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Kaiser Wilhelm Kanal

Nord Ostsee Kanal - Kiel Canal

Kaiser Wilhelm-Kanal bei Rendsburg

Kaiser Wilhelm-Kanal bei Rendsburg

 

1777 - 1784 Bau des ersten Kanals von der Kieler Förde bis nach Rendsburg von 34 km Länge. Dieser Kanal war für Schiffe mit max. 2.80 m Tiefgang befahrbar.

1878 Der Hamburger Reeder Hermann Dahlström schlägt Bismarck den Plan eines Schifffahrtskanals zwischen Nord- und Ostsee vor. Bismarck erkennt die militärstrategische Bedeutung eines solchen Kanals für das Deutsche Reich und die Notwendigkeit des Erwerbs des damalig im britischen Besitz befindlichen Helgolands.

Kaiser Wilhelm (Nordostsee) Kanal

Kaiser Wilhelm (Nordostsee) Kanal

 

16. März 1886 Das Reichsgesetz zum Bau des Kanals, welcher Nord- und Ostsee verbindet, wird erlassen.

03.06.1887 Grundsteinlegung durch Kaiser Wilhelm I. Bis zu 8000 Arbeiter vor allem aus dem Deutschen Reich, aber auch Italien, Österreich-Ungarn und Russland/Polen waren gleichzeitig am Bau beschäftigt. Zur Gesundheitsfürsorge und Kontrolle der hygienischen Bedingungen hatte die Kanalkommission einen Höheren Marinearzt verpflichtet. So konnte die Cholera, die 1892 in Hamburg ausbrach und über 8000 Opfer forderte, erfolgreich abgewehrt werden. Die veranschlagten Baukosten von 156 Millionen Mark wurden nicht überschritten.

Kanalhochbrücke Grünental vor der Fertigstellung

Kanalhochbrücke Grünental vor der Fertigstellung

 

Bereits 1889 war vom damaligen Reichskanzler Bismarck der Ausgleich mit England initiiert worden. Caprivi, sein Nachfolger in diesem Amt, drängte auf einen schnellen Vertragsschluss des Helgoland-Sansibar-Vertrages, da ansonsten vor dem strategisch wichtigen, noch im Bau befindlichen Kanal ein englischer Brückenkopf bestanden hätte.

01.07.1890 Deutschland und Großbritannien schließenden den Helgoland-Sansibar-Vertrag. Helgoland wird deutsch.

18.06.1895 Französische und russische Kriegsschiffe laufen zu den Feierlichkeiten der Eröffnung des Kanals entgegen den sonstigen Gepflogenheiten bei derartigen Veranstaltungen gemeinsam in die Kieler Förde ein und düpieren damit die deutschen Gastgeber.

21.06.1895 Schlusssteinlegung in Kiel-Holtenau, durch Kaiser Wilhelm II. Zur Überraschung der Gäste taufte Kaiser Wilhelm II. die fertig gestellte Wasserstraße auf den Namen seines Großvaters "Kaiser-Wilhelm-Kanal".

Kieler Hafen bei Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Kanals, 20. Juni 1895

Kieler Hafen bei Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Kanals, 20. Juni 1895

 

Insgesamt waren zur Eröffnung des Kanals 54 Kriegsschiffe aus 14 Länder zur Eröffnung nach Kiel gekommen. Die kaiserliche Familie sowie ihre in- und ausländischen Gäste nahmen gegen Nachmittag von Bord der Yacht Hohenzollern die Parade der Kriegsschiffe ab. Starkes Unbehagen erweckt der Befehl aus Paris, ein geplanten Kameradschaftsabend zwischen den französischen Kriegsschiffen "Hoche" und "Dupuy" mit den Besatzungen der deutschen Schiffe S.M.S. Sachsen und S.M.S. Württemberg abzusagen, obwohl dieser zuvor vom kommandierenden französischen Admiral genehmigt wurde.

 

Kaiser Wilhelm Kanal

Erinnerungsmedaille - Nord-Ostsee-Kanal, 1895

Erinnerungsmedaille - Nord-Ostsee-Kanal, 1895

 

2 Brücken, die Kanalhochbrücke Grünental und Levensau mit einer Durchfahrtshöhe von 42 m, 4 Dreh- und Schwimmbrücken sowie 14 Fähren wurden zur Überquerung des Kanals gebaut. Schiffe konnten bis zu 135 m Länge, 20 m Breite und 8 m Tiefgang den Kanal passieren.

Um den neueren und größeren Kriegsschiffen der Kaiserlichen Marine eine Durchfahrt zu ermöglichen wurde 1907 mit dem Ausbau begonnen. Der Kanal wurde von 67 m auf 103 m verbreitert und von 9 m auf 11 m vertieft. Es wurden drei Hochbrücken (Hochdonn, Rendsburg, Kiel-Holtenau) errichtet und die Straßendrehbrücke bei Rendsburg erhielt eine größere Spannweite. Es entstanden neue Doppelschleusen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau.

 

Kaiser Wilhelm Kanal

Hafen- und Schleusenanlage Brunsbüttel

Hafen- und Schleusenanlage Brunsbüttel

 

Hafen- und Schleusenanlage Holtenau

Hafen- und Schleusenanlage Holtenau

 

23.7.1914 Umbau fertig gestellt, nun konnten auch die modernen Kriegsschiffe der Kaiserlichen Marine den Kanal passieren .Die Erweiterungskosten betrugen ca. 237 Millionen Mark.

1919 Der Kanal und alle großen Flüsse des Deutschen Reichs werden  gemäß dem Vertrag von Versailles zur "internationalisierten Wasserstraße" erklärt. Artikel 380: "Der Kieler Kanal und seine Zugänge sollen allen mit Deutschland im Frieden befindlichen Nationen für ihre Handels- und Kriegsschiffe gleichberechtigt frei- und offen stehen."

16.04.1948 Umbenennung in "Nord-Ostsee-Kanal".

1961 weiterer Aus- und Umbau des Kanals in Höhe von ca. 1 Milliarde DM um noch größeren Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen.

Nach über 100 Jahren ist der Nord-Ostsee-Kanal der meist befahrene Seekanal der Welt. International wird er einfach nur "Kiel-Canal" genannt. Ursprünglich wegen der militärstrategischen Bedeutung gebaut, liegt die Kostendeckung durch Gebühren des Kanals heute bei ca. 30 %.

Gruß vom Kaiser Wilhelm Kanal

 

  

 

Nord Ostsee Kanal - Kiel Canal


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