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Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen
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Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen 1861 - 1888 Kronprinz Friedrich 1888 (99 Tage) Deutscher Kaiser und König von Preußen * 18.10.1831 in Potsdam (Provinz Brandenburg) † 15.06.1888 in Potsdam (Provinz Brandenburg) |
Vater:
Wilhelm von Preußen
Mutter:
Marie Luise Augusta Catharine von Sachsen-Weimar-Eisenach
Ehefrau: Victoria
Adelaide Marie Luise of Great Britain and Ireland
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Friedrich Wilhelm und Victoria am Tag der Trauung 29. Januar 1858
Kinder:
Wilhelm II. (27.1.1859 - 4.6.1941) - 1881
verheiratet mit Augusta Viktoria Friederike
Louise Feodora Jenny von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg
Victoria Elisabeth Auguste Charlotte von Preußen (24.7.1860 - 1.10.1919)
- am 18. Februar 1878 verheiratet mit dem Erbprinzen Bernhard (III.) von Sachsen
Meiningen
Albert Wilhelm Heinrich von Preußen
(14.8.1862 - 20.4.1929)
Sigismund von Preußen (15.9.1864 - 18.6.1866)
Friederike Amalie Wilhelmine Viktoria von Preußen (12.4.1866 - 13.11.1929)
- am 19. November 1890 verheiratet mit dem Prinzen Adolf von Schaumburg-Lippe
Joachim Friedrich Ernst Woldemar von Preußen (10.2.1868 - 27.3.1879)
Sophie Dorothea Ulrica von Preußen (14.6.1870 - 13.1.1932) - am 27. Oktober
1889 verheiratet mit dem Kronprinzen Konstantin von Griechenland
Margarethe
Beatrice Feodora von Preußen (22.4.1872 - 22.1.1954) - am 25. Januar 1893 verheiratet
mit dem Prinzen Friedrich Karl von Hessen
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Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen mit Familie vor dem Teehaus im Rosengarten des Neues Palais, 1875
von links nach rechts:
Erste Reihe: Victoria (spätere Prinzessin von Schaumburg-Lippe), Waldemar † 1879, Charlotte (spätere Herzogin von Sachsen-Meiningen)
Zweite Reihe: Heinrich, Kronprinzessin Victoria (spätere Kaiserin Friedrich), Sophia (spätere Königin von Griechenland, Wilhelm (spätere Kaiser Wilhelm II.)
Letzte Reihe: Kronprinz Friedrich (spätere Kaiser Friedrich III.), Margarete (spätere Landgräfin von Hessen)
Lebenslauf
Friedrich von Preußen wurde am 18. Oktober 1831 im Neuen Palais bei Potsdam geboren. Als Sohn des Thronfolgers wurde Friedrich sehr sorgfältig erzogen, u.a. durch den Historiker Ernst Curtius.

Prinz Friedrich Wilhelm
1849 trat er in das I. Garderegiment ein und besuchte 1850 die Universität Bonn.
Am 3. Juli 1856 wurde er Oberst und zum Kommandeur des 1. Garderegiments ernannt. Im Herbst desselben Jahres wurde er Kommandeur des 11. Infanterieregiments in Breslau (Provinz Schlesien).
Am 25. Januar 1858 vermählte er sich mit der Prinzess Royal von Großbritannien, Viktoria Adelheid Marie Luise (geb. 21. November 1840).
Im Januar 1861 wurde er durch die Thronbesteigung seines Vater Wilhelm Kronprinz von Preußen.
Im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 erhielt er kein Kommando, beseitigte aber im Frühjahr auf dem Kriegsschauplatz infolge von persönlichen Rivalitäten entstandene Schwierigkeiten.
Mit seinem gutmütigen und zurückhaltenden Charakter war er Bismarck nicht gewachsen. Friedrich distanzierte sich im preußischen Verfassungskonflikt um die Heeresvorlagen 1863 öffentlich von Bismarck und wurde daraufhin politisch kaltgestellt.
Am 17. Mai 1866 übernahm der Kronprinz im Deutschen Krieg den Oberbefehl über die 2. preußische Armee, die sich in Schlesien sammelte. Er überschritt mit seinen Truppen am 26. Juni die Grenze, erzwang sich durch die Gefechte von Nachod, Trautenau, Skalitz, Schweinschädel (27.-29.Juni) den Einmarsch nach Böhmen und entschied am 3. Juli durch sein rechtzeitiges Eintreffen bei Chulm den Sieg von Königgrätz. Beim Wiedersehen auf dem Schlachtfeld übereichte der König dem Kronprinzen den Orden "Pour le merite".
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Begegnung König Wilhelms I. mit Kronprinz Friedrich Wilhelm in der Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866
Die 2. preußische Armee (Kronprinzenarmee) hatte durch ihr rechtszeitiges Eingreifen die Schlacht entschieden. Beim Wiedersehen auf dem Schlachtfeld übereichte der König tief ergriffen dem Kronprinzen den Orden "Pour le merite".
Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 befehligte er die dritte Armee. Dank seines Generalstabchefs Leonhard von Blumenthal er war ein erfolgreicher Kommandant. Die vereinigten nord- und süddeutschen Korps erfochten gleich zu Anfang die wichtigen Siege bei Weißenburg und Wörth. Der Kronprinz erfreute sich allgemeiner Beliebtheit und wurde allgemein "unser Fritz" genannt. Nach dem Sieg bei Wörth marschierte er mit seinen Truppen auf Paris, bewerkstelligte Ende August einen großen Rechtsschwenk und entschied mit seinen Soldaten den Sieg von Sedan im Süden und Westen. Am 19. September bewirkte seine Armee die Einschließung von Paris. In Versailles, wo während der Belagerung sein Hauptquartier stand, wurde er am 28. Oktober zum Generalfeldmarschall ernannt. Nach der Proklamation seines Vaters Wilhelm zum Deutschen Kaiser (18. Januar 1871) nannte er sich Kronprinz des Deutschen Reiches.
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Kronprinz Friedrich, Deutsch-Französischer Krieg 1870/71
Nach dem Krieg übte er die Funktion des Generalinspekteurs der vierten Armeeinspektion des deutschen Reichsheeres aus.
Vom 4. Juni bis 5. Dezember 1878 war er nach Nobilings Attentat mit der Stellvertretung des Vaters beauftragt. Er zeigte lebhaftes Interesse für die wissenschaftlichen und künstlerischen Bestrebungen der Gegenwart und suchte im Verein mit seiner Frau Viktoria namentlich dem Kunstgewerbe in Deutschland einen höheren Aufschwung zu geben. Unter den Besuchen, die er in Vertretung seines Vaters an fremden Höfen abstattete, hatte eine Reise 1883 mit einem Kriegsgeschwader nach Spanien und Italien eine besondere Bedeutung.
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Vier Generationen der Kaiserlichen Familie 1882
v.l.n.r.: Victoria Adelaide Marie Luise, Kronprinz Friedrich., Kaiserin Augusta, Friedrich Wilhelm, Kaiser Wilhelm I., Auguste Viktoria, Wilhelm II.
1887 erkrankte Friedrich an einem Kehlkopfleiden. Er lehnte die weitere Behandlung durch deutsche Ärzte ab (diese hatten richtig und sehr frühzeitig Krebs diagnostiziert und dringend zu einer Operation angeraten) und begab sich auf Wunsch seiner Frau in die Obhut des schottischen Arztes Mackenzie. Dieser bezweifelte den Befund und verspielte damit die letzte Chance auf Heilung. Diese Fehlentscheidung lastete man seiner "englischen Frau" an, die mit Ehrgeiz und Taktlosigkeit allerdings auch alles tat, Ressentiment gegen sich lebendig zu erhalten.
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| Kaiser Friedrich III. | Kaiser Friedrich III. |
Am 9. Februar 1888 wurde ein Luftröhrenschnitt notwendig und eine Kanüle sicherte den lebensnotwendigen Atem, aber Friedrich hatte damit auch die Fähigkeit zum Sprechen verloren.

20 Mark Deutsches Reich 1888 - Friedrich Deutscher Kaiser König von Preußen
Nach dem Tod seines Vaters Wilhelm I. am 9. März 1888 kehrte er von San Remo nach Deutschland zurück und übernahm mit der Proklamation vom 12. März die Regierung des Deutschen Reiches und des Königreichs Preußen. Reichskanzler Bismarck und die übrigen Minister, mit Ausnahme des stockkonservativen Puttkammers, übernahm er. Nach nur 99 Tagen erlag er am 15.06.1888 in Potsdam seinem Leiden.
Kaiser Friedrich III. mit Gemahlin Kaiserin Viktoria
Seine Witwe nahm den Namen Kaiserin Friedrich an. Für alle Liberalen, die in Kaiser Friedrich III. große Hoffnungen gesetzt hatten, war sein früher Tod ein schwerer Schlag. Der Philosoph Friedrich Nietzsche kommentierte den Tod als "großes entscheidendes Unglück für Deutschland", mit dem die letzte Hoffnung auf freiheitliche Entwicklungen zu Grabe getragen wurde.
Gänzlich andere politische Auffassungen vertrat sein Sohn Wilhelm, über den sich die Eltern bereits frühzeitig Sorgen machten. Als Wilhelm im Auswärtigen Amt hospitierte, schrieb sein besorgter Vater in einem Brief an den Reichskanzler: "... verbunden mit einem Hang zur Überhebung und zur Überschätzung muss ich es geradezu für gefährlich halten, ihn jetzt schon mit auswärtigen Fragen in Berührung zu bringen."
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Potsdam - Mausoleum des Kaisers und der Kaiserin Friedrich
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Schiff der Kaiserlichen Marine |

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