1681 - 1918
Haupt- und Residenzstadt Meiningen

Fahne - Landesfarben Herzogtum Sachsen-Meiningen
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Geschichte
Das Herzogtum Sachsen-Meiningen besteht aus dem alten Herzogtum Meiningen, dem 1826 hinzugekommenen ehemaligen Herzogtum Hildburghausen und dem früher coburgischen Fürstentum Saalfeld. Getrennt vom Hauptland liegen die Herrschaft Kranichfeld (von preußischen, weimarischen, altenburgischen und schwarzburgischen Gebieten umgeben), die von preußische und weimarischen Landen eingeschlossenen Grafschaft Camburg und 11 zerstreut liegende kleinere Gebiete. Das alte Herzogtum Meiningen entstand infolge eines Vergleichs, den der dritte Sohn Herzog Ernsts des Frommen, Bernhard am 9. Februar 1681 mit seinem Bruder, Herzog Friedrich von Gotha, abschloss. Dadurch erhielt er die hennebergischen Ämter Meiningen, Wasungen, Sand und Frauenbreitungen sowie die thüringischen Ämter Salzungen und Altenstein mit vollen Hoheitsrechten und die auf Coburg ruhende Reichsstimme. Als die Linien Coburg, Eisenberg und Römhild ausstarben, erhielt das Herzogtum aus deren Erbe 2/3 von Römhild, Neustadt, Sonneberg, Neuhaus und Schalkau. 1807 trat Sachsen-Meiningen dem Rheinbund bei und ließ sein Truppenkontingent von 800 Mann in Spanien, Tirol und Russland kämpfen. 1813 schloss es sich den Verbündeten an und wurde 1815 ein Glied des Deutschen Bundes. Nach seinem Regierungsantritt gab Herzog Bernhard dem Land am 25. November 1823 eine ständische Verfassung. Als 1825 die Linie Sachsen-Gotha-Altenburg ausstarb, beansprucht Sachsen-Meiningen das ganze Erbe, musste sich aber im Teilungsvertrag vom 12. November 1826 mit Hildburghausen, Saalfeld, Themar, Kranichfeld und Camburg begnügen. Hierauf erhielt Sachsen-Meiningen eine neue Verwaltungsorganisation und am 23. August 1829 eine neue landständische Verfassung. 1834 erfolgte der Beitritt zum Deutschen Zollverein. 1848 kam es im Herzogtum zu Unruhen, die das Einschreiten bayrischer, sächsischer und weimarischer Truppen nötig machten. Der demokratisch gesinnte Landtag von 1849 erkläre die herzoglichen Güter für Staatseigentum und bewilligte dem Herzog eine feste Rente von 175 000 Gulden. Der daraufhin entstandene Konflikt wurde erst 1871 beigelegt. Man einigte sich darauf, dass vom Ertrag des steuerfreien Gütervermögens der Herzog eine feste Rente von 230 000 Gulden erhalten solle. Seit 1859 orientierte sich Meiningen immer mehr zu Österreich und protestierte 1862 gegen die Militärkonvention des Herzogtums Sachsen Coburg-Gotha mit dem Königreich Preußen. 1866 stimme Sachsen-Meiningen für den österreichischen Mobilisierungsantrag und entsandte seine Truppenkontingent nach Mainz. Im Deutscher Krieg 1866 besetzten preußische Truppen daraufhin im Juli die Exklave Camburg und am 19. September die Stadt Meiningen. Herzog Bernhard dankte daraufhin am 24. September 1866 ab. Bismarck wollte das preußenfeindliche Land ganz auflösen und erst die Fürsprache des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach bei seinem Schwager König Wilhelm von Preußen sicherte den Fortbestand des Landes. Herzog Bernhards Sohn, Herzog Georg, schloss am 8. Oktober 1866 Frieden mit Preußen und trat dem Norddeutschen Bund bei. Nach Abschluss der Militärkonvention 1867 wurde in Meiningen das preußische Regiment Nr. 32 stationiert. Die neuen Verhältnisse sowie die Zinsgarantie für die Werrabahn stürzten das Land in eine schwere Finanzkrise. 1873 heiratete Herzog Georg in 3. Ehe die Theaterschauspielerin Ellen Franz, spätere Helene Freifrau von Heldburg. Mit ihr begründete der "Theaterherzog" den europaweiten Ruf des Meininger Theaters. 1875 wurde ein neues Volksschulgesetz erlassen. 1896 regelte eine Erbfolgeordnung den Fortbestand der Dynastie, da Erbherzog Bernhard ohne männliche Nachkommen war. Herzog Bernhard III. regierte das Land seit 25. Juni 1914, am 10. November 1918 musste er infolge der Novemberrevolution auf den Thron verzichten.
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Meiningen - Herzogliches Palais
Daten
Bundesrat: 1 Stimme
Reichstag: 2 Abgeordnete
Landesparlament: 24 Abgeordnete:
Eine Legislaturperiode dauert 6 Jahre, Wählen darf jeder Mann ab 25 Jahre, wählbar ist jeder der das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat und mindestens 1 Jahr dem Herzogtum angehört. Die Wahl ist direkt und geheim.
Haupt- und Residenzstadt: Meiningen - 17 000 Einwohner (1905)
Größe: 2 468,3 km² = 44,83 Quadratmeilen
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Saalfeld - Partien an der neuen Brücke
Gerichtsorganisation (1881):
Für Thüringen besteht ein gemeinsames Oberlandesgericht in Jena. Dieses umfasst auch die preußischen Kreise Schleusingen, Schmalkalden und Ziegenrück. Zusammen mit den preußischen Kreisen Schleusingen und Schmalkalden bilden die meiningischen Kreise Meiningen, Hildburghausen und Sonneberg den Bezirk des Landgerichts Meiningen mit den Amtsgerichten Eisfeld, Heldburg, Hildburghausen, Meiningen, Römhild, Salzungen, Schalkau, Sonneberg, Steinach, Themar und Wasungen. Der meiningische Kreis Saalfeld wird vom Landgericht in Rudolstadt mit den meiningischen Amtsgerichten Gräfenthal, Camburg, Kranichfeld, Pößneck und Saalfeld verwaltet.
Bewohner: Die Bevölkerung gehört im Süden des Thüringer Waldes dem fränkischen und nördlich davon dem thüringischen Volksstamm an. Östlich von Saalfeld leben auch Nachfahren germanisierter Slawen.
Einwohner:
Klima: Im Thüringer Wald rau, Saalfelder Gebiet mild. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt in Meiningen 7,5 Grad Celsius.
Gewässer: Von Werra und Saale durchflossen
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Aus Saalfelds Umgebung. Blick vom Bohlen saalaufwärts auf Obernitz und Reschwitz
Bevölkerungsdichte: 108,9/ km²
Religion: Die Landeskirche ist die evangelisch-lutherische.
| 1900 | 1905 |
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Militär:
1881: Das Herzogtum Sachsen-Meiningen gehört zum Ersatzbezirk des XI. Armeekorps. Garnisonsstädte sind:
1905: Die meiningischen Truppen bilden mit denen von Sachsen-Coburg-Gotha das 6. thüringische Infanterieregiment Nr. 95 und gehören der 22. Division und dem 11. Armeekorps (Kassel) an.
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Kranichfeld - Niederburg
Wirtschaft:
- 36,4 % = 33 902 Land- und Forstwirtschaft
- 48,2 % = 44 930 Bergbau, Hüttenwesen, Industrie und Baugewerbe
- 8,4 % = 7 866 Handel und Verkehr
- 1,4 % = 1 277 häusliche Dienste, Lohnarbeit
- 5,6 % = 5 257 Staats-, Gemeinde- und Kirchendienst, freie Berufe
- 2 184 Armee
- 6 838 ohne Beruf und Berufsangaben
Die Stadt Meiningen ist Sitz der herzoglichen Landeskreditanstalt, der deutschen Hypothekenbank, einer Reichsbanknebenstelle und der Bank für Thüringen.
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Pößneck - Rathaustreppe und Krautgasse
Postwesen und Briefmarken
Gemäß der Aufstellung der Generalverordnung vom 30. Dezember 1861 besorgte die Thurn und Taxissche Post auf Grund von Beschlüssen des Wiener Kongresses (1815) den Postdienst bis zum 30. Juni 1867 im Herzogtum Sachsen Meiningen. Ab 01. Juli 1867 übernahm die preußische Post den Postdienst. Das gesamte preußische Postwesen ging am 01. Januar 1868 auf den Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) über. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht.
| bis 1866 | 1866 - 1871 | 1871 - 1874 | ab 1875 |
| Thurn und Taxis mit Währung Gulden | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Gulden | Deutsche Reichspost mit Währung Gulden | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 30 Kreuzer | 7 Kreuzer | 7 Kreuzer | 10 Pfennig |
Währungen und Münzen
Die nördlichen Exklave, mit dem Amt Camburg mit Talerwährung.
| vor 1875 | ab 1875 |
| 1 Gulden = 60 Kreuzer = 240 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
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| Herzogtum Sachsen Meiningen - 1 Pfennig, 1868 | Georg II Herzog von Sachsen Meiningen - 5 Mark, 1901 |
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| Herzogtum Sachsen Meiningen - 1 Kreuzer, 1854 | Georg II Herzog von Sachsen Meiningen - 10 Mark, 1902 |
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| Herzog Bernhard zu Sachsen Meiningen - 1 Gulden, 1854 | Georg Herzog von Sachsen Meiningen - 20 Mark, 1889 |
Regenten
Herzöge von Sachsen-Meiningen 1680 - 1918
regierendes Fürstenhaus: Wettin, Ernestinische Linie, Stammvater Herzog Bernhard (1649 - 1706)
| Regentschaft | Name | Lebensdaten | |||||
| 10.03.1746 - 27.01.1763 |
| 22.10.1687 - 27.01.1763 | |||||
| 27.01.1763 - 21.07.1782 |
| 1754 - 1782 | |||||
| 27.01.1763 - 24.12.1803 |
| 04.02.1761 - 24.12.1803 | |||||
| 24.12.1803 - 20.09.1866 |
| 17.12.1800 - 03.12.1882 | |||||
| 20.09.1866 - 25.06.1914 |
| 02.04.1826 - 24.04.1914 | |||||
| 25.06.1914 - 12.11.1918 |
| 01.04.1851 - 16.01.1928 |
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| Charlotte Herzogin von Sachsen-Meiningen | Herzog Bernhard von Sachsen-Meiningen |
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| Herzog Bernhard III. von Sachsen-Meiningen | Prinz Friedrich von Sachsen-Meiningen | Prinz Georg Sachsen-Meiningen | Prinzessin Luise Marie und Prinz Bernhard von Sachsen-Meiningen |
Staatsminister - Sachsen-Meiningen
Die oberste Behörde für die Staatsverwaltung ist das Staatsministerium mit fünf Abteilungen.
1. Angelegenheiten des herzoglichen Hauses und des Äußeren
2. Innere Verwaltung
3. Justiz
4. Kirchen- und Schulsachsen
5. Finanzen
Amtszeit | Name | Lebensdaten |
| 14.09.1848 - 23.10.1849 | Hans Karl Haubold Freiherr von Spesshardt | 1797 - 1860 |
| 24.10.1849 - 12.05.1854 | Rudolf Hermann Freiherr von Wechmar | 1800 - 1861 |
| 12.05.1854 - 9/1861 | Andreas Paul Adolph von Harbou | 1809 - 1877 |
| 9/1861 - 01.10.1864 | Anton Ferdinand Freiherr von Krosigk (1. Amtszeit) | 1820 - 1892 |
| 01.10.1864 - 27.07.1865 | Vakant | - |
| 27.07.1865 - 18.08.1866 | Friedrich Fürchtegott von Uttenhoven | 1818 - 1889 |
| 18.08.1866 - 20.10.1866 | Ernst Gustav Gottlieb Louis von Buck | 1801 - 1887 |
| 20.10.1866 - 1873 | Anton Ferdinand Freiherr von Krosigk (2. Amtszeit) | s.o. |
| 1873 - 1890 | Albrecht Otto von Giseke | 1822 - 1890 |
| 1890 - 1902 | Johann Wilhelm Friedrich von Heim | 1835 - 1912 |
| 1902 - 05.10.1912 | Rudolf Freiherr von Ziller | 1832 - 1912 |
| 14.10.1912 - 12.11.1918 | Karl Schaller | 1846 - 1922 |
Administrative Gliederung
Das Herzogtum Sachsen-Meiningen gehört zu den Thüringischen Staaten und besteht aus einem größeren geschlossenen Landteil und zahlreichen Exklaven, welche die Ämter Camburg und Kranichfeld bilden. Es gliedert sich in 4 Kreise, enthält 17 Städte und 445 Landgemeinden.
| Kreis Meiningen mit mit einer Fläche von 749 km² (13,60 Quadratmeilen) und 70 933 Einwohner Einwohnern (1900): |
Meiningen, Allendorf, Alten- und Frauenbreitungen (Breitungen/Werra), Altenstein (Schloß), Amalienruhe, Aroldshausen, Bairoda, Bauerbach, Belrieth, Berkach, Bernshausen, Bettenhausen, Bibra, Bonndorf, Breuberg (Försterei), Clausberg (Gut), Craimar (Domänengut), Defertshausen, Dietlas, Dörrensolz, Dreißigacker, Eckardts, Einhausen, Einödhausen, Ellingshausen, Ettmarshausen, Fasanerie, Friedelshausen, Geba, Georgenzell, Gleimershausen, Glücksbrunner Werke, Gräfen- und Nitzendorf, Grimmenthal (Hospital), Grumbach, Grundhof, Gumpelstadt, Haselbach, Helba, Helmers, Henneberg, Hermannsfeld, Hermannsroda, Herpf, Hohleborn, Hümpfershausen, Immelborn, Jüchsen, Kaltenborn, Kaltenlengsfeld, Kätzeroda (Gut), Knollbach, Landsberg (Gut), Langenfeld, Leimbach, Leutersdorf, (Bad) Liebenstein, Marienthal (Gut), Mehmels, Meimers, Melkers, Metzels, Möckers, Möhra, Neubrunn, Neuendorf, Niederschmalkalden, Niedersülzfeld, Nordheim, Oberellen, Oberharles, Oberkatz, Obermaßfeld, Oberrohn, Oepfershausen, Profisch (Domänengut), Queienfeld, Rentwertshausen, Reumles, Rippershausen, Ritschenhausen, Röhrigs- und Hüttenhof, Rosa, Roßdorf, Roßhof (Gut), Ruppers, (Bad) Salzungen, Schmerbach (Gut), Schwallungen, Schwarzbach, Schweina, Schwickershausen, Seeba, Sinnershausen (Gut), Solz, Sorga (Domänengut), Stedtlingen, Steinbach, Stepfershausen, Sülzfeld, Thurmgut (Domänengut), Träbes, Uebelroda, Unterharles, Unterkatz, Untermaßfeld, Unterrohn, Utendorf, Vachdorf, Wahns, Waldfisch, Wallbach, Walldorf (Werra), Wasungen, Welkershausen, Wernshausen, Wildprechtroda, Witzelrode, Wölfershausen |
ehemaliges Herzogtum Hildburghausen
| Kreis Hildburghausen mit mit einer Fläche von 777 km² (14,12 Quadratmeilen) und 60 409 Einwohner Einwohnern (1900): |
Hildburghausen, Adelhausen, Albingshausen, Bedheim, Behrungen, Beinerstadt, Biberschlag, Billmuthhausen, Birkenfeld, Bockstadt, Brattendorf, Brünn, Buchenhof (Domänengut), Bürden, Colberg, Crock, Dingsleben, Ebenhards, Ehrenberg, Eicha, Einöd (Rittergut), Einsiedel, Eisfeld, Eishausen, Engenstein, Erlebach (Rittergut), Ernstthal, Exdorf, Fehrenbach, Friedenthal (Gut), Friedrichshöhe, Gabel, Gellershausen, Gießübel, Gleichamberg, Gleicherwiesen, Gompertshausen, Goßmannsrode, Grimmelshausen, Grub, Haina, Harras, Häselrieth, Haubinda (Rittergut), Heid, Heldburg, Hellingen, Henfstädt, Herbartswind, Heßberg, Hetschbach, Heubach, Hindfeld, Hinterrod, Hirschendorf, Holzhausen, Käßlitz, Kloster Veilsdorf, Leimrieth, Leitenhausen (Rittergut), Lengfeld, Lichtenau, Linden, Lindenau, Marisfeld, Massenhausen, Mendhausen, Merbelsrod, Milz, Mönchshof (Domänengut), Neuhof (Domänengut), Neustadt am Rennsteig (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, der andere Teil gehört zum Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen), Obendorf, Oberneubrunn, Oberstadt, Oberwind, Pfersdorf, Poppenhausen, Poppenwind, Reurieth, Rieth, Römhild, Roth, Saargrund, Sachsendorf, Sankt Bernhard, Schackendorf, Schirnrod, Schlechtsart, Schmeheim, Schnett, Schwarzbach, Schwarzenbrunn, Schweickershausen, Seidingstadt, Siegritz, Simmershausen, Steinfeld, Stelzen, Steudach, Stressenhausen, Streufdorf, Sülzdorf, Tachbach, Tellerhammer, Themar, Tossenthal, Trostadt (Domänengut), Ummerstadt, Unterneubrunn, Veilsdorf, Völkershausen, Volkmannshausen, Wachenbrunn, Waffenrod, Wallrabs, Weitersroda, Weitesfeld, Westenfeld, Westhausen, Wolfmannshausen, Zeilfeld |
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| Hildburghausen - Marktplatz | Hildburghausen - Marienplatz | Hildburghausen - Technikum und Stadtkirche | Römhild - Marktplatz | Heldburg S.-M. |
| Kreis Sonneberg mit mit einer Fläche von 344 km² (6,24 Quadratmeilen) und 68 033 Einwohner Einwohnern (1900): |
Sonneberg, Almerswind, Bachfeld, Bettelhecken, Blatterndorf, Buch, Döhlau, Effelder, Ehnes, Eichitz, Emstadt, Ernstthal, Eschenthal, Föritz, Forschengereuth, Gefell, Gessendorf, Görsdorf, Grümpen, Gundelswind, Hämmern, Haselbach, Heinersdorf, Heubisch, Hönbach, Hüttengrund, Hüttensteinach, Igelshieb, Jagdshof, Judenbach, Katzberg, Köppelsdorf, Korberoth, Lauscha, Liebau, Lindenberg, Malmerz, Mark, Mausendorf, Mengersgereuth, Meschenbach, Mogger, Mönchsberg, Mupperg, Mürschnitz, Neuenbau, Neufang, Neuhaus, Neundorf, Oberlind, Oberroth, Oerlsdorf, Rabenäußig, Rauenstein, Roth, Rotheul, Rottmar, Rückerswind, Schalkau, Schichtshöhn, Schierschnitz, Schwärzdorf, Selsendorf, Seltendorf, Sichelreuth, Siegmundsburg, Steinach, Steinbach, Steinheid, Theuern, Truckendorf, Truckenthal, Unterlind, Weidhausen, Welchendorf |
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| Sonneberg vom Schlossberg | Sonneberg - Kaiser Wilhelmplatz | Sonneberg - Juttaplatz | Schönen Gruß aus Sonneberg | Sonneberg - Bernhardstrasse 15 |
ehemaliges coburgisches Fürstentum Saalfeld
| Kreis Saalfeld mit mit einer Fläche von 598 km² (10,87 Quadratmeilen) und 69 541 Einwohner Einwohnern (1900): |
Saalfeld, Achelstädt, Arnsgereuth, Aue, Aue am Berg, Barchfeld an der Ilm, Bernsdorf, Beulwitz, Birkenheide, Birkigt, Boblas, Bock und Teich, Brennersgrün, Buchbach, Camburg, Casekirchen, Catharinau, Cauerwitz, Clöswitz, Crauschwitz, Creunitz, Crölpa-Löbschütz, Crösten, Döbrichau, Döbritschen, Dorfkulm, Eckolstädt, Erkmannsdorf, Freiroda, Friedebach, Garnsdorf, Gebersdorf, Gorndorf, Gösselsdorf, Graba, Gräfenthal, Graitschen, Großgeschwenda, Großkochberg, Großneundorf, Gügleben, Hasenthal, Heiligenkreuz, Herschdorf, Hohenfelden (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Hohenofen, Hütten, Janisroda, Jehmichen, Kaatschen, Kleingeschwenda, Kleingestewitz, Kleinneundorf, Kleinprießnitz, Köckenitzsch, Köditz, Königsthal, Kranichfeld (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Langenschade, Lausnitz, Lehesten, Leislau, Lichtenhain (Gräfenthal), Lichtenhain (bei Jena), Lichtentanne, Limbach, Lippelsdorf, Lositz, Marktgölitz, Meernach, Milda, Molau, Mosen, Münchengosserstädt, Naundorf, Neidschütz, Oberloquitz, Oberneusulza (Saline), Obernitz, Oberpreilipp, Oberwellenborn, Osthausen, Piesau, Pippelsdorf, Posewitz, Pößneck, Prießnitz, Probstzella, Reichenbach (Amtsgericht Gräfenthal), Reichenbach (Amtsgericht Saalfeld), Reichmannsdorf, Remschütz, Riechheim, Röblitz, Rodameuschel, Rödelwitz, Schaderthal, Schieben, Schinditz, Schlaga, Schlettwein, Schleuskau, Schloßkulm, Schmiedebach, Schmiedefeld, Schmiedehausen, Seidewitz, Seiselitz, Sieglitz, Sommersdorf, Spechtsbrunn, Stedten (nur teilweise zum Herzogtum Sachsen-Meiningen, der andere Teil gehört zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), Stöben, Taubenbach, Thierschneck, Treppendorf, Tultewitz, Tümpling, Unterneusulza, Unterpreilipp, Unterwellenborn, Unterwirbach, Utenbach, Vierzehnheiligen, Volkmannsdorf, Wallendorf, Weichau, Weischwitz, Weißbach, Weißen, Wichmar, Wickersdorf, Wittmannsgereuth, Witzendorf, Wöhlsdorf, Wonnitz, Würchhausen, Zopten, Zöthen |
Sachsen-Meiningen nach 1918

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Thüringens
| 1918 | Herzog Bernhard III. verzichtet am 12. November 1918 auf seinen Thron. Das Land Sachsen-Meiningen erklärt sich zum "Freistaat". |
| 1920 | Im Freistaat Sachsen-Meiningen kommt es zu heftigen politischen Auseinandersetzungen, ob man sich (wie Coburg) nun Bayern oder aber dem geplanten Freistaat Thüringen anschließen sollte. Schließlich entscheidet man sich für Thüringen. Bis 30. April 1920 bleibt Sachsen-Meiningen ein selbstständiger Freistaat, danach wird es dem Freistaat Thüringen eingegliedert. |
| 1920 | 1. Mai 1920 - Vereinigung der ehemaligen Monarchien Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Sachsen-Altenburg, Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha (ohne Coburg), Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Fürstentum Reuß ältere Linie, Fürstentum Reuß jüngere Linie zum Land Thüringen mit Weimar als Hauptstadt. |
| 1921 | 1. Verfassung des Landes Thüringen vom 11. März 1921, § 1: "Das Land Thüringen ist ein Freistaat und ein Glied des Deutschen Reiches." |
| 1944 | Der preußische Regierungsbezirk Erfurt und der hessisch-nassauische Kreis Schmalkalden werden dem Gau Thüringen zugeordnet. |
| 1945 | Thüringen wird von US-Truppen erobert, aber kurz darauf sowjetischen Truppen übergeben und somit Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die thüringische Exklave Ostheim wird von den US-Amerikanern der bayrischen Verwaltung unterstellt, die Exklave Allstedt fällt an das neugebildete Land Sachsen-Anhalt. Im Rahmen des Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen die hessischen Dörfer Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach/Hennigerode zum Landkreis Heiligenstadt und die thüringischen Dörfer Neuseesen und Werleshausen zum Landkreis Witzenhausen in Hessen. Als Austausch für den den östlichen Teil des Kreises Blankenburg im Harz wurden die Gemeinden Bad Sachsa und Tettenborn aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Erfurt dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) eingegliedert. Außerdem kam Besenhausen bei Kirchgandern zu dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen). |
| 1949 | Das Land Thüringen ist ein Land der Deutschen Demokratischen Republik |
| 1952 | Auf Beschluss der Volkskammer mussten die Länder eine Neugliederung ihrer Gebiete in Bezirke und Kreise vorzunehmen. "Das noch vom kaiserlichen Deutschland stammende System der administrativen Gliederung in Länder mit eigenen Landesregierungen sowie in große Kreise gewährleistet nicht die Lösung der neuen Aufgaben unseres Staates." (Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Länder in der Deutschen Demokratischen Republik" vom 23. Juli 1952). Die Länderkammer existiert bis 1956 weiter. |
| 1990 | Wiedergründung des Freistaat Thüringen mit Erfurt als Landeshauptstadt. |
| 1994 | Trotz Montagsdemos, Autokennzeichenkrieg und unzähligen Protestbriefen wird im Freistaat die Kreisreform durchgesetzt. |
Der Freistaat Thüringen aktuell:
Der heutige Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Erfurt besteht aus
| Freistaat Thüringen Landeshauptstadt Erfurt 16 172 km² 2 355 000 Einwohner (2004) |
siehe Geschichte Thüringens

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