---- Menüleiste laden
Senden   Speichern   Drucken

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

1697 - 1918

Haupt- und Residenzstadt Sondershausen

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Flagge 1815-1866

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Flagge 1866-1918

 Flagge 1815 - 1866 Flagge 1866 - 1918

Fahne - Landesfarben Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Thüringische Staaten

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Wappen

Thüringische Staaten - Karte 1914

Thüringische Staaten - Detailkarte 1914

Thüringische Staaten

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Wappen Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Thüringische Staaten - Karte 1914 Thüringische Staaten - Detailkarte 1914

 

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Geschichte

Das Geschlecht der Grafen von Schwarzburg leitet sich von einem thüringischen Grafen (Günther) ab, der von Bonifazius zum Christentum bekehrt wurde. Um 1118 erscheint ein Graf Sizzo IV., der sich nach der Schwarzburg benennt; Günther III. fügt 1169 den Titel "Graf von Käfernburg" hinzu. Sein erster Sohn Heinrich IV. (gestorben um 1230) begründet 1196 die Linie Schwarzburg, sein zweiter Sohn Günther V. (gestorben 1220) die Linie von Käfernburg. Diese starb 1385 aus, worauf ihre Besitzungen an Thüringen fielen. Von der schwarzburgischen Linie zweigte sich 1275 mit Heinrich VII. die ältere blankenburgische Linie ab. Günther X. von Schwarzburg erwarb 1306 Arnstadt, Ilmenau, Wachsenburg und Schwarzwald. Seine Nachkommen teilten sich in die Linien Schwarzburg, Wachsenburg und Leutenberg, welche sämtlich bis 1564 ausstarben. Der blankenburgischen Linie verlieh hauptsächlich Günther XlX. (nach andrer Zählung XXI.) Glanz, der 1349 zum deutschen König gewählt wurde, aber schon 18. Juni zu Frankfurt a. M. starb. Von Karl IV. wurde den schwarzburgischen Grafen das Erbjägermeisteramt verliehen, welches sie bis 1708 besaßen; außerdem bekleideten sie das Reichserbstallmeisteramt. Günthers Sohn Heinrich XIII. starb 1357 ohne Erben, und seine Lande fielen an seine Vettern Heinrich XIV. und Günther XXIII. Nachdem Günther XXIII. 1368 gestorben, führte Graf Heinrich mit dessen Nachkommen Heinrich XXII. und Günther XXVII. die Regierung gemeinschaftlich fort. Nach Heinrichs 1373 erfolgtem Tod nahmen dessen beide Söhne Heinrich XX. und Günther XXVI. mit ihren bereits erwähnten Vettern eine Teilung vor. Bei der Teilung der sächsischen Lande 1445 kamen die sämtlichen schwarzburgischen Lande unter die Oberhoheit des Herzogs Wilhelm; bei der zweiten sächsischen Teilung 1485 wurde auch die Oberhoheit über Schwarzburg geteilt, und zwar so, dass dieselbe vom kurfürstlichen Haus über die obere, vom herzoglichen über die untere Grafschaft geführt wurde. Heinrich XXVIII. (1444-88) begründete die jüngere blankenburgische Linie und brachte die Besitzungen der Linie Käfernburg an sein Haus; von seinen sieben Söhnen hatten nur zwei männliche Nachkommen, nämlich Günther XXXVI. und Günther XXXVII.; der erste starb noch vor dem Tod seines Vaters (1484), der zweite 1531. Nun folgte des letzteren Sohn Heinrich XXXIV., ein eifriger Beförderer der Reformation, seit 1524 vermählt mit der Gräfin Katharina von Henneberg, welche sich nach dem 1538 erfolgten Tod ihres Gemahls durch ihren dem Herzog von Alba gegenüber auf dem Schloss zu Rudolstadt bewiesenen Mut einen Namen machte. Die Länder Heinrichs XXXIV. fielen darauf an den Sohn seines Vetters Heinrich XXXIII., Günther XXXVIII. (mit dem fetten Maul), der seine jüngeren Brüder überlebt hatte. Er führte zwar die Lehre Luthers in Sondershausen ein, stand aber im Schmalkaldischen Krieg aufseiten des Kaisers, der ihn auch, als er von dem Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen verjagt worden war, wieder in seine Länder einsetzte. Nach seinem Tod (1552) folgte ihm sein ältester Sohn, Günther XXXlX., ein Feldherr Maximilians II. Da er 1583 ohne Nachkommen starb, teilten seine beiden Brüder Johann Günther und Albrecht die schwarzburgischen Lande und bildeten von 1584 an die beiden Hauptlinien Schwarzburg-Arnstadt, später Schwarzburg-Sondershausen, und Schwarzburg-Rudolstadt.

Sondershausen - Markt mit Schloss
Sondershausen - Katholische Kirche
Sondershausen - Markt mit Schloss Sondershausen - Katholische Kirche

 

Die Hauptlinie Schwarzburg-Arnstadt (Sondershausen) wurde von Johann Günther gestiftet. Dieser erhielt in der Teilung 2/3 der unteren Grafschaft, enthaltend die Ämter Sondershausen, Ebeleben, Bodungen, Keula und Scherenberg, die Vogtei Haßleben und die Städte Sondershausen, Greußen und Ehrich, dann noch 1/3 der oberen Herrschaft, darin die Herrschaft Arnstadt, die Ämter Käfernburg und Gehren. Johann Günther hinterließ bei seinem Tod 1586 vier minderjährige Söhne, welche gemeinschaftlich regierten und 1631 die untere Grafschaft Gleichen ankauften. Der jüngste Sohn, Christian Günther I., hatte allein Nachkommen und zwar drei Söhne, welche die Linien Arnstadt, Sondershausen und Ebeleben begründeten. Jedoch nach dem Aussterben der beiden andern Linien (1669 und 1681) kamen ihre Besitzungen an Sondershausen, wo die Enkel Christian Günthers I., Christian Wilhelm und Anton Günther II., welche nach dem Tod ihres Vaters, Anton Günthers I., zunächst zusammen regiert hatten, 1681 teilten. Sie begründeten die beiden Linien Sondershausen und Arnstadt. Beide Grafen wurden 1697 und 1709 in den Reichsfürstenstand erhoben und ihr Land für ein unmittelbares Reichsfürstentum erklärt. Kursachsen, das die Oberhoheit über Schwarzburg für sich in Anspruch nahm, gab in den Verträgen von 1699 und 1702 seine landesherrlichen Rechte gegen Geldentschädigung auf; doch musste sich Schwarzburg 1719 zu einer jährlichen Zahlung von 7000 Talern verpflichten. Wegen Arnstadt wurde 1731 dem Herzog von Sachsen-Weimar eine jährliche Entschädigung von 3500 Talern zugesichert. 1713 schlossen beide schwarzburgische Hauptlinien einen Familienvertrag, durch welchen die Primogenitur ( Erb- u. Nachfolgerecht des erstgeborenen Sohnes in Fürstenhäusern ) eingeführt und weitere Teilungen des Landes untersagt wurden. Als Anton Günther II. von Arnstadt 1716 kinderlos starb, fiel diese Besitzung wieder an Christian Wilhelm von Sondershausen, von nun an hieß diese Hauptlinie nun nicht mehr Schwarzburg-Arnstadt, sondern Schwarzburg-Sondershausen. Christian Wilhelm trat 1720 die Regierung an seinem ältesten Sohn, Günther, ab und als dieser 1740 ohne Erben starb, ging die Regierung an seinen Bruder Heinrich über. Dieser wurde 1754 nebst seinem Vetter Johann Friedrich von Rudolstadt ins Fürstenkollegium aufgenommen und hatte 1758 seines Bruders August Sohn Christian Günther III. zum Nachfolger. Diesem folgte 1794 sein Sohn Günther Friedrich Karl (geb. 1760), der durch den in Gemeinschaft mit dem Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt geschehenen Beitritt zum Rheinbund die Souveränität erlangte. 1815 wurde er mit dem Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt in den Deutschen Bund aufgenommen. Am 25. September 1830 gab er seinem Land eine neue ständische Verfassung. Weil sie dem Land missfiel, wurde sie aber 1831 wieder aufgehoben. 1834 erfolgte der Beitritt zum Deutschen Zollverein. Der Fürst legte am 19. August 1835 die Regierung nieder und starb am 22. April 1837. Der junge Fürst Günther Friedrich Karl gab am 24. September 1841 dem Land eine Verfassung, auf Grund deren am 7. September 1843 die Eröffnung des ersten Landtags stattfand. Trotz unterschiedlicher Reformen fanden 1848 auch in Schwarzburg-Sondershausen Unruhen statt, welche zur Folge hatten, dass im Herbst die Oberherrschaft von sächsischen, die Unterherrschaft von preußischen Truppen besetzt wurde. Am 12. Dezember 1849 wurde eine neue freisinnige Verfassung verkündet, welche am 8. Juli 1857 umgestaltet wurde. Durch Gesetz vom 18. März 1850 übernahm der Staat die Verwaltung der Kammergüter, wogegen der Fürst eine jährliche Zahlung von 120.000 Talern erhielt, die 1859 um 30.000 Talern erhöht wurde. Am 14. Juni 1866 (Deutschen Krieg) stimmte Schwarzburg-Sondershausen mit der 15. Kurie gegen den von Österreich beim Bundestag eingebrachten Antrag auf Mobilmachung der Bundesarmeekorps gegen Preußen, trat dem Bündnisvertrag vom 18. August 1866 bei und erhielt im Rate des neuen Norddeutschen Bundes eine Stimme. Am 1. Oktober 1867 ging sodann die Militärhoheit in Schwarzburg-Sondershausen vertragsmäßig an Preußen über. Seit 18. Januar 1871 gehört Schwarzburg-Sondershausen dem Deutschen Reich an. Infolge eines Augenleidens verzichtete Fürst Günther Friedrich Karl 17. Juli 1880 der Regierung und hatte den Erbprinzen Carl Günther zum Nachfolger. Da 1909 Linie Schwarzburg-Sondershausen mit dem Tod Fürst Carl Günther ausstarb, regierte Fürst Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt auch das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen bis 1918 in Personalunion.

Arnstadt - Galerie und Schwarzburger Hof
Arnstadt - Totalansicht
Arnstadt - Galerie und Schwarzburger Hof Arnstadt - Totalansicht

 

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Daten

Bundesrat: 1 Stimme

Reichstag: 1 Abgeordneter

Landtag: Das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen ist eine erblich konstitutionelle Monarchie. Das Verfassungsgesetz datiert vom 8. Juli 1857, hat jedoch später Veränderungen erfahren.

Der Landtag besteht aus 18 Mitgliedern, hiervon werden:

  • 6 Abgeordnete vom Fürsten auf Lebenszeit ernannt.
  • 6 Abgeordnete von den Höchstbesteuerten auf 4 Jahre gewählt.
  • 6 Abgeordnete gehen durch allgemeine, indirekte Wahlen hervor, ebenfalls auf 4 Jahre.

Hauptstadt: Sondershausen - 7.383 Einwohner (1905)

Größe: 862,11 km² (15,66 Quadratmeilen), wovon 519,34 km² (9,43 Quadratmeilen) auf die Unterherrschaft, 342,77 km² (6,23 Quadratmeilen) auf die Oberherrschaft entfallen.

Sondershausen - Blick von der Wipperbrücke
Sondershausen - Offiziercasino
Sondershausen - Blick von der Wipperbrücke Sondershausen - Offiziercasino

 

Gerichtsorganisation: Infolge des mit Preußen abgeschlossenen Staatsvertrages vom 7. Oktober 1878 fungieren als Oberlandesgericht zu Naumburg und als Landgericht das gemeinschaftliche Landgericht zu Erfurt mit den 5 Amtsgerichten des Fürstentums:

Einwohner: Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 wurden 89.917 Einwohner als ortsanwesend ermittelt und zwar 44.149 Personen männlichen und 45.768 Personen weiblichen Geschlechts.

  • 1871: 67.191
  • 1875: 67.480
  • 1880: 71.107
  • 1890: 75.510
  • 1900: 80.898
  • 1905: 85.152

Klima: Mild

Gewässer: Von Wipper und Ilm durchflossen.

Arnstadt - Alte Stadtmauer
Arnstadt - Erfurter Straße
Arnstadt - Alte Stadtmauer Arnstadt - Erfurter Straße

 

Bewohner: Überwiegend Thüringer.

Bevölkerungsdichte: 98,8/km²

Bildung: Im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen existieren 2 Gymnasien, 2 Realschulen, ein Lehrer- und ein Lehrerinnenseminar, 2 höhere Töchterschulen, eine kunstgewerbliche Zeichenschule und 100 Volksschulen, sowie ein privates Konservatorium der Musik. In Sondershausen befinden sich Sammlungen von Gemälden, Kunstsachen und Naturalien.

Religion:

1885 1905 1910 
  • 72.721 Evangelische
  •      648 Katholische
  •      237 Juden
  • 83.437 Evangelische
  •     1520 Katholische
  •       195 Juden
  • 87.836 Evangelische
  •     1732 Katholische
  •      215 Juden
  •       134 andere Religionen bzw. Konfessionslose

 

Militär (1881): Das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen gehört zum Ersatzbezirk des IV. Armeekorps. Die schwarzburg-rudolstädtischen Truppen wurden vom 1. Oktober 1867 an mit den reußischen und altenburgischen zum 7. thüringischen Infanterieregiment Nr. 96 vereinigt. Garnisonsstadt ist:

Wirtschaft: Bergbau, mehrere Kalibergwerke, Textilwaren, Steingut- und Porzellanindustrie.

Gehren - Amtsstraße
Gehren - Fürstliches Schloss
Gehren - Amtsstraße Gehren - Fürstliches Schloss

 

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Postwesen und Briefmarken

Gemäß der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschlüssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867 im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen. Ab 01. Juli 1867 übernahm die preußische Post den Postdienst. Das gesamte preußische Postwesen ging am 01. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.

bis 1866 1866 - 1871 ab 1871 ab 1875
Thurn und Taxis mit Währung Taler Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
1/4 Silbergroschen 1 Groschen 20 Pfennig
1/4 Silbergroschen 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

 

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Währungen und Münzen

vor 1875 ab 1875
1 Taler = 30 Groschen = 360 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen - 1 Pfennig, 1846 Karl Günther Fürst zu Schwarzburg-Sondershausen - 2 Mark, 1896
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen
1 Pfennig, 1846
Karl Günther Fürst zu Schwarzburg-Sondershausen
2 Mark, 1896
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen - 1/2 Silbergroschen, 1858 Karl Günther Fürst zu Schwarzburg-Sondershausen - 3 Mark,  1909
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen
1/2 Silbergroschen, 1858
Karl Günther Fürst zu Schwarzburg-Sondershausen
3 Mark, 1909
Günther Friedrich Carl II. Fürst zu Schwarzburg-Sondershausen - 1 Taler, 1870 Karl Günther Fürst zu Schwarzburg-Sondershausen - 20 Mark, 1896
Günther Friedrich Carl II. Fürst zu Schwarzburg-Sondershausen
1 Taler, 1870
Karl Günther Fürst zu Schwarzburg-Sondershausen
20 Mark, 1896


Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Regenten

Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen 1697 - 1909

regierendes Fürstenhaus: Ahnherr Gundar von Keverenburg (um 700), Stammvater Graf Johann Günther

Die fürstliche Familie bekennt sich zur evangelisch-lutherischen Kirche.

Die Linie Schwarzburg-Sondershausen ist 1909 ausgestorben und Fürst Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt regierte das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen in Personalunion.

Regentschaft Name Lebensdaten
1681 - 1720 Fürst Christian Wilhelm  
1720 - 1740 Fürst Günther I. 1678 - 1740
1740 - 1758 Fürst Heinrich 1689 - 1758
1758 - 1794 Fürst Christian Günther 1736 - 1794
1794 - 1835 Fürst Günther Friedrich Carl I. 1760 - 1837
1835 - 1880 Fürst Günther Friedrich Carl II. 1801 - 1889
1880 - 1909 Fürst Karl Günther 1830 - 1909
1909 - 1918 Fürst Günther Victor in Personalunion mit Schwarzburg-Rudolstadt 1852 - 1925

 

Karl Günther Fürst von Schwarzburg-Sondershausen Zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum Carl-Günther-Denkmal auf dem Langen Berg bei Gehren

Karl Günther Fürst von Schwarzburg-Sondershausen - Wurde in Dresden erzogen, stieg im preußischen Militärdienst bis zum Generalleutnant, trat 1869 in Folge Abdankung seines Vaters die Regierung an.

Zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum Seiner Durchlaucht des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen 17. Juli 1905

Carl-Günther-Denkmal auf dem Langen Berg bei Gehren

 

Clingen - Marktplatz mit Rathaus
Ebeleben - Schloss und Ansicht
Clingen - Marktplatz mit Rathaus Ebeleben - Schloss und Ansicht

 

Staatsminister des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen

Oberste Behörde für alle Zweige der Staatsverwaltung ist das Ministerium in Sondershausen. Dieses besteht aus den 5 Abteilungen:

1) für die Angelegenheiten des Fürstlichen Hauses, die auswärtigen Beziehungen und Militärsachen
2) für die innere Verwaltung
3) für die Finanzen
4) für Kirchen- und Schulsachen,
5) für die Justiz

Dem Ganzen ist ein Staatsminister vorgesetzt. Die untern Verwaltungsbehörden sind die Landräte der drei Verwaltungsbezirke Sondershausen, Arnstadt und Gehren.

Leiter des geheimen Rates

Amtszeit

Name

Lebensdaten
1810 - 30.04.1820 Ludwig Wilhelm Adolph von Weise    1751 - 1820

Staatsminister

1820 - 1835 Carl Friedrich Wilhelm Adolph von Weise 1780 - 1851
1835 - 24.09.1841 Günther Heinrich Otto Christian von Ziegler 1775 - 1853
24.09.1841 -  09.01.1846 Christian Wilhelm Friedrich Caspar von Kauffberg 1773 - 1846
1846 -  02.01.1848 Karl Eschwin Albert von Holleufer 1803 - 1874
1848 Wilhelm Hülsemann  
18.03.1848 -  04.01.1852 Günther Friedrich Chops 1801 - 1875
 07.01.1852 - 23.05.1855 Friedrich Schönemann (provisorisch) 1801 - 1874
1855 - 1862 Oskar Ferdinand Benno Joachim von Elsner 1822 - 1882
1862 - 1877 Gustav Adolf von Keyser 1807 - 1901
 08.05.1877 - 16.07.1880 Hans Hermann Freiherr von Berlepsch 1843 - 1926
23.07.1880 - 04.10.1886 Otto Reinhardt 1826 - 1915
 04.10.1886 - 29.03.1889 Karl Rudolf von Wolffersdorff 1817 - 1889
29.03.1889 - 01.07.1909 Christian Ludwig Hermann Petersen 1844 - 1920
 01.07.1909 - 25.11.1918  Franz Ernst Wilhelm Karl Freiherr von der Recke 1854 - 1923


 

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen

Administrative Gliederung

Das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen gliedert sich in eine

  • Oberherrschaft, bestehend aus den Bezirken Arnstadt und Gehren sowie den Enklaven Rocksdorf und Geschwenda und in eine
  • Unterherrschaft, mit den Bezirken Sonderhausen und Ebeleben

Landratsämter bestehen in Sonderhausen, Ebeleben, Arnstadt und Gehren. Größte Stadt ist Arnstadt mit 17 841 (Jahr 1900) Einwohnern.

Oberherrschaft, Verwaltungsbezirk Arnstadt mit 26 Gemeinden, einer Fläche von 171 km² und 24 106 Einwohnern (Jahr 1900):
Alkersleben, Angelhausen-Oberndorf, Arnstadt, Behringen, Branchewinda, Dannheim, Dornheim, Dosdorf, Elleben, Espenfeld, Ettischleben, Geschwenda, Görbitzhausen, Hausen, Kleinbreitenbach, Marlishausen, Niederwillingen, Oberwillingen, Plaue, Reinsfeld, Rockhausen, Roda, Rudisleben, Siegelbach, Witzleben, Wülfershausen

Arnstadt - Bonifaziuskirche und Hopfenbrunnen lick von der Eremitage bei Arnstadt

Arnstadt - Ried

Plaue - Schloss Schierholz

Arnstadt - Bonifaziuskirche und Hopfenbrunnen Blick von der Eremitage bei Arnstadt Arnstadt - Ried Plaue - Schloss Schierholz

 

Oberherrschaft, Verwaltungsbezirk Gehren mit 17 Gemeinden, einer Fläche von 171 km² und 17 417 Einwohnern (Jahr 1900):
Altenfeld, Angstedt, Garsitz, Gehren, Gillersdorf, Großbreitenbach, Jesuborn, Langewiesen, Masserberg, Möhrenbach, Neustadt am Rennsteig  (nur teilweise zum Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Meiningen), Oehrenstock, Oelze, Pennewitz, Schwarzmühle, Willmersdorf, Wümbach

  Gehren, Untere Marktstrasse

Großbreitenbach, Schulstraße

 

  Gehren - Untere Marktstraße Großbreitenbach - Schulstraße  

Unterherrschaft, Verwaltungsbezirk Ebeleben mit 26 Gemeinden, einer Fläche von 253 km² und 14 410 Einwohnern (Jahr 1900):
Abtsbessingen, Almenhausen, Bellstedt, Billeben, Ebeleben, Großbrüchter, Großenehrich, Großmehlra, Gundersleben, Himmelsberg, Hohenebra, Holzsußra, Holzthalleben, Keula, Kleinbrüchter, Rockensußra, Rockstedt, Rohnstedt, Schernberg, Thalebra, Thüringenhausen, Toba, Urbach, Wenigenehrich, Wiedermuth, Wolferschwenda

  Ebeleben - Schloss, Westseite 

Ebeleben - Schloss

 

  Ebeleben - Schloss, Westseite Ebeleben - Schloss  

 

Unterherrschaft, Verwaltungsbezirk Sondershausen mit 24 Gemeinden, einer Fläche von 266 km² und 24 965 Einwohnern (Jahr 1900):
Sondershausen, Badra, Bebra, Bendeleben, Berka, Bliederstedt, Clingen, Feldengel, Greußen, Großfurra, Hachelbich, Holzengel, Jecha, Jechaburg, Kirchengel, Niederbösa, Niederspier, Oberspier, Otterstedt, Stockhausen, Trebra, Wasserthalleben, Westerengel, Westgreußen

Sondershausen, Markt

Sondershausen

Sondershausen - Güntherstrasse 1910 Greußen - Westseite 1910
Sondershausen, Markt Sondershausen Sondershausen - Güntherstraße 1910 Greußen - Westseite 1910
 

 

 

Schwarzburg-Sondershausen nach 1918

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

1918 Fürst Günther Victor verzichtete am 22. November 1918 auf den Thron, das Land erklärte sich zum Freistaat.
1919 Schwarzburg-Sondershausen erklärt sich am 1. April 1919 zum Freistaat und gibt sich eine neue Gemeindeordnung und ein neues Wahlrecht.
1920 1. Mai 1920 - Vereinigung der ehemaligen Monarchien Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha (ohne Coburg), Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Fürstentum Reuß ältere Linie, Fürstentum Reuß jüngere Linie zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt.
1921 1. Verfassung des Landes Thüringen vom 11. März 1921, § 1: "Das Land Thüringen ist ein Freistaat und ein Glied des Deutschen Reiches."
1944 Der preußische Regierungsbezirk Erfurt und der hessisch-nassauische Kreis Schmalkalden werden dem Gau Thüringen zugeordnet.
1945 Thüringen wird von US-Truppen erobert, aber kurz darauf sowjetischen Truppen übergeben und somit Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die thüringische Exklave Ostheim wird von den US-Amerikanern der bayrischen Verwaltung unterstellt, die Exklave Allstedt fällt an das neugebildete Land Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen die hessischen Dörfer Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach/Hennigerode zum Landkreis Heiligenstadt und die thüringischen Dörfer Neuseesen und Werleshausen zum Landkreis Witzenhausen in Hessen. Als Austausch für den den östlichen Teil des Kreises Blankenburg im Harz wurden die Gemeinden Bad Sachsa und Tettenborn aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Erfurt dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) eingegliedert. Außerdem kam Besenhausen bei Kirchgandern zu dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen).
1949 Das Land Thüringen ist ein Land der Deutschen Demokratischen Republik
1952t Auf Beschluss der Volkskammer mussten die Länder eine Neugliederung ihrer Gebiete in Bezirke und Kreise vornehmen. "Das noch vom kaiserlichen Deutschland stammende System der administrativen Gliederung in Länder mit eigenen Landesregierungen sowie in große Kreise gewährleistet nicht die Lösung der neuen Aufgaben unseres Staates." (Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Länder in der Deutschen Demokratischen Republik" vom 23. Juli 1952). Die Länderkammer existiert bis 1956 weiter.
1990 Wiedergründung des Freistaat Thüringen mit Erfurt als Landeshauptstadt.
1994 Trotz Montagsdemos, Autokennzeichenkrieg und unzähligen Protestbriefen wird im Freistaat die Kreisreform durchgesetzt.

Der Freistaat Thüringen aktuell:

Der heutige Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt besteht aus

 

Freistaat Thüringen

Landeshauptstadt Erfurt

16 172 km²

2 355 000 Einwohner (2004)

siehe Geschichte Thüringens

 

 

         

 

 

 


-=[Gästebuch] - [Impressum] - [Projekte] - [Umfrage] - [Suche]=-

Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:

 -[ Deutsches Kaiserreich ]- -[ Deutsche Kolonien ]- -[ Kaiserliche Marine ]-

-[ Donaumonarchie Österreich-Ungarn ]- -[ Liechtenstein ]- -[ Schweizer Eidgenossenschaft ]-

-[ Deutsch-Dänischer Krieg ]- -[ Deutscher Krieg ]- -[ Deutsch-Französischer Krieg ]-

-[ Briefmarken 1871-1918 ]- -[ Boxeraufstand 1900/01 ]- -[ Marokkokrise 1905/11 ]-

Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de

Besucher
 Alfacounter


Alfahosting.de