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Seiner Majestät Schiff (S.M.S. Kaiser Wilhelm)
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NEU/update: S.M.S. Fürst Bismarck, S.M.S. Bismarck, S.M.S. Hansa, Kaiserliche Werft Danzig, S.M.S. Arminius, S.M.S. König Wilhelm, S.M.S. Gefion |
Die Kaiserliche Marine ist aus der Königlichen Preußischen Marine unmittelbar hervorgegangen; in der Zeit von 1867-1871 galt sie als die Marine des Norddeutschen Bundes. Der Artikel 53 der Reichsverfassung vom 16. April 1871 lautet: "Die Kriegsmarine des Reichs ist eine einheitliche unter dem Oberbefehl des Kaisers. Die Organisation und Zusammensetzung derselben liegt dem Kaiser ob, welcher die Offiziere und Beamten der Marine ernennt, und für welchen dieselben nebst den Mannschaften eidlich in Pflicht zu nehmen sind. Der Kieler Hafen und der Jadehafen (Wilhelmshaven) sind Reichskriegshäfen. Der zur Gründung und Erhaltung der Kriegsflotte und der damit zusammenhängenden Anstalten erforderliche Aufwand wird aus der Reichskasse bestritten. Die gesamte seemännische Bevölkerung des Reichs, einschließlich des Maschinenpersonals und der Schiffshandwerker, ist vom Dienste im Landheere befreit, dagegen zum Dienste in der Kaiserlichen Marine verpflichtet. Die Verteilung des Ersatzbedarfs findet nach Maßgabe der vorhandenen seemännischen Bevölkerung statt, und die hiernach von jedem Staate gestellte Quote kommt auf die Gestellung zum Landheer in Abrechnung." Die Flagge der norddeutschen Bundesflotte wurde Reichskriegsflagge; die Kokarde der Offiziere und Mannschaften behielt die schwarz-weiß-roten Farben.
Von 1871 bis zum Jahre 1888, dem Regierungsantritt Kaiser Wilhelms II. entwickelte sich die Kriegsmarine zwar gleichmäßig weiter, doch wurde diese Entwicklung wesentlich dadurch beeinflusst, dass man den wahren Wert einer Kriegsmarine für das kaiserliche und damit größere und geeinte Deutschland noch nicht voll einzuschätzen wusste. Im Deutsch-Dänischen Krieg 1864, im Deutschen Krieg 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 hatte die Marine nicht entscheidend eingreifen können, diese Kriege waren vielmehr nur durch die Leistungen des Landheeres siegreich durchgeführt worden. Als 1888 Kaiser Wilhelm II. sein Amt antrat, zeigte er ein besonderes großes persönliches Interesse an der Marine, so dass diese hierdurch einen starken Antrieb erhielt. "Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser", pflege Kaiser Wilhelm II. während Schiffstaufen und sonstigen maritimen Anlässen zu sagen. Innerhalb weniger Jahre schuf das junge Deutsche Reich die zweitgrößte Kriegsflotte der Welt, stets argwöhnisch beobachtet von der Weltmacht Großbritannien. Deutschlands Flottenbau und Großbritanniens Marinepolitik der "Balance of Power" (England musste auf See immer so stark sein wie die beiden nächsten Seemächte zusammen) mussten zwangsläufig zur Konfrontation führen.
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| Kaiserliche Marine 1871 - 1919 |
S.M.S. Goeben - das letzte existierende Schiff der ehemaligen Kaiserlichen Marine 1973 abgewrackt, weil es die damalige Bundesregierung nicht wollte |
Während des Ersten Weltkrieges kam es zwischen der deutschen "Hochseeflotte" und der britischen "Grand Fleet" zur größten Seeschlacht der Weltgeschichte - der "Seeschlacht am Skagerrak" (31. Mai - 1. Juni 1916), im englischsprachigen Raum als "The Battle of Jutland" bekannt. Nach dem Waffenstillstand im November 1918 musste der größte Teil der Hochseeflotte zur Internierung nach Scapa Flow. Dort versenkte sie sich am 21. Juni 1919 selbst, um bei einer drohenden Wiederaufnahme der Kämpfe nicht in die Hände der Gegner zu fallen. Einige nicht ausgelieferte Schiffe fanden in der Reichsmarine Weiterverwendung. Das letzte Schiff der ehemaligen Kaiserlichen Marine, S.M.S. Goeben, führ unter dem Namen "YAVUZ" bis 1954 unter türkischer Flagge. Die Türkei bot Anfang der 70er Jahre der deutschen Bundesregierung den Rückkauf des Großen Kreuzers an, aber die zeigte sich desinteressiert und so wurde die einmalige Gelegenheit verpasst, dieses letzte Zeitzeugnis als Museumsschiff der Nachwelt zu erhalten.
Auf den folgenden Seiten erhalten sie allgemeine Informationen über die Kriegsschiffe (S.M.S. = Seiner Majestät Schiffe) der Kaiserlichen Deutschen Marine (teilweise auch der königlichen preußischen Marine). Die technischen und geschichtlichen Angaben stammen aus folgenden Werken:
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Die
angegebenen Maße differieren in den Quellen teilweise um einige
Meter (!) bzw. mehrere Tonnen, auch werden unterschiedliche
Besatzungszahlen angegeben. Mehrere Schiffe wurden während ihrer
Einsatzzeit umgebaut und verändert. Alle Werte können somit
nur ungefähre Angaben sein.
Die
geschichtlichen Angaben der einzelnen Kriegsschiffe werden ständig
überarbeitet und vervollständigt!
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Empfehlungen zum Thema (keine kommerzielle Werbung!):
![]() Hoch Deutschlands Flotte! - Music of the Imperial German Navy in Archival Recordings, 1907-1917 |
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