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Herzogtum Sachsen-Meiningen

1681 - 1918

Haupt- und Residenzstadt Meiningen

Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Meiningen

Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Meiningen

 

Herzogtum Sachsen-Meiningen

Thüringische Staaten im Deutschen Reich

Herzogtum Sachsen-Meiningen Landkarte

Herzogtum Sachsen-Meiningen Wappen

Thüringische Staaten Landkarte 1914 Thüringische Staaten - Detailkarte 1914
Thüringische Staaten Herzogtum Sachsen-Meiningen

Wappen Herzogtum Sachsen-Meiningen

Thüringische Staaten - Karte 1914 Thüringische Staaten - Detailkarte 1914

 

Herzogtum Sachsen-Meiningen

Geschichte

Das Herzogtum Sachsen-Meiningen besteht aus dem alten Herzogtum Meiningen, dem 1826 hinzugekommenen ehemaligen Herzogtum Hildburghausen und dem früher coburgischen Fürstentum Saalfeld. Getrennt vom Hauptland liegen die Herrschaft Kranichfeld (von preußischen, weimarischen, altenburgischen und schwarzburgischen Gebieten umgeben), die von preußische und weimarischen Landen eingeschlossenen Grafschaft Camburg und 11 zerstreut liegende kleinere Gebiete. Das alte Herzogtum Meiningen entstand infolge eines Vergleichs, den der dritte Sohn Herzog Ernsts des Frommen, Bernhard am 9. Februar 1681 mit seinem Bruder, Herzog Friedrich von Gotha, abschloss. Dadurch erhielt er die hennebergischen Ämter Meiningen, Wasungen, Sand und Frauenbreitungen sowie die thüringischen Ämter Salzungen und Altenstein mit vollen Hoheitsrechten und die auf Coburg ruhende Reichsstimme. Als die Linien Coburg, Eisenberg und Römhild ausstarben, erhielt das Herzogtum aus deren Erbe 2/3 von Römhild, Neustadt, Sonneberg, Neuhaus und Schalkau. 1807 trat Sachsen-Meiningen dem Rheinbund bei und ließ sein Truppenkontingent von 800 Mann in Spanien, Tirol und Russland kämpfen. 1813 schloss es sich den Verbündeten an und wurde 1815 ein Glied des Deutschen Bundes. Nach seinem Regierungsantritt gab Herzog Bernhard dem Land am 25. November 1823 eine ständische Verfassung. Als 1825 die Linie Sachsen-Gotha-Altenburg ausstarb, beansprucht Sachsen-Meiningen das ganze Erbe, musste sich aber im Teilungsvertrag vom 12. November 1826 mit Hildburghausen, Saalfeld, Themar, Kranichfeld und Camburg begnügen. Hierauf erhielt Sachsen-Meiningen eine neue Verwaltungsorganisation und am 23. August 1829 eine neue landständische Verfassung. 1834 erfolgte der Beitritt zum Deutschen Zollverein. 1848 kam es im Herzogtum zu Unruhen, die das Einschreiten bayrischer, sächsischer und weimarischer Truppen nötig machten. Der demokratisch gesinnte Landtag von 1849 erkläre die herzoglichen Güter für Staatseigentum und bewilligte dem Herzog eine feste Rente von 175 000 Gulden. Der daraufhin entstandene Konflikt wurde erst 1871 beigelegt. Man einigte sich darauf, dass vom Ertrag des steuerfreien Gütervermögens der Herzog eine feste Rente von 230 000 Gulden erhalten solle. Seit 1859 orientierte sich Meiningen immer mehr zu Österreich und protestierte 1862 gegen die Militärkonvention des Herzogtums Sachsen Coburg-Gotha mit dem Königreich Preußen. 1866 stimme Sachsen-Meiningen für den österreichischen Mobilisierungsantrag und entsandte seine Truppenkontingent nach Mainz. Im Deutscher Krieg 1866 besetzten preußische Truppen daraufhin im Juli die Exklave Camburg und am 19. September die Stadt Meiningen. Herzog Bernhard dankte daraufhin am 24. September 1866 ab. Bismarck wollte das preußenfeindliche Land ganz auflösen und erst die Fürsprache des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach bei seinem Schwager König Wilhelm von Preußen sicherte den Fortbestand des Landes. Herzog Bernhards Sohn, Herzog Georg, schloss am 8. Oktober 1866 Frieden mit Preußen und trat dem Norddeutschen Bund bei. Nach Abschluss der Militärkonvention 1867 wurde in Meiningen das preußische Regiment Nr. 32 stationiert. Die neuen Verhältnisse sowie die Zinsgarantie für die Werrabahn stürzten das Land in eine schwere Finanzkrise. 1873 heiratete Herzog Georg in 3. Ehe die Theaterschauspielerin Ellen Franz, spätere Helene Freifrau von Heldburg. Mit ihr begründete der "Theaterherzog" den europaweiten Ruf des Meininger Theaters. 1875 wurde ein neues Volksschulgesetz erlassen. 1896 regelte eine Erbfolgeordnung den Fortbestand der Dynastie, da Erbherzog Bernhard ohne männliche Nachkommen war. Herzog Bernhard III. regierte das Land seit 25. Juni 1914, am 10. November 1918 musste er infolge der Novemberrevolution auf den Thron verzichten.

Meiningen - Marktplatz
Meiningen - Herzogliches Palais
Meiningen - Marktplatz Meiningen - Herzogliches Palais

 

Herzogtum Sachsen-Meiningen

Daten

Bundesrat: 1 Stimme

Reichstag: 2 Abgeordnete

Landesparlament: 24 Abgeordnete:

  • 4 von den höchst besteuerten Grundbesitzern
  • 4 mit höchster Personalsteuer
  • 16 übrige Angehörige des Herzogtums

Eine Legislaturperiode dauert 6 Jahre, Wählen darf jeder Mann ab 25 Jahre, wählbar ist jeder der das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat und mindestens 1 Jahr dem Herzogtum angehört. Die Wahl ist direkt und geheim.

Haupt- und Residenzstadt: Meiningen - 17 000 Einwohner (1905)

Größe: 2 468,3 km² = 44,83 Quadratmeilen

Saalfeld - Markt
Saalfeld - Marktplatz mit Johanniskirche
Saalfeld - Markt Saalfeld - Marktplatz mit Johanniskirche

 

Gerichtsorganisation (1881):

Für Thüringen besteht ein gemeinsames Oberlandesgericht in Jena. Dieses umfasst auch die preußischen Kreise Schleusingen, Schmalkalden und Ziegenrück. Zusammen mit den preußischen Kreisen Schleusingen und Schmalkalden bilden die meiningischen Kreise Meiningen, Hildburghausen und Sonneberg den Bezirk des Landgerichts Meiningen mit den Amtsgerichten Eisfeld, Heldburg, Hildburghausen, Meiningen, Römhild, Salzungen, Schalkau, Sonneberg, Steinach, Themar und Wasungen. Der meiningische Kreis Saalfeld wird vom Landgericht in Rudolstadt mit den meiningischen Amtsgerichten Gräfenthal, Camburg, Kranichfeld, Pößneck und Saalfeld verwaltet.

Bewohner: Die Bevölkerung gehört im Süden des Thüringer Waldes dem fränkischen und nördlich davon dem thüringischen Volksstamm an. Östlich von Saalfeld leben auch Nachfahren germanisierter Slawen.

Einwohner:

  • 1871: 187 957
  • 1875: 194 494
  • 1880: 207 075
  • 1900: 250 731
  • 1905: 268 916 (132 064 männliche und 136 852 weibliche Einwohner)

Klima: Im Thüringer Wald rau, Saalfelder Gebiet mild. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt in Meiningen 7,5 Grad Celsius.

Gewässer: Von Werra und Saale durchflossen

Hildburghausen - Markt mit Rathaus
Hildburghausen - Neues Technikum
Hildburghausen - Markt mit Rathaus Hildburghausen - Neues Technikum

 

Bevölkerungsdichte: 108,9/ km²

Religion: Die Landeskirche ist die evangelisch-lutherische.

1900 1905
  • 244.810 Evangelische
  •      4.160 Römisch-katholische
  •      1.351 Juden
  • 262.243 Evangelische
  •     4.845 Römisch-katholische
  •     1.256 Juden

Militär:

1881: Das Herzogtum Sachsen-Meiningen gehört zum Ersatzbezirk des XI. Armeekorps. Garnisonsstädte sind:

1905: Die meiningischen Truppen bilden mit denen von Sachsen-Coburg-Gotha das 6. thüringische Infanterieregiment Nr. 95 und gehören der 22. Division und dem 11. Armeekorps (Kassel) an.

Sonneberg - Bürgerschule und Coburger Straße
Sonneberg - Kaiser Wilhelmplatz. Coburger Straße
Sonneberg - Bürgerschule und Coburger Straße Sonneberg - Kaiser Wilhelmplatz. Coburger Straße

 

 

Wirtschaft:

  • Berufs- und Gewerbezählung vom 14. Juni 1895 = 93 232 Erwerbstätige, darunter 24 449 weibliche. Die Zahl der Dienenden in Haushalten betrug 3 771, der Angehörigen ohne Hauptberuf 129 101 Personen.
  • 36,4 % = 33 902 Land- und Forstwirtschaft
  • 48,2 % = 44 930 Bergbau, Hüttenwesen, Industrie und Baugewerbe
  •   8,4 % =   7 866 Handel und Verkehr
  • 1,4 % =   1 277 häusliche Dienste, Lohnarbeit
  •   5,6 % =   5 257 Staats-, Gemeinde- und Kirchendienst, freie Berufe
  •                  2 184 Armee
  •                  6 838 ohne Beruf und Berufsangaben
  • Landwirtschaft: Von der Fläche entfallen (1900) 40,9 % auf Acker- und Gartenland, 11 % auf Wiesen, 1,7 % auf Weisen und 42,1 % auf Wald. Angebaut wurden (1906) Weizen, Roggen, Sommergerste, Hafer, Kartoffeln, Flachs, Rüben und Tabak. Geringer Weinanbau befindet sich in der nördlichen Exklave Grafschaft Camburg. Die Rind- und Schweinezucht sind am bedeutendsten; im Camburgischen werden auch Pferde gezüchtet. 1904 zählte man: 8 452 Pferde, 69 743 Rinder, 21 803 Schafe, 88 065 Schweine und 39 085 Ziegen. Von großer Bedeutung ist die Forstwirtschaft
  • Bergbau: Abgebaut werden Steinkohle, Eisen-, Kupfer- und Kobalterze, Griffel-, Dach- und Tafelschiefer, Farberden und Porzellansand, Torf. Die Salinen in Salzungen und Neusulza gewinnen Salz aus gesättigter Sole (1905: 17 427 Tonnen im Wert von 405 452 Mark. Die Solequellen zu Friedrichshall liefern das bekannte, weit versendete Bitterwasser.
  • Industrie: Bedeutend sind das Hüttenwesen (Maximilianshütte bei Unterwellenborn) , die Fertigung von Holzspielwaren, Tuchfabrikation, Lederverarbeitung, Spinnerei, Weberei und Papiermaché. Die Nähmaschinenindustrie ist in Saalfeld sehr entwickelt. In Pößneck ist die Flanellfabrikation von besonderer Wichtigkeit, aber auch die Berberei und Lederfabrikation. Glashütten in Lauscha und Umgebung. Porzellanmanufakturen produzieren überwiegend in den Kreisen Saalfeld, Sonneberg und Hildburghausen. Spielzeugfabrikation in Sonneberg und Umgebung. Gut vertreten ich auch das Brauereigewerbe.

    Die Stadt Meiningen ist Sitz der herzoglichen Landeskreditanstalt, der deutschen Hypothekenbank, einer Reichsbanknebenstelle und der Bank für Thüringen.

     

Pößneck - Rathaustreppe und Krautgasse
Kranichfeld - Niederburg
Pößneck - Rathaustreppe und Krautgasse Kranichfeld - Niederburg

Herzogtum Sachsen-Meiningen

Postwesen und Briefmarken

Gemäß der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschlüssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867 im Herzogtum Sachsen Meiningen. Ab 01. Juli 1867 übernahm die preußische Post den Postdienst. Das gesamte preußische Postwesen ging am 01. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.

bis 1866 1866 - 1871 1871 - 1874 ab 1875
Thurn und Taxis mit Währung Gulden Norddeutscher Postbezirk mit Währung Gulden Deutsche Reichspost mit Währung Gulden Deutsche Reichspost mit Währung Mark
Thurn und Taxis, 30 Kreuzer Norddeutscher Postbezirk, 7 Kreuzer Reichspost, 7 Kreuzer Reichspost, 10 Pfennig
30 Kreuzer 7 Kreuzer 7 Kreuzer 10 Pfennig

 

Herzogtum Sachsen-Meiningen

Währungen und Münzen

Die nördlichen Exklave, mit dem Amt Camburg mit Talerwährung.

vor 1875 ab 1875
1 Gulden = 60 Kreuzer = 240 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig



Herzogtum Sachsen Meiningen - 1 Pfennig, 1868 Georg II Herzog von Sachsen Meiningen -  5 Mark, 1901
Herzogtum Sachsen Meiningen - 1 Pfennig, 1868 Georg II Herzog von Sachsen Meiningen -  5 Mark, 1901
Herzogtum Sachsen Meiningen - 1 Kreuzer, 1854 Georg II Herzog von Sachsen Meiningen - 10 Mark, 1902
Herzogtum Sachsen Meiningen - 1 Kreuzer, 1854 Georg II Herzog von Sachsen Meiningen - 10 Mark, 1902
Herzog Bernhard zu Sachsen Meiningen - 1 Gulden, 1854 Georg Herzog von Sachsen Meiningen - 20 Mark, 1889
Herzog Bernhard zu Sachsen Meiningen - 1 Gulden, 1854 Georg Herzog von Sachsen Meiningen - 20 Mark, 1889

 

Herzogtum Sachsen-Meiningen

Regenten

Herzöge von Sachsen-Meiningen 1680 - 1918

regierendes Fürstenhaus: Wettin, Ernestinische Linie, Stammvater Herzog Bernhard (1649 - 1706)

Regentschaft

Name

Lebensdaten
10.03.1746 - 27.01.1763
Anton Ulrich (Sohn Bernhards I.) 1. Ehe 1711 morganatisch mit Philipine Elisabeth Cäsarea † 1744
2. Ehe 1750 mit Charlotte Amalie von Hessen-Philippstal
22.10.1687 - 27.01.1763
27.01.1763 - 21.07.1782

August Friedrich 27.01.1763 - 19.11.1775

Regentin: Charlotte Amalie von Hessen-Philippstal

1730 - 1801

1754 - 1782
27.01.1763 - 24.12.1803
Georg I. (Sohn Anton Ulrichs) 1782 Ehe mit Prinzessin Louise Eleonore zu Hohenlohe-Langenburg
04.02.1761 - 24.12.1803
24.12.1803 - 20.09.1866

24.12.1803 - 17.12.1821

Regentin: Luise Eleonore von Hohenlohe-Langenburg

1763 - 1837

Herzog Bernhard II. (Sohn Georgs I.) 1825 Ehe mit Prinzessin Marie von Hessen-Kassel (1804 - 1888)
17.12.1800 - 03.12.1882
20.09.1866 - 25.06.1914
Herzog Georg II. 1. Ehe 1850 mit Charlotte von Preußen († 1855)
2. Ehe 1858 mit Feodore von Hohenlohe-Langenburg († 1872)
3. Ehe 1873 morganatisch mit Ellen Franz, spätere Helene Freifrau von Heldburg († 1923)
02.04.1826 - 24.04.1914
25.06.1914 - 12.11.1918
Herzog Bernhard III. 1878 Ehe mit Prinzessin Charlotte von Preußen (1860-1919), der Schwester Kaiser Wilhelms II.
01.04.1851 - 16.01.1928

 

Ellen Franz, spätere Helene Freifrau von Heldburg Georg II. von Sachsen-Meiningen Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen
Ellen Franz, spätere Helene Freifrau von Heldburg Georg II. von Sachsen-Meiningen
preußischer General der Infanterie
geboren den 2. April 1826 zu Meiningen
Regiert seit 1866, 1850 Brigade-Kommandeur, eifriger Freund und Beschützer der dramatischen Kunst, Gründer einer Musterbühne; in dritter Ehe mit der Schauspielerin Ellen Franz morganatisch (nicht standesgemäß, ohne volle Rechte) verheiratet.
Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen
Charlotte Herzogin von Sachsen-Meiningen Herzog Bernhard von Sachsen-Meiningen
Charlotte Herzogin von Sachsen-Meiningen Herzog Bernhard von Sachsen-Meiningen
Herzog Bernhard von Sachsen-Meiningen Prinz Friedrich von Sachsen-Meiningen Prinz Georg Sachsen-Meiningen Prinzessin Luise Marie und Prinz Bernhard von Sachsen-Meiningen
Herzog Bernhard III. von Sachsen-Meiningen Prinz Friedrich von Sachsen-Meiningen Prinz Georg Sachsen-Meiningen Prinzessin Luise Marie und Prinz Bernhard von Sachsen-Meiningen

 

 Herzogtum Sachsen-Meiningen

Staatsminister - Sachsen-Meiningen

Die oberste Behörde für die Staatsverwaltung ist das Staatsministerium mit fünf Abteilungen.
1. Angelegenheiten des herzoglichen Hauses und des Äußeren
2. Innere Verwaltung
3. Justiz
4. Kirchen- und Schulsachsen
5. Finanzen

Amtszeit

Name

Lebensdaten
14.09.1848 - 23.10.1849 Hans Karl Haubold Freiherr von Spesshardt 1797 - 1860
24.10.1849 - 12.05.1854 Rudolf Hermann Freiherr von Wechmar 1800 - 1861
12.05.1854 - 9/1861 Andreas Paul Adolph von Harbou 1809 - 1877
9/1861 -  01.10.1864 Anton Ferdinand Freiherr von Krosigk (1. Amtszeit) 1820 - 1892
 01.10.1864 - 27.07.1865 Vakant -
27.07.1865 - 18.08.1866 Friedrich Fürchtegott von Uttenhoven 1818 - 1889
18.08.1866 - 20.10.1866 Ernst Gustav Gottlieb Louis von Buck 1801 - 1887
20.10.1866 - 1873 Anton Ferdinand Freiherr von Krosigk (2. Amtszeit)  s.o.
1873 - 1890 Albrecht Otto von Giseke 1822 - 1890
1890 - 1902 Johann Wilhelm Friedrich von Heim 1835 - 1912
1902 -  05.10.1912 Rudolf Freiherr von Ziller 1832 - 1912
14.10.1912 - 12.11.1918 Karl Schaller 1846 - 1922


Herzogtum Sachsen-Meiningen

 

Administrative Gliederung

Das Herzogtum Sachsen-Meiningen gehört zu den Thüringischen Staaten und besteht aus einem größeren geschlossenen Landesteil und zahlreichen Exklaven, welche die Ämter Camburg und Kranichfeld bilden. Es gliedert sich in 4 Kreise, enthält 17 Städte und 445 Landgemeinden.

Kreis Meiningen mit mit einer Fläche von 749 km² (13,60 Quadratmeilen) und 70 933 Einwohner Einwohnern (1900):

Meiningen, Allendorf, Alten- und Frauenbreitungen (Breitungen/Werra), Altenstein (Schloß), Amalienruhe, Aroldshausen, Bairoda, Bauerbach, Belrieth, Berkach, Bernshausen, Bettenhausen, Bibra, Bonndorf, Breuberg (Försterei), Clausberg (Gut), Craimar (Domänengut), Defertshausen, Dietlas, Dörrensolz, Dreißigacker, Eckardts, Einhausen, Einödhausen, Ellingshausen, Ettmarshausen, Fasanerie, Friedelshausen, Geba, Georgenzell, Gleimershausen, Glücksbrunner Werke, Gräfen- und Nitzendorf, Grimmenthal (Hospital), Grumbach, Grundhof, Gumpelstadt, Haselbach, Helba, Helmers, Henneberg, Hermannsfeld, Hermannsroda, Herpf, Hohleborn, Hümpfershausen, Immelborn, Jüchsen, Kaltenborn, Kaltenlengsfeld, Kätzeroda (Gut), Knollbach, Landsberg (Gut), Langenfeld, Leimbach, Leutersdorf, (Bad) Liebenstein, Marienthal (Gut), Mehmels, Meimers, Melkers, Metzels, Möckers, Möhra, Neubrunn, Neuendorf, Niederschmalkalden, Niedersülzfeld, Nordheim, Oberellen, Oberharles, Oberkatz, Obermaßfeld, Oberrohn, Oepfershausen, Profisch (Domänengut), Queienfeld, Rentwertshausen, Reumles, Rippershausen, Ritschenhausen, Röhrigs- und Hüttenhof, Rosa, Roßdorf, Roßhof (Gut), Ruppers, (Bad) Salzungen, Schmerbach (Gut), Schwallungen, Schwarzbach, Schweina, Schwickershausen, Seeba, Sinnershausen (Gut), Solz, Sorga (Domänengut), Stedtlingen, Steinbach, Stepfershausen, Sülzfeld, Thurmgut (Domänengut), Träbes, Uebelroda, Unterharles, Unterkatz, Untermaßfeld, Unterrohn, Utendorf, Vachdorf, Wahns, Waldfisch, Wallbach, Walldorf (Werra), Wasungen, Welkershausen, Wernshausen, Wildprechtroda, Witzelrode, Wölfershausen


Meiningen - Herzogliches Palais Meiningen - Ernestinerstrasse Meiningen Meiningen - Theater Meiningen - Brand des Theaters 1908
Meiningen - Herzogliches Palais Meiningen - Ernestinerstrasse Meiningen Meiningen - Theater Meiningen - Brand des Theaters 1908
Stadt Meiningen Meiningen - Georgstraße Meiningen - Bernhardstrasse Meiningen - Schloss Landsberg Meiningen - Meierei bei Burg Landsberg - Charlottenheim
Stadt Meiningen Meiningen - Georgstraße Meiningen - Bernhardstrasse (1910) Meiningen - Schloss Landsberg Meiningen - Meierei bei Burg Landsberg - Charlottenheim
  Meiningen - Total-Ansicht Bad Salzungen -Marktplatz Bad Liebenstein  
  Meiningen - Total-Ansicht Bad Salzungen -Marktplatz Bad Liebenstein  

ehemaliges Herzogtum Hildburghausen

Kreis Hildburghausen mit mit einer Fläche von 777 km² (14,12 Quadratmeilen) und 60 409 Einwohner Einwohnern (1900):

Hildburghausen,  Adelhausen, Albingshausen, Bedheim, Behrungen, Beinerstadt, Biberschlag, Billmuthhausen, Birkenfeld, Bockstadt, Brattendorf, Brünn, Buchenhof (Domänengut), Bürden, Colberg, Crock, Dingsleben, Ebenhards, Ehrenberg, Eicha, Einöd (Rittergut), Einsiedel, Eisfeld, Eishausen, Engenstein, Erlebach (Rittergut), Ernstthal, Exdorf, Fehrenbach, Friedenthal (Gut), Friedrichshöhe, Gabel, Gellershausen, Gießübel, Gleichamberg, Gleicherwiesen, Gompertshausen, Goßmannsrode, Grimmelshausen, Grub, Haina, Harras, Häselrieth, Haubinda (Rittergut), Heid, Heldburg, Hellingen, Henfstädt, Herbartswind, Heßberg, Hetschbach, Heubach, Hindfeld, Hinterrod, Hirschendorf, Holzhausen, Käßlitz, Kloster Veilsdorf, Leimrieth, Leitenhausen (Rittergut), Lengfeld, Lichtenau, Linden, Lindenau, Marisfeld, Massenhausen, Mendhausen, Merbelsrod, Milz, Mönchshof (Domänengut), Neuhof (Domänengut), Neustadt am Rennsteig (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, der andere Teil gehört zum Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen), Obendorf, Oberneubrunn, Oberstadt, Oberwind, Pfersdorf, Poppenhausen, Poppenwind, Reurieth, Rieth, Römhild, Roth, Saargrund, Sachsendorf, Sankt Bernhard, Schackendorf, Schirnrod, Schlechtsart, Schmeheim, Schnett, Schwarzbach, Schwarzenbrunn, Schweickershausen, Seidingstadt, Siegritz, Simmershausen, Steinfeld, Stelzen, Steudach, Stressenhausen, Streufdorf, Sülzdorf, Tachbach, Tellerhammer, Themar, Tossenthal, Trostadt (Domänengut), Ummerstadt, Unterneubrunn, Veilsdorf, Völkershausen, Volkmannshausen, Wachenbrunn, Waffenrod, Wallrabs, Weitersroda, Weitesfeld, Westenfeld, Westhausen, Wolfmannshausen, Zeilfeld

Hildburghausen - Marktplatz Hildburghausen - Marienplatz Hildburghausen - Technikum und Stadtkirche Römhild - Marktplatz Heldburg S.-M.
Hildburghausen - Marktplatz Hildburghausen - Marienplatz Hildburghausen - Technikum und Stadtkirche Römhild - Marktplatz Heldburg S.-M.
         
         


Kreis Sonneberg mit mit einer Fläche von 344 km² (6,24 Quadratmeilen) und 68 033 Einwohner Einwohnern (1900):

Sonneberg, Almerswind, Bachfeld, Bettelhecken, Blatterndorf, Buch, Döhlau, Effelder, Ehnes, Eichitz, Emstadt, Ernstthal, Eschenthal, Föritz, Forschengereuth, Gefell, Gessendorf, Görsdorf, Grümpen, Gundelswind, Hämmern, Haselbach, Heinersdorf, Heubisch, Hönbach, Hüttengrund, Hüttensteinach, Igelshieb, Jagdshof, Judenbach, Katzberg, Köppelsdorf, Korberoth, Lauscha, Liebau, Lindenberg, Malmerz, Mark, Mausendorf, Mengersgereuth, Meschenbach, Mogger, Mönchsberg, Mupperg, Mürschnitz, Neuenbau, Neufang, Neuhaus, Neundorf, Oberlind, Oberroth, Oerlsdorf, Rabenäußig, Rauenstein, Roth, Rotheul, Rottmar, Rückerswind, Schalkau, Schichtshöhn, Schierschnitz, Schwärzdorf, Selsendorf, Seltendorf, Sichelreuth, Siegmundsburg, Steinach, Steinbach, Steinheid, Theuern, Truckendorf, Truckenthal, Unterlind, Weidhausen, Welchendorf


Sonneberg vom Schlossberg Sonneberg - Kaiser Wilhelmplatz Sonneberg - Juttaplatz Schönen Gruß aus Sonneberg Sonneberg - Bernhardstrasse 15
Sonneberg vom Schlossberg Sonneberg - Kaiser Wilhelmplatz Sonneberg - Juttaplatz Schönen Gruß aus Sonneberg Sonneberg - Bernhardstrasse 15
         
         


ehemaliges coburgisches Fürstentum Saalfeld

Kreis Saalfeld mit mit einer Fläche von 598 km² (10,87 Quadratmeilen) und 69 541 Einwohner Einwohnern (1900):

Saalfeld, Achelstädt, Arnsgereuth, Aue, Aue am Berg, Barchfeld an der Ilm, Bernsdorf, Beulwitz, Birkenheide, Birkigt, Boblas, Bock und Teich, Brennersgrün, Buchbach, Camburg, Casekirchen, Catharinau, Cauerwitz, Clöswitz, Crauschwitz, Creunitz, Crölpa-Löbschütz, Crösten, Döbrichau, Döbritschen, Dorfkulm, Eckolstädt, Erkmannsdorf, Freiroda, Friedebach, Garnsdorf, Gebersdorf, Gorndorf, Gösselsdorf, Graba, Gräfenthal, Graitschen, Großgeschwenda, Großkochberg, Großneundorf, Gügleben, Hasenthal, Heiligenkreuz, Herschdorf, Hohenfelden (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Hohenofen, Hütten, Janisroda, Jehmichen, Kaatschen, Kleingeschwenda, Kleingestewitz, Kleinneundorf, Kleinprießnitz, Köckenitzsch, Köditz, Königsthal, Kranichfeld (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Langenschade, Lausnitz, Lehesten, Leislau, Lichtenhain (Gräfenthal), Lichtenhain (bei Jena), Lichtentanne, Limbach, Lippelsdorf, Lositz, Marktgölitz, Meernach, Milda, Molau, Mosen, Münchengosserstädt, Naundorf, Neidschütz, Oberloquitz, Oberneusulza (Saline), Obernitz, Oberpreilipp, Oberwellenborn, Osthausen, Piesau, Pippelsdorf, Posewitz, Pößneck, Prießnitz, Probstzella, Reichenbach (Amtsgericht Gräfenthal), Reichenbach (Amtsgericht Saalfeld), Reichmannsdorf, Remschütz, Riechheim, Röblitz, Rodameuschel, Rödelwitz, Schaderthal, Schieben, Schinditz, Schlaga, Schlettwein, Schleuskau, Schloßkulm, Schmiedebach, Schmiedefeld, Schmiedehausen, Seidewitz, Seiselitz, Sieglitz, Sommersdorf, Spechtsbrunn, Stedten (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Stöben, Taubenbach, Thierschneck, Treppendorf, Tultewitz, Tümpling, Unterneusulza, Unterpreilipp, Unterwellenborn, Unterwirbach, Utenbach, Vierzehnheiligen, Volkmannsdorf, Wallendorf, Weichau, Weischwitz, Weißbach, Weißen, Wichmar, Wickersdorf, Wittmannsgereuth, Witzendorf, Wöhlsdorf, Wonnitz, Würchhausen, Zopten, Zöthen

Saalfeld a.S. - Marktplatz Saalfeld - Saalestrasse mit Apotheke Saalfeld - Marktplatz mit Rathaus Saalfeld - Saalebrücke Saalfeld, herzogliches Schloss, Schloss Obernitz, Marktplatz
Saalfeld a.S. - Marktplatz Saalfeld - Saalestraße mit Apotheke Saalfeld - Marktplatz mit Rathaus Saalfeld - Saalebrücke Saalfeld, herzogliches Schloss, Schloss Obernitz, Marktplatz
  Pößneck Gruss aus Pössneck - Realschule Camburg a.S. - Blick vom Turmberg  
  Pößneck Gruß aus Pößneck - Realschule Camburg a.S. - Blick vom Turmberg  

 

 

Sachsen-Meiningen nach 1918

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens

 

1918 Herzog Bernhard III. verzichtet am 12. November 1918 auf seinen Thron. Das Land Sachsen-Meiningen erklärt sich zum "Freistaat".
1920 Im Freistaat Sachsen-Meiningen kommt es zu heftigen politischen Auseinandersetzungen, ob man sich (wie Coburg) nun Bayern oder aber dem geplanten Freistaat Thüringen anschließen sollte. Schließlich entscheidet man sich für Thüringen. Bis 30. April 1920 bleibt Sachsen-Meiningen ein selbstständiger Freistaat, danach wird es dem Freistaat Thüringen eingegliedert.
1920 1. Mai 1920 - Vereinigung der ehemaligen Monarchien Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha (ohne Coburg), Fürstentum Schwarzburg-SondershausenFürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Fürstentum Reuß ältere Linie, Fürstentum Reuß jüngere Linie zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt.
1921 1. Verfassung des Landes Thüringen vom 11. März 1921, § 1: "Das Land Thüringen ist ein Freistaat und ein Glied des Deutschen Reiches."
1944 Der preußische Regierungsbezirk Erfurt und der hessisch-nassauische Kreis Schmalkalden werden dem Gau Thüringen zugeordnet.
1945 Thüringen wird von US-Truppen erobert, aber kurz darauf sowjetischen Truppen übergeben und somit Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die thüringische Exklave Ostheim wird von den US-Amerikanern der bayrischen Verwaltung unterstellt, die Exklave Allstedt fällt an das neugebildete Land Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen die hessischen Dörfer Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach/Hennigerode zum Landkreis Heiligenstadt und die thüringischen Dörfer Neuseesen und Werleshausen zum Landkreis Witzenhausen in Hessen. Als Austausch für den den östlichen Teil des Kreises Blankenburg im Harz wurden die Gemeinden Bad Sachsa und Tettenborn aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Erfurt dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) eingegliedert. Außerdem kam Besenhausen bei Kirchgandern zu dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen).
1949 Das Land Thüringen ist ein Land der Deutschen Demokratischen Republik
1952 Auf Beschluss der Volkskammer mussten die Länder eine Neugliederung ihrer Gebiete in Bezirke und Kreise vorzunehmen. "Das noch vom kaiserlichen Deutschland stammende System der administrativen Gliederung in Länder mit eigenen Landesregierungen sowie in große Kreise gewährleistet nicht die Lösung der neuen Aufgaben unseres Staates." (Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Länder in der Deutschen Demokratischen Republik" vom 23. Juli 1952). Die Länderkammer existiert bis 1956 weiter.
1990 Wiedergründung des Freistaat Thüringen mit Erfurt als Landeshauptstadt.
1994 Trotz Montagsdemos, Autokennzeichenkrieg und unzähligen Protestbriefen wird im Freistaat die Kreisreform durchgesetzt.


Der Freistaat Thüringen aktuell:

Der heutige Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt besteht aus

Freistaat Thüringen

Landeshauptstadt Erfurt

16 172 km²

2 355 000 Einwohner (2004)

siehe Geschichte Thüringens

 

             

 

 

 


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