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Kaiserliche Marine

Geschichte und Kriegsschiffe der Kaiserlichen Marine

in zeitgenössischen Postkarten und Texten.

Linienschiff - S.M.S. Kaiser Wilhelm II. 1897-1921

Seiner Majestät Schiff (S.M.S. Kaiser Wilhelm)

 

NEU/update: S.M.S. Fürst Bismarck, S.M.S. Bismarck, S.M.S. Hansa, Kaiserliche Werft Danzig, S.M.S. Arminius, S.M.S. König Wilhelm, S.M.S. Gefion

 

Kaiserliche Marine

Die Kaiserliche Marine ist aus der Königlichen Preußischen Marine unmittelbar hervorgegangen; in der Zeit von 1867-1871 galt sie als die Marine des Norddeutschen Bundes. Der Artikel 53 der Reichsverfassung vom 16. April 1871 lautet: "Die Kriegsmarine des Reichs ist eine einheitliche unter dem Oberbefehl des Kaisers. Die Organisation und Zusammensetzung derselben liegt dem Kaiser ob, welcher die Offiziere und Beamten der Marine ernennt, und für welchen dieselben nebst den Mannschaften eidlich in Pflicht zu nehmen sind. Der Kieler Hafen und der Jadehafen (Wilhelmshaven) sind Reichskriegshäfen. Der zur Gründung und Erhaltung der Kriegsflotte und der damit zusammenhängenden Anstalten erforderliche Aufwand wird aus der Reichskasse bestritten. Die gesamte seemännische Bevölkerung des Reichs, einschließlich des Maschinenpersonals und der Schiffshandwerker, ist vom Dienste im Landheere befreit, dagegen zum Dienste in der Kaiserlichen Marine verpflichtet. Die Verteilung des Ersatzbedarfs findet nach Maßgabe der vorhandenen seemännischen Bevölkerung statt, und die hiernach von jedem Staate gestellte Quote kommt auf die Gestellung zum Landheer in Abrechnung." Die Flagge der norddeutschen Bundesflotte wurde Reichskriegsflagge; die Kokarde der Offiziere und Mannschaften behielt die schwarz-weiß-roten Farben.

Von 1871 bis zum Jahre 1888, dem Regierungsantritt Kaiser Wilhelms II. entwickelte sich die Kriegsmarine zwar gleichmäßig weiter, doch wurde diese Entwicklung wesentlich dadurch beeinflusst, dass man den wahren Wert einer Kriegsmarine für das kaiserliche und damit größere und geeinte Deutschland noch nicht voll einzuschätzen wusste. Im Deutsch-Dänischen Krieg 1864, im Deutschen Krieg 1866 und  im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 hatte die Marine nicht entscheidend eingreifen können, diese Kriege waren vielmehr nur durch die Leistungen des Landheeres siegreich durchgeführt worden. Als 1888 Kaiser Wilhelm II. sein Amt antrat, zeigte er ein besonderes großes persönliches Interesse an der Marine, so dass diese hierdurch einen starken Antrieb erhielt. "Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser", pflege Kaiser Wilhelm II. während Schiffstaufen und sonstigen maritimen Anlässen zu sagen. Innerhalb weniger Jahre schuf das junge Deutsche Reich die zweitgrößte Kriegsflotte der Welt, stets argwöhnisch beobachtet von der Weltmacht Großbritannien. Deutschlands Flottenbau und Großbritanniens Marinepolitik der "Balance of Power" (England musste auf See immer so stark sein wie die beiden nächsten Seemächte zusammen) mussten zwangsläufig zur Konfrontation führen.

Kaiserliche Marine
S.M.S. Goeben
Kaiserliche Marine 1871 - 1919

S.M.S. Goeben - das letzte existierende Schiff der ehemaligen Kaiserlichen Marine

1973 abgewrackt, weil es die damalige Bundesregierung nicht wollte

 

Während des Ersten Weltkrieges kam es zwischen der deutschen "Hochseeflotte" und der britischen "Grand Fleet" zur größten Seeschlacht der Weltgeschichte - der "Seeschlacht am Skagerrak" (31. Mai - 1. Juni 1916), im englischsprachigen Raum als "The Battle of Jutland" bekannt. Nach dem Waffenstillstand im November 1918 musste der größte Teil der Hochseeflotte zur Internierung nach Scapa Flow. Dort versenkte sie sich am 21. Juni 1919 selbst, um bei einer drohenden Wiederaufnahme der Kämpfe nicht in die Hände der Gegner zu fallen. Einige nicht ausgelieferte Schiffe fanden in der Reichsmarine Weiterverwendung. Das letzte Schiff der ehemaligen Kaiserlichen Marine, S.M.S. Goeben, führ unter dem Namen "YAVUZ" bis 1954 unter türkischer Flagge. Die Türkei bot Anfang der 70er Jahre der deutschen Bundesregierung den Rückkauf des Großen Kreuzers an, aber die zeigte sich desinteressiert und so wurde die einmalige Gelegenheit verpasst, dieses letzte Zeitzeugnis als Museumsschiff der Nachwelt zu erhalten.

 

Kaiserlichen Marine

Auf den folgenden Seiten erhalten sie allgemeine Informationen über die Kriegsschiffe (S.M.S. = Seiner Majestät Schiffe) der Kaiserlichen Deutschen Marine (teilweise auch der königlichen preußischen Marine). Die technischen und geschichtlichen Angaben stammen aus folgenden Werken:

  • "Das Buch von der Deutschen Flotte", von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing - Bielefeld und Leipzig 1880
  • "Deutschlands Seemacht" von Georg Wislicenus - Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1896
  • "Die Heere und Flotten der Gegenwart - Deutschland" 1898
  • "Bilder aus der deutschen Seekriegsgeschichte" von Vizeadmiral a.D. Reinhold Werner - München 1899
  • "Nauticus - Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen" 1899-19
  • "Überall" Illustrierte Zeitschrift für Armee und Marine, Jahrgänge
  • "Das Buch von der Deutschen Flotte", von R. Werner, Verlag von Velhagen und Klasing - Bielefeld und Leipzig 1902
  • "Deutschland zur See" von Victor Laverrenz, Berlin 1900
  • "Marine-Album" Berlin 1910
  • "Deutschland zur See" Illustrierte Wochenschrift, Zeitschrift des Vereins "Marinedank", Berlin, Jahrgange
  • "Der Völkerkrieg - Eine Chronik der Ereignisse seit dem 1.Juli 1914" Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart 1914-1922
  • "Taschenbuch der Kriegsflotten", J.F. Lehmann's Verlag, München Jahrgänge von 1900 bis 1936
  • "Kennung der deutschen Kriegsschiffe und Torpedoboote" - Admiralstab der Marine 1917
  • "Das Reichsarchiv" Band 1 - 36, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1924
  • "Unsere Marine im Weltkrieg 1914-1918" Vaterländischer Verlag Berlin 1927
  • "Deutsche Seefahrt" - von Trotha und König, Otto Franke/ Verlagsgesellschaft Berlin - Birkenwerder 1928
  • "Marinearchiv" Band I und II Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i.O. 1931
  • "Unsere Marine - Schiffsbilder", Bilder der Reichsmarinesammlung im Museum für Meereskunde zu Berlin (1930)
  • "So war die alte Kriegsmarine" von Eberhard von Mantey - Berlin 1935
  • "Die deutschen Kriegsschiffe", Groener 1966

 

Kaiserliche Marine

 

Die angegebenen Maße differieren in den Quellen teilweise um einige Meter (!) bzw. mehrere Tonnen, auch werden unterschiedliche Besatzungszahlen angegeben. Mehrere Schiffe wurden während ihrer Einsatzzeit umgebaut und verändert. Alle Werte können somit nur ungefähre Angaben sein.

Die geschichtlichen Angaben der einzelnen Kriegsschiffe werden ständig überarbeitet und vervollständigt!

 

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