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Reichspräsidenten Deutsches Reich 1919-1945 |
Staatsratsvorsitzende DDR 1949-1989 |
Bundespräsidenten BRD seit 1949 |
Kanzler - Kaiser und Präsidenten
Der Begriff "Deutscher König" (Rex Germaniae oder Rex Germanorum) wird seit dem 11. Jahrhundert bisweilen als Titel der deutschen Herrscher gebraucht. Noch nach dem Erlöschen der Karolinger und der Begründung des Deutschen Reichs durch Heinrich I. (919-936), den ersten wirklichen deutschen König, nannten sich die Könige von Deutschland "Könige der Franken" oder schlechtweg "Könige". Seitdem sich Otto I. 962 zum römischen Kaiser krönen lassen, das Heilige Römische Reich deutscher Nation gegründet und seinen Nachfolgern in der deutschen Krone das Anrecht auf den römischen Kaisertitel erworben hatte, wurde von den Herrschern nach der Kaiserkrönung immer der Titel "Römischer Kaiser" gebraucht und vor derselben der Titel "Römischer König" (Rex Romanorum) üblich. Diesen führten auch die Söhne von Kaisern, welche bei deren Lebzeiten zu Nachfolgern gewählt und gekrönt worden waren, während später für die römischen Kaiser und auch für die nicht zu Kaisern gekrönten Könige immer öfter der Ausdruck "Deutscher Kaiser" angewendet wird. Die deutschen Könige wurden gewählt, seit dem 12. Jahrhundert von einer beschränkten Zahl Fürsten (Kurfürsten) und in Frankfurt a. M. Die Krönung fand in Aachen, der Residenz Karls des Großen, zuerst durch den Erzbischof von Mainz, seit dem 11. Jahrhundert durch den von Köln statt. Eine feste Residenz hatten die deutschen Könige nicht.
Ottonen
Salier
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Staufer
Interregnum
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Habsburger, Luxemburger u.a.
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Habsburger
Habsburg-Lothringen
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| Franz I., * 12. Februar 1768 in Florenz - † 2. März 1835 in Wien | 1804–1835 |
| Ferdinand I., * 19. April 1793 in Wien - † 29. Juni 1875 in Prag | 1835–1848 |
| Franz Joseph I., * 18. August 1830 in Wien-Schönbrunn - † 21. November 1916 Wien-Schönbrunn | 1848–1916 |
| Karl I., * 17. August 1887 auf Schloss Persenbeug in Niederösterreich - † 1. April 1922 in Funchal auf Madeira | 1916–1918 |
Das Deutsche Reich ist ein "ewiger Bund" der 25 deutschen Staaten, an dessen Spitze der König von Preußen als "Deutscher Kaiser" steht. Der Kaiser erklärt im Namen des Reiches Krieg und Frieden, geht Bündnisse ein und ernennt die Gesandten. Er ist der Oberbefehlshaber über die Armee und die Flotte. Er beruft und schließt den Bundesrat. Ihm steht die Ausfertigung und Verkündung der Reichsgesetzte zu. Er ernennt und entlässt die Reichsbeamten, z.B. den Reichskanzler, den ersten Beamten des Reiches.
Deutscher Kaiser, der Name, unter dem 1871 - 1918 der König von Preußen im Deutschen Reich die Rechte eines Bundespräsidenten (Vertretung des Reichs, Oberbefehl über die Armee, oberste Verwaltung) ausübte; Artikel 11 - 18 der Reichsverfassung vom 16. April 1871.
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Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen 1861 - 1888 König von Preußen |
Augusta Marie Luise Augusta Catharine Prinzessin von Sachsen-Weimar-Eisenach Hochzeit 1829 |
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Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen 09.03.1888 - 15.06.1888 (99 Tage) König von Preußen und Deutscher Kaiser |
Victoria Adelaide Marie Luise Princess Royal of the United Kingdom of Great Britain and Ireland (Tochter Queen Victorias) Hochzeit 1858 * 21.11.1840 in London |
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Wilhelm
II. Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen 15.06.1888 - 28.11.1918 Deutscher Kaiser und König von Preußen * 27.01.1859 in
Berlin |
Auguste Viktoria Friederike Louise Feodora Jenny Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg Hochzeit 1881 * 22.10.1858 auf Gut Dolzig
(Brandenburg) |
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Vier Generationen der Kaiserlichen Familie (1882)
v.l.n.r.: Victoria Adelaide Marie Luise, Friedrich III., Marie Luise Augusta Catharine, Friedrich Wilhelm, Wilhelm I., Augusta Victoria, Wilhelm II.
"Hurra 4 Kaiser" (zeitgenössische Postkarte)
v.l.n.r. Friedrich III., Kronprinz Friedrich Wilhelm (Baby), Wilhelm I, Wilhelm II.
Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 ist infolge der Revolution von 1918 durch die von der Nationalversammlung in Weimar beschlossenen Verfassung vom 11. August 1919 ersetzt worden. Danach ist das Deutsche Reich eine Republik An der Spitze des Reiches steht nun ein Reichspräsident (Wahldauer 7 Jahre, Alter nicht unter 35 Jahre).
| Amtszeit | Bild | Name | Lebensdaten |
| 11.02.1919 - 28.02.1925 |
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Friedrich Ebert (SPD) |
* 04.02.1871 in Heidelberg, Baden † 28.02.1925 in Berlin |
| 28.02.1925 - 12.03.1925 |
- | Hans Luther (DVP), provisorisch | * 10.03.1879 in
Berlin † 11.05.1962 in Düsseldorf |
| 12.03.1925 - 12.05.1925 |
- | Walter Simons (parteilos), provisorisch | * 24.09.1861 in
Elberfeld † 14.07.1937 in Babelsberg |
| 12.05.1925 - 02.08.1934 |
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Paul von Hindenburg (parteilos) | * 02.10.1847 in
Posen † 02.08.1934 Neudeck (Ostpreußen) |
| 02.08.1934 - 30.04.1945 |
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Adolf Hitler (NSDAP) Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg 1934 übernahm Reichskanzler Adolf Hitler auch das Amt des Reichspräsidenten und nannte sich fortan "Führer und Reichskanzler". |
* 20.04.1889 in
Braunau
am Inn (Oberösterreich)
† 30.04.1945 (Selbstmord) in Berlin |
| 01.05.1945 - 23.05.1945 |
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Karl Dönitz Hitler bestimmte Karl Dönitz testamentarisch zu seinem Nachfolger im Reichspräsidentenamt. |
* 16.09.1891 in Grünau
bei
Berlin
† 24.12.1980 in Aumühle bei Hamburg |
Am 23. Mai wurde Reichspräsident Karl Dönitz mit den übrigen Mitgliedern der in Mürwik bei Flensburg residierenden geschäftsführenden Reichsregierung in Kriegsgefangenschaft genommen. Das Deutsche Reich besteht völkerrechtlich fort, doch ist es führungslos. Mit der Berliner Deklaration vom 5. Juni 1945 übernehmen die vier Siegermächte, USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich, die Oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Schon am 12. September 1944 hatten die Alliierten die "Neuordnung Deutschlands" im "Londoner Protokoll" beschlossen. Das Deutsche Reich wird in 4 Besatzungszonen und Berlin in 4 Sektoren aufgeteilt, in denen die Militärgouverneure nach eigenem Ermessen handeln. Auf der Potsdamer Konferenz, vom 17. Juli - 02. August 1945, einigen sich die Vier Mächte auf politische Grundsätze für die Behandlung Deutschlands: Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dezentralisierung, Dekartellisierung und Demokratisierung. Außerdem wird beschlossen, die deutschen Gebiete östlich von Oder und Lausitzer Neiße bis zu einem Friedensvertrag unter polnische sowie sowjetische Verwaltung zu stellen und die dortige deutsche Bevölkerung ebenso wie die Deutschen aus der Tschechoslowakei und Ungarn auszusiedeln; 12 Millionen Deutsche werden so aus ihrer Heimat vertrieben. Als Folge des Kalten Krieges schreitet nun auch die politische Teilung Deutschlands voran.
BundespräsidentenBRD seit 1949 (Westdeutschland) |
StaatsratsvorsitzendeDDR 1949-1989 |
1949 - 1990
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Mit den "Frankfurter Dokumenten" fordern die Westmächte die Ministerpräsidenten der 1946/47 gegründeten Länder am 1. Juli 1948 auf, mit der Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung die Gründung eines westdeutschen Staates einzuleiten. Die Ministerpräsidenten wollen jedoch nur einen provisorischen Staat mit lediglich einem Grundgesetz statt einer Verfassung schaffen. Mit der Ausarbeitung dieses Grundgesetzes wird ein Parlamentarischer Rat beauftragt, der am 1. September 1948 in Bonn zusammentritt. Nach der Genehmigung durch die Militärgouverneure und der Zustimmung der Länderparlamente (mit Ausnahme des bayerischen) tritt das Grundgesetz dann am 24. Mai 1949 in Kraft. Die Bundesrepublik Deutschland ist gegründet. |
In der Sowjetischen Besatzungszone kommt die Gründung eines separaten Staates 1949 zum Abschluss. Aus der "Volkskongressbewegung für Einheit und gerechten Frieden" geht im März 1948 der 1. Deutsche Volksrat hervor, der die Verfassung einer Deutschen Demokratischen Republik ausarbeitet und am 19. März 1949 formell beschließt. Der 2. Deutsche Volksrat, der am 7. Oktober zusammentritt, erklärt sich zur provisorischen Volkskammer und beauftragt Otto Grotewohl mit der Regierungsbildung. Damit ist als zweiter deutscher Staat die DDR gegründet. |
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| Bundespräsidenten BRD (Westdeutschland) | Staatspräsidenten bzw. Vorsitzende des Staatsrates der DDR | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Am 3. Oktober 1990 wurde, gemäß Einigungsvertrag, der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes vollzogen.

Das Grundgesetz enthält einen eigenen Abschnitt (Art. 54 bis 61 GG) über den Bundespräsidenten. Außer in diesem Abschnitt sind seine Aufgaben und Befugnisse teils verstreut im Verfassungstext, teils im einfachen Recht geregelt, teils haben sie sich im Laufe der Zeit durch die Staatspraxis entwickelt. Der Bundespräsident steht als Staatsoberhaupt protokollarisch an der Spitze des Staates. Er ist das Verfassungsorgan, das die Bundesrepublik Deutschland nach innen und nach außen repräsentiert. Er tut das, indem er durch sein Handeln und öffentliches Auftreten den Staat selbst - seine Existenz, Legitimität, Legalität und Einheit - sichtbar macht.
Bundespräsidenten (Vereintes) Deutschland seit 1990
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30.06.1994 |
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Richard von Weizsäcker (CDU) | s.o. |
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01.07.1994
- 30.06.1999 |
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Roman Herzog (CDU) | * 05.04.1934 in Landshut (Bayern) |
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01.07.1999
- 30.06.2004 |
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Johannes Rau (SPD) | * 16.01.1931 in
Wuppertal-Barmen
† 27.01.2006 in Berlin |
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01.07.2004
- 31.05.2010 |
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Horst Köhler (CDU) |
* 22.02.1943 in Heidenstein (Generalgouvernement), heutiges Skierbieszów in Polen Generalgouvernement: Offizielle Bezeichnung für die von Deutschland 1939-45 besetzten Gebiete Polens, die im Gegensatz zu den ehemaligen preußischen Provinzen Posen und Westpreußen nicht unmittelbar dem Deutschen Reich angegliedert wurden. |
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30.06.2010 - 17.02.2012 |
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Christian Wulff (CDU) | * 19.06. 1959 in Osnabrück |
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18.02.2012 - |
Joachim Gauck | * 24.01.1940 in Rostock |
Foto Christian Wulff, Urheber: Presidencia de la Nacion, Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:CFK_y_Christian_Wulff.jpg
siehe auch Kanzler
Abkürzungen Parteien
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands (Deutsches Reich, BRD) |
| DVP | Deutsche Volkspartei (Deutsches Reich) |
| NSDAP | Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Deutsches Reich) |
| FDP | Freie Demokratische Partei (BRD) |
| CDU | Christlich Demokratische Union (BRD, DDR) |
| SED | Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (DDR) |
| LDPD | Liberal Demokratische Partei Deutschlands (DDR) |

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