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Germania

Germania - Briefmarken - Reichspost

Kopf der Germania - Gruß vom Niederwalddenkmal

Kopf der Germania - Gruß vom Niederwalddenkmal

 

 

Als Personifikation Germaniens gab es sie bereits in der römischen Antike, allerdings als trauernde Gefangene - die Germania. Thusnelda, Tochter des Segestes, Gattin des Arminius (Hermanns, siehe Hermannsdenkmal), der sie ihrem Vater entführt hatte, geriet später wieder in die Gewalt ihres Vaters und wurde von diesem 15 n. Chr. an Germanicus ausgeliefert, der sie nebst ihrem in der Gefangenschaft geborenen Sohn Thumelicus im Jahr 17 zu Rom im Triumph ausführte. Ihr Bildnis hat man in der berühmten florentinischen Statue einer Barbarenfrau sehen wollen.

Thusnelda im Triumphzug des Germanicus in Rom
Germania und Austria
Germania auf dem Niederwalddenkmal in Rüdesheim
Thusnelda im Triumphzug des Germanicus in Rom "Wir halten fest und treu zusammen!"
Germania und Austria, Propagandakarte 1. Weltkrieg
Germania auf dem Niederwalddenkmal in Rüdesheim

 

Im Mittelalter wurde sie als gekrönte Frau dargestellt, später immer wieder als jungfräuliche oder mütterliche Walküre. Vor allem seit 1840 gewann sie volkstümlichen Symbolcharakter, mit dem über die zersplitterte deutsche Staatenvielfalt hinweg der Einheitsgedanke verknüpft war. Das Niederwalddenkmal mit seiner 10,5 Meter hohen Germania-Statue war eine der zahlreichen Germaniadarstellungen nach der Reichsgründung 1871.

Thusnelda - zeitgenössische Darstellung
Michel, wach auf! Dass man im Schlaf dich nicht verkauf!
Thusnelda - Statue in Florenz
Thusnelda - zeitgenössische Darstellung "Michel, wach auf! Dass man im Schlaf dich nicht verkauf!" Thusnelda - Statue in Florenz


Die entstellende Illustration der Germania als bewehrte, kriegerische Walküre, dem Sinnbild des kaiserlichen Deutschen Reichs, war natürlich eine Steilvorlage für alle Gegner Deutschlands! Die Franzosen setzten nur allzu gerne ihre leicht bekleidete, erotische Marianne, das Symbol der Französischen Revolution, entgegen. Den deutschen Karikaturisten diente diese wiederum als Symbol für den "ruchlosen und unzüchtigen Lebenswandel" der Franzosen. Auch andere Länder kreierten ihre Symbolfrauen, so z. B. Großbritannien mit der Britannia, Österreich mit der Austria und die Schweiz mit der Helvetia.

Germania - "Retour de France..."
Germania - Deutschlands Macht - der Schwachen Schutz!
Germania - "Deutschland unter alles..."
Germania - "Retour de France..." Germania - Deutschlands Macht - der Schwachen Schutz! Germania - "Deutschland unter alles..."


Kopf der Germania
Germania auf dem Niederwalddenkmal
Germania Briefmarke 15 Pfennig
Anna Strantz-Führing
Germania - antideutsche Propagandakarte
Kopf der Germania Germania auf dem Niederwalddenkmal Germania Briefmarke 15 Pfennig Anna Strantz-Führing Germania - antideutsche Propagandakarte

 

Germania-Briefmarken

Germania
Fast 22 Jahre lang zeigten deutsche Dauermarken das Bildnis der Germania. Die Walküre mit Kaiserkrone, Brustpanzer sowie Schwert und Ölzweig in der rechten Hand war vom Dezember 1899 bis Oktober 1922 auf insgesamt 61 verschiedenen Werten zwischen 2 Pfennig und zehn Mark zu sehen.

 

Als die Reichspost nach einer Ablösung der Ziffern- und Adlermotive suchte, die 30 Jahre lang die Markenszene beherrscht hatten, lag die Darstellung einer Germania nahe. Gestaltet wurde sie von Paul Eduard Waldraff (1870 - 1917), der nach einem Studium in Stuttgart an der Berliner Reichsdruckerei arbeitete. Modell stand ihm die Schauspielerin Anna Strantz-Führing (1866-1929), die erfolgreiche Heldendarstellerin deutscher Bühnen war und wiederholt auch die Germania verkörperte..

Der offizielle Erstausgabetag der Marken mit diesem Motiv war der 1. Januar 1900. Einige Wertstufen wurden allerdings schon im Dezember 1899 verkauft und auch vorfristig verwendet. Die bekannte Jahrhundertpostkarte  mit einem Germania-Wertstempel zu 5 Pfennig wurde gleichfalls bereits Ende Dezember 1899 an das Publikum abgegeben.

Erste Germania-Briefmarke 1900
Deutsche Reichspost - Jubiläumspostkarte 1900
Letzte Germania-Briefmarke 1922
Erste Germania-Briefmarke 1900 Deutsche Reichspost - Jubiläumspostkarte 1900 Letzte Germania-Briefmarke 1922

 

Die Frage, warum die deutsche Dauerserie im Jahre 1900 nicht Kaiser Wilhelm II. ins Bild rückte, wurde seinerzeit in Berlin mit der Anekdote beantwortet: Er habe sich "nicht von hinten lecken und von vorn bekloppen" also stempeln lassen wollen. Der wahre Grund ist das nicht gewesen, denn Herrscherporträts gehörten zu dieser Zeit längst weltweit zur Normalität. Entscheidend war eher, dass es nach 1871 beim zusammenwachsen des Deutschen Reiches angesichts des Fortbestandes von 22 monarchistischen Ländern und drei republikanischen Stadtstaaten durchaus Probleme gab. Der deutsche Kaiser war zwar aller Oberhaupt, aber für viele eben auch der König von Preußen. So fiel die Wahl auf die Germania.

 

 

Germania

Historischen Postkarten

Germania 1898 - Gut Heil!

         

 

 

 

 

 


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