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Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stralsund
Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stralsund
Greifswald 23.750 Einwohner - 1905 = 180. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.![]()
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Greifswald - Steinbecker Tor
Greifswald ist Kreisstadt im Königreich Preußen, Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stralsund, am schiffbaren Ryk, der 4 km unterhalb in den Greifswalder Bodden mündet. Die Stadt hat meist breite und gerade Straßen, eine Anzahl interessanter spätgotischer Giebelhäuser und schöne Promenaden. Unter den gottesdienstlichen Gebäuden, 3 evangelische und eine katholische Kirche, sind die frühgotische Marienkirche (Backsteinhallenbau), die gotische Nikolaikirche wegen ihres kühnen Turmes und eines prachtvollen "Lutherfensters", die Jakobikirche wegen eines sehr alten Taufsteines bemerkenswert.
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| Greifswald - Marktplatz mit Kriegerdenkmal | Greifswald - Universität mit Rubenow-Denkmal |
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| Greifswald Kaiserin Auguste-Viktoria-Schule und Lehrerinnen-Seminar "Lyceum" | Greifswald - Kaiserliches Postamt |
Greifswald ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Angermünde-Stralsund der Eisenbahn Greifswald-Tribsees und der Kleinbahnlinien Greifswald-Wolgast und Greifswald-Jarmen und hat Dampfschiffsverbindung mit Eldena und der Insel Rügen. Die dortige Universität wurde 1456 unter dem Herzog Wratislaw IX. von dem Bürgermeister Heinrich Rubenow gegründet. Mit ihr verbunden sind eine Bibliothek mit 150.000 Bänden und ca. 800 Handschriften, eine Kunstsammlung und eine Sammlung vorchristlicher Altertümer, eine Anatomie sowie ein großes Krankenhaus, ein chemisches Laboratorium, ein botanischer Garten, ein zoologisches Museum, zahlreiche medizinische Institute und in dem nahen Eldena eine Landwirtschaftsschule. Die Zahl der Studierenden betrug im Sommersemester 1904: 775, die Zahl der Hörer 42, die der Dozenten ca. 100. An sonstigen Unterrichtsanstalten hat die Stadt ein Gymnasium, eine Realschule und ein milchwirtschaftliches Institut; außerdem sind in Greifswald eine Irrenanstalt, ein Theater, ein Waisenhaus etc. Die Stadt ist Sitz eines Landgerichts und einer Spezialkommission. Zum Landgerichtsbezirk Greifswald gehören die elf Amtsgerichte zu: Anklam, Barth, Bergen auf Rügen, Demmin, Franzburg, Greifswald, Grimmen, Loitz, Stralsund, Treptow a. T. und Wolgast.
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| Greifswald - Eldena Ruine | Greifswald - Kaiser Wilhelm-Denkmal |
Greifswald (ursprünglich Grippeswalde)
wurde 1241 neben dem 1199 gestifteten Zisterzienserkloster Eldena
angelegt, kam 1249 an Pommern-Demmin (später-Wolgast) und wurde 1250 zur
Stadt erhoben. Bald darauf trat es der Hansa bei. Es erhielt 1451 durch
den Bürgermeister Rubenow seine bis in die neueste Zeit geltende
Verfassung und 1456 auf desselben Betreiben eine Universität. Im
Dreißigjährigen Krieg wurde Greifswald von den Kaiserlichen befestigt, kam aber
1631 in den Besitz der Schweden, denen es auch beim Westfälischen
Frieden verblieb. Am 16. November 1678 wurde Greifswald von dem Kurfürsten von
Brandenburg erobert, 1679 aber
zurückgegeben. Die Russen verwüsteten 1713 die Stadt; 1715 kam sie an
Dänemark, 1721 wieder an Schweden, 1815 an
Preußen.
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| Greifswald - Markt und Langestraße | Greifswald - Uferstraße und Ryckfluß |

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