1815 - 1918
Landeshauptstadt Weimar
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Flagge 1813 - 29.01.1897 | Flagge 29.01.1897 - 1918 |
Fahne - Landesfarben Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach
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| Thüringische Staaten | Sachsen-Weimar-Eisenach | Wappen Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach | Thüringische Staaten - Karte 1914 | Thüringische Staaten |
Geschichte
Am Anfang der Zeitenrechnung war das Land zwischen Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge von germanischen Hermunduren bewohnt, die vermutlich durch Vermischung mit anderen germanischen Stämmen sowie keltischen Bevölkerungsresten in den Stamm der Thüringer übergingen und mit ihren Siedlungsgebieten bis an die Elbe nachweisbar sind. Das Reich der Thüringer (von der Altmark bis zum Main) zählte zu den mächtigsten germanischen Reichen außerhalb des römischen Imperiums, bis es 531 vom Frankenkönig Theoderich bei Burgscheidungen besiegt wurde. Die thüringische Bevölkerung lebte unter den neuen Machthabern weiter und wurden nur langsam in das fränkische Reich eingebunden. Jedoch gelang es den neuen Herrschern nicht, das ausgeprägte thüringische Eigenbewusstsein mit dem Fortleben eigenständiger thüringischer Rechtsgewohnheiten zu überwinden. Im Osten des ehemaligen Thüringerreiches drangen nun Slawen (Sorben, Milzener, Lusizer und Daleminzer) über die Elbe bis an die Saale vor. Um diesen Abschnitt der Ostgrenze des Frankenreiches besser zu schützen, bedienten sich die fränkischen Könige thüringischer Herzöge. So kam es zu einer erneuten Besiedlung des heutigen Ostthüringens und Sachsens mit Thüringern und nun auch Franken, die die eingewanderten Slawen zurückdrängten, germanisierten bzw. sich mit ihnen vermischten.
Die Burg Weimar (wih = heilig, mari = Wasser) an der Ilm wurde 975 erstmalig urkundlich erwähnt. Nach dem Aussterben der Grafen von Weimar und später der von Orlamünde kam das Gebiet an die Wettiner und 1485 an deren ernestinische Linie. Durch Übertragung der sächsischen Kurwürde von Sachsen-Wittenberg auf den Wettiner Friedrich den Streitbaren von Meißen, nach Erlöschen des askanischen Herrscherhauses 1423, ging der Name "Sachsen" (ursprünglich aus dem heutigen Niedersachsen) allmählich auf alle Besitzungen des Hauses Wettin, die Markgrafschaft Meißen (dem heutigen Sachsen) und Thüringen über. 1741 fiel Sachsen-Eisenach an das Herzogtum Sachsen-Weimar. Unter der Regentschaft von Carl August (1757 - 1828) und seiner Mutter Anna Amalia (1739 - 1807) wurde Weimar zum Zentrum der deutschen Klassik (Goethe, Schiller u.a.m.).
1815 erhielt Sachsen-Weimar-Eisenach auf dem Wiener Kongress den Status eines Großherzogtums und das bislang albertinische Neustädter Gebiet. In Jena fand 1815 die Gründung der deutschen Burschenschaften statt, deren Farben Schwarz-Rot-Gold wurden. 1816 führte Carl August in seinem Großherzogtum eine fortschrittliche landständische Verfassung ein. Als erster deutscher Fürst verlieh Karl August 1816 dem Land eine fortschrittliche landständische Verfassung, welche er nach den Karlsbader Beschlüssen mit Mühe gegen die Reaktionsbestrebungen Metternichs verteidigte. Von 1815 bis 1866 gehörte das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach dem Deutschen Bund an. 1829 heiratete die Tochter des Großherzogs, Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, Prinz Wilhelm von Preußen. Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg wird am 18. Januar 1871 König Wilhelm I. von Preußen im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Dadurch wurde die ehemalige weimarische Prinzessin Augusta als Kaiserin Augusta die erste deutsche Kaiserin des wiedererstandenen Deutschen Reichs. 1834 erfolgte der Beitritt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach zum Deutschen Zollverein. Der Tradition seines Hauses getreu, pflegte der Großherzog Kunst und Wissenschaft, hob das Theater auf eine hohe Stufe, errichtete in Weimar eine Kunstschule und förderte die Universität Jena. Während der Frankfurter Nationalversammlung 1848 diskutierte man auch die Möglichkeiten der Überwindung der Kleinstaaterei in Thüringen, dabei wurden auch die Vereinigung mit dem Königreich Preußen, Königreich Sachsen oder dem Königreich Bayern ins Auge gefasst. Bernhard von Watzdorf, Staatsminister im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach regte dabei besonders intensiv die Vereinigung aller thüringischer Staaten zu einem "Königreich Thüringen" an.
In der deutschen Frage hatte sich das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 1849 zunächst der preußischen Unionspolitik angeschlossen. In der schleswig-holsteinischen Frage trat es unter Zustimmung des Landtages für Österreich mit besonderem Eifer ein und schickte auch sein Kontingent zu den Bundestruppen nach Mainz, während es am 14. Juni 1866 im Bundestag in Frankfurt, nach massiven Druck Preußens, gegen den österreichischen Antrag stimmte. Während des Deutschen Krieges verhielt sich das Großherzogtum neutral und trat nach der Schlacht von Königgrätz dem preußischen Bundesreformprojekt bei (5.Juli 1866). Am 9. Juli aus dem Deutschen Bund ausgeschieden, trat das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach am 18. August 1866 in den Norddeutschen Bund ein und sein Kontingent wurde gemäß der Militärkonvention vom 22. Februar 1867 in das preußische Infanterieregiment Nr. 94 umgewandelt. Die Landesverfassung erfuhr durch die Wahlgesetze von 1874 und 1896 Veränderung. Eine neue Gemeindeordnung trat im August 1896 in Kraft. Das Großherzogtum besitzt eine konstitutionell-monarchistische Verfassung, die vom 5. Mai 1816 datiert und somit die erste in ganz Deutschland in Kraft getreten ist.
Da der Erbgroßherzog Karl August (1844-1894) vor dem Vater starb, gingen seine Rechte auf des Erbgroßherzogs Sohn Wilhelm Ernst über, der am 5. Januar 1901 seinem Großvater folgte. Die 1. Gemahlin des Großherzogs Wilhelm Ernst, die Prinzessin Caroline Reuß ä. L. starb nach kurzer Ehe am 17. Januar 1905 kinderlos. 1910 heiratete der Großherzog Carola Feodora Prinzessin von Sachsen Meiningen. Sie schenkte dem Großherzog mit Erbgroßherzog Wilhelm Ernst den lang ersehnten Thronfolger und Prinzess Sophie.
Bundesrat: 1 Stimme
Reichstag: 3 Abgeordnete
Der Landtag besteht (1910) aus 38 Abgeordneten, von denen
Wählbar zum Abgeordneten ist jeder unbescholtene Staatsbürger von 30 Jahren. Das Großherzogtum hat eine konstitutionell-monarchische Verfassung, welche vom 5. Mai 1816 datiert (also die erste in ganz Deutschland) und durch das Grundgesetz vom 15. März 1850 revidiert worden ist. Danach besitzt der Großherzog alle Rechte der Staatsgewalt, soweit dieselben nicht durch die deutsche Reichsverfassung von 1871 auf das Reich übergegangen sind, ist jedoch bei Ausübung der Landesgesetzgebung und Besteuerung an die entscheidende Mitwirkung des Landtags gebunden.
Hauptstadt: Weimar - 31 121 Einwohner (1905), 129. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs. Großherzogliche Schlösser befinden sich außerdem in Dornburg, Allstedt, Jena, Belvedere, Ettersburg, Wilhelmsthal, Eisenach, Wartburg und Tiefurt
Größe: 1880: 3.594,86 km² (65,29 Quadratmeilen), 1905: 3.610,96 km² (65,58 Quadratmeilen), 1910: 3.609,98 km²
Gerichtsorganisation: Oberlandesgericht für das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach ist das gemeinschaftliche Thüringische Oberlandesgericht in Jena.
Für die Rechtspflege bestehen (1910) innerhalb des Staatsgebietes 2 Landgerichte und 19 Amtsgerichte:
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Thüringens Gruß - Blumen vom Inselsberg
Einwohner: Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 417.149 Einwohner:
Bevölkerungsentwicklung:
| 1871 | 1875 | 1880 | 1890 | 1900 | 1905 | 1910 |
| 286.183 | 292.933 | 309.577 | 326.091 | 362.873 | 388.095 | 417.149 |
Klima: In der Ebene mild, namentlich im Saaletal, wo noch Weinanbau möglich ist; am rauesten ist der Teil des Eisenacher Landes, der der Rhön angehört.
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Germanien im 2. Jahrhundert | Deutschland gegen Ende der Völkerwanderung um 480 |
Bevölkerungsdichte: 107/km²
Bildung: Die Volksbildung steht auf einer hohen Stufe, und die Fortbildungsschule ist obligatorisch. Die Universität in Jena unterhält das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach gemeinsam mit den übrigen sachsen-ernestinischen Häusern. In Weimar besteht eine Kunst- (Maler-) Schule, eine Orchesterschule; in Jena eine Hebammenschule. Gymnasien gibt es in Weimar, Eisenach und Jena und Realgymnasien in Eisenach und Weimar, Sekundärschulen in Eisenach, Apolda und Neustadt (vom Charakter der höheren Bürgerschulen), Schullehrerseminare zu Weimar und Eisenach. Volksschulen zählte man 1884: 461, obligatorische Fortbildungsschulen für Knaben 426, Unterricht in weiblicher Handarbeit wird in 357 Orten erteilt. Die Volksschulen unterstehen 5 Schulämtern (für jeden Verwaltungsbezirk eins) und 5 Bezirksschulinspektoren. An Fachschulen bestehen 2 Baugewerkschulen (in Weimar und Stadt-Sulza), 2 Zeichenschulen (in Weimar und Eisenach), 1 Gewerbeschule und mehrere Gewerkschulen. Ferner gehören hierher das Taubstummen- und Blindeninstitut zu Weimar und das Falksche Institut für verlassene und verwahrloste Kinder. Außer der Universitätsbibliothek zu Jena (200 000 Bände und zahlreiche Manuskripte) befindet sich eine ausgezeichnete Bibliothek in Weimar (200.000 Bände, ohne die Handschriften) mit Münz-, Medaillen-, Kunst- und Antiquitätenkabinett sowie auch eine Siegelsammlung. Das großherzogliche Museum zu Weimar (1869 eröffnet) enthält Skulpturen, Gemälde (Preller-Galerie), Kartons und Handzeichnungen (Carstens, Schwind etc.). Stiche, Miniaturen, Pasten, Gemmenabdrücke und eine kunstgewerbliche Abteilung.
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Jena - Marktplatz
Religion: Die evangelische Landeskirche umfasst 500 Kirchgemeinden und 22 Diözesen. Die 14 katholischen Parochien (Gemeinden) mit 19 geistlichen Stellen ein zum Bischof von Fulda gehöriges Dekanat. Die 6 im Eisenacher Kreis vorhandenen jüdischen Gemeinden stehen unter einem Landrabbinat in Stadtlengsfeld.
1871 (alle Thüringischen Staaten) | 1900 | 1910 |
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Militär:
(1881) Das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach gehört zum Ersatzbezirk des XI. Armeekorps.
Garnisonsstädte sind:
Im Großherzogtum ist das 5. thüringische Infanterieregiment Nr. 94 garnisoniert, mit je einem Bataillon in Weimar, Eisenach und Jena.
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Berka an der Ilm - Klosterbrücke
Wirtschaft:
Gemäß der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschlüssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867. Ab 01. Juli 1867 übernahm die preußische Post den Postdienst. Das gesamte preußische Postwesen ging am 1. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.
| bis 1866 | 1866 - 1871 | 1871 - 1874 | ab 1875 |
| Thurn und Taxis mit Währung Taler | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 1/4 Silbergroschen | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
Währungen und Münzen
Die Münzen des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach wurde bis 1830 in Eisenach, ab 1840 in Berlin geprägt. Geprägt wurden Taler, Groschen und Pfennige. Das Land schloss sich 1838 der Dresdener Münzkonvention, 1857 der Wiener Münzkonvention an. 1875 wurde die Reichswährung mit Mark und Pfennig eingeführt.
| vor 1875 | ab 1875 |
| 1 Taler = 30 Groschen = 360 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
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Sachsen W. E. - 1 Pfennig, 1858 | Großherzog Carl Alexander - 2 Mark, 1892 |
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Sachsen W. E. - 1 Silbergroschen, 1840 | Feodora und Wilhelm Ernst - 3 Mark, 1910 |
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Großherzog Carl Alexander - 1 Vereinstaler, 1866 | Carl Alexander Großherzog von Sachsen - 20 Mark, 1892 |
Regenten
Großherzöge Sachsen-Weimar-Eisenachs 1815 - 1918
regierendes Fürstenhaus: Wettin, Ernestinische Linie, Stammvater Kurfürst Ernst (1441 - 1486)
Der Großherzog wird mit zurückgelegtem 18. Lebensjahr volljährig. Das großherzogliche Haus bezieht eine Zivilliste (jährlichen Betrag) von 930.000 Mark. Der Thron ist nach dem Rechte der Erstgeburt und der Linealerbfolge im Mannesstamm des großherzoglichen sächsischen Hauses erblich, des ältesten Zweigs der Ernestinischen Linie des Gesamthauses Sachsen. Zwischen den Gliedern dieser Familie besteht ein enger Hausverband, wonach der älteste Fürst als Senior fungiert und beim Aussterben des einen oder des andern Zweigs die übrigen in der Regierung folgen. Auch steht die Ernestinische Linie mit der Albertinischen oder dem königlich sächsischen Haus in Erbverbrüderung. Der Großherzog bekennt sich zur evangelisch-lutherischen Kirche.
| Regentschaft | Name | Lebensdaten | |||
| 1775 - 1828 |
| 03.09.1757 - 14.06.1828 | |||
| 1828 - 1853 |
| 02.02.1783 - 08.07.1853 | |||
| 1853 - 1901 |
| 24.06.1818 - 05.01.1901 | |||
| 1901 - 1918 |
| 10.06.1876 - 24.04.1923 |
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Einzug des Großherzoglichen Paares in Weimar am 2. Juni 1903
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| Vermählung des Großherzogs Wilhelm Ernst mit Prinzessin Caroline Reuß ä. L. 30. April 1903 | Großherzogin Caroline Sachsen-Weimar-Eisenach gestorben den 17. Januar 1905 | Hochzeit des Großherzogs Wilhelm Ernst mit Prinzessin Feodora von Meiningen 1910 | Prinzessin Feodora von Sachsen-Meiningen |
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Großherzogin Carola Feodora und Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen Weimar-Eisenach | Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen und Großherzogin Carola Feodora Prinzessin von Meiningen | Ihre königliche Hoheit Großherzogin Feodora von Sachsen (Weimar-Eisenach) mit Erbgroßherzog Wilhelm Ernst und Prinzeß Sophie | I.M. Prinzeß Sophie von Sachsen Weimar-Eisenach am 20 März 1918 |
Organisation der Verwaltungsbehörden
Die oberste Behörde für alle Zweige der Staatsverwaltung ist (1910) das Großherzogliche Staatsministerium mit Sitz in Weimar.
Dieses ist eingeteilt in 4 Departements:
Staatsminister des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach
Amtszeit | Name | Lebensdaten |
| 20.09.1809 - 22.03.1819 | Christian Gottlob von Voigt | 1743 - 1819 |
| 22.03.1819 - 13.03.1848 | Ernst Christian August Freiherr von Gersdorff | 1781 - 1852 |
| 14.03.1848 - 30.09.1848 | Oskar von Wydenbrugk | 1815 - 1876 |
| 30.09.1848 - 15.09.1870 | Christian Bernhard von Watzdorf | 1804 - 1870 |
| 1871 - 12.12.1882 | Gustav Thon | 1805 - 1882 |
| 1882 - 1890 | Gottfried Theodor Stichling | 1814 - 1891 |
| 1890 - 1899 | Rudolph Gabriel Freiherr von Groß | 1822 - 1907 |
| 01.06.1899 - 08.11.1918 | Karl Friedrich Otto Rothe | 1848 - 1921 |
Administrative Gliederung
Die Bevölkerung lebt zu 48,03 % in den 33 Städten des Landes und zu 51,97 % in den 591 Landgemeinden.
Das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach mit der Hauptstadt Weimar besteht aus 3 getrennten Landesteilen und gliedert sich in 5 Verwaltungsbezirke:
An der Spitze jedes Verwaltungsbezirkes steht der Bezirksdirektor, diesem sind sämtliche Stadt- und Landgemeinden seines Bezirks unterstellt:
1. der Weimarsche Kreis mit den Verwaltungsbezirken Weimar (Bezirk I) und Apolda (Bezirk II):
| I. Bezirk, der Verwaltungsbezirk Weimar mit mit einer Fläche von 971,63 km² und 101 274 Einwohnern (1900) mit 157 Städten und Gemeinden: |
Weimar, Alperstedt, Altdörnfeld, Altremda, Azmannsdorf, Ballstedt, Bechstedtstraß, Bergern, Bad Berka, Berlstedt, Blankenhain, Bösleben, Breitenheerda, Buchfart, Daasdorf am Berge, Daasdorf bei Buttelstedt, Denstedt, Dielsdorf, Dienstedt, Eckstedt, Ehringsdorf, Eichelborn, Ettersburg, Frankendorf, Gaberndorf, Gelmeroda, Goldbach, Göttern, Großkromsdorf, Großlohma, Großmölsen, Großobringen, Großrudestedt, Gutendorf, Hammerstedt, Haßleben, Haufeld, Hayn, Heichelheim, Heilsberg, Hetschburg, Heyda, Hochdorf, Hochstedt, Hohenfelden, weimarischer AnteilHopfgarten, Hottelstedt, Ilmenau, Isseroda, Kammerberg, Kapellendorf, Kerspleben, Kiliansroda, Kirchremda, Kleinbrembach, Kleinkromsdorf, Kleinlohma, Kleinmölsen, Kleinobringen, Kleinrudestedt, Klettbach, Krakendorf, Kranichborn, Kranichfeld, weimarischer Anteil, Legefeld, Lehnstedt, Lengefeld, Liebstedt, Linderbach, Loßnitz, Lotschen, Magdala, Maina, Markvippach, Martinroda, Mechelroda, Meckfeld, Mellingen, Mittelhausen, Mönchenholzhausen, Nauendorf, Neckeroda, Neumark, Neusiß, Niedergrunstedt, Niedersynderstedt, Niederzimmern, Nöda, Nohra, Obergrunstedt, Obernissa, Oberpörlitz, Obersynderstedt, Oberweimar, Oettern, Ollendorf, Orlishausen, Ottmannshausen, Ottstedt am Berge, Ottstedt bei Magdala, Possendorf, Ramsla, Rettwitz, Riethnordhausen, Rittersdorf, Roda, Rödigsdorf, Rohda, Rottdorf, Saalborn, Sachsenhausen, Schellroda, Schloßvippach, Schmerfeld, Schöndorf, Schoppendorf, Schwabsdorf, Schwansee, Schwarza, Schwerborn, Schwerstedt, Sohnstedt, Söllnitz, Sprötau, Stadtremda, Stedten (bei Kranichfeld), weimarischer Anteil, Stedten (am Ettersberg), Stotternheim, Stützerbach, weimarischer Anteil, Sundremda, Süßenborn, Tannroda, Taubach, Thalborn, Thangelstedt, Tiefengruben, Tiefurt, Tonndorf, Töttleben, Tröbsdorf, Troistedt, Tromlitz, Udestedt, Ulla, Ulrichshalben, Umpferstedt, Unterpörlitz, Utzberg, Vieselbach, Vippachedelhausen, Vogelsberg, Vollersroda, Wallichen, Wiegendorf, Wipfra, Wittersroda, Wohlsborn |
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| II. Bezirk, der Verwaltungsbezirk Apolda mit mit einer Fläche von 797,59 km² und 102 301 Einwohnern (1900) mit 151 Städten und Gemeinden: |
Allstedt, Altengönna, Ammerbach, Apolda, Bad Sulza, Bergsulza, Beulbar, Beutnitz, Bucha, Burgau, Bürgel, Buttelstedt, Buttstädt, Closewitz, Coppanz, Cospeda, Darnstedt, Döbritschen, Dorfsulza, Dornburg, Dorndorf, Dothen, Eberstedt, Einsdorf, Einzingen, Ellersleben, Eßleben, Flurstedt, Frauenprießnitz, Gebstedt, Gerega, Gniebsdorf, Golmsdorf, Göschwitz, Grabsdorf, Graitschen, Großbrembach, Großheringen, Großlöbichau, Großneuhausen, Großromstedt, Großschwabhausen, Guthmannshausen, Haindorf, Hainichen, Hardisleben, Hermstedt, Herressen, Heygendorf, Hirschroda, Hohlstedt, Isserstedt, Jena, Jenalöbnitz, Jenaprießnitz, Kalbsrieth, Kleinkröbitz, Kleinlöbichau, Kleinneuhausen, Kleinromstedt, Kleinschwabhausen, Ködderitzsch, Kösnitz, Kötschau, Krautheim, Krippendorf, Kunitz, Laasan, Lachstedt, Landgrafroda, Lehesten, Leutenthal, Leutra, Lobeda, Löberschütz, Löbstedt, Lützeroda, Mannstedt, Mattstedt, Maua, Mertendorf, Mittelhausen, Mönchpfiffel, Münchenroda, Naschhausen, Nauendorf, Nausnitz, Nennsdorf, Nerkewitz, Nermsdorf, Neuengönna, Neustedt, Niederreißen, Niederröblingen, Niederroßla, Niedertrebra, Nirmsdorf, Oberndorf, Oberreißen, Oberroßla, Obertrebra, Olbersleben, Oldisleben, Oßmannstedt, Oßmaritz, Pfiffelbach, Pfuhlsborn, Poppendorf, Poxdorf, Rannstedt, Rastenberg, Reisdorf, Rockau, Rodigast, Rödigen, Rohrbach, Rothenstein, Rudersdorf, Rutha, Schaafsdorf, Schorba, Schöten, Sonnendorf, Stadtsulza, Steudnitz, Stiebritz, Stobra, Sulzbach, Taupadel, Tautenburg, Teutleben, Thalbürgel, Utenbach, Vollradisroda, Waldeck, Weiden, Wenigenjena, Wersdorf, Wetzdorf, Wickerstedt, Willerstedt, Wilsdorf, Winkel, Winzerla, Wogau, Wolferstedt, Wöllnitz, Wormstedt, Ziegenhain, Zimmern, Zottelstedt, Zwätzen |
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| Apolda - Rathaus | Jena - Universität | Jena - Forsthaus und Kriegerdenkmal | Allstedt - Großherzogliches Schloss | Bad Sulza - Sonnenburg |
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Apolda - Heidenberg | Jena - Volkshaus der Carl Zeiss-Stiftung - Saalbau |
| Bad Sulza - Gradierwerk Louise |
2. der Eisenacher Kreis mit den Verwaltungsbezirken Eisenach (Bezirk III) und Dermbach (Bezirk IV):
| III. Bezirk, der Verwaltungsbezirk Eisenach mit mit einer Fläche von 569,35 km² und 65 767 Einwohnern (1900) mit 70 Städten und Gemeinden: |
Abteroda, Auenheim, Berka an der Werra, Berka vor der Hainich, Berteroda, Beuernfeld, Bischofroda, Bolleroda, Burkhardtroda, Creuzburg, Dankmarshausen, Dippach, Dönges, Ebenau, Eckardtshausen, Eichrodt, Eisenach, Eppichnellen, Ettenhausen, Etterwinden, Farnroda, Fernbreitenbach, Förtha, Frauensee, Gasteroda, Gerstungen, Göringen, Gospenroda, Großenlupnitz, Großensee, Hausbreitenbach, Heiligenstein (Thüringen), Herda, Hörschel, Horschlitt, Hötzelsroda, Ifta, Kittelsthal, Krauthausen, Kupfersuhl, Lauchröden, Lindigshof, Madelungen, Marksuhl, Melborn, Mihla, Mosbach, Neuenhof, Neustädt, Pferdsdorf, Rothenhof, Ruhla (nur teilweise zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, der andere Teil gehört zum Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha), Sallmannshausen, Scherbda, Schnellmannshausen (nur teilweise zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, der andere Teil gehört zum Königreich Preußen, Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Erfurt), Seebach, Spichra, Stedtfeld, Stockhausen, Stregda, Uetteroda, Unterellen, Untersuhl, Vitzeroda, Volteroda, Wartha, Wenigenlupnitz, Wolfmannsgehau, Wolfsburg, Wünschensuhl |
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| Eisenach -Wartburgplatz mit Lutherdenkmal | Wartburg von Süd-West | Eisenach - Burschenschaftsdenkmal | Ruhla - Unterer Teil | Creuzburg an der Werra - Marktplatz |
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| Eisenach - Wartburg Ritterhaus |
| IV. Bezirk, der Verwaltungsbezirk Dermbach mit mit einer Fläche von 649,85 km² und 38 909 Einwohnern (1900) mit 81 Städten und Gemeinden: |
Andenhausen, Apfelbach, Aschenhausen, Bermbach, Birx, Borbels, Borsch, Bremen, Brunnhardtshausen, Buttlar, Deicheroda, Dermbach, Diedorf, Dorndorf, Empfertshausen, Erbenhausen, Fischbach, Föhlritz, Frankenheim, Geblar, Gehaus, Geisa, Geismar, Gerstengrund, Gerthausen, Glattbach, Helmershausen, Kaiseroda, Kaltennordheim, Kaltensundheim, Kaltenwestheim, Ketten, Kieselbach, Klings, Kranlucken, Lenders, Lengsfeld (Seit 1910 Stadtlengsfeld), Lindenau, Martinroda, Mebritz, Melpers, Merkers, Mieswarz, Mittelsdorf, Motzlar, Neidhartshausen, Oberalba, Oberweid, Oberzella, Oechsen, Ostheim, Otzbach, Pferdsdorf, Reichenhausen, Reinhards, Schafhausen, Schleid, Sondheim, Spahl, Steinberg, Stetten, Sünna, Tiefenort, Unteralba, Unterbreizbach, Unterweid, Urnshausen, Urspringen, Vacha, Völkershausen, Walkes, Weilar, Wenigentaft, Wiesenfeld, Wiesenthal, Willmanns, Wohlmuthhausen, Wölferbütt, Zella, Zillbach, Zitters |
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Dermbach, Rhön - Sächsischer Hof |
| Vacha - evangelische Kirche | Vacha an der Werra - Rathaus |
3. der Neustädter Kreis (Bezirk V):
| V. Bezirk, der Verwaltungsbezirk Neustadt mit mit einer Fläche von 628,72 km² und 54 622 Einwohnern (1900) mit 166 Städten und Gemeinden: |
Albersdorf, Alsmannsdorf, Arnshaugk, Auma, Berga an der Elster, Birkhausen, Birkigt, Börthen, Braunsdorf, Breitenhain, Bucha, Burgwitz, Burkersdorf (Amtsgericht Neustadt), Burkersdorf (Amtsgericht Weida), Chursdorf, Clodra, Crimla, Cronschwitz, Culmitzsch, Daumitsch, Dittersdorf, Döblitz, Döbritz, Dörtendorf, Dreba, Dreitzsch, Endschütz, Eula, Forstwolfersdorf, Förthen, Friedmannsdorf, Frießnitz, Geheega, Geroda, Göhren, Gräfenbrück, Grobengereuth, Grochwitz, Großbocka, Großdraxdorf, Großebersdorf, Großfalka, Großkundorf, Gütterlitz, Haßla, Hohenölsen (nur teilweise zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, der andere Teil gehört zum Fürstentum Reuß älterer Linie), Hundhaupten (nur teilweise zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, der andere Teil gehört zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie), Katzendorf, Keila, Kleina, Kleinbernsdorf, Kleinbocka, Kleindembach, Kleinkundorf, Knau, Köckritz, Köfeln, Kolba, Kopitzsch, Kospoda, Köthnitz, Krölpa, Köstitz (ab 1.1.1913 im Zuge eines Gebietstausches zum Herzogtum Sachsen-Meiningen), Langendembach, Laskau, Lausnitz, Läwitz, Lederhose, Lemnitz, Letzendorf, Leubsdorf, Lichtenau, Liebsdorf, Linda, Lindenkreuz, Loitsch, Markersdorf bei Berga, Markersdorf bei Münchenbernsdorf, Meilitz, Merkendorf, Miesitz, Mittelpöllnitz, Moderwitz, Molbitz, Moßbach, Münchenbernsdorf, Muntscha, Neudeck, Neuensorga, Neundorf, Neunhofen, Neustadt an der Orla, Niederpöllnitz, Nimritz, Obergeißendorf, Oberoppurg, Oberpöllnitz, Oberrenthendorf, Oppurg, Ottmannsdorf, Pfersdorf, Piesigitz, Pillingsdorf, Porstendorf, Posen, Quaschwitz, Rehmen, Rohna, Rosendorf, Rothenbach, Rußdorf, Schafpreskeln, Schmieritz, Schömberg, Schönborn, Schöndorf, Schüptitz, Schwarzbach, Seifersdorf, Silberfeld, Sirbis, Solkwitz, Staitz, Stanau, Steinbrücken, Steinsdorf, Stelzendorf, Strößwitz, Struth, Tausa, Teichwitz, Teichwolframsdorf, Thränitz, Tischendorf, Tömmelsdorf, Traun, Triptis, Uhlersdorf, Untendorf, Untergeißendorf, Unterröppisch, Untitz, Veitsberg, Volkmannsdorf, Waltersdorf, Weida, Weira, Weltwitz, Wenigenauma, Wernsdorf, Wetzdorf, Wiebelsdorf, Wittchendorf, Wittchenstein, Wöhlsdorf, Wolfersdorf, Wolfsgefärth, Wünschendorf, Wüstenwetzdorf, Zadelsdorf, Zedlitz, Zickra bei Auma, Zickra bei Berga, Zossen, Zschorta, Zwackau |
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Der Grenzstein zwischen Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha und Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach im Pavillon des Gasthofs Kanneberg
Nationaldenkmal
Schiffe der Kaiserlichen Marine
| S.M.S. Sophie | S.M.S. Kaiserin Augusta | S.M.S. Thüringen |
Landeshymne
Weimars Volkslied (1857) Musik: Franz Liszt (1811-1886) Text: Peter Cornelius (1824-1874)
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Sachsen-Weimar-Eisenach nach 1918
Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens
| 1918 | Großherzog Wilhelm Ernst verzichtete am 9. November 1918 auf den Thron, das Land erklärte sich zum Freistaat. |
| 1919 | Da in Berlin Straßenkämpfe toben, tagt die verfassungsgebende Nationalversammlung in Weimar. Die erste deutsche Republik trägt deswegen den Namen "Weimarer Republik". |
| 1920 | Bis 30. April 1920 blieb Sachsen-Weimar-Eisenach ein selbstständiger Freistaat, |
| 1920 | 1. Mai 1920 - Vereinigung der ehemaligen Monarchien Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha (ohne Coburg), Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Fürstentum Reuß ältere Linie, Fürstentum Reuß jüngere Linie zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt. |
| 1921 | 1. Verfassung des Landes Thüringen vom 11. März 1921, § 1: "Das Land Thüringen ist ein Freistaat und ein Glied des Deutschen Reiches." |
| 1944 | Der preußische Regierungsbezirk Erfurt und der hessisch-nassauische Kreis Schmalkalden werden dem Gau Thüringen zugeordnet. |
| 1945 | Thüringen wird von US-Truppen erobert, aber kurz darauf sowjetischen Truppen übergeben und somit Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die thüringische Exklave Ostheim wird von den US-Amerikanern der bayrischen Verwaltung unterstellt, die Exklave Allstedt fällt an das neugebildete Land Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen die hessischen Dörfer Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach/Hennigerode zum Landkreis Heiligenstadt und die thüringischen Dörfer Neuseesen und Werleshausen zum Landkreis Witzenhausen in Hessen. Als Austausch für den den östlichen Teil des Kreises Blankenburg im Harz wurden die Gemeinden Bad Sachsa und Tettenborn aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Erfurt dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) eingegliedert. Außerdem kam Besenhausen bei Kirchgandern zu dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen). |
| 1949 | Das Land Thüringen ist ein Land der Deutschen Demokratischen Republik |
| 1952 | Auf Beschluss der Volkskammer mussten die Länder eine Neugliederung ihrer Gebiete in Bezirke und Kreise vornehmen. "Das noch vom kaiserlichen Deutschland stammende System der administrativen Gliederung in Länder mit eigenen Landesregierungen sowie in große Kreise gewährleistet nicht die Lösung der neuen Aufgaben unseres Staates." (Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Länder in der Deutschen Demokratischen Republik" vom 23. Juli 1952). Die Länderkammer existiert bis 1956 weiter. |
| 1990 | Wiedergründung des Freistaat Thüringen mit Erfurt als Landeshauptstadt. |
| 1994 | Trotz Montagsdemos, Autokennzeichenkrieg und unzähligen Protestbriefen wird im Freistaat die Kreisreform durchgesetzt. |
Der Freistaat Thüringen aktuell:
Der heutige Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt besteht aus
![]() | Freistaat Thüringen Landeshauptstadt Erfurt 16.172 km² 2.355.000 Einwohner (2004) |

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