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Fürstentum Waldeck und Pyrmont

1812 - 1918

Haupt- und Residenzstadt Arolsen

Fahne - Landesfarben Fürstentum Waldeck und Pyrmont

Fahne - Landesfarben Fürstentum Waldeck und Pyrmont

Fürstentum Waldeck und Pyrmont

Fürstentum Waldeck und Pyrmont im Deutschen Reich Wappen Fürstentum Waldeck und Pyrmont Fürstentum Waldeck und Pyrmont - Karte 1914
Fürstentum Waldeck und Pyrmont im Deutschen Reich Wappen Fürstentum Waldeck und Pyrmont Fürstentum Waldeck und Pyrmont - Karte 1914

 

Fürstentum Waldeck und Pyrmont

Geschichte

Die Geschichte des Landes Waldecks begann im 12. Jahrhundert, als die Grafen von Schwalenberg eine Landesherrschaft aufbauten. Durch einen Erbvertrag gelangte die damalige Grafschaft Pyrmont im Jahre 1625 zu Waldeck und wurde nach einer Erbteilung 1805 im Jahre 1812 wieder mit Waldeck vereinigt. 1815 erfolgte der Beitritt zum Deutschen Bund, 1832 der Beitritt zum Deutschen Zollverein. 1862 wurde eine Militärkonvention mit Preußen geschlossen. 1866 trat das Fürstentum Waldeck und Pyrmont dem Norddeutschen Bund bei, doch lehnte der Landtag die Bundesverfassung einstimmig ab, um den Fürsten zu einem "Accessionsvertrag" mit Preußen zu drängen. Dieser kam 1867 zustande und wurde am 22. Oktober des Jahres von der Landesvertretung genehmigt. Danach ging die Verwaltung Waldecks vom 1. Januar 1868 auf zehn Jahre an Preußen über. Der Fürst behielt sich das Begnadigungsrecht, das Kirchenregiment und die Zustimmung bei Gesetzgebung vor. In Justiz- und Schulangelegenheiten ressortiert das Land von den preußischen Behörden zu Kassel. Obgleich der ganze Ertrag der Domänen dem Fürsten vorbehalten war, wurde durch diesen Vertrag die Steuerlast, die bei den steigenden Ansprüchen des Militärbudgets für das arme Land noch fühlbarer hätte werden müssen, erheblich gemindert. Die Gründung des Deutschen Reichs änderte in den Verhältnissen Waldecks nichts. Der "Accessionsvertrag" wurde regelmäßig verlängert.

Das Land besteht aus zwei Landesteilen, dem Fürstentum Waldeck und dem Fürstentum Pyrmont.

Arolsen - Residenzschloss

Arolsen - Residenzschloss

 

Fürstentum Waldeck und Pyrmont

Daten

Alle Staatsangehörigen haben gleiche politische Rechte ohne Rücksicht auf das religiöse Bekenntnis. Für die vereinigten Fürstentümer besteht ein gemeinsamer Landtag aus 12 Abgeordneten von Waldeck und 3 von Pyrmont. Zum Abgeordneten ist jeder männliche Staatsangehörige wählbar, welcher das 30. Lebensjahrzurückgelegt hat und mindestens 2 Jahre dem Staat angehört. Wahlmänner und Abgeordnete werden auf 3 Jahre gewählt.

Bundesrat: 1 Stimme

Hauptstadt: Arolsen - 2 500 Einwohner (1905)

Größe: 1 121,0 km² (19,17 Quadratmeilen)

Einwohner:

  • 1875: 54.743
  • 1885: 56.575
  • 1905: 59.135

Bad Wildungen - Altes Spritzenhaus und Pferdeschwemme

Bad Wildungen - Altes Spritzenhaus und Pferdeschwemme

 

Klima: Das Klima ist ziemlich rau, aber gesund; die mittlere Jahrestemperatur wird zu 7-9° C angegeben.

Gewässer: Die Flüsse gehören zum Gebiet der Weser,  im Fürstentum Waldeck die Eder mit der Werbe, Itter und Aar, die Diemel mit der Twiste, im Fürstentum Pyrmont die Emmer.

Bewohner: Siedlungsgrenze zwischen niederdeutschen Sachsen (Niedersachsen) und Franken (Hessen). Die Bevölkerung gehört nördlich der Eder zum niedersächsischen, südlich davon zum fränkischen Volksstamm.

Bevölkerungsdichte: 52,8/km²

Bad Pyrmont - Kurhaus

Bad Pyrmont - Kurhaus

 

Religion: Die Bevölkerung bekennt sich größtenteils zur evangelischen Kirche. Außer drei katholischen Gemeinden (1454 Katholiken) kommen vereinzelt Quäker, Mennoniten und Juden (804) im Land vor. Oberste geistliche Behörde für die evangelische Landeskirche ist das Konsistorium, dem vier Superintendenten unterstehen.

Angaben 1871

  • 54 055 Evangelisch
  •   1 305 Römisch-katholisch
  •      834 Juden
  •        30 Sonstige

Bildung: An Bildungsanstalten bestehen im Fürstentum Waldeck ein Landesgymnasium (mit Realklassen) in Korbach, ein Realprogymnasium in Arolsen, 123 öffentliche Stadt- und Landschulen. Die fürstliche Bibliothek in Arolsen zählt über 30,000 Bände.

Militär: (1881) Seit dem Vertrag vom 18. Juli 1867 ist die Verwaltung der Fürstentümer Waldeck und Pyrmont auf Preußen übergegangen. Militärkonvention mit Preußen (XI. Armeekorps)

Wirtschaft: Kur- und Bäderbetrieb.

Fürstentum Waldeck und Pyrmont

Postwesen und Briefmarken

Die preußische Post regelte seit 1850 auch den Betrieb im Fürstentum Waldeck und Pyrmont. Das gesamte preußische Postwesen ging am 1. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.

1857 1867 1868 - 1871 ab 1871 ab 1875
Erste preußische Freimarke von 1857 Letzte preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
Erste preußische Freimarke von 1857 Letzte preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
6 Pfennige 9 Kreuzer 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Fürstentum Waldeck und Pyrmont

Währungen und Münzen

 

Fürstentum Waldeck und Pyrmont

regierendes Fürstenhaus: Ahnherr Widukind, Graf von Schwalenberg (um 1120)

Regenten

Beide Fürstentümer haben eine eingeschränkt monarchische Verfassung, welche auf der Verfassungsurkunde vom 17. August 1852 beruht. Der Fürst besitzt die gesamte Staatsgewalt, bei deren Ausübung er an die Verfassung gebunden ist. Die Regierung ist erblich im Mannesstamm des waldeckschen Fürstenhauses, einschließlich der gräflichen Linie desselben, nach dem Rechte der Erstgeburt und der agnatischen Linealfolge; beim Erlöschen des Mannesstamms geht im eigentlichen Fürstentum Waldeck die Regierung auf die weibliche Linie über, während im Fürstentum Pyrmont Preußen folgt (tatsächlich fällt es 1922 an Preußen). Der Fürst wird mit vollendetem 21. Jahr volljährig. Das fürstliche Haus bekennt sich zur evangelischen Kirche.

Fürsten zu Waldeck und Pyrmont 1812 - 1918

Regentschaft Namen Lebensdaten
24.09.1812 - 09.09.1813

Georg I. Fürst zu Waldeck &. Pyrmont

06.05 1747 (Arolsen) - 09.09.1813 (Pyrmont)
09.09.1813 - 15.05.1845

Georg Friedrich Heinrich Fürst zu Waldeck & Pyrmont

20. 09.1789 (Weil bei Basel) - 15.05.1845 (Arolsen)

15.05.1845 - 12.05.1893

Georg Victor Fürst zu Waldeck & Pyrmont

14.01.1831 (Arolsen) - 12.05.1893 (Marienbad)
12.05.1893 - 13.11.1918

Friedrich Adolf Hermann, Fürst zu Waldeck & Pyrmont

20.01.1865 (Arolsen) - 26.05.1946 (Arolsen)

Friedrich Fürst zu Waldeck und Pyrmont

Friedrich Fürst zu Waldeck und Pyrmont
geboren 20. Januar 1865 zu Arolsen
Studierte in Göttingen und Leipzig Rechtswissenschaften, diente im preußischen Garde-Ulanenregiment, wurde 1893 Nachfolger seines Vaters Georg Victor.

Die Leitung der Staatsverwaltung liegt in der Hand der Regierung, deren Funktionen für die Dauer der mit Preußen abgeschlossenen Accessionsverträge vom 18. Juli 1867, respektive 24. November 1877 und 2. März 1887 dem Landesdirektor übertragen sind. Die Kreisverwaltung wird nach der Kreisordnung vom 16. August 1855 besorgt von Kreisamtmännern in den vier Kreisen mit einer Kreisvertretung (Kreisvorständen), bestehend aus 6 Abgeordneten der Kreisgemeinden, welche durch die von den Gemeinderäten der Ortsgemeinden erwählten Wahlmänner gewählt werden. Die Gemeindeordnung statuiert in allen Gemeinden Bürgermeister und Beigeordnete, die vom Gemeinderat auf 6 Jahre gewählt und von der Regierung bestätigt werden, und Gemeinderäte, deren Mitglieder von den 25jährigen, auf Grund des Zensus wahlberechtigten Gemeindegliedern nach der Dreiklasseneinteilung gewählt werden.

 

Fürstentum Waldeck und Pyrmont

Administrative Gliederung: Im gesamten Fürstentum Waldeck und Pyrmont bestehen 14 Städten und 107 Dörfer.

1. Fürstentum Waldeck, Das Fürstentum Waldeck gliedert sich in die drei Kreise der Twiste, des Eisenbergs, der Eder und hat 1055 km² (19,17 Quadratmeilen) Flächeninhalt.

Friedrich, regierender Fürst zu Waldeck und Pyrmont

Fürst Friedrich zu Waldeck und Pyrmont - Residenzschloss

Fürst Friedrich und Fürstin Bathildis zu Waldeck und Pyrmont

Prinzessin Helene zu Waldeck und Pyrmont (12.12.1899-18.02.1948)

Friedrich, regierender Fürst zu Waldeck und Pyrmont

Fürst Friedrich zu Waldeck und Pyrmont - Residenzschloss

Fürst Friedrich und Fürstin Bathildis zu Waldeck und Pyrmont

Prinzessin Helene zu Waldeck und Pyrmont (12.12.1899-18.02.1948)




Kreis der Eder mit 36 Gemeinden, einer Fläche von 334 km² und 15 259 Einwohnern (Jahr 1900):

Affoldern, Albertshausen, Alraft, Alt Wildungen, Anraff, Armsfeld, Bergfreiheit, Bergheim, Berich, Böhne, Braunau, Bringhausen, Buhlen, Frebershausen, Freienhagen, Gellershausen, Giflitz, Hemfurth, Hüddingen, Hundsdorf, Kleinern, Königshagen, Mandern, Mehlen, Netze, Nieder Werbe, Nieder Wildungen (seit 1906 Bad Wildungen), Ober Werbe, Odershausen, Reinhardshausen, Reitzenhagen, Sachsenhausen, Waldeck, Wega, Wellen, Züschen

Bad Wildungen - die Brunnenallee - 1910

Bad Wildungen - die Brunnenallee - 1910

Bad Wildungen - Bahnhofstrasse

 Bad Wildungen - Hotel und Badehaus Fürstenhof
Bad Wildungen - die Brunnenallee - 1910 Bad Wildungen - die Brunnenallee - 1910 Bad Wildungen - Bahnhofstrasse Bad Wildungen - Hotel und Badehaus Fürstenhof

 

 

Kreis des Eisenberges mit 43 Gemeinden, einer Fläche von 419 km² und 17 593 Einwohnern (Jahr 1900):

Adorf, Alleringhausen, Benkhausen, Berndorf, Bömighausen, Dalwigksthal, Eppe, Flechtdorf, Fürstenberg, Giebringhausen, Goddelsheim, Goldhausen, Helmscheid, Heringhausen, Hillershausen, Immighausen, Korbach, Lelbach, Lengefeld, Meineringhausen, Mühlhausen, Münden, Neerdar, Neukirchen, Nieder Ense, Nieder Schleidern, Nordenbeck, Ober Ense, Ottlar, Rattlar, Rhadern, Rhena, Rhenegge, Sachsenberg, Schwalefeld, Schweinsbühl, Stormbruch, Strothe, Sudeck, Usseln, Welleringhausen, Willingen, Wirmighausen

  Korbach  Willingen (Waldeck) - Blich vom Mühlenberg  
 

Korbach

Willingen (Waldeck) - Blich vom Mühlenberg

 

 

 

Kreis des Twiste mit 31 Gemeinden, einer Fläche von 302 km² und 16 430 Einwohnern (Jahr 1900)

Ammenhausen, Arolsen, Braunsen, Bühle, Dehausen, Dehringhausen, Elleringhausen, Gembeck, Helmighausen, Helsen, Herbsen, Hesperinghausen, Hörle, Kohlgrund, Külte, Landau, Lütersheim, Massenhausen, Mengeringhausen, Neudorf, Nieder Waroldern, Ober Waroldern, Orpethal, Rhoden, Schmillinghausen, Twiste, Vasbeck, Volkhardinghausen, Wethen, Wetterburg, Wrexen

Arolsen - Residenzschloss 1907

Arolsen - Evangelische Kirche und Kaiserliches Postamt

Bad Wildungen - die Brunnenallee - 1910

Bad Wildungen - Bahnhofstrasse
Arolsen - Residenzschloss 1907 Arolsen - Evangelische Kirche und Kaiserliches Postamt Bad Wildungen - die Brunnenallee - 1910 Bad Wildungen - Bahnhofstrasse
Arolsen - Neues Schloss Arolsen - Altes Schulgebäude Bad Wildungen - Hotel und Badehaus Fürstenhof

Rhoden (Waldeck)

Arolsen - Neues Schloss Arolsen - Altes Schulgebäude Bad Wildungen - Hotel und Badehaus Fürstenhof Rhoden (Waldeck)

Das Fürstentum Waldeck gehört zu den am höchsten gelegenen Landstrichen zwischen Rhein und Weser. Die höchsten Punkte sind der Hegekopf bei Stryck (846 m), der Ettelsberg (834 m) und der Pön (799 m) bei Usseln.

 

 

2. Fürstentum Pyrmont

Das Fürstentum Pyrmont bildet einen Kreis mit 11 Gemeinden und einer Fläche von 66 km² (1,10 Quadratmeilen) 8.636 Einwohnern (Jahr 1900):

Baarsen, Eichenborn, Großenberg, Hagen, Holzhausen, Kleinenberg, Löwensen, Neersen, Pyrmont, Ösdorf, Thal

Bad Pyrmont - Helenenquelle

Bad Pyrmont - Kaiserplatz mit Kriegerdenkmal - 1903

Bad Pyrmont 1912

Bad Pyrmont - Hauptallee mit Theater

Bad Pyrmont - Helenenquelle Bad Pyrmont - Kaiserplatz mit Kriegerdenkmal - 1903 Bad Pyrmont 1912 Bad Pyrmont - Hauptallee mit Theater
Bad Pyrmont - Bomberg Bahn Bad Pyrmont Friedenstal

Pyrmont - Kriegerdenkmal

Bad Pyrmont - Schloss
Bad Pyrmont - Bomberg Bahn Bad Pyrmont - Friedenstal Pyrmont - Kriegerdenkmal Bad Pyrmont - Schloss

 

 

Fürstentum Waldeck und Pyrmont


Das Waldecker Lied

Text: August Koch (1890)

Melodie: Friedrich Rose

1. Unter allen Landen deutscher Erde,
preis´ ich Waldeck mein lieb´ Heimatland.
Bis zum letzten Atemzuge werde
Ihm ich weihen treulich Herz und Hand.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein teures, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!
4. Echte Deutsche sind in Waldecks Gauen,
Sachs und Franke reichen sich die Hand.
Fürst und Volk einander stets vertrauen,
Lieb´ und Treue sind ihr festes Band.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein teures, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!
2. Seht das Land im Schmuck der schönsten Wälder,
wenn der Lenz mit neuer Pracht einzieht,
wenn die Berge, Täler, Wiesen, Felder
grün geziert, soweit das Auge sieht.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein teures, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!
5. Schwarz-Rot-Gold sind meine Landesfarben,
dunkler Nacht folgt gold´nes Morgenrot.
Für Alldeutschland Waldecks Söhne starben,
deutsche Treu´ bewahrend bis zum Tod.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein teures, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!
3. Wie so mächtig auf den Höhen rauschen,
Eich´ und Buche trotzen Sturm und Wind.
Hirsch und Reh im stillen Waldgrund lauschen,
wo der Quell zum klaren Bächlein rinnt.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein teures, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!
6. Fest, oh Waldeck, steht zum deutschen Reiche,
wie dein hohes Felsenschloß so fest!
Grün und blüh´ gleich dein der schönsten Eiche,
stürmt es auch von Osten oder West.

Mein Waldeck lebe hoch, mein Waldeck lebe hoch, mein teures, liebes Waldeck es lebe, lebe hoch!

 

Waldeck-Pyrmont nach 1918

1918 Waldeck-Pyrmont wird Freistaat.
1922 Pyrmont geht an Preußen.
1929 Nach einem Volksentscheid wird auch Waldeck Bestandteil Preußens.
1946 Waldeck wird Bestandteil Hessens.

Waldeck aktuell

Das heutige Land Hessen mit der Hauptstadt Wiesbaden besteht aus:

  • dem ehemaligen Großherzogtum Hessen, ohne die Provinz Rheinhessen. Diese gehört durch Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung zum 1946 künstlich geschaffenen Land Rheinland-Pfalz.
  • der ehemaligen preußischen Provinz Hessen-Nassau, ohne den Regierungsbezirk Schmalkalden (seit 1944 zu Thüringen) und ohne die Kreise Ober- und Unterwesterwald, Unterlahn und Sankt Goarshausen. Diese gehören durch Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung zum 1946 künstlich geschaffenen Land Rheinland-Pfalz.
  • dem Regierungsbezirk Wetzlar der ehemaligen preußischen Provinz Rheinland (seit 1. Oktober 1932)
  • dem ehemaligen Fürstentum Waldeck und Pyrmont, Waldeck schloss sich nach einer Volksabstimmung 1929 der Provinz Hessen-Nassau an (Pyrmont bereits 1922 an Westfalen).

Landeshauptstadt Wiesbaden

Größe: 21.114,72 km²
Einwohner: circa 6.098.000
Bevölkerungsdichte: 288/km²

 

 

         

 

 

 


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