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Deutschlands Fahnen

Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot

Deutschlands Fahnen - Deutsche Marineflaggen - Österreich-Ungarns Fahnen

Fahne Deutsches Reich

Fahne Deutsches Reich

 

Schwarz-Rot-Gold, Heil Dir Deutsches Volk - Bund der Deutschen Braunau Schwarz-Rot-Gold, Innsbruck - Deutsches Studentenhaus Schwarz und Gold - die alten Reichsfarben Deutsche und österreichische Flagge 1914 Schwarz-Weiß-Rot, Gruß aus Deutschlands Gauen - Germania mit Fahne
Heil Dir Deutsches Volk - Bund der Deutschen Braunau Innsbruck - Deutsches Studentenhaus Schwarz und Gold - die alten Reichsfarben Deutsche und österreichische Flagge 1914 Gruß aus Deutschlands Gauen - Germania mit Fahne

Der Legende nach stammen die alten deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold aus der Zeit Kaiser Barbarossas. Als dieser im Jahr 1152 in Frankfurt am Main zum deutschen Kaiser gekrönt wurde, legte man auf Anordnung der Hohenstaufen den Weg vom Dom zum Römer, dem ehemaligen Kaiserhof und heutigem Rathaus, mit einem Teppich aus schwarz-rot-goldenem Tuch aus. Nach der Krönung schnitt man das dreifarbige Tuch in kleine Stücke und verteilte diese, sozusagen als Souvenir, an das Volk. Die improvisierten Fähnchen wurden an Stangen gebunden und so zog die Menge durch die Stadt um den neuen Kaiser stürmisch Hoch leben zu lassen. Im Jahre 1184 wurden auf dem Reichstag zu Mainz diese drei Farben als die echten deutschen anerkannt und erhielten sich, bis 1806 Napoleon I. dem alten deutschen Kaiserreich ein Ende machte. Burschenschaften und Freikorps griffen die alten Nationalfarben wieder auf und trugen sie an Pfeifentroddeln und Korpsbändern zur Schau. Als nach der Märzrevolution von 1848 die Abgeordneten der Deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche sich nicht über die Reihenfolge der deutschen Farben einigen konnten (so gab es damals u.a. auch Gold-Schwarz-Rote Fahnen), wurde durch einen Machtspruch König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen festgelegt, dass Schwarz-Rot-Gold die richtige sei. Dazu legte man dem preußischen König das Motto in den Mund,: "Aus Nacht, durch Blut, zum Licht!" Später entwickelte man daraus "Schwarz die Vergangenheit, Rot (blutig) der Kampf und Golden die Zukunft".

 

Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot

 
 
 
Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot
 
 
 
Schwarz-Rot-Gold ist die ältere Fahne Deutschlands. Die Farben haben ihren neueren Ursprung vermutlich in den Uniformen des Lützower Freikorps. Dieses Freiwilligenkorps kämpfte unter dem preußischen Major Adolf von Lützow 1813 gegen die napoleonische Fremdherrschaft in Deutschland. Die Uniformen bestanden aus schwarz gefärbten Zivilröcken, roten Aufschlägen und goldenen Knöpfen. Am 17. Juni 1813 geriet die Truppe der "Schwarzen Jäger" bei Kitzen (nahe Leipzig) in einen Hinterhalt der Franzosen und wurde fast völlig aufgerieben. Am 12. Juni 1815 gründeten sieben Studenten, die im Lützower Freikorps gedient hatten, zusammen mit anderen national gesinnten Studenten die Burschenschaft zu Jena ("Ehre, Freiheit, Vaterland"). Diese sieben Studenten wählten die Farben Schwarz, Rot und Gold zu den Farben der Burschenschaft. In der Verfassungsurkunde heißt es dazu: "Eingedenk, dass bei Wartburgfest 1817 den jugendlichen Freuden auch stets der Ernst des Lebens zu bedenken sei, bestimmen sie Rot und Schwarz zu den Farben ihres Paniers". Anlässlich des vierten Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig, dem 18. Oktober 1817, zogen etwa 500 Studenten der Burschenschaft und einige Professoren aus vielen deutschen Staaten unter der Losung "Nur im Ganzen ist Heil", mit der rot-schwarz-roten Fahne (golden waren lediglich die Fransen) auf die Wartburg bei Eisenach (Wartburgfest), um für Freiheit und ein einheitliches Reich zu demonstrieren. Vom 27. bis zum 30. Mai 1832 demonstrieren 30.000 Teilnehmer auf dem Hambacher Fest für nationale und demokratische Ziele und führten erstmals eine schwarz-rot-goldene Fahne mit sich. Die Inschrift im mittleren roten Teil "Deutschlands Wiedergeburt"  machte das Ziel der Beteiligten deutlich, die Errichtung eines deutschen Nationalstaates. Am 18. Mai 1848 zogen die Abgeordneten der ersten Deutschen Nationalversammlung, die erste deutsche Volksvertretung überhaupt, in die Frankfurter Paulskirche ein. Am 13. November 1848 wurde Schwarz-Rot-Gold im Reichsgesetzblatt als deutsche Flagge verkündet. Auch dienten die Farben als Flagge der Deutschen Bundesmarine 1848 - 1852. Während des Deutschen Krieges 1866 kämpften einige deutsche Bundes-Korps unter der schwarz-rot-goldenen Fahne gegen Preußen. Schwarz und Gold waren auch die Farben des alten Reiches, diese alten Reichsfarben galten in Österreich-Ungarn bis 1918. Schwarz-Rot-Gold steht heute als Sinnbild für die deutsche Demokratie. Auch der Bund der Deutschen in Österreich-Ungarn pflegte Schwarz-Rot-Gold als seine Farben. Im Deutschen Reich waren sie bis 1918 auch die Landesfarben der Fürstentümer Waldeck, Reuß Jüngere Linie und Reuß ältere Linie. 1919 (bis 1933) wurde Schwarz-Rot-Gold wieder zur Nationalflagge Deutschlands. Die neue sozialdemokratische Regierung wählte ganz bewusst die alten Farben Schwarz-Rot-Gold für die erste deutsche Republik, um auch symbolhaft mit dem alten System zu brechen. Gleichzeitig sollte es dem beitrittswilligen "Deutsch-Österreich" leicht gemacht werden, sich unter dieser Fahne mit dem Deutschen Reich zu vereinigen. Seit 1949 ist Schwarz-Rot-Gold die Nationalflagge Deutschlands. Artikel 22 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bestimmt die Bundesflagge: "Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold"

Stolz weht die Flagge Schwarz-Weiß-Rot

Stolz weht die
Flagge Schwarz-Weiß-Rot...

 

 

Bund der Deutschen in Böhmen

Bund der Deutschen in Böhmen

 

 

Deutscher Michel 1919

Deutscher Michel 1919
"Schwarz die Zukunft, Rot die Gegenwart, Golden die Vergangenheit"

Heutige Historiker unterstellen Bismarck immer wieder gern, seine antidemokratische Gesinnung sei die Ursache für die Ablehnung von Schwarz-Rot-Gold gewesen. Der eigentliche Grund ist aber im Deutschen Krieg von 1866 zu finden, denn hier kämpften einige Korps des Deutschen Bundes (unter Führung Österreichs) unter diesen alten deutschen Farben. Verständlich also, wenn Bismarck nicht die Kriegsflagge der Gegner Preußens zur neuen Flagge des Norddeutschen Bundes machen wollte und sich für Schwarz-Weiß-Rot entschied. Diese neue Flagge entstand 1867 aus den Farben Preußens (schwarz-weiß) und denen der norddeutschen Städte und Länder sowie aus Tradition zur alten Flagge der Hansestädte (weiß-rot) als Flagge des Norddeutschen Bundes. Schon im Deutsch-Französischen Krieg kämpften die Soldaten des Norddeutschen Bundes unter dieser neuen Fahne und hissten sie u.a. am 19. Januar 1871 auf dem eroberten Fort Vanves vor Paris. Nach der Ausrufung des Deutschen Reichs wurde sie Reichsflagge und blieb es bis 1919. Die Bevölkerung des Deutschen Kaiserreichs identifizierte sich sehr stark mit diesen Farben und besangen sie in zahlreichen patriotischen Liedern, war doch der alte Wunsch nach einem einheitlichen Reich nun endlich verwirklicht. Die Freude und der Stolz, den alten Rivalen Frankreich besiegt zu haben, die neu gewonnene Stärke und Größe prägte auch die Beziehung zu den nationalen Symbolen des Deutschen Kaiserreichs. Der Erwerb von Kolonien wurde stets durch das Hissen der Reichsfahne symbolisiert und ist auf zahlreichen Gemälden und Fotos dokumentiert. 1914 zogen Hunderttausende von Freiwilligen unter der Schwarz-Weiß-Roten Fahne mit Begeisterung in den Krieg, von dem viele glaubten, wenn die Herbstblätter fielen, würde man wieder zu Hause sein. Dessen Schrecknisse konnte man sich noch nicht so recht vorstellen. Die Feinde, davon waren die Deutschen überzeugt, hatten dem Deutschen Reich diesen Krieg aufgezwungen. Doch sie sollten die Deutschen schon kennen lernen. Unzählige Berichte und Bilder aus jenen Tagen schildern patriotische Taten deutscher Soldaten unter des Kaiserreichs Flagge. Viele von denen, deren Kameraden auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges so sinnlos starben, verstanden Ende 1918 nicht, warum genau diese Farben, für die sie so lange gekämpft hatten, nicht mehr die Fahne des Deutschen Reichs bleiben sollte. Die neue sozialdemokratische Regierung wählte ganz bewusst die alten Farben Schwarz-Rot-Gold für die erste deutsche Republik, um auch symbolhaft mit dem alten System zu brechen. Gleichzeitig sollte es dem beitrittswilligen "Deutsch-Österreich" leicht gemacht werden, sich unter dieser Fahne mit dem Deutschen Reich zu vereinigen, denn auch der Bund der Deutschen in Österreich-Ungarn pflege Schwarz-Rot-Gold als seine Farben. Während der gesamten Zeit der Weimarer Republik (1918 - 1933) tobte ein heftiger Flaggenstreit. Schwarz-Weiß-Rot blieb Handelsflagge der Weimarer Republik und durch Hindenburgs Flaggenverordnung von 1926 wurde sie zusätzliche Flagge der deutschen Auslandsvertretungen des Deutschen Reichs (Weimarer Republik). Anfänglich wurde sie auch im III. Reich als Nationalflagge zusammen mit der Hakenkreuzfahne bis 1935 wieder verwendet (Regelung der Flaggenhissung vom 12. März 1933). Ihr Image ist heute dadurch und durch den Missbrauch bei rechtsradikalen Aufmärschen stark belastet.

 

Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot

Schwarz-Rot-Gold - Hambacher Fest 27. Mai 1832 Schwarz-Weiß-Rot

Schwarz-Rot-Gold auf dem Hambacher Fest von 1832

Schwarz-Weiß-Rot 1898 "Dem Vaterland ewig treu"

 

Auch der Reichsadler im Deutschen Kaiserreich von 1871 - 1918 trägt die Farben Schwarz-Rot-Gold.

 

Die Geschichte von

Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot

Jenaer Burschenschaftsfahne ("Ehre, Freiheit, Vaterland"), die erste schwarz-rot-goldene Fahne Deutschlands

Jenaer Burschenschaftsfahne ("Ehre, Freiheit, Vaterland"), die erste schwarz-rot-goldene Fahne Deutschlands


Jenaer Burschenschaftsfahne 1815 Jenaer Burschenschaftsfahne ("Ehre, Freiheit, Vaterland"), die erste schwarz-rot-goldene Fahne Deutschlands
Schwarz-Rot-Gold
1832

Verwendung von Schwarz-Rot-Gold während des Hambacher Festes.

1848 - 1866 Am 13. November 1848 wurde Schwarz-Rot-Gold im Reichsgesetzblatt als deutsche Flagge verkündet.
1848 - 1852 Flagge der Deutschen Bundesmarine 1848-1852.
1866 Kriegsflagge einiger deutscher Korps im Kampf gegen Preußen während des Deutschen Krieges.
19.- 20. Jahrhundert Fahne des Bundes der Deutschen in Österreich-Ungarn.
 ? - 1919 Landesflagge der Fürstentümer Waldeck, Reuß Jüngere Linie und Reuß ältere Linie.
Schwarz-Weiß-Rot 1867 - 1871 Nationalflagge des Norddeutschen Bundes seit dem 1.Juli 1867 nach Artikel 53 der Verfassung und Verordnung vom 25. Oktober 1867.
1871 - 1919 Nationalflagge des Deutschen Reiches (Kaiserreich). Laut kaiserlicher Verordnung vom 8. Nov. 1892 bildet die Form 2 : 3 die deutsche Nationalflagge.
Schwarz-Rot-Gold 1919 - 1933 Nationalflagge des Deutschen Reiches (Weimarer Republik).
Schwarz-Weiß-Rot 1919 - 1933 Handelsflagge und durch Flaggenverordnung Hindenburgs von 1926 zusätzliche Flagge der deutschen Auslandsvertretungen des Deutschen Reiches (Weimarer Republik).
1933 - 1935 Verwendung zusammen mit der Hakenkreuzfahne im III. Reich bis 1935, laut Regelung der Flaggenhissung vom 12. März 1933.
Hakenkreuzfahne 1933 - 1945 Hakenkreuzfahne im III. Reich - Im Sinne der Sozialadäquanzklausel aus § 86 III StGB wird darauf hingewiesen, dass diese Fahne lediglich im Rahmen der staatsbürgerlichen und historischen Aufklärung bzw. der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen oder ähnlichen Zwecken verwendet werden darf. Jede andere Nutzung/Verbreitung ist verboten und unterliegt den Strafbestimmungen der § 86 und § 86a!
Schwarz-Rot-Gold

1949 - heute

Nationalflagge der Bundesrepublik Deutschland. Die Beflaggung der Dienstgebäude ist im Erlass der Bundesregierung (Neufassung vom 22. März 2005) festgelegt.

1949 - 1956

Schwarz-Rot-Gold Nationalflagge der DDR (1949-1956) Nationalflagge der DDR von 1956 bis 1989 Nationalflagge der DDR (mit Emblem 1956-1989)

1960 - 1968

Olympiaflagge beider deutscher Staaten 1956, 1960 und 1964 Die Olympiaflagge der gesamtdeutschen Mannschaft von 1960 und 1964, sowie beider deutschen Mannschaften 1968.

 

  Alle Flaggen, die das Hakenkreuz enthalten oder ein Symbol, das mit dem Hakenkreuz verwechselt werden kann, sind in Deutschland und vielen anderen Länder verboten!

Privatpersonen ist das Führen der Bundesdienstflagge Bundesdienstflagge (§124 Gesetz über Ordnungswidrigkeiten) nicht gestattet.

 

Die schwarz-weiß-rote Flagge  ist ebenso wie sämtliche DDR-Flaggen (auch spezielle NVA-, Kampfgruppen- und SED-Fahnen) nicht verboten.

 


 

Deutsche Flaggen

Deutsches Reich 1871-1918 (Kaiserreich)

Deutsche Flaggen

Deutsche Flaggen

 

 

Nach Artikel 55 der Reichsverfassung ist die Flagge der Kriegs- und Handelsmarine schwarz-weiß-rot

1) National- und Handelsflagge bildet laut Verordnung vom 25. Oktober 1867 ein Rechteck aus drei gleich breiten waagerechten Streifen, wovon der obere schwarz, der mittlere weiß und der untere rot ist. Höhe zur Länge der Flagge wie 2: 3. Die Flagge wird von Kauffahrteischiffen am Flaggstock am Heck oder am hintersten Maste, meist an dessen Gaffel geführt. Laut kaiserlicher Verordnung vom 8. November 1892 bildet diese Form der Flagge die deutsche Nationalflagge.

2) Kriegsflagge bildet laut Verordnung vom 4. Juli 1867 ein längliches Rechteck, dessen weißen Grund ein schwarzes Kreuz mit schmaler, schwarzer Einfassung in 4 Felder teilt; die Arme des Kreuzes umschließen mit der schmalen schwarzen Einfassung medaillonartig ein rundes weißes Feld, das den heraldischen preußischen Adler trägt. Im oberen Innern (linken) Felde sind die Nationalfarben schwarz weiß-rot, in der Mitte das Eiserne Kreuz. Zufolge Kabinettsorder vom 10. September 1867 wird diese Flagge seit 1. Oktober 1867 auf allen norddeutschen, später deutschen Kriegsschiffen geführt; laut Verordnung vom 20. Januar 1893 sind außerdem zur Führung der deutschen Kriegsflagge berechtigt: die Souveräne der deutschen Bundesstaaten, die Prinzen regierender königlicher Häuser und die ersten Bürgermeister der Hansastädte; am Land auch die Behörden und Anstalten des Heeres und der Marine und die Küstenbefestigungen. Größte Staatsgaffelflagge ist 4,7 m hoch und 7,85 m lang.

3) Kaiserstandarte: auf gelbem Grund schwarzes Eisernes Kreuz mit Inschrift "Gott mit uns 1870" und mit goldenem Wappenschild (heraldischer deutscher Adler) umgeben mit der Kette des Schwarzen Adlerordens; die Arme des Kreuzes reichen bis an die Ränder des Flaggtuches. In den 4 gelben Feldern sind je eine goldene Kaiserkrone und je 3 schwarze Wappenadler.

4) Kaiserinstandarte: auf gelbem Grund Wappenschild mit Kaiserinkrone (sonst wie 3), doch nur ein kleines Eisernes Kreuz in der oberen Inneren Ecke (mit Krone, W und 1870). 16 schwarze Wappenadler in gelbem Felde.

5) Kronprinzenstandarte: wie Kaiserstandarte, aber andere Krone, Wappenschild mit rotem Rand und in jedem der 4 gelben Felder nur je 4 Wappenadler.

6) Breitwimpel des Kaisers: auf weißem Grund im Geviert am Stock Eisernes Kreuz, darüber Kaiserkrone, Zepter und Schwert gekreuzt in Gold, der äußere Wimpel weiß; wird nur auf besonderen Befehl des Kaisers gehisst. Er ist das höchste Kommandozeichen der Marine; solange er weht, unterbleibt Paradieren und Salutieren.

7) Flagge des Generalinspekteurs der Marine: wie die Admiralsflagge (9), nur mit ein Fünftel der Flaggen länge breitem, rotem Rand ringsum außerhalb des Kreuzes.

8) Flagge des Staatssekretärs des Reichs-Marineamts: wie die Admiralsflagge (9), doch im inneren untern Feld noch 2 gekreuzte goldene Anker.

9) Admiralsflagge, auf weißem Grund im Geviert schmales Eisernes Kreuz, dessen Anne bis an die Kanten der Flagge reichen. Auf Dreimastern führt der Admiral diese Flagge im Großtopp, der Vizeadmiral im Vortopp, der Konteradmiral im Kreuztopp; auf zweimastigen Schiffen führt der Admiral sie im hintern, der Vizeadmiral im vordem Mast.

10) Vizeadmiralsflagge: wie 9), doch mit einem schwarzen Ball im oberen inneren Feld, auf einmastigen Schiffen und in Booten.

11) Konteradmiralsflagge: wie 9), doch mit je einem schwarzen Ball in jedem der innern Felder, auf einmastigen Schiffen und in Booten sowie auf zweimastigen Schiffen im vordern Mast.

12) Kommodorestander, weißer ausgezackter Stander mit Eisernem Kreuz, wird im Großtopp gesetzt.

13) Stander des ältesten Kommandanten (sogen. Anciennetätsstander): wie 12), aber im Kreuztopp gesetzt.

14) Flottillenstander, treibender, d.h. am Querstab befestigter Stander (wie 12), der waagerecht ausweht und auch stets im Großtopp gesetzt wird.

15) Divisionsstander, fester dreieckiger Stander mit Eisernem Kreuz, wird im Großtopp gehisst.

16) Kriegsschiffswimpel, weiß mit Eisernem Kreuz am Flaggenknopfende, wird stets im Großtopp gehisst und zwar nur auf Kriegsschiffen, die von einem Seeoffizier befehligt werden. Der Wimpel wird niedergeholt, sobald die Kaiserstandarte oder eins der Kommandozeichen unter 7, 9, 12, 14 und 15) von einem vom Kaiser ernannten Flaggoffizier, Kommodore, Flottillen- oder Divisionschef an Bord bei Einschiffung eines der Genannten gehisst werden. Der Wimpel bleibt aber neben jedem solchen Kommando- und Rangabzeichen wehen, wenn der betreffende Vorgesetzte nur auf Befehl eines höheren Befehlshabers (also vorbehaltlich der kaiserlichen Ernennung) an Bord eines Schiffes sich einschifft.

17) Kriegsschiffsgösch, Bugflagge zum Sonn- und Festtagsschmuck verankerter Kriegsschiffe, ist schwarz-weiß-rot mit Eisernem Kreuz in der Mitte; Höhe der Gösch drei Siebentel der Höhe der Kriegsschiffsflagge auf demselben Schiffe.

18) Handelsflagge mit Eisernem Kreuz (das Kreuz fünf Neuntel der Flaggenhöhe groß, ein Arm an das stehende Liek stoßend) wird laut kaiserlichem Erlass vom 1. Juli 1896 auf allen Seehandelsschiffen gesetzt, deren Führer Seeoffiziere des Beurlaubtenstandes oder Seeoffiziere a.D. sind.

19) Lotsenflagge, eine Handelsflagge mit weißem Rand, wird von deutschen Kriegs- und Handelsschiffen gesetzt, um einen Lotsen herbeizurufen.

20) Flagge der Gouverneure für Deutsch-Ostafrika und Kiautschou, laut kaiserlicher Verordnung vom 1. März 1898, wie Handelsflagge mit dem Reichsadler ohne Krone, wird auf Schiffen im Großtopp gesetzt und mit 13 Schuss salutiert.

21) Reichsdienstflagge im Bereiche des Auswärtigen Amtes, laut kaiserlicher Verordnung vom 8. November 1892 und 20. Januar 1893 einschließlich der deutschen Schutzgebiete wie Handelsflagge mit übergreifenden weißen Kreisabschnitten in den schwarzen und roten Streifen; im weißen Mittelkreis Reichsadler mit Kaiserkrone. Lotsenfahrzeuge in den Schutzgebieten führen in der oberen inneren Ecke dieser Flagge einen gelben, unklaren Anker zwischen den Buchstaben L und V; Zollfahrzeuge ebenda denselben Anker zwischen den roten Buchstaben Z und V (Zoll-Verwaltung).

22) Reichsdienstflagge der kaiserlichen Marine: wie 21), doch statt des Reichsadlers einen gelben, unklaren Anker mit Krone; wird am Lande von der Seewarte, ihren Nebenstellen und den Marineobservatorien geführt, auf See von Werftfahrzeugen und andern Marineschiffen, die nicht zur Führung der Kriegsschiffsflagge berechtigt sind, sowie von für die Marine gemieteten Transport- etc. Schiffen.

23) Reichspostflagge: wie 21), doch statt des Reichsadlers ein gelbes Posthorn mit der Kaiserkrone darüber; deutsche Dampfer, die Post befördern, führen diese Flagge im Großtopp und als Gösch, dazu die Handelsflagge am Heck.

24) Reichsdienstflagge der übrigen Verwaltungszweige: wie 21), doch statt des Reichsadlers die gelbe Kaiserkrone allein, wird z.B. von den Fahrzeugen der Verwaltung des Kaiser Wilhelm-Kanals geführt.

25) Dienstflagge für preußische Staatsfahrzeuge und Staatsgebäude für Seeschifffahrt: wie Reichsdienstflagge der kaiserlichen Marine (22), mit heraldischem preußischen Adler auf weißem Viereck in der oberen inneren Ecke; bei Lotsenfahrzeugen steht der Anker zwischen den roten Buchstaben L und V, bei Zollfahrzeugen zwischen Z und V, bei Fischerei-Aufsichtsfahrzeugen zwischen F und A (die Oberfischmeister führen außer dieser Flagge im Topp noch einen weißen dreieckigen Stander mit den roten Buchstaben FA).

26) Dienstflagge für mecklenburg-schwerinsche Staatsfahrzeuge und Gebäude für Seeschifffahrt: wie 25), doch statt des preußischen Adlers der mecklenburgische Stierkopf in gelbem Viereck.

27) Dienstflagge für hamburgische Staatsfahrzeuge und Gebäude für Seeschifffahrt: wie 25), doch statt des preußischen Adlers das Hamburger Tor mit weißen Türmen, blauem Anker und gelbem Stock in rotem Viereck.

28) Dienstflagge für bremische Staatsfahrzeuge und Gebäude für Seeschifffahrt: wie 25), doch statt des preußischen Adlers das Bremer Wappen (schräger Schlüssel in rotem Schild mit gelber Krone) in weißem Viereck.

29) Dienstflagge für lübeckische Staatsfahrzeuge und Gebäude für Seeschifffahrt: wie 25), doch statt des preußischen Adlers der heraldische lübeckische Adler in weißem Viereck.

30) Dienstflagge für oldenburgische Staatsfahrzeuge und Gebäude für Seeschifffahrt: wie 25), doch statt des preußischen Adlers das Oldenburger Wappen in weißem Viereck.

31) Preußen: Die preußische Landesflagge zeigt die preußischen Farben: inmitten des weißen, oben und unten mit schwarzen Streifen eingefassten Flaggtuches den preußischen Wappenadler.

32) Preußische Königsstandarte.

33) Preußische Königinstandarte.

34) Preußische Standarte der Prinzen des Königlichen Hauses.

35) Preußische Kriegs- und Dienstflagge für Staatsgebäude, Festungswerke, Kasernen: weiße Flagge mit dreieckigem Ausschnitt, in der Mitte den heraldischen preußischen Adler und in der obern innern Ecke das Eiserne Kreuz.

36) Mecklenburg führt eine waagerecht blau-weiß-rot gestreifte Trikolore, als Staatsflagge geschmückt inmitten des weißen Streifens mit Krone und Anker, an der Innenseite des blauen Streifens mit dem Stierkopf auf gelbem Grunde.

37) Oldenburg: Auf blauem Flaggtuch ein liegendes rotes Kreuz, das als Staatsflagge verziert ist durch das oldenburgische Landeswappen.

38) Hamburg: Das rote Flaggtuch ist mit dem Wappen Hamburgs, den drei weißen Türmen, geschmückt.

39) Bremen: Das abwechselnd rot und weiß waagerecht gestreifte Flaggtuch (8 Streifen) zeigt am Flaggstock zwei Reihen schachbrettartige Felder in denselben Farben und ist als Staatsflagge mit dem bremischen Schlüsselwappen verziert.

40) Lübeck: Weiß und rot waagerecht gestreiftes Flaggtuch, das bei der Staatsflagge mit dem lübeckischen Wappenadler geziert ist.

41) Die Flagge der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft: Weißes Flaggtuch, durch schwarzes Kreuz in 4 gleiche Felder geteilt, von denen das obere am Flaggstock rot ist und 5 weiße Sterne (das "südliche Kreuz") zeigt.



Handelsflagge mit Eisernem Kreuz

1893 - 1919 Handelsflagge mit Eisernem Kreuz.

Reichsdienstflagge im Bereiche des Auswärtigen Amtes

1892 - 1919 Reichsdienstflagge im Bereiche des Auswärtigen Amtes, einschl. der kaiserlichen Behörden und Fahrzeuge in den deutschen Schutzgebieten.

Kaiserliche Kriegsflagge

1867 - 1921 Kaiserliche Kriegsflagge (2 Varianten) , auf verschiedenen Abbildungen ist diese Flagge bei der Inbesitznahme der Schutzgebiete/ Kolonien zu erkennen.

Reichs-Postamtsflagge

1893 - 1919 Reichs-Postamtsflagge, in der Mitte ein goldenes Pfostenhorn mit der imperialen Krone. Schiffe die Post lieferten, hissten diese Markierungsfahne am oberen Mast.

Reichsdienstflagge

1893 - 1919 Reichsdienstflagge, für die übrigen Verwaltungszweige des Reiches.

Kriegsschiffgösch

1871 - 1919 Kriegsschiffgösch war die schwarz-weiß-rote Markierungsfahne mit einem Eisernen Kreuz in der Mitte.

 

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Flaggen der deutschen Einzelstaaten

Bundesstaaten und preußischen Provinzen 1871 -1918

Flaggen der vier deutschen Königreiche - Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg

 

Königreiche

Fahne - Landesfarben Königreich Bayern Fahne - Landesfarben Königreich Preußen
Königreich Bayern Königreich Preußen

Fahne - Landesfarben Königreich Sachsen

Fahne - Landesfarben Königreich Württemberg

Königreich Sachsen

Königreich Württemberg

 

Großherzogtümer

Fahne Großherzogtum Baden 1891-1925

Fahne - Landesfarben Großherzogtum Hessen

Großherzogtum Baden Großherzogtum Hessen

Fahne - Landesfarben Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin

Fahne - Landesfarben Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz
Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz

Fahne Großherzogtum Oldenburg 1815-1918

Fahne Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 1897-1918
Großherzogtum Oldenburg Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

 

Herzogtümer

Fahne - Landesfarben Herzogtum Anhalt

Fahne - Landesfarben Herzogtum Braunschweig

Herzogtum Anhalt Herzogtum Braunschweig

Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Altenburg

Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha 1911-1918
Herzogtum Sachsen-Altenburg Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha

Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Meiningen
 
Herzogtum Sachsen-Meiningen  

 

Fürstentümer

Fahne - Landesfarben Fürstentum Lippe

Fahne - Landesfarben Fürstentum Schaumburg-Lippe

Fürstentum Lippe Fürstentum Schaumburg-Lippe

Fahne - Landesfarben Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Flagge 1866-1918
Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Fahne - Landesfarben Fürstentum Reuß ältere Linie

Fahne - Landesfarben Fürstentum Reuß jüngere Linie
Fürstentum Reuß ältere Linie Fürstentum Reuß jüngere Linie

Fahne - Landesfarben Fürstentum Waldeck und Pyrmont
 
Fürstentum Waldeck  

 

Freie Städte

Fahne - Landesfarben Freie Hansestadt Bremen

Fahne - Landesfarben Freie und Hansestadt Hamburg

Freie Stadt Bremen Freie Stadt Hamburg

Fahne - Landesfarben Freie und Hansestadt Lübeck
 
Freie Stadt Lübeck  

 

Reichsland

Fahne - Landesfarben Reichsland Elsass-Lothringen 1871-1911

Elsass-Lothringen

 

Preußische Provinzen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Brandenburg

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Hannover

Provinz Brandenburg Provinz Hannover

Provinz Hessen-Nassau

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Ostpreußen
Provinz Hessen-Nassau Provinz Ostpreußen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Pommern

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Posen
Provinz Pommern Provinz Posen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Rheinland

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Sachsen
Provinz Rheinland Provinz Sachsen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Schlesien

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Schleswig-Holstein
Provinz Schlesien Provinz Schleswig-Holstein

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Westfalen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Westpreußen
Provinz Westfalen Provinz Westpreußen

 

 

Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weiß-Rot

Historische Postkarte

             

  

 

 

               


 

 


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