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1697 - 1918
Haupt- und Residenzstadt Rudolstadt

Fahne - Landesfarben Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt
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| Thüringische Staaten | Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt |
Wappen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt |
Thüringische Staaten - Karte 1914 | Thüringische Staaten - Detailkarte 1914 |
Geschichte
Das Geschlecht der Grafen von Schwarzburg leitet sich von einem thüringischen Grafen (Günther) ab, der von Bonifazius zum Christentum bekehrt wurde. Um 1118 erscheint ein Graf Sizzo IV., der sich nach der Schwarzburg benennt; Günther III. fügt 1169 den Titel "Graf von Käfernburg" hinzu. Sein erster Sohn Heinrich IV. (gestorben um 1230) begründet 1196 die Linie Schwarzburg, sein zweiter Sohn Günther V. (gestorben 1220) die Linie von Käfernburg. Diese starb 1385 aus, worauf ihre Besitzungen an Thüringen fielen. Von der schwarzburgischen Linie zweigte sich 1275 mit Heinrich VII. die ältere blankenburgische Linie ab. Günther X. von Schwarzburg erwarb 1306 Arnstadt, Ilmenau,, Wachsenburg und Schwarzwald. Seine Nachkommen teilten sich in die Linien Schwarzburg, Wachsenburg und Leutenberg, welche sämtlich bis 1564 ausstarben. Der blankenburgischen Linie verlieh hauptsächlich Günther XlX. (nach andrer Zählung XXI.) Glanz, der 1349 zum deutschen König gewählt wurde, aber schon 18. Juni zu Frankfurt a. M. starb. Von Karl IV. wurde den schwarzburgischen Grafen das Erbjägermeisteramt verliehen, welches sie bis 1708 besaßen; außerdem bekleideten sie das Reichserbstallmeisteramt. Günthers Sohn Heinrich XIII. starb 1357 ohne Erben, und seine Lande fielen an seine Vettern Heinrich XIV. und Günther XXIII. Nachdem Günther XXIII. 1368 gestorben, führte Graf Heinrich mit dessen Nachkommen Heinrich XXII. und Günther XXVII. die Regierung gemeinschaftlich fort. Nach Heinrichs 1373 erfolgtem Tod nahmen dessen beide Söhne Heinrich XX. und Günther XXVI. mit ihren bereits erwähnten Vettern eine Teilung vor. Bei der Teilung der sächsischen Lande 1445 kamen die sämtlichen schwarzburgischen Lande unter die Oberhoheit des Herzogs Wilhelm; bei der zweiten sächsischen Teilung 1485 wurde auch die Oberhoheit über Schwarzburg geteilt, und zwar so, dass dieselbe vom kurfürstlichen Haus über die obere, vom herzoglichen über die untere Grafschaft geführt wurde. Heinrich XXVIII. (1444-88) begründete die jüngere blankenburgische Linie und brachte die Besitzungen der Linie Käfernburg an sein Haus; von seinen sieben Söhnen hatten nur zwei männliche Nachkommen, nämlich Günther XXXVI. und Günther XXXVII.; der erste starb noch vor dem Tod seines Vaters (1484), der zweite 1531. Nun folgte des letzteren Sohn Heinrich XXXIV., ein eifriger Beförderer der Reformation, seit 1524 vermählt mit der Gräfin Katharina von Henneberg, welche sich nach dem 1538 erfolgten Tod ihres Gemahls durch ihren dem Herzog von Alba gegenüber auf dem Schloss zu Rudolstadt bewiesenen Mut einen Namen machte. Die Länder Heinrichs XXXIV. fielen darauf an den Sohn seines Vetters Heinrich XXXIII., Günther XXXVIII. (mit dem fetten Maul), der seine jüngeren Brüder überlebt hatte. Er führte zwar die Lehre Luthers in Sondershausen ein, stand aber im Schmalkaldischen Krieg aufseiten des Kaisers, der ihn auch, als er von dem Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen verjagt worden war, wieder in seine Länder einsetzte. Nach seinem Tod (1552) folgte ihm sein ältester Sohn, Günther XXXlX., ein Feldherr Maximilians II. Da er 1583 ohne Nachkommen starb, teilten seine beiden Brüder Johann Günther und Albrecht die schwarzburgischen Lande und bildeten von 1584 an die beiden Hauptlinien Schwarzburg-Arnstadt, später Schwarzburg-Sondershausen, und Schwarzburg-Rudolstadt.
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| Schwarzburg - Schloss | Schwarzburg - Blick vom Trippstein |
Die Hauptlinie Schwarzburg-Rudolstadt, gegründet von Albrecht VII., erhielt in der Teilung von der oberen Grafschaft die Ämter Rudolstadt, Blankenburg, Schwarzburg, Paulinzella, Leutenberg, Ehrenstein (1631, aus der Grafschaft Gleichen), Ilm, Könitz und die Vogtei Seeberg, aus der untern Grafschaft die Ämter Frankenhausen, Arnsburg, Straußberg, Kelbra, Heringen und Schlotheim. Von Albrechts 1605 hinterlassenen vier Söhnen setzte der zweite, Ludwig Günther, das Geschlecht fort. Ihm folgte 1646 sein Sohn Albrecht Anton II., der 1697 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde, aber erst 1711 den fürstlichen Titel annahm, diesem 1710 Ludwig Friedrich und diesem 1718 sein Sohn Friedrich Anton, durch den 1719 die Lehnsstreitigkeiten nach Erlangung der Reichsunmittelbarkeit erledigt wurden. 1744 regierte dessen Sohn Johann Friedrich, 1767 dessen Oheim Ludwig Günther. Ihm folgte 1790 Friedrich Karl, diesem 1793 Ludwig Friedrich, der 1807, kurz nach seinem Beitritt zum Rheinbund, starb. Während der Minderjährigkeit des Erbprinzen Friedrich Günther führte dessen Mutter Karoline Luise, geborne Prinzessin von Hessen-Homburg, die Vormundschaft und Regierung bis 1814. Nachdem in diesem Jahr der junge Fürst die Regierung selbst übernommen hatte und Mitglied des Deutschen Bundes geworden war, wurden 1816 die Lehnsverhältnisse zu Preußen, an welches alle Rechte der Krone Sachsen an das Haus Schwarzburg übergegangen waren, dann 1823 die zu Sachsen-Gotha und 1825 die zu Sachsen-Coburg durch Abtretungen und Umtausch von Gebietsteilen geordnet. Am 2. Januar 1816 verlieh der Fürst dem Land eine Verfassung. Trotzdem wurde das Ländchen 1848, während der bürgerlichen Revolution, von Unruhen heimgesucht, doch gelang der Bürgerwehr und dem Militär die Wiederherstellung der alten Ordnung. Eine neue, den fürstlichen Interessen günstige Verfassung des Fürstentums kam erst 21. März 1854 zustande, und mit Zustimmung des Landtags wurden viele 1848 erlassene fortschrittlichen Gesetze wieder aufgehoben. Nachdem die Regierung am 14. Juni 1866 (Deutschen Krieg) gegen den österreichischen Antrag der Mobilmachung der Bundesarmeekorps gegen Preußen stimmte, trat sie auf Grund des Vertrags vom 18. August 1866 dem Norddeutschen Bund bei. Die schwarzburg-rudolstädtischen Truppen wurden vom 1. Oktober 1867 an mit den reußischen (Gera und Greiz) und altenburgischen zum 7. thüringischen Infanterieregiment Nr. 96 vereinigt. Am 28. Juni 1867 starb Fürst Günther und es folgte ihm, da er nur Nachkommen aus morganatischer (nicht standesgemäßer) Verbindung hinterließ, sein Bruder Fürst Albert, diesem am 26. November 1869 sein Sohn Georg. Durch Verweigerung der Erhöhung der Steuern erreichte der Landtag am 16. November 1870 die Bewilligung eines freiheitlichen Wahlgesetzes. Seit 18. Januar 1871 gehört Schwarzburg-Rudolstadt dem Deutschen Reich. an. Von 1890 bis 1918 regierte Fürst Günther Victor als letzter Monarch des Landes. Da 1909 Linie Schwarzburg-Sondershausen mit dem Tod Fürst Carl Günther ausstarb, regierte Fürst Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt auch das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen bis 1918 in Personalunion.
Daten
Bundesrat: 1 Stimme
Reichstag: 1 Abgeordneter
Landesparlament: Das Fürstentum besitzt eine konstitutionell-monarchische Verfassung, die auf dem Grundgesetz vom 21. März 1854 und dem Gesetz vom 16. November 1870 beruht. Bei Ausübung des Gesetzgebungs- und Besteuerungsrechts ist der Fürst an die Mitwirkung des Landtags gebunden, der aus 16 Abgeordneten besteht, von denen 4 von den Höchstbesteuerten, 12 von den übrigen wahlberechtigten Staatsangehörigen in geheimer Abstimmung gewählt werden. Die Wahlperiode dauert drei Jahre; im Fall einer Auflösung muss die Einberufung des neuen Landtags binnen sechs Monaten erfolgen. Der Landtag wählt einen Präsidenten aus seiner Mitte und wird für die Zeit, in der er nicht versammelt ist, durch einen ständigen Ausschuss vertreten. Die Staatsverwaltung ist durch Gesetz vom 7. Februar 1868 neu organisiert worden. Danach hat die oberste Leitung der Regierungsgeschäfte das Ministerium, an dessen Spitze ein dem Landtag verantwortlicher Minister steht, und dem mehrere dem Landtag gleichfalls verantwortliche Abteilungsvorstände beigeordnet sind. Unmittelbar dem Ministerium unterstehen die drei Landratsämter Rudolstadt, Königsee und Frankenhausen.
Hauptstadt: Rudolstadt - 12.500 Einwohner (1905)
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| Königsee - Rathaus | Königsee - Gesamtübersicht |
Größe: 940,88 km² (17,09 QM.), wovon 733,69 km² (13,32 QM.) auf die Oberherrschaft (Rudolstadt) u. 207,19 km² (3,77 QM.) auf die Unterherrschaft (Frankenhausen) entfallen.
Gerichtsorganisation (1881): Für Thüringen besteht ein gemeinsames Oberlandesgericht in Jena. Dieses umfasst auch die preußischen Kreise Schleusingen, Schmalkalden und Ziegenrück. Außer meiningischen und preußischen Amtsgerichten gehören zu dem Landgericht in Rudolstadt die 7 Amtsgerichte des Fürstentums: Frankenhausen, Königssee, Leutenberg, Oberweißbach, Rudolstadt, Schlotheim und Stadtilm.
Einwohner:
Klima: Mild
Gewässer: Schwarza, Ilm.
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| Kyffhäuser-Wirtschaft (Hotel Burghof) | Schwarzatal mit Schweizer Haus |
Bewohner: Überwiegend Thüringer.
Bevölkerungsdichte: 103/km²
Bildung: Dem Schulwesen im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt wird große Sorgfalt zugewandt; es bestehen ein Gymnasium, ein Realgymnasium, eine Realschule, ein Lehrerseminar, 2 höhere Töchterschulen und 135 Volksschulen. In Keilhau besteht eine private Erziehungsanstalt. In Rudolstadt befinden sich eine fürstliche Landesbibliothek, ein Naturalienkabinett und eine Gemäldesammlung.
Religion:
| 1885 | 1905 |
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Militär (1881): Das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt gehört zum Ersatzbezirk des IV. Armeekorps. Die schwarzburg-rudolstädtischen Truppen wurden vom 1. Oktober 1867 an mit den reußischen und altenburgischen zum 7. thüringischen Infanterieregiment Nr. 96 vereinigt. Garnisonsstadt ist:
Wirtschaft: Rudolstadt (Porzellanmanufakturen, Arzneimitteln und Spielzeug), Land und Holzwirtschaft. Lehranstalt in Keilhau.
Postwesen und Briefmarken
Gemäß der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschlüssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867 im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt. Ab 01. Juli 1867 übernahm die preußische Post den Postdienst. Das gesamte preußische Postwesen ging am 01. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.
Im Landratsamt Frankenhausen bis 1874 mit Währung Taler
| bis 1866 | 1866 - 1871 | 1871 - 1875 | ab 1875 |
| Thurn und Taxis mit Währung Taler | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 1/4 Silbergroschen | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
In den Landratsämtern Rudolstadt und Königsee bis 1875 mit Währung Gulden
| bis 1866 | 1866 - 1871 | 1871 - 1875 | ab 1875 |
| Thurn und Taxis mit Währung Gulden | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Gulden | Deutsche Reichspost mit Währung Gulden | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 6 Kreuzer | 7 Kreuzer | 7 Kreuzer | 10 Pfennig |
Währungen und Münzen
Obwohl das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt eins der kleinsten deutschen Länder ist, besitzt es bis 1875 zwei Währungen. Im nördlichen Landesteil, dem Landratsamt Frankenhausen die Taler-, in den südlichen Landesteilen, den Landratsämtern Rudolstadt und Königsee, die Guldenwährung.
| Im Landratsamt Frankenhausen bis 1875 | In den Landratsämtern Rudolstadt und Königsee bis 1875 | ab 1875 |
| 1 Taler = 30 Groschen = 360 Pfennige | 1 Gulden = 60 Kreuzer = 240 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
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| Fürstentum Schw.-Rudolstadt - 1 Pfennig, 1842 | |
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| Fürstentum Schw.-Rudolstadt - 1 Kreuzer, 1868 | Günther Fürst zu Schwarzburg Rudolstadt - 2 Mark, 1898 |
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| Friedrich Günther Fürst zu Schwarzburg - 1 Gulden 1841 | Günther Fürst zu Schwarzburg Rudolstadt - 10 Mark, 1898 |

Friedrich Günther Fürst zu Schwarzburg - 1 Taler 1859
Regenten
Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt 1700 - 1918
regierendes Fürstenhaus: Ahnherr Gundar von Keverenburg (um 700), Stammvater Graf Albrecht VII. († 1605)
Fürst Georg Albert von Schwarzburg-Rudolstadt
| Regentschaft | Name |
Lebensdaten |
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| 1662 - 1710 | Fürst Albrecht Anton | 1641 - 1710 | ||||
| 1710 - 1718 | Fürst Ludwig Friedrich I. | 1667 - 1718 | ||||
| 1718 - 1744 | Fürst Friedrich Anton | 1692 - 1744 | ||||
| 1744 - 1767 | Fürst Johann Friedrich | 1721 - 1767 | ||||
| 1767 - 1790 | Fürst Ludwig Günther II. | 1708 - 1790 | ||||
| 1790 - 1793 | Fürst Friedrich Carl | 1736 - 1793 | ||||
| 1793 - 1807 | Fürst Ludwig Friedrich II. | 1767 - 1807 | ||||
| 1807 - 1867 |
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| 1867 - 1869 | Fürst Albert | 1798 - 1869 | ||||
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1869 - 1890 |
Fürst Georg Albert | 1838 - 1890 | ||||
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1890 - 1918 |
Fürst Günther Victor | 1852 - 1925 |
Regierungschefs des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt
Kanzler
| Amtszeit |
Name |
Lebensdaten |
| 23.03.1667 - 24.08.1701 | Ahasver Fritsch | 1629 - 1701 |
| 24.08.1701 -11.10.1723 |
Georg Ulrich von Beulwitz (provisorisch bis 1702) |
1661 - 1723 |
| 11.10.1723 - 13.03.1744 | Friedrich Christian von Reitzenstein | 1679 - 1748 |
| 13.03.1744 - 17.04.1761 |
Christoph Leopold von Hertenberg (provisorisch bis 13. November 1750) |
1692 - 1761 |
| 17.04.1761 - 07.06.1777 |
Christian Ulrich von Ketelhodt (provisorisch bis 27. Mai 1761) |
1701 - 1777 |
| 07.06.1777 - 20.11.1785 | Johann Wilhelm Ludwig von Holleben | 1715 - 1785 |
| 20.11.1785 - 14.01.1814 | Carl Gerth von Ketelhodt | 1738 - 1814 |
| 14.01.1814 - 09.03.1829 | Friedrich Wilhelm Ludwig von Beulwitz | 1755 - 1829 |
| 09.03.1829 - 20.04.1836 | Friedrich Wilhelm Freiherr von Ketelhodt | 1766 - 1836 |
| 07.05.1836 - 06.07.1836 | Friedrich Michael Bamberg | 1765 - 1836 |
| 13.07.1836 - 24.11.1845 | Philipp Christian Wilhelm Hönniger | 1782 - 1845 |
| 24.11.1845 - 11.03.1848 |
Karl August Ludwig Freiherr
von Ketelhodt (provisorisch bis 9. Januar 1846) |
1798 - 1849 |
| 11.03.1848 - 01.07.1850 |
Julius Heinrich Reinhard
von Röder (provisorisch bis 29. Dezember 1848) |
1798 - 1881 |
Vorsitzende des Gesamtministeriums
| 01.07.1850 - 19.12.1851 | Julius Heinrich Reinhard von Röder | (s.o.) |
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19.12.1851 - 01.05.1858 |
Jacob Hermann von Bertrab | 1818 - 1887 |
Präsident der Regierung
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01.05.1858- 01.04.1868 |
Jacob Hermann von Bertrab | (s.o.) |
Staatsminister
Die Staatsverwaltung ist durch Gesetz vom 7. Februar 1868 neu organisiert worden. Danach hat die oberste Leitung der Regierungsgeschäfte das Ministerium, an dessen Spitze ein dem Landtag verantwortlicher Minister steht, und dem mehrere dem Landtag gleichfalls verantwortliche Abteilungsvorstände beigeordnet sind. Unmittelbar dem Ministerium unterstehen die drei Landratsämter Rudolstadt, Königsee und Frankenhausen
| 01.04.1868 - 02.12.1887 | Jacob Hermann von Bertrab | (s.o.) |
| 03.12.1887 - 01.04.1888 | Ludwig Albert von Holleben (provisorisch) | 1825 - 1902 |
| 01.04.1888 - 01.04.1903 | Wilhelm Friedrich von Starck | 1835 - 1913 |
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01.04.1903 - 23.11.1918 |
Franz Ernst Wilhelm Karl Freiherr von der Recke | 1854 - 1923 |
Administrative Gliederung
Das Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, bestehend aus 8 Städten und 155 Landgemeinden, gliedert sich in eine
| Oberherrschaft, Landratsamt Rudolstadt, mit 95 Gemeinden, einer Fläche von 464 km² und 42 839 Einwohnern (Jahr 1900): |
| Rudolstadt, Angelroda, Arnsbach, Blankenburg, Böhlscheiben, Braunsdorf, Breternitz, Bucha, Bücheloh, Burglemnitz, Burkersdorf, Cordobang, Cottendorf, Cumbach, Dittersdorf, Dittrichshütte, Döhlen, Döllstedt, Dorfilm, Dörnfeld, Ehrenstein, Eichfeld, Eichicht, Ellichleben, Elxleben, Eschdorf, Eyba, Fischersdorf, Fröbitz, Geilsdorf, Geitersdorf, Gleima, Gösselborn, Gräfinau, Griesheim, Großgölitz, Großhettstedt, Großliebringen, Hammersfeld, Heberndorf, Hengelbach, Herschdorf bei Leutenberg, Hirzbach, Hockeroda, Hockerodaer Hammer, Hohenwarte, Keilhau, Kirchhasel, Kleingeschwenda, Kleingölitz, Kleinhettstedt, Kleinliebringen, Knobelsdorf, Könitz, Laasen, Landsendorf, Leutenberg, Leutnitz, Lichstedt, Löhma, Milbitz, Mörla, Munschwitz, Nahwinden, Oberilm, Oberwirbach, Oesteröda, Paulinzella, Pflanzwirbach, Preßwitz, Quittelsdorf, Reschwitz, Roda, Rosenthal, Schaala, Schwarza, Schweinbach, Singen, Solsdorf, Stadtilm, Steinsdorf, Tauschwitz, Teichel, Teichröda, Teichweiden, Thälendorf, Unterloquitz, Unterwirbach, Volkstedt, Watzdorf, Weißbach (nur teilweise Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, der andere Teil gehört zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie), Weitisberga (nur teilweise Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, der andere Teil gehört zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie), Wüllersleben, Zeigerheim |
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| Oberherrschaft, Landratsamt Königsee, mit 52 Gemeinden, einer Fläche von 269 km² und 31 862 Einwohnern (Jahr 1900): |
| Königsee, Allendorf, Allersdorf, Alsbach, Aschau, Barigau, Bechstedt, Blumenau, Böhlen, Cursdorf, Deesbach, Dörnfeld, Döschnitz, Dröbischau, Egelsdorf, Friedersdorf, Geiersthal, Glasbach, Goldisthal, Herschdorf bei Königsee, Horba, Katzhütte, Leibis, Lichta, Lichte, Lichtenhain, Mankenbach, Mellenbach, Meura, Meuselbach, Milbitz, Neuhaus am Rennweg, Oberhain, Oberhammer, Oberköditz, Oberschöbling, Oberweißbach, Obstfelderschmiede, Quelitz, Rohrbach, Rottenbach, Scheibe, Schmalenbuche, Schwarzburg, Sitzendorf, Storchsdorf, Unterhain, Unterköditz, Unterschöbling, Unterweißbach, Wildenspring, Wittgendorf |
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| Königsee - Hügel | Schloß Schwarzburg - Panorama vom Trippstein | Schwarzatal - Partie am Schweizerhaus | Prosit aus dem schönen Schwarzatal | Rottenbach - Thüringen |
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| Schwarzburg (Thüringer Wald) vom Trippstein | Blumenau-Mellenbach - Oberes Schwarzatal |
| Unterherrschaft, Landratsamt Frankenhausen, mit 16 Gemeinden, einer Fläche von 208 km² und 18 357 Einwohnern (Jahr 1900): |
| Frankenhausen, Borxleben, Esperstedt, Göllingen, Günseroda, Ichstedt, Immenroda, Mehrstedt, Ringleben, Rottleben, Schlotheim, Seega, Seehausen, Straußberg, Thalleben, Udersleben |
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| Bad Frankenhausen - Erfurter Straße | Frankenhausen am Kyffhäuser - Total | Kaiser-Wilhelm-Denkmal a. d. Kyffhäuser | Der Kyffhäuser - Denkmal mit Sommer- und Winterwirtschaft | Kyffhäuser-Wirtschaft (Hotel-Burghof) |
Kaiser Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser
Schwarzburg-Rudolstadt nach 1918

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens
| 1918 | Fürst Günther Victor verzichtete am 22. November 1918 auf den Thron, das Land erklärte sich zum Freistaat. |
| 1920 | Bis 30. April 1920 blieb Schwarzburg-Rudolstadt ein selbstständiger Freistaat, |
| 1920 | 1. Mai 1920 - Vereinigung der ehemaligen Monarchien Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha (ohne Coburg), Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Fürstentum Reuß ältere Linie, Fürstentum Reuß jüngere Linie zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt. |
| 1921 | 1. Verfassung des Landes Thüringen vom 11. März 1921, § 1: "Das Land Thüringen ist ein Freistaat und ein Glied des Deutschen Reiches." |
| 1944 | Der preußische Regierungsbezirk Erfurt und der hessisch-nassauische Kreis Schmalkalden werden dem Gau Thüringen zugeordnet. |
| 1945 | Thüringen wird von US-Truppen erobert, aber kurz darauf sowjetischen Truppen übergeben und somit Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die thüringische Exklave Ostheim wird von den US-Amerikanern der bayrischen Verwaltung unterstellt, die Exklave Allstedt fällt an das neugebildete Land Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen die hessischen Dörfer Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach/Hennigerode zum Landkreis Heiligenstadt und die thüringischen Dörfer Neuseesen und Werleshausen zum Landkreis Witzenhausen in Hessen. Als Austausch für den den östlichen Teil des Kreises Blankenburg im Harz wurden die Gemeinden Bad Sachsa und Tettenborn aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Erfurt dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) eingegliedert. Außerdem kam Besenhausen bei Kirchgandern zu dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen). |
| 1949 | Das Land Thüringen ist ein Land der Deutschen Demokratischen Republik |
| 1952t | Auf Beschluss der Volkskammer mussten die Länder eine Neugliederung ihrer Gebiete in Bezirke und Kreise vornehmen. "Das noch vom kaiserlichen Deutschland stammende System der administrativen Gliederung in Länder mit eigenen Landesregierungen sowie in große Kreise gewährleistet nicht die Lösung der neuen Aufgaben unseres Staates." (Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Länder in der Deutschen Demokratischen Republik" vom 23. Juli 1952). Die Länderkammer existiert bis 1956 weiter. |
| 1990 | Wiedergründung des Freistaat Thüringen mit Erfurt als Landeshauptstadt. |
| 1994 | Trotz Montagsdemos, Autokennzeichenkrieg und unzähligen Protestbriefen wird im Freistaat die Kreisreform durchgesetzt. |
Der Freistaat Thüringen aktuell:
Der heutige Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt besteht aus
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Freistaat Thüringen Landeshauptstadt Erfurt 16 172 km² 2 355 000 Einwohner (2004) |
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siehe Geschichte Thüringens

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