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Fürstentum Reuß jüngere Linie

(Gera)

1806 - 1918

Haupt- und Residenzstadt Gera

Fahne - Landesfarben Fürstentum Reuß jüngere Linie

Fahne - Landesfarben Fürstentum Reuß jüngere Linie

Fürstentum Reuß jüngere Linie

Thüringische Staaten

Fürstentum Reuß jüngere Linie

Wappen Fürstentum Reuß jüngere Linie

Thüringische Staaten - Karte 1914

Thüringische Staaten - Detailkarte 1914

Thüringische Staaten  Fürstentum Reuß jüngere Linie

Wappen Fürstentum Reuß jüngere Linie

Thüringische Staaten - Karte 1914 Thüringische Staaten - Detailkarte 1914

Gera - Blick nach der Heinrichsbrücke

Gera - Blick nach der Heinrichsbrücke

 

 

Fürstentum Reuß jüngere Linie

Geschichte

Ahnherr des Hauses Reuß ist Erkenbert, Herr von Weida (um 1122). Der deutsche Kaiser Heinrich VI., nach dem die männlichen Nachkommen angeblich den Namen Heinrich führen, verlieh dem Hause die Reichsvogteien Plauen (1569 an Kursachsen), Weida (1411 an Meißen) und Gera. Heinrich, Vogt von Plauen († vor 1296), erhielt infolge seiner Heirat mit der Tochter einer russischen Fürstin den Beinamen "Reuß" (deutsches Wort für Russe), der seinen Nachkommen blieb.

Die Vorfahren des reußischen Fürstenhauses waren im 12. Jahrhundert kaiserliche Vögte im Sorbenland (Vogtland) und wurden allmählich selbstständig. Ihr Gebiet war einst erheblich größer und umfasste auch Plauen und Hof mit. 1564 teilten die Reußen ihr Herrschaftsgebiet in die Linien Obergreiz - mittlere Linie Reuß, in Untergreiz - ältere Linie Reuß und in Gera - jüngere Linie. Im Jahre 1616 starb die mittlere Linie Reuß aus und deren Gebiet wurde auf die beiden anderen Linien aufgeteilt. 1778 erfolgte die Ernennung zum Reichsfürsten für Reuß ältere Linie und 1790 bzw. 1806 für die Vertreter von Reuß jüngerer Linie. Alle Fürsten und Prinzen des Hauses Reuß führen den Namen Heinrich, wobei die ältere Linie alle hintereinander bis hundert, die jüngere bis zum Ende eines Jahrhunderts fortzählt und dann von vorne anfängt. Im Aussterben der einen Linie fällt das Land an die andere.

Im Deutschen Krieg von 1866 hielt sich Reuß jüngere Linie neutral, trat aber schon am 26. Juni 1866 durch freiwilligen Vertrag mit Preußen dem in Aussicht genommenen Norddeutschen Bund bei. 1867 ging infolge einer Konvention die Militärhoheit auf Preußen über. 1871 wurde das Fürstentum Reuß jüngere Linie Bundesstaat im Deutschen Reich. 1902 übernahm Fürst Heinrich XIV. die Regentschaft über das Fürstentum Reuß ältere Linie. Am 1. Juli 1905 trat ein Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz in Kraft und 1906 wurde die preußische Lotterie ausschließlich zugelassen.

Gera - Stadtansicht
Gera - Markt mit Rathaus u. große Kirchgasse
Gera - Schloss Osterstein
Gera - Stadtansicht Gera - Markt mit Rathaus u. große Kirchgasse Gera - Schloss Osterstein

 

Fürstentum Reuß jüngere Linie

Daten

Bundesrat: 1 Stimme

Reichstag: 1 Wahlkreis und 1 Abgeordneter

Landesparlament: 16 Abgeordnete. Im Fürstentum Reuß jüngere Linie ist der Landtag zusammengesetzt aus dem fürstlichen Besitzer des Reuß-Köstritzer Paragiums (Abfindung nachgeborener Prinzen mit Liegenschaften, Landbesitz) oder dessen Vertreter, aus 3 Abgeordneten der Höchstbesteuerten und aus 12 auf drei Jahre direkt gewählten Abgeordneten der übrigen Bevölkerung.

Haupt- und Residenzstadt: Gera - 46 910 Einwohner (1905) - 88. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs, Ebersdorf ist Sommerresidenz

Größe: 826,7 km²

Gerichtsorganisation (1881): Für Thüringen besteht ein gemeinsames Oberlandesgericht in Jena.  Das Fürstentum Reuß jüngere Linie hat gemeinschaftlich mit dem Kreis Neustadt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach ein Landgericht zu Gera und Amtsgerichte in Gera, Hirschberg, Hohenleuben, Lobenstein und Schleiz.

Lobenstein, Reuss - Blick vom Gehege
Lobenstein - Blick von der Franz Heynischhöhe
Lobenstein  - Blick vom Inselfelsen
Lobenstein, Reuss - Blick vom Gehege Lobenstein - Blick von der Franz Heynischhöhe Lobenstein  - Blick vom Inselfelsen

 

Einwohner:

  • 1871:   89 032
  • 1875:   92 375
  • 1880: 101 330
  • 1905: 144 570

Klima: Mild

Gewässer: Durchflossen von Elster (Gera) und die Saale zwischen Schleiz und Lobenstein.

Bewohner: Ursprünglich slawische Sorben, spätere Einwanderung von thüringischen und fränkischen Siedlern.

Hirschberg an der Saale
Hirschberg a. Saale mit Schloss und Hag
Hirschberg an der Saale Hirschberg a. Saale mit Schloss und Hag

 

Bevölkerungsdichte: 174,9/km²

Religion:

Angaben aus dem Jahr 1871 für alle Thüringischen Staaten Angaben aus dem Jahr 1905 für beide reußischen Fürstentümer
  • 1 047 841 Evangelisch
  •      13 041 Römisch-katholisch (Meiningen und Eisenach)
  •           503 sonstige Christen
  •        3 309 Juden
  •        2 637 Sonstige (Meiningen)
  • 209 189 Evangelisch
  •     4 011 Römisch-katholisch
  •     1 613 sonstige Christen
  •        344 Juden
  •          30 andere Bekenntnisse
  • In Ebersdorf besteht eine Herrnhutergemeinde von 150 Seelen

Militär

  • 1881: Das Fürstentum Reuß jüngere Linie gehört zum Ersatzbezirk des IV. Armeekorps. Garnisonstadt ist: Gera - Infanterie 96,2 und Landwehr 96,2
  • 1905: In militärischer Hinsicht bilden die Truppen der beiden Reuß mit denen von Schwarzburg-Rudolstadt das 7. thüringische Infanterieregiment Nr. 96, das der 38. Division des 11. preußischen Armeekorps (Kassel) zugewiesen ist. In Gera befindet sich der Regimentsstab und außerdem ist dort ein Bataillon dieses Regiments stationiert, von dem allmonatlich ein kleines Detachement (Truppenabteilung) nach Greiz abgeschickt wird.

 

Schleiz - Fürstliches Schloss
Schleiz - Neumarkt
Schleiz - Fürstliches Schloss Schleiz - Neumarkt

 

 

Fürstentum Reuß jüngere Linie

Postwesen und Briefmarken

Gemäß der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschlüssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867 im Fürstentum Reuß jüngere Linie. Ab 01. Juli 1867 übernahm die preußische Post den Postdienst. Das gesamte preußische Postwesen ging am 01. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.

bis 1866 1866 - 1871 ab 1871 ab 1875
Thurn und Taxis mit Währung Taler Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
1/4 Silbergroschen 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig
1/4 Silbergroschen 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Wirtschaft: Die reußischen Fürstentümer gehören zu den industriereichsten Gebieten Deutschland. Obgleich die reußischen Lande wegen ihrer gebirgigen Beschaffenheit die Landwirtschaft nicht zu begünstigen scheinen, so wird diese doch mit großer Sorgfalt betrieben.

 

Fürstentum Reuß jüngere Linie

Währungen und Münzen

bis 1875 ab 1875
1 Taler = 30 Groschen = 360 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig

Fürstentum Reuss j. L. - 1 Pfennig, 1868 Heinrich XIV. j.L. reg. Fürst Reuß - 2 Mark, 1884
Fürstentum Reuss j. L. - 1 Pfennig, 1868 Heinrich XIV. j.L. reg. Fürst Reuß - 2 Mark, 1884
Fürstentum Reuß j. L. - 1 Silbergroschen, 1855 Heinrich XIV. j.L. reg. Fürst Reuss - 10 Mark, 1882
Fürstentum Reuss j. L. - 1 Silbergroschen, 1855 Heinrich XIV. j.L. reg. Fürst Reuss - 10 Mark, 1882
Heinrich LXVII. Fürst  Reuss j. L. - 1 Taler, 1862 Heinrich XIV. j.L. reg. Fürst Reuss - 20 Mark, 1881
Heinrich LXVII. Fürst  Reuss j. L. - 1 Taler, 1862 Heinrich XIV. j.L. reg. Fürst Reuss - 20 Mark, 1881

 

Fürstentum Reuß jüngere Linie

Regenten

Fürsten von Reuß jüngere Linie 1853 - 1918

regierendes Fürstenhaus: Ahnherr Erkenbert von Weida (um 1120), Stammvater Heinrich der Jüngere (geb. 1530)

Regentschaft Name Lebensdaten
1818 - 1854 Fürst Heinrich LXII. 1785 - 1854
1854 - 1867
Fürst Heinrich LXVII. 1820 Hochzeit mit Prinzessin Adelheid von Reuß-Ebersdorf
1789 - 1867
1867 - 1908
Fürst Heinrich XIV. 1858 Hochzeit mit Prinzessin Agnes von Württemberg (1835-1886)
1832 - 1908
1908 - 1918
Fürst Heinrich XXVII. 1884 Hochzeit mit Elise zu Hohenlohe-Langenburg
1858 - 1928



Heinrich XIV. Fürst von Reuß jüngere Linie Prinz Heinrich XXXIII von Reuß j. L. Prinz Heinrich XXXIII. von Reuss und seine Braut Prinzessin Victoria Margarete von Preussen.
Heinrich XIV. Fürst von Reuß jüngere Linie Prinz Heinrich XXXIII von Reuß j. L. Prinz Heinrich XXXIII. von Reuß und seine Braut Prinzessin Victoria Margarete von Preußen.

 

Fürstentum Reuß jüngere Linie

Administrative Gliederung

Das Fürstentum Reuß jüngere Linie besteht aus den Gebieten von Gera und Schleiz-Lobenstein und einer zwischen Altenburg und Weimar gelegenen Exklave. Es gliedert sich in die Landratsämter Gera und Ebersdorf. Das Fürstentum besteht aus 6 Städten, 4 Marktflecken und 163 Dörfer.

Gera, die Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Reuß j.L., war damals die größte Stadt der Thüringischen Staaten. Erfurt, die jetzige Landeshauptstadt  und jetzige größte Stadt des Freistaates Thüringen, gehörte damals noch zum Königreich Preußen. In Schleiz war von 1869 bis 1876 einer der bedeutendsten Germanisten, der Reformator der deutschen Schriftsprache, Dr. Konrad Duden, tätig. Der "Duden" trat von Schleiz aus seinen Siegeszug durch den gesamten deutschsprachigen Raum an. Ebersdorf ist die Sommerresidenz der Fürsten Reuß, für die Barlach ein bekanntes Grabmal auf dem Friedhof geschaffen hat.

Landratsamt Gera mit einer Fläche von 283 km² und 99.594 Einwohnern (Jahr 1900), umfasst die Gemeinden:
Gera, Bethenhausen (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), Bieblach, Caaschwitz, Caasen, Collis, Cretzschwitz, Culm (Reuß), Debschwitz, Dorna (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), Dürrenebersdorf, Ernsee, Frankenthal, Geißen, Gleina, Gorlitzsch, Göttendorf, Groitschen, Großaga, Großsaara, Grüna, Harpersdorf, Hartmannsdorf, Hermsdorf, Hirschbach, Hirschfeld (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), Hohenleuben, Hundhaupten (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Kaimberg, Kaltenborn, Kleinaga, Kleinfalke, Kleinsaara, Köstritz, Kraftsdorf (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), Laasen, Langenberg, Langengrobsdorf, Langenwetzendorf, Lessen, Leumnitz, Lichtenberg, Lusan, Milbiz, Mühlsdorf, Nauendorf, Negis, Neuärgerniß, Niederböhmersdorf, Niederndorf, Oberröppisch, Otticha, Pforten, Pohlen, Pohlitz, Pöllwitz (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Fürstentum Reuß älterer Linie), Pörsdorf (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), Reichenbach, Roben, Roschütz (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), Rubitz, Rüdersdorf (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), Rusitz, Scheubengrobsdorf, Schöna, Schwaara, Seifarthsdorf (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Altenburg), Seligenstädt, Söllmnitz, Steinbrücken, Stublach, Stübnitz, Thieschitz, Tinz, Töppeln, Trebnitz, Triebes, Untermhaus, Waaswitz, Waltersdorf, Weißendorf, Weißig, Wernsdorf, Windischenbernsdorf, Wüstfalke, Zeulsdorf, Zschippach, Zschippern, Zwötzen

Gera fürstliches Theater Gera - Theaterplatz mit Kriegerdenkmal Gera (Reuß) - Johannisplatz Gera - Reuss Gera Schloss Osterstein mit Kirche 1900
Gera fürstliches Theater Gera - Theaterplatz mit Kriegerdenkmal Gera (Reuß) - Johannisplatz Gera - Reuss Gera Schloss Osterstein mit Kirche 1900
  Gera - Heinrichsbrücke Gera - Reuß - Johanniskirche, Kaiser Wilhelm I. Denkmal und Zabelschule Heilstätten Milbitz bei Gera  
  Gera - Heinrichsbrücke Gera - Reuß - Johanniskirche, Kaiser Wilhelm I. Denkmal und Zabelschule Heilstätten Milbitz bei Gera  

 

 

Landratsamt Schleiz mit einer Fläche von 544 km² und 39 616 Einwohnern (Jahr 1900), umfasst die Gemeinden:
Schleiz, Altengesees, Blankenstein, Blintendorf (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Königreich Preußen), Burkersdorf, Dittersdorf, Dobareuth, Dragensdorf, Dürrenbach, Brüdergemeinde Ebersdorf, Ebersdorf, Eliasbrunn, Frankendorf, Frössen, Gahma, Gebersreuth, Göritz, Görkwitz, Göschitz, Göttengrün, Gräfenwarth, Grumbach, Harra, Heinersdorf, Helmsgrün, Hirschberg, Karolinenfield, Kießling, Kirschkau, Kleinwolschendorf, Künsdorf, Kulm, Langenwolschendorf, Langgrün, Leitlitz, Lerchenhügel, Lichtenbrunn, Lobenstein, Löhma, Lössau, Lothra, Lückenmühle, Mielesdorf, Mödlareuth (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Königreich Bayern), Neundorf, Oberböhmsdorf, Oberkoskau, Oberlemnitz, Oettersdorf, Oschitz, Oßla, Pahren, Pirk, Pöritzsch, Pörmitz, Pottiga, Raila, Rödersdorf, Rothenacker, Röttersdorf, Ruppersdorf, Saalburg, Saaldorf, Schilbach, Schlegel, Schönbrunn, Seibis, Seubtendorf, Spielmes, Stelzen (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Königreich Sachsen), Tanna, Tegau, Thierbach, Thimmendorf, Titschendorf, Ullersreuth, Unterkoskau, Unterlemnitz, Venzka, Weckersdorf, Weitisberga (nur teilweise zu Reuß jüngere Linie, der andere Teil gehört zum Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt), Wernsdorf, Willersdorf, Wurzbach, Zollgrün

Lobenstein - Blick vom Geheeg Lobenstein - Blick von der Fürstenhöhe Schleiz - Blick auf Schleiz Schleiz - Fürstliches Residenzschloss im Winter Hirschberg a. d. Saale - Villa Knoch - Lederfabrik
Lobenstein - Blick vom Geheeg Lobenstein - Blick von der Fürstenhöhe Schleiz - Blick auf Schleiz Schleiz - Fürstliches Residenzschloss im Winter Hirschberg a. d. Saale - Villa Knoch - Lederfabrik
Lobenstein - Im Frankenwald Jägersruh Lobenstein Schleiz - Partie am Neumarkt Ebersdorf - Bellevue Sommerfrische Hirschberg a. d. Saale - Cafe Erbprinz
Lobenstein - Im Frankenwald Jägersruh Lobenstein Schleiz - Partie am Neumarkt Ebersdorf - Bellevue Sommerfrische Hirschberg a. d. Saale - Cafe Erbprinz

Lobenstein - obere Parkallee

 

Schleiz - Fürstliches Schloss

Tanna - Partie bei der Kirche Tanna - Markt mit Rathaus und Kirche
Lobenstein - obere Parkallee   Schleiz - Fürstliches Schloss Tanna - Partie bei der Kirche Tanna - Markt mit Rathaus und Kirche

 

Schiff der Kaiserlichen Marine

Lazarettschiff Gera

 

 

Gruß aus dem Reußenland

Gruß aus dem Reußenland

 

Reuß j.L. nach 1918

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

1918 Am 10. November 1918 verzichtet Fürst Heinrich XXVII. auf den Thron. Am 21. Dezember 1918 kommt zur Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft zwischen Reuß älterer und jüngerer Linie.
1919 Die beiden reußischen Fürstentümer vereinigen sich  am 4. April 1919 zum "Volksstaat Reuß"
1920 1. Mai 1920 - Vereinigung der ehemaligen Monarchien Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha (ohne Coburg), Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Fürstentum Reuß ältere Linie, Fürstentum Reuß jüngere Linie zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt.
1944 Der preußische Regierungsbezirk Erfurt und der hessisch-nassauische Kreis Schmalkalden werden dem Gau Thüringen zugeordnet.
1945 Thüringen wird von US-Truppen erobert, aber kurz darauf sowjetischen Truppen übergeben und somit Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die thüringische Exklave Ostheim wird von den US-Amerikanern der bayrischen Verwaltung unterstellt, die Exklave Allstedt fällt an das neugebildete Land Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen die hessischen Dörfer Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach/Hennigerode zum Landkreis Heiligenstadt und die thüringischen Dörfer Neuseesen und Werleshausen zum Landkreis Witzenhausen in Hessen. Als Austausch für den den östlichen Teil des Kreises Blankenburg im Harz wurden die Gemeinden Bad Sachsa und Tettenborn aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Erfurt dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) eingegliedert. Außerdem kam Besenhausen bei Kirchgandern zu dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen).
1949 Das Land Thüringen ist ein Land der Deutschen Demokratischen Republik
1952 Auf Beschluss der Volkskammer mussten die Länder eine Neugliederung ihrer Gebiete in Bezirke und Kreise vorzunehmen. "Das noch vom kaiserlichen Deutschland stammende System der administrativen Gliederung in Länder mit eigenen Landesregierungen sowie in große Kreise gewährleistet nicht die Lösung der neuen Aufgaben unseres Staates." (Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Länder in der Deutschen Demokratischen Republik" vom 23. Juli 1952). Die Länderkammer existiert bis 1956 weiter.
1990 Wiedergründung des Freistaat Thüringen mit Erfurt als Landeshauptstadt.
1994 Trotz Montagsdemos, Autokennzeichenkrieg und unzähligen Protestbriefen wird im Freistaat die Kreisreform durchgesetzt. Die Stadt Greiz ist die Kreisstadt des Landkreises Greiz.

Der Freistaat Thüringen aktuell:

Der heutige Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt besteht aus

 

 

Freistaat Thüringen

Landeshauptstadt Erfurt

16 172 km² 2 355 000

Einwohner (2004)

 

 


 

 


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