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Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha besteht aus zwei selbstständigen unierten Staaten, dem Herzogtum Coburg und dem Herzogtum Gotha
1826 - 1918
Haupt- und Residenzstädte Gotha und Coburg
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| Flagge 1826 - 1911 | Flagge 1911 - 1918 |
Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha
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| Thüringische Staaten | Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha |
Wappen Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha |
Thüringische Staaten - Karte 1914 | Thüringische Staaten - Detailkarte 1914 |
Geschichte
Am
Anfang der Zeitenrechnung war das Land zwischen Harz, Thüringer
Wald und Erzgebirge von germanischen Hermunduren bewohnt, die
vermutlich durch Vermischung mit anderen germanischen Stämmen
sowie keltischen Bevölkerungsresten in den Stamm der
Thüringer übergingen und
mit ihren Siedlungsgebieten bis an die Elbe nachweisbar sind.
Das Reich der Thüringer (von
der Altmark bis zum Main) zählte zu den mächtigsten germanischen
Reichen außerhalb des römischen Imperiums, bis es 531 vom Frankenkönig
Theoderich bei Burgscheidungen besiegt wurde. Die thüringische
Bevölkerung lebte unter den neuen Machthabern weiter und wurden
nur langsam in das fränkische Reich eingebunden. Jedoch gelang
es den neuen Herrschern nicht, das ausgeprägte thüringische
Eigenbewusstsein mit dem Fortleben eigenständiger thüringischer
Rechtsgewohnheiten zu überwinden. Im Osten des ehemaligen Thüringerreiches
drangen nun Slawen (Sorben, Milzener, Lusizer und Daleminzer)
über die Elbe bis an die Saale vor. Um diesen Abschnitt der
Ostgrenze des Frankenreiches besser zu schützen, bedienten sich
die fränkischen Könige thüringischer Herzöge. So kam es zu einer
erneuten Besiedlung des heutigen Ostthüringens und Sachsens
mit Thüringern und nun auch
Franken, die die eingewanderten
Slawen zurückdrängten, germanisierten bzw. sich mit ihnen vermischten.
Schloß und Herrschaft Coburg kamen
im 13. Jahrhundert an die Grafen von Henneberg, welche sie von
den Grafen von Wildberg erwarben, und wurden 1245 Sitz einer
Nebenlinie dieses Grafengeschlechts, welche aber schon 1291
mit Poppo VIII. wieder erlosch. Durch dessen Tochter Jutta kam
Coburg an Otto III. von Brandenburg
und wurde, da es nun durch "Pfleger" verwaltet wurde,
die "Pflege Coburg" genannt.
Nach dem Tod von Juttas Sohn Hermann (1308) erwarb dessen Schwiegersohn
Heinrich VIII. von Henneberg die "Pflege Coburg" zurück,
nach seinem Tod jedoch teilten sich seine Schwiegersöhne Eberhard
von Württemberg und
Friedrich von Meißen 1353 in die Herrschaft
Coburg. Der württembergische Erbteil
ging schon 1354 an Würzburg über,
der meißnische, bestehend aus den Ämtern
Coburg, Neustadt, Sonneberg, Neuhaus,
Schalkau, Strauf und Rodach, bildete, vergrößert durch einige
thüringische Gebiete, unter dem Namen des sächsischen Landes
in Franken oder der Pflege Coburg einen
Besitz des Hauses Wettin. Durch die Teilung von 1485 kam sie
an die Ernestinische Linie und wurde 1541 vom Kurfürsten Johann
Friedrich seinem Stiefbruder Johann Ernst überlassen, nach dessen
kinderlosem Tod (1553) sie an Johann Friedrich zurückfiel. Bei
der Teilung zwischen Johann Wilhelm und den Söhnen Johann Friedrichs
des Mittlern 1572 erhielt der ältere der beiden letzteren, Johann
Kasimir, Coburg, und als derselbe 1633
kinderlos starb, fiel es seinem Bruder Johann Ernst von
Eisenach und 1641 bei der Teilung
nach dessen ebenfalls kinderlosem Tod (1638) an die ältere Altenburgische
Linie (Herzogtum Sachsen-Altenburg).
Als diese 1672 erlosch, erbte Ernst der Fromme von
Gotha den größten Teil ihrer Besitzungen,
darunter auch Coburg, und bei der Teilung,
welche seine Söhne 1680 vornahmen, erhielt Albrecht
Coburg und begründete die Linie Sachsen-Coburg,
welche aber schon 1699 mit seinem Tod (er starb kinderlos) wieder
erlosch. Nach längerem Erbstreit zwischen den Ernestinischen
Herzogshäusern wurde Coburg (definitiv
erst 1735) mit Saalfeld vereinigt und so das Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld
begründet, doch behielt Gotha durch
den sogenannten "Nexus Gothanus" die Landeshoheit
in Saalfeld.
Als Herzog Franz von Sachsen-Coburg-Saalfeld
am 9. Dezember 1806 starb, diente sein Sohn Ernst I. (1806 -
1844) im preußischen Heer und Napoleon I. besetzte daher das
Land. Der Herzog konnte sein Land nur durch den Beitritt zum
Rheinbund wiedererlangen und bemühte sich nun sofort um die
Regelung der Finanzen. Auf dem Wiener Kongress erhielt Herzog
Ernst I., der sich im November 1813 den Verbündeten angeschlossen
und 1814 und 1815 im Krieg gegen Frankreich ein deutsches Armeekorps
befehligte, das Fürstentum Lichtenberg in den Rheinlanden, welches
er aber 1834 gegen eine Jahresrente an das
Königreich Preußen verkaufte.
1821 gab er seinem Land eine liberale Verfassung.
1826 starb die Linie Sachsen-Gotha-Altenburg aus und
es kam in den ernestinischen Ländern zur letzten dynastischen
Landesteilung. Im Teilungsvertrag vom 12. November 1826 trat
Herzog Ernst I. das Fürstentum Saalfeld und Themar an das
Herzogtum Sachsen-Meiningen
ab und erhielt dafür das Herzogtum Gotha sowie die Ämter Königsberg
in Franken und Sonnefeld. Seitdem heißt das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha.
Gotha behielt jedoch seine eigene Verfassung.
Die Verwaltung des Herzogtums wurde 1828 neu organisiert. 1834
erfolgte der Beitritt zum Deutschen Zollverein. Der Streit über
die herzoglichen Domänen wurde per Gesetzt vom 29. Dezember
1846 geschlichtet und mit einem neuen Wahlgesetz und sonstigen
Reformen eine freisinnige Richtung eingeschlagen, so dass das
Herzogtum 1848 von Unruhen verschont blieb, zumal der Herzog
alle liberalen Forderungen bereitwillig gewährte. Der 1851 als
leitender Minister berufene von Seebach (bis 1888) brachte 1852
eine organisatorische Vereinigung beider Herzogtümer durch das
Staatsgrundgesetz vom 3. Mai 1852 zustande. Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha
verfolgte auch nach 1850 eine durchaus liberale Politik; es
bot dem Nationalverein Zuflucht, schloss 1862 mit dem
Königreich Preußen eine
Militärkonvention und stellte 1866 sein Truppenkontingent
Preußen zur Verfügung.
Während des Deutschen
Krieges nahmen coburgisch-gothaische Truppen in der
Schlacht bei (Bad)
Langensalza und am
Feldzug der Mainarmee
teil. Als Dank überließ Preußen dem Herzog einen ansehnlichen
Waldkomplex bei Schmalkalden, der die Hälfte des Ertrages der
Staatskasse zuwies. Durch den Vertrag vom 18. August 1866 trat
das Land dem Norddeutschen
Bund bei und wurde so 1871 ein souveräner Bundesstaat im
Deutschen Reich. Zur Verminderung
der Verwaltungskosten schlug die Regierung eine engere Union
beider Herzogtümer vor, die von den Landtagen 1873 angenommen
wurde; nach dem Gesetz vom 31. Januar 1874 traten die beiden
Landtage, die seitdem als Sonderlandtage bezeichnet werden,
für die Beratung gewisser gemeinsamer Angelegenheiten (Justiz
und Verwaltung) zu einem Gemeinschaftlichen Landtag zusammen,
der abwechselnd in Coburg und in
Gotha abgehalten wird. Aber eine vollständige
Vereinigung ist dadurch nicht erzielt worden; den Beitrag zu
den Unterhaltskosten der Universität Jena
zum Beispiel leistet nur das Herzogtum Gotha. Bis 1874, zur
Einführung der Mark,
galten im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha sogar zwei verschiedene
Währungen, im Herzogtum Gotha die Taler-Währung, im Herzogtum
Coburg die Gulden-Währung. 1875 vereinigten
sich in Gotha die Arbeiterparteien von
Ferdinand Lassalle und August Bebel
zur "Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands".
Da Herzog Ernst II. 1893 kinderlos starb, folgte ihm der zweite
Sohn seines Bruders, des Prinz-Gemahls Albert - Gemahl der Königin
Victoria von Großbritannien, Alfred. Von Geburt Engländer und
englisch erzogen, verzichtete er auf seine Stellung als englischer
Admiral und Mitglied des Geheimen Staatsrates, behielt aber
auch als deutscher Bundesfürst seine Apanage bei. Da des Herzogs
einziger Sohn im Februar 1899 starb, wurde die Erfolge im Herzogtum
Sachsen-Coburg-Gotha durch Landesgesetz neu geordnet. Zwar wurde
der Landesvertretung die Mitwirkung bei allen künftigen Veränderungen
in der Erbfolge gewährleistet. Da des Herzogs nächster Bruder,
der Herzog von Connaught, für sich und seine Nachkommen zugunsten
der von dem nächst jüngeren Bruder Leopold(† 1884) abstammenden
Linie Albany auf die Erbfolge verzichtete, so wurde der damals
noch unmündige Sohn, Carl Eduard, Thronerbe und seine weitere
Erziehung in Deutschland fortgesetzt. Als Herzog Alfred schon
am 30. Juli 1900 starb, folgte Carl Eduard. Bis zur Erlangung
der Volljährigkeit, am 19. Juli 1905, führte der Schwiegersohn
des verstorbenen Herzogs, Erbprinz Ernst zu Hohenlohe-Langenburg,
die Regierung. Der Erbprinz regelte mit der Regierung einvernehmlich
die offenen Fragen über die herzoglichen Domänen. Am 19. Juli
1905 trat Herzog Carl Eduard die Regierung an und vermählte
sich am 11. Oktober 1905 mit Prinzessin Viktoria Adelheid, der
ältesten Tochter des Herzogs Friedrich Ferdinand von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.
Der neue Staatsminister von Richter versuchte vergeblich die
kostenintensive doppelte Hofhaltung in
Coburg einzusparen, da die Stadt und das Land Coburg darin
eine schwere Schädigung ihrer Interessen sah. Der Herzog war
ein bedeutender Förderer von Wissenschaft und Technik, insbesondere
der Luftfahrt im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Am 9. November
1918 erklärte der Gothaer Arbeiter- und Soldatenrat Herzog Carl
Eduard für abgesetzt.
Der Linie Sachsen-Coburg-Gotha entstammt u.a. die
britische Königshaus (Sachsen-Coburg-Gotha, 1917 in
Windsor umbenannt) mit Königin Queen Victoria (1819 - 1901),
das belgische Königshaus mit Leopold I. (1790
- 1865), das portugiesische Königshaus (bis
1910) und das bulgarische Königshaus "Sakskoburggotski".
Daten
Bundesrat: 1 Stimme
Reichstag: 2 Abgeordnete
Landesparlament: Die Verfassung des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha ist konstitutionell-monarchistisch und beruht auf dem Staatsgrundgesetz vom 3. Mai 1852. Für jedes der beiden Herzogtümer besteht ein besonderer, für die gemeinsamen Angelegenheiten beider Herzogtümer ein gemeinschaftlicher Landtag.
Die Wahl der Abgeordneten erfolgt auf 4 Jahre und ist indirekt. Wähler und zum Wahlmann wählbar ist jeder 25jährige, unbescholtene, selbstständige Staatsbürger, der direkte Steuern entrichtet. Wählbar zum Abgeordneten ist jeder 30jährige Wahlberechtigte.
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| Gotha - Neumarkt mit Margarethenkirche | Coburg - Regierungsgebäude mit Spitalgasse |
Bildung: Für die Volksbildung ist im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha gut gesorgt.
Größe: Gesamt: 1 977,4 km²,
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| Manebach im Thüringer Wald | Coburg - Schloss Ehrenburg |
Gerichtsorganisation (1881):
Für Thüringen besteht ein gemeinsames Oberlandesgericht in Jena. Dieses umfasst auch die preußischen Kreise Schleusingen, Schmalkalden und Ziegenrück.
Einwohner:
Klima: Das Klima ist infolge der Abdachung des Landes nach Süden milder als im Herzogtum Gotha (Coburg hat 7,9° C, Gotha 7,4° C. mittlere Jahrestemperatur).
Gewässer: Ilm, Unstrut, Gera, Ohra, Hasel, Schwarza, Schmalkalde, Hörsel (Gothaer Gebiet) und Itz, der Biberbach, Steinach, die Baunach (Coburger Gebiet)
Bewohner: Hauptsächlich Thüringer im Herzogtum Gotha und Franken im Herzogtum Coburg.
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| Gotha - Hoftheater | Coburg - Hoftheater |
Bevölkerungsdichte: 122,5/ km²
Religion:
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Angaben 1871 für alle Thüringischen Staaten |
1885 |
1910 |
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Militär (1881): Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha gehört zum Ersatzbezirk des XI. Armeekorps. Garnisonsstädte sind:
1905: Die Kontingente der beiden Herzogtümer bilden mit demjenigen von Meiningen das 6. thüringische Infanterieregiment Nr. 95, von dem in Gotha das 1., in Hildburghausen das2., in Coburg das 3. Bataillon in Garnison liegen und gehören der 22. Division und dem 11. Armeekorps (Kassel) an.
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Coburg - Kaserne des 6 Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 95
Wirtschaft:
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Was dem Wiener der Prater,
dem Student der Kater
Der Jungfrau die
Rose, dem Leipziger die Gose
Was dem
Münchner der Durst
Ist dem Gothaer
- Wurst
(Gose ist ein obergäriges Bier)
Postwesen und Briefmarken
Gemäß der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschlüssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867 im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Ab 01. Juli 1867 übernahm die preußische Post den Postdienst. Das gesamte preußische Postwesen ging am 01. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.
Herzogtum Sachsen-Gotha bis 1874 mit Währung Taler
| bis 1866 | 1866 - 1871 | 1871 - 1874 | ab 1875 |
| Thurn und Taxis mit Währung Taler | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 1/4 Silbergroschen | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
Herzogtum Sachsen-Coburg bis 1874 mit Währung Gulden
| bis 1866 | 1866 - 1871 | 1871 - 1874 | ab 1875 |
| Thurn und Taxis mit Währung Gulden | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Gulden | Deutsche Reichspost mit Währung Gulden | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 3 Kreuzer | 7 Kreuzer | 7 Kreuzer | 10 Pfennig |
Währungen und Münzen
Bis 1838 prägte Sachsen-Coburg und Gotha nach dem Konventionsmünzfuß. In Coburg wurde 1837 nach der süddeutschen Münzkonvention der 24 1/2-Gulden-Fuß eingeführt, ab 1857 galt die Wiener Münzkonvention. Geprägt wurde Taler, Dukat, Kreuzer, Groschen, Pfennige, in Saalfeld (1826 - 1828), Gotha (1828 - 1838) und Dresden (1826/27 und 1841 - 1872).
| Herzogtum Gotha vor 1875 | Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha ab 1875 |
| 1 Taler = 30 Groschen = 300 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
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| Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha - 2 Pfennige, 1856 | Carl Eduard Herzog von Sa.-Coburg-Gotha - 2 Mark, 1905 |
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| Ernst Herzog v. Sa.-Cob.-Gotha - 1 Groschen ,1870 | Carl Eduard Herzog von Sa.-Coburg-Gotha - 10 Mark, 1905 |
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| Ernst Herzog v. Sa.-Cob.-Gotha - 1 Taler, 1869 | Carl Eduard Herzog von Sa.-Coburg-Gotha - 20 Mark, 1905 |
| Herzogtum Coburg vor 1875 | Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha ab 1875 |
| 1 Gulden = 60 Kreuzer = 240 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
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| Herzogtum Sa.-Coburg-Gotha, 3 Kreuzer, 1835 | Alfred Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha - 20 Mark, 1905 |
Regenten
Herzöge von Sachsen-Coburg-Gotha 1826 - 1918
regierendes Fürstenhaus: Wettin, Ernestinische Linie, Stammvater Herzog Johann Ernst (1658 - 1729)
Der Herzog übt als Oberhaupt des Staats die Rechte der Staatsgewalt aus. Das Hausgesetz des herzoglichen Hauses datiert vom 1. März 1855. Die Regierungsnachfolge ist erblich im Mannesstamm des herzoglichen Hauses nach dem Rechte der Erstgeburt und der Linealerbfolge. In Ermangelung successionsfähiger Nachkommen des Herzogs Ernst II. ging die Nachfolge auf die Nachkommen des verstorbenen Prinzen Albert, des Gemahls der Königin Viktoria von Großbritannien, und zwar zunächst auf den zweiten Sohn derselben, den Herzog von Edinburg, resp. dessen Nachkommen, über. Der Herzog wird mit zurückgelegtem 21. Jahr volljährig. Er bekennt sich zur evangelisch-lutherischen Kirche.
| Regentschaft |
Name |
Lebensdaten | |||
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1806 - 1844 |
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02.01.1784 - 29.01.1844 | |||
| 1844 - 1893 |
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21.06.1818 - 23..08.1893 | |||
| 1893 - 1900 |
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06.08.1844 - 30.07.1900 | |||
| 1900 - 1918 |
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19.07.1884 - 06.03.1954 | |||
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Staatsminister des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha 1826 - 1918
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Amtszeit |
Name |
Lebensdaten |
| 12.11.1826 - 1826 | Albrecht Anton Adolph Hofmann | 1758 - 1837 |
| 1826 - 21.01.1840 | Christoph Anton Ferdinand Freiherr von Carlowitz | 1785 - 1840 |
| 01/1840 - 10/1840 | Dietrich Carl August Freiherr von Stein (1. Amtszeit) | 1793 - 1867 |
| 10/1840 - 01.03.1846 | Georg Ferdinand Freiherr von Lepel | 1779 - 1873 |
| 01.03.1846 - 01.12.1849 | Dietrich Carl August Freiherr von Stein (2. Amtszeit) | s.o. |
| 01.12.1849 - 03/1888 | Camillo Richard von Seebach (1855 Freiherr) | 1808 - 1894 |
| 03/1888 - 14.11.1891 | Gisbert Gustav Bogislaw Karl von Bonin-Brettin | 1841 - 1913 |
| 14.11.1891 - 01.11.1900 | Carl Friedrich von Strenge | 1843 - 1907 |
| 11/1900 - 19.05.1905 | Otto Philipp Hentig | 1852 - 1934 |
| 19.05.1905 - 05.05.1914 | Ernst Friedrich Hermann von Richter | 1862 - 1935 |
| 05.05.1914 - 01.05.1919 | Hans Barthold von Bassewitz | 1867 - 1949 |
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Coburg - Schloss Ehrenburg
Administrative Gliederung
Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha bestand aus zwei selbstständigen unierten Staaten, dem Herzogtum Coburg und dem Herzogtum Gotha. Jedes derselben besteht aus einem geschlossenen Hauptbezirk und mehreren Enklaven:
Beide Herzogtümer haben zwar ein gemeinsames Staatsministerium, jedoch mit besonderen Abteilungen in Gotha und Coburg.
| Landratsamt Gotha |
| Gotha, Altdietendorf (seit 1905 Dietendorf), Apfelstädt, Aschara, Aspach, Ballstädt, Bienstädt, Bischleben, Bittstädt, Boilstädt, Bufleben, Burgtonna, Cobstädt, Döllstädt, Eckardtsleben, Eischleben, Eschenbergen, Friemar, Gamstädt, Gierstädt, Goldbach, Grabsleben, Gräfentonna, Großfahner, Großrettbach, Günthersleben, Haarhausen, Hausen, Herbsleben, Hochheim, Hohenbergen, Holzhausen, Ichtershausen, Illeben, Ingersleben, Kleinfahner, Kleinkeula, Körner, Kornhochheim, Menteroda, Molschleben, Molsdorf, Neudietendorf, Obermehler,Pferdingsleben, Pfullendorf, Rehestädt, Remstädt, Rhoda, Seebergen, Siebleben, Stedten, Sülzenbrücken, Sundhausen, Teutleben, Thörey, Töttelstädt, Trügleben, Tüttleben, Uelleben, Warza, Werningshausen, Westhausen, Wiegleben |
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| Landratsamt Ohrdruf |
| Ohrdruf, Arlesberg, Crawinkel, Dietharz, Dörrberg, Elgersburg, Emleben, Frankenhain, Gehlberg, Georgenthal, Gera, Gossel, Gräfenhain, Gräfenroda, Heerda, Herrenhof, Hohenkirchen, Kettmannshausen, Liebenstein, Manebach, Mehlis, Nauendorf, Neuroda, Oberhof, Petriroda, Rippersroda, Schönau vor dem Wald, Schwabhausen, Schwarzwald, Stutzhaus, Tambach, Tambuchshof, Traßdorf, Wechmar, Wipperoda, Wölfis, Zella-Sankt Blasii |
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| Landratsamt Waltershausen |
| Waltershausen, Altenbergen, Brüheim, Burla, Cabarz, Catterfeld, Craula, Cumbach, Deubach, Ebenheim, Ebenshausen, Eberstädt, Engelsbach, Ernstroda, Ettenhausen, Finsterbergen, Fischbach, Frankenroda, Friedrichroda, Friedrichswerth, Fröttstädt, Gospiteroda, Großenbehringen, Großtabarz, Haina, Hallungen, Hastrungsfeld, Hörselgau, Ibenhain, Kahlenberg, Kälberfeld, Kleinschmalkalden, Kleintabarz, Langenhain, Laucha, Lauterbach, Leina, Mechterstädt, Metebach, Nazza, Neukirchen, Oesterbehringen, Reichenbach, Rödichen, Ruhla (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Gotha, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Sättelstädt, Schmerbach, Schönau an der Hörsel, Schwarzhausen, Sondra, Sonneborn, Thal, Tüngeda, Wahlwinkel, Wangenheim, Weingarten, Winterstein, Wolfsbehringen |
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2. Herzogtum Coburg gliedert sich in das Landratsamt Coburg, das Amt Königsberg und die Magistrate zu Coburg, Neustadt und Rodach.
| Landratsamt Coburg |
| Coburg, Ahlstadt, Ahorn, Aicha, Altershausen, Beiersdorf, Bertelsdorf, Beuerfeld, Bieberbach, Birkach am Forst, Birkig, Blumenrod, Boderndorf, Breitenau, Brüx, Buchenrod, Callenberg, Cortendorf, Creidlitz, Dörfles bei Coburg, Dörfles bei Königsberg, Drossenhausen, Ebersdorf bei Neustadt, Ebersdorf bei Sonnefeld, Eichhof, Einberg, Elsa, Erlsdorf, Esbach, Fechheim, Fischbach, Fornbach, Friesendorf, Frohnlach, Fürth am Berg, Gauerstadt, Gestungshausen, Gossenberg, Grattstadt, Großgarnstadt, Großheirath, Großwalbur, Grub am Forst, Haarbrücken, Haarth, Hassenberg, Heldritt, Hellingen, Herbartsdorf, Hof an der Steinach, Höhn, Horb an der Steinach, Horb bei Fürth, Kemmaten, Ketschenbach, Ketschendorf, Kipfendorf, Kleingarnstadt, Kleinwalbur, Königsberg (Franken), Kösfeld, Köslau, Kottenbrunn, Lempertshausen, Leutendorf, Lützelbuch, Mährenhausen, Meeder, Meilschnitz, Meschenbach, Mirsdorf, Mittelberg, Mittelwasungen, Mödlitz, Moggenbrunn, Mönchröden, Nassach, Neida, Neu- und Neershof, Neukirchen, Neuses am Brand, Neuses an den Eichen, Neuses bei Coburg, Neustadt bei Coburg, Niederfüllbach, Oberfüllbach, Oberlauter, Obersiemau, Oberwasungen, Oberwohlsbach, Oeslau, Oettingshausen, Ottowind, Plesten, Rögen, Rodach, Rohrbach, Rosenau, Rossach, Roßfeld, Roth am Forst, Rothenhof, Rottenbach, Rudelsdorf, Rüttmannsdorf, Schafhof, Scherneck, Scheuerfeld, Schönstädt, Schweighof, Seidmannsdorf, Sonnefeld, Spittelstein, Steinach an der Steinach, Stöppach, Sulzdorf, Sülzfeld, Taimbach, Thann, Tiefenlauter, Tremersdorf, Trübenbach, Unterlauter, Untersiemau, Unterwasungen, Unterwohlsbach, Waldsachsen, Waltersdorf, Watzendorf, Weickenbach, Weidach, Weidhausen, Weimersdorf, Weischau, Weißenbrunn am Forst, Weißenbrunn vorm Wald, Weitramsdorf, Wellmersdorf, Wiesenfeld, Wildenheid, Wohlbach, Wörlsdorf, Wüstenahorn, Zedersdorf, Zeickhorn, Ziegelsdorf |
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Der Grenzstein zwischen Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha und Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach im Pavillon des Gasthofs Kanneberg
Sachsen-Coburg-Gotha nach 1918
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| Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Bayerns | Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens |
| 1918 | Herzog Carl Eduard verzichtet am 13. November 1918 auf den Thron. Das Land erklärt sich zum "Freistaat". |
| 1919 | Am 23. Februar 1919 wurde eine Landesversammlung an Stelle des Landtages gewählt. Aus dem Land werden nun zwei Freistaaten gebildet. |
| 1920 | Am 1. Juli 1920 wurde der Coburger Gebietsteil (Freistaat Sachsen Coburg) an Bayern angegliedert, der Gebietsteil Gotha (Freistaat Sachsen Gotha) wurde am 30. April 1920 dem Freistaat Thüringen eingegliedert. |
Weiter mit Bayern und Thüringen
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Freistaat Bayern Landeshauptstadt München 70 549,19 km² 12 469 000 Einwohner (2004) |
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Freistaat Thüringen Landeshauptstadt Erfurt 16 172 km² 2 355 000 Einwohner (2004) |

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