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Stadt und Stadtkreis im Königreich Preußen, Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Frankfurt
Stadt und Stadtkreis im Königreich Preußen, Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Frankfurt
Guben 36.666 Einwohner - 1905 = 106. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.![]()
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Guben - Neissedamm
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| Guben - Blick von der Hauptkirche nach der Frankfurter Straße | Guben - Hauptkirche und Rathaus |
Guben ist Sitz eines Landgerichts, eines Landratsamtes
(für den Landkreis Guben) und einer Nebenstelle der
Reichsbank. Der Magistrat zählt 11, die Stadtverordnetenversammlung
36 Mitglieder. Nordöstlich von der Stadt liegen die 114 Meter hohen Weinberge
mit Obst- und Weinanlagen. Zum Landgerichtsbezirk Guben gehören die zehn
Amtsgerichte zu: Forst, Fürstenberg, Guben, Krossen, Pförten, Schwiebus,
Sommerfeld, Sorau, Triebel und Züllichau. Guben wird erstmalig 1207 erwähnt
und erhielt 1235 Stadtrecht. 1304 kam es von den Wettinern an
Brandenburg und 1368 an
Böhmen. Auf einem Landtag wurde hier am 28.
Mai 1374 die Vereinigung der Mark Brandenburg
mit Böhmen,
Schlesien und der Lausitz ausgesprochen.
Am 5. Juni 1462 fand hier der Friedensschluss zwischen dem Kurfürsten Friedrich
II. von Brandenburg und dem König
Georg Podiebrad von Böhmen statt, in dem letzterer
allen Ansprüchen auf die Lausitz entsagte.
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| Guben - Blick in die Frankfurter Straße | Guben - Neisseberge mit Achenbachbrücke |
1631 und wieder 1642 wurde Guben von den Schweden besetzt, 1645 von ihnen vergeblich angegriffen. Seit 1635 gehörte die Stadt infolge des Prager Separatfriedens zu Kursachsen, fiel aber mit der ganzen Niederlausitz 1815 an das Königreich Preußen.. Bei der Eroberung der Stadt durch die Rote Armee Anfang 1945 wurden 90 Prozent des historischen Stadtzentrums mit seinen alten, teils barocken Bürgerhäusern, seinen Geschäftsbauten, dem Renaissance-Rathaus und der spätgotischen Stadt-und Hauptkirche zerstört. Aufgrund der im Potsdamer Abkommen festgelegten Oder-Neiße-Grenze wurde die Stadt 1945 geteilt und der östlich der Neiße gelegene Teil einschließlich des historischen Zentrums polnisch. Alle Einwohner östlich der Oder wurden vertrieben. Die Polen nennen diesen Teil Gubens nun Gubin.
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| Guben - Partie an der Jungfernbrücke | Guben - Engelmanns Berg in der Baumblüte |

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