erkennen. |
| 1893 - 1919 | Reichs-Postamtsflagge, in der Mitte ein goldenes Pfostenhorn mit der imperialen Krone. Schiffe die Post lieferten, hissten diese Markierungsfahne am oberen Mast. |
| 1893 - 1919 | Reichsdienstflagge, für die übrigen Verwaltungszweige des Reiches. |
| 1871 - 1919 | Kriegsschiffgösch war die schwarz-weiß-rote Markierungsfahne mit einem Eisernen Kreuz in der Mitte. |
Flaggen der
Bundesstaaten und preußischen Provinzen 1871 -1918
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Flaggen der vier deutschen Königreiche - Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg
Königreiche
Großherzogtümer
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| Großherzogtum Baden | Großherzogtum Hessen |
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| Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin | Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz |
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| Großherzogtum Oldenburg | Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach |
Herzogtümer
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| Herzogtum Anhalt | Herzogtum Braunschweig |
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| Herzogtum Sachsen-Altenburg | Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha |
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| Herzogtum Sachsen-Meiningen |
Fürstentümer
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| Fürstentum Lippe | Fürstentum Schaumburg-Lippe |
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| Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt | Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen |
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| Fürstentum Reuß ältere Linie | Fürstentum Reuß jüngere Linie |
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| Fürstentum Waldeck |
Freie Städte
Reichsland
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| Elsass-Lothringen | Elsass-Lothringen (ab 1911) |
Preußische Provinzen
Historische Postkarte
externe Links:
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| Flaggen in den Deutschen Schutzgebieten und dem Pachtgebiet Kiautschou | |
| World flags (umfassendes Flaggenlexikon) |

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