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Stadt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Verwaltungsbezirk II (Apolda)
Stadt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Verwaltungsbezirk II (Apolda)
Jena 26.349 Einwohner - 1905 = 156. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.![]()
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Jena - Der Markt mit Denkmal Johann Friedrich der Grossmütige
Jena ist eine Stadt im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, Verwaltungsbezirk II (Apolda), liegt, rings von hohen Kalkbergen umgeben, am linken Ufer der Saale und mit zwei Bahnhöfen und der Haltestelle Paradies im Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Großheringen-Saalfeld und Weimar-Gera und 165 Meter über dem Meer. Außer der spätgotischen Haupt- oder Michaelskirche (aus dem 15. Jahrhundert) mit 74 Meter hohem Turm, der Kollegienkirche mit hochgewölbtem Schiff und dem Bibliotheksgebäude sind hervorzuheben das Schloss, das von 1672–90 die Residenz der Herzoge von Sachsen-Jena war, 1905 aber abgerissen wurde, um einem neuen Universitätsgebäude Platz zu machen, der Gasthof zum Schwarzen Bären, wo Luther auf seiner Flucht von der Wartburg übernachtete, das Kollegiengebäude, das Oberlandesgerichtsgebäude, die Irrenheilanstalt, die neuen naturwissenschaftlichen Universitätsinstitute, das Volkshaus (Ernst Abbe-Haus) mit reich ausgestatteter Volksbibliothek und öffentlicher Lesehalle der Zeiß-Stiftung.
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| Jena | Jena - Abbe-Denkmal - Zeiss-Werke |
Der Marktplatz ist seit 15. August 1858 mit dem Standbild des Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen, des Gründers der Universität (von Drake), und dem 1894 enthüllten Bismarckbrunnen geziert. Am Fürstengraben befinden sich die Denkmäler des Physikers Schäffer, des Chemikers Döbereiner, des Pädagogen Stoy, des Philosophen Fries, des Kirchenhistorikers K. v. Hase, des Naturforschers Oken, des Dichters Fritz Reuter und des Nationalökonomen Schulze, im botanischen Garten das Denkmal des Botanikers Schleiden, auf dem Eichplatze das Burschenschaftsdenkmal (von Donndorf).
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| Jena - Denkmal Kurfürst der Gutmütige
von Sachsen (Begründer der Universität) |
Jena - Rathaus | Jena - Der Burgkeller |
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| Jena - Johannistor | Jena - Neue Universität |
Von anderen Bildungsanstalten sind zu nennen, ein Gymnasium, zwei Realschulen mit Alumnaten (Pfeiffersche und Stoysche Erziehungsanstalt) und eine Gewerbeschule. Folgende Behörden haben in Jena ihren Sitz, ein Oberlandesgericht für die thüringischen Staaten mit Ausnahme von Schwarzburg-Sondershausen und ein Amtsgericht. In der Umgebung sind der Hausberg mit dem Fuchsturm, die Dörfer Ziegenhain und Lichtenhain, die Lobdaburg, das Forsthaus mit dem Kriegerdenkmal (nicht weit davon die Denkmäler des Agrikulturbotanikers Lengethal und des Juristen Guyot), der Landgrafenberg, der Windknollen (Napoleonstein) und die Kunitzburg vielbesuchte Punkte.
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| Jena - Carl-Zeiss-Platz mit Abbe-Denkmal | Jena - Michaeliskirche | Jena - Schillerkirche (Hier wurde Schiller getraut) |
Jena wird als Stadt erst im 13. Jahrhundert genannt. Es gehörte damals den Herren von Lobdaburg und Arnshaugk. Von diesen kam es zu Anfang des 14. Jahrhundert an die Markgrafen von Meißen, fiel in der Teilung von 1411 an Wilhelm den Reichen und 1423 durch Tausch an dessen Bruder, den Kurfürsten Friedrich den Streitbaren von Sachsen. Es ist seit der Teilung von 1485 im Besitz der Ernestinischen Linie. Die Universität war 1578–79 wegen einer Seuche nach Saalfeld verlegt. Als die Söhne des Herzogs Wilhelm von Weimar (gest. 1662) dessen Lande teilten, wurde der jüngste, Bernhard, mit Jena abgefunden, und die Stadt wurde 1672 Residenz eines selbständigen Herzogtums, das 1690 erst an Eisenach und 1741 zugleich mit diesem an das weimarische Stammhaus zurückfiel.
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| Jena | Jena - Paradies, Partie an der Schützenbrücke |
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Jena - Burschenschaftsdenkmal

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