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Herzogtum Anhalt

1863 - 1918

Haupt- und Residenzstadt Dessau

Fahne - Landesfarben Herzogtum Anhalt

Fahne - Landesfarben Herzogtum Anhalt

Herzogtum Anhalt

Herzogtum Anhalt - Lage im Deutschen Reich Herzogtum Anhalt - Wappen Herzogtum Anhalt - Landkarte 1914
Herzogtum Anhalt - Lage im Deutschen Reich Wappen Herzogtum Anhalt Herzogtum Anhalt - Karte 1914

 


Dessau - Herzogliches Schloss 
Dessau - Kleiner Markt
Dessau - Herzogliches Schloss  Dessau - Kleiner Markt

 

Herzogtum Anhalt

Geschichte

Das Herzogtum Anhalt wurde 1863 durch Vereinigung der beiden Herzogtümer Anhalt-Dessau-Köthen und Anhalt-Bernburg gebildet und umfasst sämtliche seit 1603 getrennt gewesene anhaltische Lande. Es besteht aus zwei größeren Gebieten und mehreren sehr kleinen Landesteilen.

Das Herzogtum Anhalt, dessen Bevölkerung im Westen der Saale deutscher, im Osten des Flusses dagegen slawischer Herkunft ist, bildete seit den Zeiten Karls des Großen einen Bestandteil des fränkischen, später ostfränkischen Reichs. Es war in mehrere Gaue, wie Schwabengau, Nordthüringer Gau, eingeteilt und stand unter der Herrschaft einer größeren Zahl von Grafen. Das Christentum fand im westlichen Teil von Anhalt bald Eingang, nur bei der slawischen Bevölkerung im Osten behauptete sich bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts das Heidentum.
Der Name Anhalt leitet sich von "Burg" (an der Halde) ab. Das alte niedersächsische Fürstengeschlecht der Askanier herrschte seit der Anfangszeit des Reiches im mitteldeutschen Raum. Es brachte u.a. Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst (1729 - 1796), die spätere Katharina II. (Katharina die Große), ab 1762 Kaiserin von Russland  hervor. Anhalt war lange in verschiedene Nebenlinien zersplittert. 1806 wurden von Napoleon die verbliebenen Fürstentümer Anhalt-Bernburg, Anhalt-Dessau und Anhalt-Köthen zu Herzogtümern erhoben. Seit 1815 gehörten sie dem Deutschen Bund an. Am 23. November 1847 erlosch die Herzogslinie in Köthen und am 19. August 1863 erlosch die Herzogslinie in Bernburg. 1848 ergingen von Volksversammlungen Petitionen aus um Gewährung einer Verfassung und freiheitlicher Reformen an die Regierung. Diese gab nach einigen Widerständen nach und suchte durch Berufung des volkstümlichen Ministeriums Habicht-Köppe Herr der Lage zu bleiben. Die vom 29. Oktober 1848 datierte Verfassungsurkunde verkündigte eine demokratisch-monarchische Regierungsform, ein Ausgehen aller Gewalten vom Volk, Abschaffung des Adels etc. Aber 1849 trat hauptsächlich infolge preußischen Einflusses auch hier eine Reaktion ein, deren Repräsentant das 11. Juli 1849 berufene Ministerium Plötz war. Dieses drang auf Abänderung der Verfassung und obwohl die Mehrheit des Landtags die Mehrzahl der ministeriellen Vorschläge genehmigte, kam dennoch keine Einigung zustande. Unter diesen Umständen schritt das Ministerium am 12. November 1849 zur Auflösung sowohl des vereinigten Landtags als der beiden Sonderlandtage in Dessau und Köthen. Da die neu berufenen Landtage sich den Wünschen der Regierung nicht nachgiebig zeigten, wurden auch sie nach kurzer Tätigkeit einfach aufgelöst. Am 4. November 1851 erfolgte die Aufhebung der Verfassung vom 29. Oktober 1848. Eine vom Herzog zur Regelung der Verfassungsangelegenheiten ernannte Kommission legte im April 1852 dem Herzog von Anhalt-Dessau als dem Senior des Hauses den Entwurf einer neuen landständischen Verfassung für ganz Anhalt vor, gegen welchen jedoch der engere Ausschuss der alten Landschaft des gesamten Herzogtums, besonders die Ritterschaft von Bernburg und Köthen, 1853 beim Bundestag Protest erhob. Am 5. Februar 1853 wurde der Vertrag ratifiziert. Die auf diese Weise durch ein Patent am 22. Mai 1853 zu einem Staat vereinigten Herzogtümer hießen von nun ab Anhalt-Dessau-Köthen. Auf vonseiten des Bundes 1854 ergangene Aufforderung setzten sich die Regierungen von Dessau und Bernburg mit den noch vorhandenen Mitgliedern der anhaltischen Gesamtlandschaft in Einvernehmen, dessen Resultat die auch von dem Bernburger Landtag angenommene feudalständische Landschaftsordnung für ganz Anhalt war, welche am 1. Oktober 1859 in Kraft trat. Vergebens versuchten die Stadtverordneten von Köthen 1861 die Wiederherstellung der Verfassung von 1848, der Bundestag gab einen ablehnenden Bescheid. Am 26. November 1863 wurde der erste Landtag für das vereinigte Herzogtum eröffnet. Mit Preußen durch eine Militärkonvention verbunden, stand Anhalt bei dem Bundesbeschluss am 14. Juni 1866 aufseiten dieser Macht; doch nahmen die anhaltischen Truppen, als Bestandteil der Reserve, an der eigentlichen Aktion im Deutschen Krieg keinen Anteil. Das Herzogtum trat dem Norddeutschen Bund bei und wurde so 1871 ein souveräner Bundesstaat im Deutschen Reich. Im Innern dauerte inzwischen die Spannung fort. Nach den Ereignissen von 1866 trat die das Domanialvermögen (Gutsbesitzes) betreffende Frage in den Vordergrund. Das herzogliche Haus war bestrebt, eine Vereinbarung mit der Landesvertretung dahin zu treffen, dass das gesamte Stammgut nebst den von den anhaltischen Fürsten im Lauf der Zeit gemachten Erwerbungen als Privateigentum des herzoglichen Hauses anerkannt werde. Die Landesvertretung wies die hierauf bezügliche Vorlage, als dem Interesse des Landes nachteilig, beharrlich zurück, und erst 1872 kam die Auseinandersetzung des herzoglichen Hauses mit dem Land in Betreff des Gutsbesitzes zustande. Nach dem Tode Friedrichs I. (24. Januar 1904) folgte dessen Sohn Friedrich II. (gestorben am 21. April 1918), diesem dessen Bruder Eduard (gestorben am 13. September 1918), darauf dessen Sohn Joachim Ernst unter Vormundschaft seines Oheims Aribert, der für ihn am 12. November 1918 auf den Thron verzichtete.

Bernburg a. S. - Schloss
Bernburg a. S. - Schlosshof mit Till-Eulenspiegelturm
Bernburg a. S. - Schloss Bernburg a. S. - Schlosshof mit Till-Eulenspiegelturm

 

Herzogtum Anhalt

Daten

Bundesrat: 1 Stimme

Reichstag: 2 Wahlkreise (Dessau und Bernburg) und 2 Abgeordnete

Landesparlament: 36 Abgeordnete. Der Landtag wird aus 36 Vertretern gebildet, von denen

  • 2 der Herzog für die Dauer der Landtagsperiode ernennt,
  • 8 von den meistbesteuerten Grundbesitzern,
  • 2 von den meistbesteuerten Handel- und Gewerbetreibenden,
  • 14 von den übrigen Wahlberechtigten der Städte und
  • 10 von den übrigen Wahlberechtigten des Landes gewählt werden.

Wahlrecht und Wahlfähigkeit hängt von der Vollendung des 25. Lebensjahres ab; die Grundbesitzer müssen wenigstens 63 Mark Grundsteuer zahlen, die Handel- und Gewerbetreibenden mit einem Einkommen von mindestens 18 000 Mark zur Einkommensteuer veranlagt sein, um das Wahlrecht in den Abteilungen der Meistbesteuerten ausüben zu können. Die Wahl ist geheim und für die Abgeordneten der Städte und des Landes indirekt. Die Landtagsperiode dauert sechs Jahre. Das Herzogtum Anhalt bildet einen konstitutionell-monarchistischen Staat.

Haupt- und Residenzstadt: Dessau = 54 898 Einwohner (1905) = 76. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Dessau - Große Parade in der Kavalierstraße
Dessau - Herzog-Friedrich-Denkmal
Dessau - Große Parade in der Kavalierstraße  Dessau - Herzog-Friedrich-Denkmal 

 

Größe: 2 294,36 km² = 41 Quadratmeilen

Gerichtsorganisation: Für die Rechtspflege bestehen (1910) unter dem Königlichen Preußischen Oberlandesgericht Naumburg (Saale) 1 Landgericht in Dessau mit den

Einwohner: Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 331.128 Einwohner:

  • 161.134 männlich
  • 169.994 weiblich

Bevölkerungsentwicklung:

1818 1864 1875 1880 1885 1890 1900 1905 1910
122.447 193.046 213.565 232.592 248.166 271.963 316.085 328.029 331.128

Klima: Das Klima ist mild, nur in dem gebirgigsten Teil etwas rau.

Gewässer: Durchflossen von der Elbe, Muldemündung

Dialekte in Anhalt

Mundarten in Anhalt

Bewohner: Die Bewohner gehören überwiegend der thüringisch-obersächsischen Mundartfamilie an. Anhalt liegt im Grenzgebiet zwischen niederdeutschen Sachsen (niedersächsische Ostfalen) und Thüringern. Die Landbevölkerung östlich der Saale ist oft slawischer Herkunft.

Köthen - Marktplatz
Köthen - Schloss
Köthen - Marktplatz  Köthen - Schloss 

 

Bevölkerungsdichte: 143 /km²

Bildung: Das Unterrichts- und Erziehungswesen in Anhalt wurde immer mehr verbessert und hat einen guten Ruf. Das Land zählt im Jahr 1888 9 Mittelschulen, 6 höhere Töchterschulen, 15 Bürgerschulen, 207 Volksschulen, für welche die Lehrer in dem Seminar in Köthen ausgebildet werden. Für die höhere Bildung wirken 4 Gymnasien, 2 Realgymnasien, 2 Realprogymnasien, 1 Lehrerinnenseminar in Dessau; daneben bestehen verschiedene Privaterziehungsinstitute und Rettungshäuser. Für Das Herzogtum Anhalt verfügt über 4 Gymnasien, 2 Realgymnasien, ein Progymnasium, ein Realprogymnasium, eine Realschule, 13 Mittelschulen, 4 höhere Töchterschulen, ein Schullehrerseminar und 2 Lehrerinnenseminare. Außerdem hat das Land eine höhere technische Lehranstalt und eine Baugewerkschule.

Religion: Das Christentum fand im westlichen Teil von Anhalt bald Eingang, nur bei der slawischen Bevölkerung im Osten behauptete sich bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts das Heidentum. Die Bevölkerung bekennt sich mit Ausnahme von wenigen Katholiken, Juden und Andersgläubigen zum protestantischen und zwar (durch Gesetz vom 29. Januar 1880 ist die Union auch im köthenschen Landesteil vollzogen) zum evangelischen (unierten) Glauben. Oberste protestantische Kirchenbehörde ist das Konsistorium in Dessau, das unter dem Staatsministerium steht, und dem anderseits die fünf Superintendenten in den fünf Kreishauptstädten unterstellt sind. In Gemeinschaft mit dem Kirchenregiment hat die Landessynode (laut Gesetz vom 14. Dezember 1878 und 24. März 1879) die Zustände und Bedürfnisse der Landeskirche in Obacht zu nehmen, die Verwaltung der kirchlichen Fonds zu kontrollieren und namentlich an der kirchlichen Gesetzgebung teilzunehmen. Die Synode wird zusammengesetzt aus 20 in den fünf Kreisen gewählten Mitgliedern (10 geistliche Mitglieder und 10 weltliche Mitglieder). Die Wahl der Synodalmitglieder erfolgt für eine Synodalperiode von sechs Jahren. Die Landessynode tritt auf Berufung des Landesherrn alle drei Jahre zu ordentlichen Versammlungen zusammen; zu außerordentlichen Versammlungen kann sie nach Bedürfnis jederzeit berufen werden.
Die Katholiken unterstehen seit 1868 dem Bischof in Paderborn als "apostolischem Administrator".

1871 1885 1900
  • 198 107 Evangelisch
  •     3 378 Römisch-katholisch
  •          56 sonstige Christen
  •     1 896 Juden
  • 241 074 Evangelisch
  •     5 492 Römisch-katholisch
  •     1 600 Juden
  • 302 781 Evangelisch
  •   11 699 Römisch-katholisch
  •     1 605 Juden

 

Militär: Das Militärwesen des Herzogtums Anhalt ist bereits seit 1867 ganz mit Preußen verschmolzen. Nach der Konvention vom 28. Juni 1867 wurde aus dem Kontingent von Anhalt das anhaltische Infanterieregiment Nr. 93 gebildet, welches die preußische Normalstärke (pro Bataillon 532 Mann mit 18 Offizieren im Frieden und 1034 Mann mit 22 Offizieren im Krieg) erhielt und der 7. Division des 4. Armeekorps zugeteilt ist.

Garnisonsstädte sind Dessau und Zerbst.

Anhaltisches Infanterie Regiment Nr. 93
Dessau, Aufziehen der Wachparade in der Kavalierstrasse
Dessau, Erbprinzliches Palais Anhaltisches Infanterie Regiment Nr. 93 Dessau, Aufziehen der Wachparade in der Kavalierstrasse

 

Wirtschaft:

Die Hütten- und Hammerwerkindustrie blüht im Selketal, wo die gewonnenen Erze verarbeitet werden. Zu erwähnen sind dort die Silber- oder Viktor-Friedrichshütte mit Vitriolsiederei und der Eisenhüttenort Magdesprung). Chemische Industrie auf Verarbeitung der bei Leopoldshall gewonnenen Abraumsalze (Carnallit und Kainit) liefert verschiedene Kalisalze. Andere Industrieerzeugnisse sind Gold- und Silberwaren, Fayence, Chemikalien; auch Wollspinnereien und Wollwebereien, Maschinen- und Papierfabriken.

  • Landwirtschaft: Die Hauptprodukte sind Getreide (Weizen), Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Zuckerrüben, Kartoffeln, Tabak, Flachs, Ölfrüchte, Hopfen und andere Kultur- und Handelspflanzen sowie Holz (Harz und rechtes Elbufer). Die Landwirtschaft ist die Hauptbeschäftigung der Einwohner und wird mit großer Sorgfalt betrieben. Besonders hervorzuheben sind hier die zahlreichen herzoglichen und landesfiskalischen Domänen, deren Areal ein Drittel des Landes einnimmt, sowie die großen Rittergüter. Die Viehzucht ist sehr erfolgreich, besonders die Rinderzucht in den Niederungen an der Elbe ist hervorzuheben.
  • Bergbau Steinsalzbergwerk in Leopoldshall gegenüber Staßfurt.

     

Zerbst - Bahnhofstraße
Zerbst - Alte Brücke
Zerbst - Bahnhofstraße  Zerbst - Alte Brücke 

Herzogtum Anhalt

Postwesen und Briefmarken

Die preußische Post regelte seit 1850 auch den Postbetrieb im Herzogtum Anhalt. Das gesamte preußische Postwesen ging am 1. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.

1857 1867 1868 - 1871 ab 1871 ab 1875
Erste preußische Freimarke von 1857 Letzte preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
Erste preußische Freimarke von 1857 Letzte preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
6 Pfennige 9 Kreuzer 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Herzogtum Anhalt

Währungen und Münzen

 vor 1875: ab 1875:
1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennig 1 Mark = 100 Pfennig

Herzogtum Anhalt - 1 Pfennig, 1864 Friedrich Herzog von Anhalt - 2 Mark, 1896
Herzogtum Anhalt - 2 1/2 Silbergroschen, 1862 Friedrich II. u. Marie von Anhalt - 3 Mark, 1914
Leopold Friedrich Herzog von Anhalt - 1 Taler, 1869 10 Mark (Gold) Friedrich Herzog zu Anhalt, 1901

 

Herzogtum Anhalt

Regenten

Herzöge von Anhalt

regierendes Fürstenhaus: Askanien, Ahnherr Graf Esico (um 1020), aus dem schwäbischen Geschlecht der Beringer, welcher im 11. Jahrhundert als Graf von Ballenstedt erscheint. Sein Urenkel war Albrecht der Bär, dessen Enkel Heinrich sich zuerst Fürst von Anhalt nannte.

Das Herzogtum Anhalt ist nach der Landschafts- und Geschäftsordnung vom 17. September 1859 eine konstitutionelle, im Mannesstamm nach dem Rechte der Erstgeburt erbliche Monarchie. Der Herzog führt den Titel Hoheit, vereinigt in sich die Exekutivgewalt; die Legislative teilt er mit den Ständen. Das herzogliche Haus besitzt außerhalb des Landes zahlreiche und ansehnliche Güter in den preußischen Provinzen Sachsen, Brandenburg und Preußen (495 km²); außerdem die Herrschaft Hertnek in Ungarn.

Regentschaft

Name

Lebensdaten
30.08.1863 - 22.05.1871 Herzog Leopold Friedrich, genannt Herzog Leopold II.  1.Oktober 1794 - 22.Mai 1871
22.05.1871 - 24.01.1904 Herzog Leopold Friedrich Franz Nikolaus, genannt Herzog Friedrich I. 29.April 1831 - 24.Januar 1904
21.01.1904 - 21.04.1918 Herzog Friedrich (Erbprinz seit 2.2.1886), genannt Herzog Friedrich II. 19.August 1856 - 21.April 1918
21.04.1918 - 13.09.1918 Herzog Eduard von Anhalt   18.April 1861 - 18.September 1918
13.09.1918 - 12.11.1918 Herzog Joachim  1.November 1901 - 18.Februar 1947

 

Herzog von Anhalt Leopold Friedrich I. gestorben 24. Januar 1904 Friedrich II. - Herzog von Anhalt Seine Hoheit Prinz Joachim Ernst von Anhalt Prinzessin Marie Auguste und Prinz Wolfgang von Anhalt

Herzog von Anhalt Leopold Friedrich I. gestorben 24. Januar 1904

Friedrich II. - Herzog von Anhalt

Seine Hoheit Prinz Joachim Ernst von Anhalt

Prinzessin Marie Auguste und Prinz Wolfgang von Anhalt

 

Herzogtum Anhalt

Organisation der Verwaltungsbehörden

Oberste Behörde des Herzogtums ist das Staatsministerium in Dessau, dessen sämtliche früher getrennte Departements seit 1870 unter einem Staatsminister vereinigt sind. Diesem sind unterstellt:

  • das Landgericht
  • die Staatsanwaltschaft
  • die Regierung (mit einer Abteilung für das Innere und einer Abteilung für das Schulwesen)
  • die Finanzdirektion
  • das Konsistorium (für evangelische Kirchensachen)
  • die Landrentenbankdirektion
  • das Statistische Büro
  • die Behördenbibliothek
  • das Haus- und Staatsarchiv in Zerbst
  • die Strafanstalts-Kommission in Dessau
  • die Herzoglich Anhaltinische Zolldirektion in Magdeburg
  • die Salzwerks-Direktion in Leopoldshall

 

Staatsminister

Amtszeit

Name

Lebensdaten
1863 - 1868 Carl Friedrich Ferdinand Sintenis 1804 - 1868
1868 - 1875 Karl August Alfred von Larisch 1819 - 1897
1875 - 1892 Anton von Krosigk 1820 - 1892
1892 - 1902 Karl von Koseritz 1834(?) - 1902
1903 - 1909 Nikolaus Michael Louis Hans von Dallwitz 1855 - 1919
01.01. 1910 - 08.11. 1918 Ernst Laue 1855 - 19??
08.11. 1918 - 14.11. 1918 Max Gutknecht 1872 - 1946

 

Herzogtum Anhalt

Administrative Gliederung

Das Herzogtum ist in 5 Kreise eingeteilt: Dessau, Köthen, Zerbst, Bernburg und Ballenstedt. Die Kreisdirektion für jeden Kreis hat ihren Sitz in der Stadt, nach der der Kreis benannt ist. Die Kreisdirektionen sind ebenso wie die Städte Bernburg, Köthen (Cöthen), Dessau und Zerbst der Regierung, Abteilung des Inneren, unterstellt. Alle übrigen Stadt- und Landgemeinden stehen unter Aufsicht der Kreisdirektionen.

Einwohner:

Kreise 1895 1900 Wachstum 1895-1900
Dessau 75 002 85 573 14,09 %
Köthen 51 392 53 691 4,47 %
Zerbst 50 293 53 141 5,66 %
Bernburg 87 176 93 386 7,12 %
Ballenstedt 29 435 30 294 2,92 %

 

Kreis Dessau mit einer Fläche von 424,59 km²,  85 573 Einwohnern (Jahr 1900) enthält 59 Gemeinden:

Alten, Bobbau, Brandhorst, Dellnau, Dessau, Diesdorf, Elsnigk, Fraßdorf, Friedrichsdorf, Gohrau, Griesen, Großkühnau, Haideburg vor der Haide, Hinsdorf, Horstdorf, Hoyersdorf, Jeßnitz, Jonitz, Kakau, Kleckewitz, Kleinkühnau, Kleinleipzig, Kleinmöhlau, Kleutsch, Kochstedt, Körnitz, Lausigk, Libbesdorf, Lingenau, Marke, Meilendorf, Mosigkau, Naundorf bei Dessau, Naundorf vor der Haide, Niesau, Oranienbaum, Pötnitz, Quellendorf, Raguhn, Rehsen, Reppichau, Retzau, Reupzig, Riesigk, Rosefeld, Roßdorf, Scheuder, Scholitz, Schönitz, Siebenhausen, Sollnitz, Storkau, Thurland, Tornau vor der Haide, Törten, Vockerode, Wörlitz, Zehmigkau, Ziebigk

Dessau - Kavalierstrasse und Postamt 1896

Dessau

Dessau - Synagoge

Dessau - Herzogliches Palais, Kavalierstraße

Dessau - Kavalierstrasse und Postamt 1896 Dessau Dessau - Synagoge Dessau - Herzogliches Palais, Kavalierstraße

 

Kreis Köthen mit einer Fläche von 343,13 km²,  53 691 Einwohnern (Jahr 1900) enthält 79 Gemeinden:

Arensdorf, Baasdorf, Berwitz, Biendorf, Breesen, Cattau, Cörmigk, Cosa, Cösitz, Crüchern, Diebzig, Dohndorf, Drosa, Edderitz, Elsdorf, Fernsdorf, Frenz, Gerlebogk, Geuz, Glauzig, Gnetsch, Gölzau, Görzig, Gröbzig, Großbadegast, Großpaschleben, Großweißandt, Großwülknitz, Hohnsdorf, Hohsdorf, Ilbersdorf, Kleinbadegast, Kleinpaschleben, Kleinweißandt, Kleinwülknitz, Kleinzerbst, Klepzig, Köthen, Lennewitz, Libehna, Locherau, Maasdorf, Merzien, Mölz, Osternienburg, Pfaffendorf, Pfitzdorf, Pfriemsdorf, Piethen, Pißdorf, Plömnitz, Porst, Preußlitz, Priesdorf, Prosigk, Radegast, Reinsdorf, Riesdorf, Rohndorf, Schortewitz, Thurau, Trebbichau an der Fuhne, Trebbichau bei Wulfen, Trinum, Wadendorf, Wehlau, Wenndorf, Werdershausen, Wiendorf, Wohlsdorf, Wörbzig, Wulfen, Würflau, Zabitz, Zehbitz, Zehmitz, Zehringen, Zeundorf, Ziebigk

Köthen in Anhalt - St. Martinskirche Köthen in Anhalt - Rathaus    
Köthen in Anhalt - St. Martinskirche Köthen in Anhalt - Rathaus    

 

Kreis Zerbst mit einer Fläche von 802,97 km²,  53 141 Einwohnern (Jahr 1900) enthält 79 Gemeinden:

Badetz, Badewitz, Bias, Bone, Bonitz, Bornum, Brambach, Bräsen, Buhlendorf, Buko, Buro, Cobbelsdorf, Coswig, Deetz, Dobritz, Dornburg, Düben, Eichholz, Garitz, Gödnitz, Göritz, Griebo, Grimme, Grochewitz, Hagendorf, Hohenlepte, Hundeluft, Jeber-Bergfrieden, Jütrichau, Kerchau, Kermen, Kleinleitzkau, Klieken, Köselitz, Krakau, Kuhberge, Leps, Lietzo, Lindau, Luko, Luso, Meinsdorf, Möllensdorf, Mühlsdorf, Mühlstedt, Mühro, Natho, Nedlitz, Neeken, Niederlepte, Nutha, Pakendorf, Polenzko mit OT Bärenthoren, Pulspforde, Pülzig, Quast, Ragösen, Reuden, Rietzmeck, Rodleben, Roßlau, Senst, Serno, Stackelitz, Steckby, Steutz, Straguth, Streetz, Strinum, Thießen, Thornau-Bernsdorf, Trüben, Wahlsdorf, Weiden, Wertlau, Wörpen, Zerbst, Zernitz, Zieko

Zerbst - Partie aus Rephuns Garten (am kleinen Teich)

Zerbst - Bahnhofstrasse

Zerbst - Markt

Zerbst - Herzogliches Schloss

Zerbst - Partie aus Rephuns Garten (am kleinen Teich) Zerbst - Bahnhofstrasse Zerbst - Markt Zerbst - Herzogliches Schloss

 

Kreis Bernburg mit einer Fläche von 396,91 km²,  93 386 Einwohnern (Jahr 1900) enthält 45 Gemeinden:
Aderstedt, Altenburg, Amesdorf, Baalberge, Bernburg, Borgesdorf, Bullenstedt, Dröbel, Drohndorf, Freckleben, Gerbitz, Giersleben, Grimschleben, Gröna, Großmühlingen, Großpoley, Großwirschleben, Güsten, Hecklingen, Hohenerxleben, Ilberstedt, Kleinmühlingen, Kleinpoley, Kleinschierstedt, Kleinwirschleben, Latdorf, Leau, Leopoldshall, Mehringen, Neundorf, Nienburg, Oberpeißen, Osmarsleben, Plötzkau, Pobzig, Rathmannsdorf, Roschwitz, Sandersleben, Schackenthal, Schackstedt, Unterwiederstedt, Warmsdorf, Weddegast mit Neunfinger, Wedlitz, Wispitz

Bernburg - Blick von der Terrasse Bernburg an der Saale - Eingang zum Herzoglichen Schloß Bernburg - Saalebrücke Bernburg - Theater
Bernburg - Blick von der Terrasse Bernburg an der Saale - Eingang zum Herzoglichen Schloss Bernburg - Saalebrücke Bernburg - Theater

 

Kreis Ballenstedt (sogenanntes Oberherzogtum) mit einer Fläche von 331,78 km²,  30 294 Einwohnern (Jahr 1900) enthält 20 Gemeinden:

Alikendorf, Badeborn, Ballenstedt, Bärenrode, Frose, Gernrode, Großalsleben, Güntersberge, Harzgerode, Hoym, Kleinalsleben, Lindenberg, Neudorf, Opperode, Radisleben, Reinstedt, Rieder, Schielo, Siptenfelde, Tilkerode

Ballenstedt - Neues Rathaus

Ballenstedt am Harz - Denkmal Albrecht des Bären

Ballenstedt - Wolterstorff-Gymnasium

Harzgerode - Partie am Wege zum Stadtbad, Blick auf die Stadt
Ballenstedt - Neues Rathaus Ballenstedt am Harz - Denkmal Albrecht des Bären Ballenstedt - Wolterstorff-Gymnasium Harzgerode - Partie am Wege zum Stadtbad, Blick auf die Stadt

 

 

Durstige Grüße aus der schönen Bitterbierstadt Zerbst

Durstige Grüße aus der schönen Bitterbierstadt Zerbst

 

Zerbst - Marktplatz

Rosslau - Walwitzhafen 1908

Dessau - Friedrichs-Kaserne

Coswig/Anhalt - Fähre und Elbterasse

Zerbst - Marktplatz Roßlau - Walwitzhafen 1908

Dessau - Friedrichs-Kaserne

Coswig/Anhalt - Fähre und Elbterrasse

 

Herzogtum Anhalt

Anhalt-Lied

Musik: Alexander von Marees
Text: Karl Appel

1. Du schönes Land, das mich geboren,
Dir hab ich Treue zugeschworen.
Mit Stolz mach ich es laut bekannt:
Du Anhalt bist mein Vaterland.
Mit Stolz mach ich es laut bekannt:
Du Anhalt bist mein Vaterland!
Wir machen stolz es laut bekannt:
Anhalt ist unser Vaterland!
4. Dein Name wird mich in Gefahren,
vor Schimpf und Schande stets bewahren.
Wenn alles weicht, halt ich noch stand,
denn Anhalt ist mein Vaterland!
Wenn alles weicht, wir halten stand,
Anhalt ist unser Vaterland!
2. Wie oft schon ist dem Ruhm erklungen,
Die Welten hat er längst durchdrungen.
Drum heiß für Dich in Lieb entflammt,
ist wer Dich nennt sein Vaterland!
Wir sind für Dich in Lieb entflammt,
denn Du bist unser Vaterland!
5. Und trifft mich einst die Todeswunde,
so halt ich in der letzten Stunde
vertrauensvoll an Gottes Hand,
denn Anhalt ist mein Vaterland.
Wir halten fest an Gottes Hand,
Anhalt ist unser Vaterland!
3. Mag Treue rings und Glaube wanken,
siegt überall der Trug der Franken,
ich halte fest der Liebe Band,
denn Anhalt ist mein Vaterland!
Wir halten fest der Liebe Band,
Anhalt ist unser Vaterland!
 

 

Dessauer Marsch von 1706
Melodie - Theodor Drobisch

1. Der Sieg war errungen, Viktoria Schoß
Man flott aus Kartaunen, Kanonen;
Der Dessauer spornte sein stattliches Roß,
Besichtigt Kommunikationen.
Trotz Kontreskarpe, Ravelin, Batterie,
Bewährte sich wieder sein Ferdherrngenie;
An Parallelen verschüttet hält er,
Da kommen drei Senatores daher,
Mit zwölf Musikanten, erst langsam, dann Trott,
Waldhörner, Trompeten, Klarino, Fagott.
4. Ein handniederschlagendes Zeichen, und kühn
Losschmettern die Zwölfe der Bläser,
Das packt und erregt wie das Schäumen und Glüh'n
Champagnergefüllter Stutzgläser.
Der Dessauer murmelt zum Prinzen Eugen:
"Potz Wetter, Herr Bruder! ich muß euch gestehn,
Der Marsch ist nicht bitter, hört nur, wie es pafft,
Da ist jede Note gemästet mit Kraft,
Mitunter so duse und dann ein: Fahr' hin!
Als stäken zehntausend der Teufel darin".
2. Gelüftet das violett-samtne Barett,
So stehen die Herren vom Rate,
Es sehen Hauptleute, Major und Kornett
Die Rats-Musikanten-Parade.
"Prinz Durchlaucht", nimmt einer der Räte das Wort,
"Wir kommen zu danken für Schutz und für Hort;
Wir können nicht lohnen mit Silber und Gold,
Die Musika aber blieb uns treu und hold;
Ein Marsch, unvernommen, allhier komponiert,
Der sei Euch zu Lohn und zu Dank dezidiert".
5. "Noch einmal! da capo!" der Fürst kommandiert,
Es müsse Heerpauken zur Stelle;
Es rasseln die Trommeln, es wird musiziert,
Als gält's zu erstürmen die Hölle.
Und kaum ist gesunken der ruhmvolle Tag,
So pfiffen die Deutschen die Töne schon nach.
Der Marsch ward lebendig, es wirkte sein Schlag
In der Schlacht noch bei Roßbach, bei Torgau und Prag;
Er glühte, ein nie zuvor löschender Brand,
Tonmarkig auf Zungen und Herzen im Land.
3. Ein Marsch? - Mit dem Handschuh von Silber bordiert
Greift eilig der Fürst nach den Noten,
Er, der mit Kartaunen nur musiziert,
Soll knacken melodische Schoten.
Von Taktstock und Linien nicht eine Spur,
Er kannte Schlachtlinie und Ladestock nur;
Ein Kreuz und ein B, Notenköpfe dabei,
Die nicht einmal alle in Glied und in Reih',
Das ist, sozusagen, ihm doch unerhört,
Doch, immer schlagfertig, Musik er begehrt.
6. Unsterblich geboren er heut noch erbraust
Wie alles, was geistiges Leben;
Man holte ihn sich mit dem Schwert in der Faust,
Ein Deutscher hat ihn uns gegeben,
Bringt alle, die ihr stets dem Auslande hold
Zur Tonkunst Gewinne nur immer solch Gold,
Das wollen wir achten, das bringt sich nicht um,
Das macht seinen Lauf um den Erdball herum,
Und wer darob streitet, dem sage ich barsch:
Ungläubiger, denk' an den Dessauer Marsch!

 

Anhalt nach 1918

Briefmarke Deutsches Reich von 1928 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Anhalts

Briefmarke Deutsches Reich von 1928 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Anhalts

 

Regierungschefs des Freistaats Anhalt 1918 - 1945

Amtszeit

Name

Lebensdaten
12.11.1918 - 23.07.1919 Wolfgang Heine, SPD 1861 - 1944
23.07.1919 - 09.07.1924 Heinrich Deist, SPD 1874 - 1962
09.07.1924 - 25.11.1924 Willy Knorr, DNVP 1878 - 1937
25.11.1924 - 21.05.1932 Heinrich Deist, SPD 1874 - 1962
21.05.1932 - 08.01.1940 Alfred Freyberg, NSDAP 1892 - 1945
08.01.1940 - 04/1945 Reichsstatthalter Rudolf Jordan, NSDAP 1902 - 1988

 

1918 Am 12. November 1918 dankt Herzog Joachim von Anhalt ab. Anhalt wird Freistaat innerhalb des Deutschen Reichs mit Dessau als Hauptstadt. 1925 registrierten Stadt und Land Zerbst 62.353 Einwohner. Der Staatsrat übernahm die Staatsgewalt, Grundgesetz war die Verfassung für Anhalt vom 18. Juli 1919. Nachbarorte des Landkreises Zerbst gehörten zu den preußischen Kreisen Jerichow I und Belzig.
1922 Anstelle des Staatsrates trat 1922 das Anhaltische Staatsministerium. Im Landtag Dessau waren 36 Abgeordnete vertreten, gewählt vom Volk für jeweils 4 Jahre. 1934 umfasste der Landkreis Zerbst 81 Ortschaften und die 4 Städte. Der Kreistag bestand aus 9 Abgeordneten, den Kreisausschuss bildeten 5 Kreisdeputierte. Vorsitzender war jeweils Landrat Dr. Hinze.
1939 1939 besteht der Landkreis Zerbst aus 81 Ortschaften sowie den Städten Zerbst, Coswig und Lindau.
1945 Besetzung Anhalts durch die Rote Armee. Anhalt wird Teil der sowjetischen Besatzungszone. Zwangseingliederung des Freistaats Anhalt in die Preußische Provinz Sachsen aufgrund des Vorschlags des von den Sowjets eingesetzten und kollaborierenden Präsidenten, des ehemaligen Landeshauptmanns der Provinz Sachsen, Dr. Erhard Hübener. Diese langjährige und einseitige Eingliederungsforderung der Preußischen Provinz Sachsen wurde dann mit der SMAD-Verordnung vom 23.Juli 1945 zur Neugliederung der Provinz Sachsen-Anhalt in drei Regierungsbezirke  (Dessau, Magdeburg, Merseburg) als Mittelinstanzen vollendet. Die braunschweigische Exklave Calvörde, der östliche Teil des braunschweigischen Landkreises Blankenburg im Harz und die thüringische Exklave Allstedt werden dem Land eingegliedert.
1947 Das Land Sachsen-Anhalt mit Halle als Landeshauptstadt wird gebildet.
Der letzte regierende Landesherr aus dem Hause Askanien, Joachim Ernst Herzog von Anhalt, starb am 18. Februar 1947 im sowjetisch geführten NKWD-Sonderlager Nr. 2 (ehemaliges KZ Buchenwald), nachdem er bereits unter den Nazis im KZ Dachau von 1939 bis 1945 inhaftiert war.
1952 Unter Verlust eines größeren Grenzsaumes entstanden 1952 die Bezirke Halle (mit einem Großteil Anhalts) und Magdeburg (mit der Region Zerbst). Am 25. Juli 1952 fand die letzte Sitzung des Landtages von Sachsen-Anhalt statt.
1990 Wiedererstehen des Landes Sachsen-Anhalt mit Magdeburg als Landeshauptstadt.

 

Sachsen-Anhalt aktuell:

Der heutige Land Sachsen-Anhalt mit der Landeshauptstadt Magdeburg besteht aus

Sachsen-Anhalt

Landeshauptstadt Magdeburg

20 445 km²

2 454 000 Einwohner (2006)

 

           

 


 

 

 

 


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