Herzogtum Schwerin, Herzogtum Güstrow, Rostocker Distrikt, Fürstentum Schwerin, Herrschaft Wismar
1815 - 1918
Landeshauptstadt Schwerin i. M.

Fahne - Landesfarben Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin
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| Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin - Lage im Deutschen Reich | Wappen Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin | Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin - Karte 1914 |
Geschichte
Mecklenburg war ursprünglich von germanischen Völkerschaften bewohnt. Im 6. Jahrhundert drangen von Osten slawische Obotriten und Wilzen in das Land ein. Heinrich der Löwe unterjochte und christianisierte um 1160 die slawischen Stämme unter dem Obotritenfürst Pribislaw, dessen Vater Niklot der Stammvater des bis 1918 regierenden Fürstenhauses war. Als Vasall Heinrichs des Löwen, nahm Pribislaw den christlichen Glauben an und das Land geriet unter deutsche Lehnsabhängigkeit. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde Mecklenburg von Waldemar II. von Dänemark erobert, der es aber 1225 wieder räumen musste. Von den 1229 entstandenen Linien Parchim, Rostock, Güstrow und Mecklenburg blieb nur letzere bestehen, die 1471 alle mecklenburgischen Lande vereinigte. Gegen Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Reformation eingeführt. Durch die Landesteilung von 1611 und 1621 entstanden die Linien Güstrow und Schwerin. Von 1628 bis 1635 war der kaiserliche katholische Heerführer Wallenstein mit den mecklenburgischen Landen belehnt. Nach dem Aussterben der Linie Güstrow 1695 und längeren Auseinandersetzungen kam der Hamburger Teilungsvergleich am 8. März 1701 zustande, wodurch Adolf Friedrich II. Stifter der Linie Mecklenburg-Strelitz wurde. Seit dem Erbvergleich von 1755 waren beide Staaten eng miteinander verbunden. 1808 traten sie dem Rheinbund bei. Auf dem Wiener Kongress wurden die beiden mecklenburgischen Herzogtümer 1815 zu Großherzogtümern. Beiden herzoglichen Häusern wurde während des Wiener Kongresses 1815 die großherzogliche Würde zugestanden. 1820 erfolgte die Aufhebung der Leibeigenschaft, doch blieb die altständische Verfassung, wie sie durch den Erbvergleich von 1755 mit den Ständen vereinbart wurde, ein unüberwindliches Hemmnis jeder staatlichen Entwicklung. Am 10. Oktober 1849 wurde die Verfassung in Schwerin aufgehoben, aber infolge des Einspruchs des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz und der Stände von einem Schiedsgericht am 14. September 1850 wieder eingesetzt und 1866 durch neue reaktionäre Maßregeln ergänzt. Nach der Auflösung des Deutschen Bundes und im Deutschen Krieg von 1866 standen beide mecklenburgischen Staaten auf der Seite des Königreichs Preußen und wurden Mitglieder im Norddeutschen Bund. Nach dem Deutsch-Französischer Krieg von 1870/71 wurden beide Länder Bundesstaaten im wiederentstandenen Deutschen Reich. Großherzog Friedrich Franz IV. (seit 1897) von Mecklenburg-Schwerin und Großherzog Adolf Friedrich V. (seit 1904) von Mecklenburg-Strelitz verkündeten 1907 die Einführung einer Verfassung, deren Entwürfe aber 1908 und 1912 vom Landtag abgelehnt wurden, worauf eine von den Großherzögen angeregte Konferenz 1917 die Einführung des Zweikammersystems forderte, ohne jedoch zum Ziel zu gelangen. In Mecklenburg-Strelitz folgte nach dem Tod des Großherzogs Adolf Friedrich, gestorben am 11. Juni 1914, dessen Sohn, der am 24. Februar 1918 durch Selbstmord aus dem Leben schied. Großherzog Friedrich Franz IV von Mecklenburg-Schwerin übernahm daraufhin die Regentschaft über Mecklenburg-Strelitz. Am 14. November 1918 entsagte er infolge der Novemberevolution in Deutschland dem Thron.
Beide Länder haben einen gemeinschaftlichen Landtag, der abwechselnd in Mecklenburg-Schwerin (Malchin) und in Mecklenburg-Strelitz (Sternberg) tagt, auf dem aber nur die Ritterschaft und die Städte vertreten sind.
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| Schwerin i.M. - Großherzogliches Schloss | Schwerin i.M. - Blick vom Arsenal aus |
Daten
Bundesrat: 2 Stimmen
Reichstag: 6 Abgeordnete aus den Wahlkreisen: Hagenow, Schwerin, Parchim, Waren, Rostock und Güstrow.
Landesvertretung: Die Staatsform ist eine erbliche, durch Feudalstände beschränkte Monarchie. Eine eigentliche Staatsverfassung ist nicht vorhanden. Die seit der Union von 1523 für die beiden Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz gemeinschaftlichen Landstände werden alljährlich im Herbst zum Landtag einberufen. Die Stände setzen sich zusammen aus der Ritterschaft und der Landschaft:
Der 1620 durch Vollmacht der Ritter- und Landschaft eingesetzte und im Landesvergleich von 1755 landesherrlich bestätigte "Engere Ausschuß von Ritter- und Landschaft zu Rostock" ist ein die gesamte Ritter- und Landschaft außerhalb des Landtags vorgestelltes Kollegium.
Zur Beratung einer neuen Verfassung war auf den 12. Mai 1908 ein außerordentlicher Landtag einberufen worden, der aber zu keinem Ergebnis geführt hat.
Hauptstadt: Schwerin in Mecklenburg = 41.638 Einwohner (1905) = 96. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.
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| Schwerin i.M. - Denkmal des Großherzogs Friedrich Franz II. | Parchim - Graf Moltke-Denkmal |
Größe: 13.161 km²
Gerichtsorganisation: Für die Rechtspflege bestehen (1910) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin das Oberlandesgericht in Rostock, zu welchem 3 Landgerichte mit 43 Amtsgerichten gehören:
Oberlandesgericht Rostock
Einwohner: Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 639.958 Einwohner
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| Gadebusch i. M. - Marktplatz mit Kirche und Rathaus | Güstrow - Markt mit Rathaus |
Bevölkerungsentwicklung: Die Stagnation der Bevölkerungszahl ist mit der hohen Auswanderung nach Übersee zu begründen.
| 1816 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1900 | 1905 | 1910 |
| 308.166 | 560.628 | 557.897 | 553.734 | 577.055 | 607.770 | 625.000 | 639.958 |
Klima ist bei dem Vorherrschen der Westwinde sehr veränderlich, die Niederschläge sind verhältnismäßig gering.
Gewässer: Flüsse: Elbe, Warnow; im Norden die Ostsee; zahlreiche Seen (u.a. Müritz und Schweriner See).
Bewohner: Die Bewohner Mecklenburgs sind Nachfahren slawischer Obotriten in Westen und slawischer Lutizen im Osten, teilweise vermischt mit germanischen Sachsen (Niedersachsen).
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| Rostock - Neuer Markt mit Rathaus | Rostock - Rathaus |
Bevölkerungsdichte: 48/km²
Religion: Angaben
| 1871 (beide Mecklenburgischen Staaten) | 1910 |
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Militär: Angaben 1881 - Seit 1872 besteht eine Militärkonvention mit Preußen. Mecklenburg hat ein eigenes Kontingent, welches zum IX. Armeekorps gehört.
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| Schwerin i.M. - Kaserne des Großh. Meckl. Grenadier-Regiments | Ludwigslust - Großherzogliches Schloss |
Wirtschaft:
- Landwirtschaft: Der Boden ist größtenteils sehr fruchtbar, Getreide weit über Bedarf. Eigentümlich sind die Verhältnisse des Grundbesitzes, er steht zum größten Teil - eine Folge des noch bestehenden mittelalterlichen Feudalwesens - steht unter der in einem gewissen Grade souveränen Ritterschaft.
- Bergbau so gut wie nicht vorhanden, geringer Kreideabbau.
- Industrie ist von sehr geringer Bedeutung (Brauereien, Maschinenbau, Eisengießerei, Schiffbau).
- Handel: Hauptorte sind Rostock und Warnemünde an der Ostsee.
Währungen und Münzen
| bis 1867 | ab 1872 |
| 1 Taler = 48 Schillinge = je 12 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
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| Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 3 Pfennige, 1852 | Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 5 Mark, 1904 |
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| Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 4 Schillinge, 1838 | Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 10 Mark, 1890 |
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| Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 10 Taler, 1821 | Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 20 Mark, 1872 |
Postwesen und Briefmarken
Das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin besaß bis 31.12.1867 eine eigene Posthoheit und war seit Januar 1851 Mitglied des Deutsch-Österreichischen Postvereins. 1868 übernahm der Norddeutsche Bund (Norddeutscher Postbezirk) den Postdienst. Am 1. Januar 1872 übernahm die Reichspost im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin den Postbetrieb.
| bis 1867 | 1868 - 1871 | 1871 - 1874 | ab 1875 |
| Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 3 Schillinge | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
Regenten
regierendes Fürstenhaus: Linie Mecklenburg-Schwerin, Ahnherr Niklot Fürst der Obotriten, Herr von Schwerin (1090 - 1160)
Großherzöge von Mecklenburg Schwerin 1815 - 1918
| Regentschaft | Name | Lebensdaten |
| 24.04.1785 - 01.02.1837 | Großherzog Friedrich Franz I. (bis 14.06.1815 als Herzog Friedrich Franz) | 10.12.1756 - 01.02.1837 |
| 01.02.1837 - 07.03.1842 | Großherzog Paul Friedrich | 15.09.1800 - 07.03.1842 |
| 07.03.1842 - 15.04.1883 | Großherzog Friedrich Franz II. | 28.02.1823 - 15.04.1883 |
| 15.04.1883 - 10.04.1897 | Großherzog Friedrich Franz III. | 19.03.1851 - 10.04.1897 |
| 10.04.1897 - 14.11.1918 | Großherzog Friedrich Franz IV. Michael | 09.04.1882 - 17.11.1945 |
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| Großherzog Friedrich Franz IV. Mecklenburg-Schwerin | Großherzogin Alexandra von Mecklenburg-Schwerin | Großherzog Friedrich Franz IV und Großherzogin Alexandra von Mecklenburg-Schwerin |
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| Erbgroßherzog Friedrich Franz von Mecklenburg-Schwerin, Herzog Christian Ludwig von Mecklenburg-Schwerin, Herzog Ernst August von Braunschweig, Herzog Georg von Braunschweig | Cecilie Auguste Marie Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin - Kronprinzessin | Großherzog Friedrich Franz und Großherzogin Alexandra von Mecklenburg-Schwerin mit Kindern. |
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| Cecilie Auguste Marie Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin wurde durch Heirat mit Kronprinz Friedrich Wilhelm zur Kronprinzessin des Deutschen Kaiserreiches. | S.M. Königin Wilhelmina der Niederlande (1880-1962) heiratete 1901 S.M. Herzog Hendrik Wladimir Albert Ernst von Mecklenburg-Schwerin. Deren Enkeltochter Beatrix (*31.01.1938) ist die heutige Königin der Niederlande. |
Organisation der Verwaltungsbehörden
Die oberste Regierungs- und Verwaltungsbehörde ist das Staatsministerium in Schwerin (Mecklenburg), welches durch Vorstände der 4 einzelnen Ministerien gebildet wird:
Präsidenten des Ministeriums
Amtszeit | Name | Lebensdaten |
| 24.11.1808 - 12.04.1836 | August Georg Freiherr von Brandenstein | 1755 - 1836 |
| 12.04.1836 - 25.04.1837 | Leopold Engelke von Plessen | 1769 - 1837 |
| 1837 - 1840 | Christian Friedrich Krüger | ? |
| 1840 - 1850 | Ludwig von Lützow | ? |
| 12.04.1850 - 29.05.1858 | Hans Adolf Karl Graf von Bülow | ? |
| 29.05.1858 - 1869 | Jasper Joachim Bernhard Wilhelm von Örtzen | 1801 - 1874 |
| 1869 - 15.12.1885 | Henning Carl Friedrich Graf von Bassewitz | 1814 - 1885 |
| 1886 - 1901 | Alexander Friedrich Wilhelm von Bülow | ? |
| 1901 - 1914 | Karl Heinrich Ludwig Graf von Bassewitz-Levetzow | 1855 - 1921 |
| 1914 - 09.11.1918 | Adolf Ferdinand Helmut August Wilhelm Langfeld | 1857 - 1935 |
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| Warnemünde - Bismarck Promenade | Ostseebad Heiligendamm - Kurhaus - Colonnade Hohenzollernburg |
Administrative Einteilung
Das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin wird durch folgende 5 Landesteile gebildet:
1. Herzogtum Schwerin
2. Herzogtum Güstrow
3. Rostocker Distrikt
4. Fürstentum Schwerin
5. Herrschaft Wismar
Die administrative Einteilung Mecklenburgs erfolgt nach feudalen Traditionen. Die verschiedenen qualifizierten Gebiete liegen nicht nebeneinander.
In politischer Beziehung gliedert sich das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin entsprechend seiner ständischen Verfassung in 4 Landesteile:
1. Großherzogliches Domanium (Großherzogliche Staatsgüter):
2. die Ritterschaft:
3. die Klosterämter:
4. die Städte und städtischen Güter:
Ritterschaftliche Ämter als Verwaltungsbehörden existieren nicht. Die bei den ritterschaftlichen Besitzungen angegebenen, aufgeführten Ämter sind lediglich von den alten ritterschaftlichen Amtsverbänden herrührende historische Bezeichnungen, ohne eigentliche verwaltungsbehördliche Befugnisse. Für die Städte und die zum Stadtgebiet gehörigen Feldmarken und Güter übt der Magistrat die Verwaltung aus.
(Petzolds "Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches" 1911)
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| Rostock | Schwerin - Großherzogliches Schloss | Warnemünde - Bismarck-Promenade | Ostseebad Heiligendamm - Burg Hohenzollern |
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| Rostock - Fischerbruch mit Nikolaikirche | Brand des Großherzoglichen Schlosses in Schwerin i. M. am 14. Dezember 1913 | Doberan - Partie mit der Kirche im englischen Garten | Bützow - Markt mit Rathaus |
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| Rostock - Doberander Strasse, 1910 | Wismar - Kraemerstrasse um 1900 | Heiligendamm - Grand Hotel | Waren i.M. |
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| Rostock - Gymnasium | Wismar a. d. Ostsee - Hauptwache | Güstrow - Partie an der Eisenbahnstraße | Bützow - Blick von der Bahnhofstrasse |
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| Rostock - Köpeliner Tor, 1908 | Rostock - Blücherplatz mit Universität - Kröpeliner Tor |
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| Mecklenburg-Schwerin - Wappen der Städte | Gruß aus Malchin |
Hymne
Text von Gottlieb Georg Hemrich (1768 - 1817).
Hymne Mecklenburg-Schwerin: "Gott segne Friedrich Franz und seiner Krone Glanz trübe sich nie ..."
Mecklenburger Heimatlied
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Schiffe der Kaiserlichen Marine
| S.M.S. Mecklenburg - Linienschiff | S.M.S. Rostock (1) - Kleiner Kreuzer | S.M.S. Rostock (2) - Kleiner Kreuzer |
Mecklenburg-Schwerin nach 1918
| 1918 | Abdankung im November 1918 von Großherzog Friedrich Franz IV. Michael und Bildung des Freistaates Mecklenburg-Schwerin. Die Revolution beseitigt die mittelalterliche Verfassung. |
| 1934 | Vereinigung von Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz zum Land Mecklenburg |
| 1945 | Sowjetische, britische und amerikanische Truppen besetzten Mecklenburg, das Land fällt aber komplett in den sowjetischen Machtbereich und wird Teil der sowjetischen Besatzungszone. Mecklenburg wird mit dem westlichen Teil Pommerns (Vorpommern) zum Land Mecklenburg-Vorpommern vereinigt. Obwohl in Stettin (die Stadt liegt westlich der Oder) schon eine deutsche Verwaltung aufgebaut wurde, übergibt die Rote Armee am 3. Juli 1945 die Stadt an Polen. |
| Ende 1945 | Polnisches Militär besetzt auch das westliche Umland von Stettin und vertreibt die deutsche Bevölkerung. |
| 1947 | Der Begriff "Vorpommern" wird aus der Landesbezeichnung gestrichen, man nennt das Land nur noch "Mecklenburg". |
| 1949 | Das Land Mecklenburg wird Teil der DDR. |
| 1952 | Mecklenburg wir in die Bezirke Schwerin, Rostock und Neubrandenburg aufgeteilt. |
| 1990 | Wiederherstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit Landeshauptstadt Schwerin. Das Land wird als Bundesland Mecklenburg-Vorpommern Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland. Kleinere Gebietskorrekturen mit dem Land Brandenburg. |
| 1993 | Das bis 1945 zur Provinz Hannover gehörige Amt Neuhaus an der Elbe, kehrt nach Volksabstimmung wieder zum Landkreis Lüneburg (Niedersachsen) zurück. |
Mecklenburg-Vorpommern aktuell:
| Landeshauptstadt Schwerin | ||
Größe: | 23.180 km² | ||
Einwohner: | 1.687.107 ( 2007) | ||
Bevölkerungsdichte | 72,7 Einwohner/km² | ||

Land Mecklenburg-Vorpommern - Landesdienstflagge

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