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Banknoten - Geldscheine - Papiergeld

Deutsches Reich 1871-1918 (Kaiserreich)

Münzen Deutsches Reich - Geldscheine Deutsches Reich - Geldscheine Deutsch-Ostafrika - Geldscheine Österreich-Ungarn

Postkarte mit Geldscheinmotiv - 1905

Postkarte mit Geldscheinmotiv - 1905

 

 

Der Gesamtnotenumlauf der sieben Notenbanken, die in Gemäßheit des § 8 des Reichsbankgesetzes vom 14. März 1875 zur Ausgabe von Noten berechtigt sind, betrug 1901: 1345 Millionen Mark; sie hatten bei einem Grundkapital von zusammen 231,7 Millionen Mark und einem Reservefonds von zusammen 54,9 Millionen Mark an Aktiven 2360,9 Millionen Mark und an Passiven 2360,5 Millionen Mark. 1885 betrug der Gesamtumsatz der Reichsbank 73.200 Millionen Mark, 1901 dagegen 193.148 Millionen Mark. Banknoten waren im letzteren Jahre durchschnittlich 1190 Millionen Mark im Umlauf, davon 243 Millionen ungedeckt.

 

Banknoten und Geldwesen

(Angaben 1890)

Umlaufsfähig im gesamten Reichsgebiet sind außer den Reichskassenscheinen (zu 5, 20, 50 Mark vom 10. Januar 1882) die Noten nachfolgender Banken in Markwährung, zu 100 Mark und darüber lautend:

1.) Reichsbank in Berlin, sowie Noten der vormaligen preußischen Bank von 500 und 1000 Mark

2.) Badische Bank in Mannheim

3.) Bank für Süddeutschland in Darmstadt

4.) Bayrische Notenbank in München

5.) Bremer Bank

6.) Breslauer Stadtbank

7.) Chemnitzer Stadtbank

8.) Danziger Privat-Aktienbank

9.) Frankfurter Bank

10.) Hannoversche Bank

11.) Leipziger Kassenverein

12.) Magdeburger Privatbank

13.) Posener Provinz-Aktienbank

14.) Sächsische Bank zu Dresden

15.) Württembergische Notenbank in Stuttgart

Noten mit beschränktem Umlaufgebiet, welche nur innerhalb des Gebietes des betreffenden Landes zu Zahlungen verwendet werden dürfen:

1.) Braunschweigische Bank zu 100 Mark vom 1. Juli 1874 (nur zulässig im Herzogtum Braunschweig)

2.) Hannoversche Stadtkassenscheine u 100 Mark (nur zulässig im Königreich Preußen)

3.) Landständische Bank in Bautzen zu 100 Mark vom 1. Januar 1875 (nur zulässig im Königreich Sachsen)

Diese Noten dürfen außerhalb desjenigen Staates, welcher ihnen die Befugnis zur Notenausgabe erteilt hat, bei einer Geldstrafe von 150 Mark zu Zahlungen nicht verwendet werden. Dagegen können sie gegen andere Banknoten, Papiergeld oder Münzen umgetauscht werden.

Außer Kurs gesetztes Papiergeld, welches noch eingelöst wird:

1.) Reichskassenscheine von 5, 20, 50 Mark vom 11. Juli 1874, werden nur noch bei der königlich-preußischen Kontrolle der Staatspapiere in Berlin eingelöst.

2.) Preußische Banknoten zu 100 Mark vom 1. Mai 1874, sowie Talernoten zu 10, 25, 50, 100, 500 Thalern von 1846-67 werden nur noch in der Reichsbank-Hauptkasse in Berlin eingelöst.

3.) Lübecker Kommerzbank zu 100 Mark vom 1. Januar 1875, haben nur noch die Kraft einfacher Schuldscheine und werden als solche bis zum 31. Dezember 1889 von der Kommerzbank eingelöst.

 

(Angaben 1906)

Im Deutschen Reich waren außer der Reichsbank, die nach dem Gesetz vom 20. Februar 1906 Banknoten zu 1000 Mark, 100 Mark, 50 Mark und 20 Mark ausgeben durfte, nur noch 4 Privatnotenbanken zur Ausgabe von Banknoten zum Mindestbetrag von 100 Mark berechtigt. Eine Änderung der gesetzlichen Vorschriften erfolgte am 4. August 1914. Auch die einzelnen Länder gaben eigene Banknoten heraus. 1000,- Mark waren um die Jahrhundertwende eine Menge Geld, ein mittlerer Beamter verdiente diese Summe nicht einmal als Jahresgehalt.

 

Banknoten - Geldscheine - Papiergeld

Deutsches Reich 1871-1918

 

1 Markschein

Darlehnskassenschein 1 Mark - 12.08.1914     Darlehnskassenschein 1 Mark - 12.08.1914

Darlehnskassenschein 1 Mark - 12.08.1914

 

2 Markschein

Darlehnskassenschein 2 Mark - 12.08.1914     Darlehnskassenschein 2 Mark - 12.08.1914

Darlehnskassenschein 2 Mark - 12.08.1914

 

5 Markscheine

Reichskassenschein 5 Mark - 10.01.1882     Reichskassenschein 5 Mark - 10.01.1882

Reichskassenschein 5 Mark - 10.01.1882

 

Reichskassenschein 5 Mark - 31.10.1904     Reichskassenschein 5 Mark - 31.10.1904

Reichskassenschein 5 Mark - 31.10.1904

 

Darlehnskassenschein 5 Mark 05.08.1914    Darlehnskassenschein 5 Mark 05.08.1914

Darlehnskassenschein 5 Mark 05.08.1914

 

Darlehnskassenschein 5 Mark - 01.08.1917     Darlehnskassenschein 5 Mark - 01.08.1917

Darlehnskassenschein 5 Mark - 01.08.1917

 

10 Markscheine

Reichskassenschein 10 Mark - 06.10.1906     Reichskassenschein 10 Mark - 06.10.1906

Reichskassenschein 10 Mark - 06.10.1906

 

20 Markscheine

Reichsbanknote 20 Mark - 21.04.1910     Reichsbanknote 20 Mark - 21.04.1910

Reichsbanknote 20 Mark - 21.04.1910

 

Darlehenskassenschein 20 Mark 05.08.1914    Darlehenskassenschein 20 Mark 05.08.1914

Darlehenskassenschein 20 Mark 05.08.1914

 

Reichsbanknote 20 Mark 04.11.1915     Reichsbanknote 20 Mark 04.11.1915

Reichsbanknote 20 Mark 04.11.1915

 

Darlehnskassenschein 20 Mark - 20.02.1918     Darlehnskassenschein 20 Mark - 20.02.1918

Darlehnskassenschein 20 Mark - 20.02.1918

 

50 Markscheine

Reichsbanknote 50 Mark - 10.03.1906    Reichsbanknote 50 Mark - 10.03.1906

Reichsbanknote 50 Mark - 10.03.1906

 

Reichsbanknote 50 Mark - 07.02.1908    Reichsbanknote 50 Mark - 07.02.1908

Reichsbanknote 50 Mark - 07.02.1908

 

100 Markscheine

Reichsbanknote 100 Mark - 09.02.1908     Reichsbanknote 100 Mark - 09.02.1908

Reichsbanknote 100 Mark - 09.02.1908

 

Reichsbanknote 100 Mark - 21.04.1910     Reichsbanknote 100 Mark - 21.04.1910

Reichsbanknote 100 Mark - 21.04.1910

 

1000 Markschein

Reichsbanknote 1000 Mark - 21.04.1910     Reichsbanknote 1000 Mark - 21.04.1910

Reichsbanknote 1000 Mark - 21.04.1910

 

Postkarte mit Geldscheinmotiv

Postkarte mit Geldscheinmotiv

 

 

 

1000,- Mark aus dem Kaiserreich in Papier 1000,- Mark aus dem Kaiserreich in Gold
haben heute einen Wert von haben heute einen Wert von
ca. 20,- Euro (Sammlerwert) ca. 13.540,- Euro

Stand 9/2016

 

"Schränkt den Bargeldverkehr ein! Veredelt die Zahlungssitten!"

Anzeige der Reichsregierung aus dem Jahr 1916

Schafft das Gold zur Reichsbank! Vermeidet die Zahlung mit Bargeld!

Schafft das Gold zur Reichsbank! Vermeidet die Zahlung mit Bargeld!

 

 

"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - Null." Voltaire (1694 - 1778)

 "Eine Regierung muss sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, dass jeder einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, dass er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muss." Friedrich II (1712 - 1786)

 

 

Historische Postkarten

Geldscheinmotiv

     

 

 

     


 

 


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