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Königreich Württemberg

1806 - 1918

Haupt- und Residenzstadt Stuttgart

Fahne - Landesfarben Königreich Württemberg

Fahne - Landesfarben Königreich Württemberg

Königreich Württemberg

Königreich Württemberg - Lage im Deutschen Reich Wappen Königreich Württemberg Königreich Württemberg - Karte 1914
Königreich Württemberg im Deutschen Reich 1871 - 1918 Königreich Württemberg - Wappen Königreich Württemberg - Karte 1914



Stuttgart - Partie b. Bahnhof

Stuttgart - Partie b. Bahnhof

 

 

Königreich Württemberg

Geschichte

Wappen Königreich WürttembergDie älteste germanische Bevölkerung Württembergs bildeten die Sueven. Im 1. Jahrhundert n. Chr. eroberten die Römer das Land und schützten es durch Anlegung eines Grenzwalles an der Ostgrenze gegen feindliche Angriffe. Das römische Gebiet, Zehntland genannt, wurde zwar mit germanischen Ansiedlern besetzt, aber von der römischen Kultur bestimmt. Im 3. Jahrhundert wurde es von den Alemannen erobert, kam nach deren Unterwerfung durch die Franken (496) zum fränkischen Reich und gehörte dann zu dem im 9. Jahrhundert sich bildenden deutschen Herzogtum Schwaben.

Germanien im 2. Jahrhundert Deutschland um 480
Germanien im 2. Jahrhundert  Deutschland gegen Ende der Völkerwanderung um 480

1796 drangen die Franzosen unter Moreau in Württemberg ein. Herzog Friedrich Eugen schloss am 17. Juli den Waffenstillstand von Baden, gemäß welchem er seine Truppen vom Reichsheer zurückzog und eine Kriegsentschädigung von 4 Millionen Gulden bezahlte. Im Frieden von Paris vom 7.  August 1796 trat er Mömpelgard gegen das Versprechen späterer Entschädigung an Frankreich ab. Friedrich Eugen starb am 23. Dezember 1797; mit ihm endete die Reihe der katholischen Herzöge, die seit 1733 geherrscht hatten. Friedrich Eugens ältester Sohn und Nachfolger Friedrich II. (1754-1816) nahm gegen den Willen der Stände am Krieg der zweiten Koalition gegen Frankreich teil, infolgedessen Württemberg 1800 von Moreau besetzt und gebrandschatzt wurde; der Herzog floh nach Erlangen. Im Frieden mit Frankreich (27. März 1802) trat er alle linksrheinischen Besitzungen ab und bekam dafür durch den Reichsdeputationshauptschluss an Entschädigung: die Propstei Ellwangen, die Abteien Zwiefalten und Schönthal sowie die neun Reichsstädte: Weil, Reutlingen, Eßlingen, Rottweil, Aalen, Giengen, Hall, Gmünd, Heilbronn, zusammen 2200 km² mit 124 688 Einwohnern und die Kurwürde. Die neuen Gebiete erhielten als Neuwürttemberg eine besondere in Ellwangen residierende Regierung und vor allem keine Landstände. Als 1805 der Krieg zwischen Frankreich und Österreich ausbrach, wurde Friedrich von Napoleon zu einem Bündnis genötigt und ließ seine Truppen an der Seite der Franzosen kämpfen. Seitdem war er ein eifriger Anhänger Kaiser Napoleons und erntete reiche Belohnungen dafür: im Preßburger Frieden (26. Dezember 1805). Er erhielt die österreichischen Besitzungen in Oberschwaben, die Grafschaften Hohenberg, Nellenburg und Bondorf und die Landvogtei Altdorf und durfte am 1. Januar 1806 die Königswürde annehmen. Alt- und Neuwürttemberg wurden vereinigt, die alte Verfassung aufgehoben und das Kirchengut unter Staatsverwaltung gestellt. Nachdem der König am 12. Juli 1806 dem Rheinbund beigetreten war, erhielt Württemberg durch die Aufhebung der Reichsunmittelbarkeit mehrerer fürstlicher und gräflicher Häuser sowie durch Gebietsabtretung einen weitern Zuwachs von 160 000 Einwohner und durch den Wiener Frieden (14. Oktober 1809) Ulm, Mergentheim u. a., im ganzen 110 000 Einwohner, so dass Württemberg, das 1802 nur 650 000 Einwohner hatte, nun 1 400 000 Einwohner zählte. Dafür musste das württembergische Kontingent 1806 bis 1807 gegen Preußen, 1809 gegen Österreich, 1812 gegen Russland und 1813 gegen die Verbündeten kämpfen. Nach der Schlacht bei Leipzig (Völkerschlacht), in welcher eine württembergische Brigade zu den Verbündeten überging, fiel König Friedrich von Napoleon ab und erlangte von Metternich im Vertrag zu Fulda (2. November 1813) die Garantie seines Gebiets wie seiner Souveränität, worauf die württembergischen Truppen 1814-1815 am Kampf gegen Frankreich teilnahmen. Auf dem Wiener Kongress sträubte er sich hartnäckig gegen jede Beschränkung seiner Souveränität und trat erst am 1. September 1815 dem Deutschen Bund bei. König Friedrich I. starb am 30. Oktober 1816, während im Land ein heftiger Verfassungsstreit tobte. Sein Sohn und Nachfolger, König Wilhelm I., gelangte erst unter dem Druck der Karlsbader Beschlüsse zur Vereinbarung einer Verfassung mit den Ständen, welche am 25. September 1819 verkündet wurde. Die Justiz wurde von der Verwaltung getrennt und das Land 1817 in 4 Kreise und 64 Oberämter eingeteilt. Die katholische Kirche wurde neu organisiert, 1817 eine katholisch-theologische Fakultät in Tübingen und 1828 das Bistum in Rottenburg errichtet. Das Schulwesen wurde bedeutend verbessert. Besondere Fürsorge widmete der König der Landwirtschaft und gründete 1818 die land- und forstwirtschaftliche Akademie zu Hohenheim. Ebenso war er mit Erfolg bemüht, die Finanzen des Landes zu bessern und die Steuerlasten zu mindern; er führte im Gegensatz zu seines Vaters Verschwendung einen sehr einfachen Hofhaltung und hielt auch in der Staatsverwaltung auf strengste Sparsamkeit. 1848 brach auch in Württemberg eine freiheitliche und nationale Bewegung aus. Die von der Frankfurter Nationalversammlung beschlossenen Grundrechte wurden von der Regierung als Reichsgesetze verkündet und dem widerstrebenden König am 24. April 1849 auch die Unterzeichnung der Reichsverfassung abgerungen. Doch das Ministerium Römer schritt energisch ein, sprengte am 18. Juni das Parlament durch Militär auseinander und löste den Landtag am 8. August auf. Der König sagte sich entschieden von Preußen los, sprach sich schroff gegen das preußische Unionsprojekt aus und schloss sich im Oktober 1850 in Bregenz Österreich an. Dabei konnte er sich auf die entschieden antipreußische Stimmung im Volk stützen. Am 25. Juni 1864 starb König Wilhelm und sein Nachfolger wurde König Karl.

Gruß aus Württemberg
Hie gut Wirtemberg allewege
Gruß aus Württemberg Hie gut Wirtemberg allewege

 

Im April 1866 traf die Regierung von Württemberg militärische Vorbereitungen (Deutscher Krieg), für welche ihr im Juni vom Landtag 7.700.000 Gulden bewilligt wurden. Das Königreich Württemberg stimmte am 14. Juni in Frankfurt für Österreichs Antrag auf Mobilmachung aller nichtpreußischen Bundeskorps, und während ein Bataillon Hohenzollern besetzte, stieß das württembergische Kontingent zum 8. Bundeskorps. Obwohl die Schlacht bei Königgrätz die kriegerische und siegesbewusste Stimmung im Volk abkühlte, führte die Regierung unter Varnbüler den Kampf fort, musste sich jedoch, als die Württemberger am 24. Juli bei Tauberbischofsheim (Deutscher Krieg in Süddeutschland) schwere Verluste erlitten hatten und nach Auflösung des 8. Korps, zu Verhandlungen übergehen, die am 2. August zu einem Waffenstillstand mit dem Befehlshaber der preußischen Mainarmee, Manteuffel, führten. Der nördliche Teil des Landes wurde von den Preußen besetzt, während Hohenzollern von den Württembergern geräumt wurde. Der Friede kam 13. August 1866 zustande und legte dem Königreich Württemberg eine Kriegsentschädigung von 8 Millionen Gulden auf; gleichzeitig schloss die Regierung mit dem Königreich Preußen ein geheimes Schutz- und Trutzbündnis. Der unglückliche Ausgang des Deutschen Kriegs von 1866 hatte in Württemberg zunächst noch keine Versöhnung mit der neuen Situation in Deutschland zur Folge. Die Zweite Kammer sprach sich bei der Beratung des Friedensvertrags 11. Oktober gegen einen Anschluss an Preußen und für einen besonderen süddeutschen Bund aus und genehmigte das 1867 veröffentlichte Schutz- und Trutzbündnis sowie den Vertrag über die Reform des Zollvereins am 31. Oktober 1867 nur unter dem Druck der Drohung Preußens, dass Württemberg im Fall der Ablehnung eines der Verträge aus dem Zollverein ausgeschlossen werden würde. Die französische Kriegserklärung im Juli 1870 (Deutsch-Französischer Krieg) gab den Dingen jedoch eine ganz andere Wendung. König Karl I. erließ am 17. Juli den Mobilisierungsbefehl, die Kammern bewilligten fast einstimmig den verlangten Kriegskredit. Die württembergische Division wurde der unter dem Oberbefehl des Kronprinzen Friedrich von Preußen stehenden dritten Armee zugeteilt und nahm an der Schlacht bei Wörth und den Kämpfen vor Paris, besonders der Schlacht bei Villiers (30. November und 2. Dezember 1870), rühmlichen Anteil. Die Regierung unter Varnbüler trat am 31. August zurück, und der Justizminister Mittnacht führte in Versailles die Verhandlungen über den Eintritt Württembergs in das neue Deutsche Reich, die am 25. November zum Abschluss führten. Das Königreich Württemberg behielt die eigne Verwaltung der Post, der Telegrafen, der Eisenbahnen und die besondere Besteuerung des Biers und des Branntweins; die württembergischen Truppen bildeten das 13. deutsche Armeekorps, dessen Kommandeur der Kaiser ernannte, behielten aber ihr eigenes Kriegsministerium, und der König ernannte die Offiziere; im Bundesrat bekam Württemberg vier Stimmen. Nachdem Neuwahlen der Regierung in der Zweiten Kammer eine national gesinnte Mehrheit verschafft hatten, wurden die Verträge mit dem Norddeutschen Bund vom Landtag genehmigt und am 1. Januar 1871 verkündigt. Der kränkliche König Karl I. verbrachte inzwischen einen großen Teil des Jahrs im Ausland. Er starb am 6. Oktober 1891 kinderlos in Stuttgart. Nachfolger wurde seine Neffe als König Wilhelm II. von Württemberg, Sohn des Prinzen Friedrich von Württemberg und dessen Gemahlin Prinzessin Katharina, einer Tochter König Wilhelms I. von Württemberg. Unter ihm wurde 1903 eine Reform der Einkommensteuer, 1904 und 1906 der Gemeindeordnung, 1906, 1911 und 1912 der Kammern und 1909 der Volksschule eingeführt. Da der einzige Sohn des Königs, Prinz Ullrich, schon früh starb, wurde der aus der katholischen Linie stammende Herzog Albrecht von Württemberg als künftiger Thronfolger an den Regierungsgeschäften beteiligt. König Wilhelm II. verzichtete infolge der Novemberevolution am 29. November 1918 auf die Krone und nahm den Titel Herzog zu Württemberg an. Er starb am 2. Oktober 1921. Der nächste Agnat, Herzog Albrecht verzichtete indes nicht. Erst sein Enkel Ludwig (* 1930), verzichtete am 29. Juni 1959 für sich und seine Nachkommen auf etwaige Thronrechte.

Kätchen aus Heilbronn
Der Schneider von Ulm, 31. Mai 1811
Kätchen aus Heilbronn Der Schneider von Ulm, 31. Mai 1811

 

Königreich Württemberg

Daten

Bundesrat: 4 Stimmen

Reichstag: 17 Stimmen

Landesparlament: Alle Württemberger haben gleiche staatsbürgerliche Rechte, welche nach dem Gesetz vom 31. Dezember 1861 von dem Religionsbekenntnis unabhängig sind. Jedem Einwohner ist Freiheit der Person, des Gewissens, des Eigentums und der Auswanderung zugesichert. Das Vereins- und Petitionsrecht sind garantiert. Die Landstände teilen sich in zwei Kammern.

Der Präsident der Ersten Kammer wird unmittelbar vom König ernannt.

Der Präsident der Zweiten Kammer wird von dieser selbst gewählt. Ohne Einwilligung der Kammern kann kein Gesetz gegeben, keine Steuer auferlegt, keine Anleihe gemacht und keine Gebietsveränderung vorgenommen werden. Das Recht, Gesetze vorzuschlagen, steht dem König sowie jeder der beiden Kammern zu. Ebenso hat jede der beiden Kammern das Recht, die Minister in Anklagestand zu versetzen, für welchen Zweck sowie überhaupt zum gerichtlichen Schutz der Verfassung ein Staatsgerichtshof besteht, aus vom König ernannten und von der Ständeversammlung gewählten Mitgliedern zusammengesetzt.

Stuttgart - Marktplatz und Rathaus
Stuttgart - Neues Schloss
Stuttgart - Marktplatz und Rathaus Stuttgart - Neues Schloss

 

Hauptstadt: Stuttgart - 249.286 Einwohner - 1905 12. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs. Die erste königliche Residenz ist Stuttgart, die zweite Ludwigsburg.

Größe: 19.508 km²

Gerichtsorganisation: An der Spitze der Rechtspflege steht das Oberlandesgericht in Stuttgart als oberste Gerichtsstelle für das ganze Land, das in zwei Kammern, die Strafkammer, zugleich Kassationshof, und die Zivilkammer, untergliedert. Weiter sind acht Landgerichte (in Stuttgart, Heilbronn, Tübingen, Rottweil, Ellwangen, Hall, Ulm, Ravensburg) mit je einem Schwurgerichtshof eingesetzt,  diesen unterstehen die 64 Amtsgerichte.

Oberlandesgericht Stuttgart

 Einwohner: Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 2.437.574 Einwohner

Bevölkerungsentwicklung:

1816 1840 1864 1875 1880 1890 1900 1905 1910
1.410.684 1.646.136 1.748.328 1.881.505 1.971.118 2.036.522 2.169.480 2.302.177 2.437.574

Klima: Das Klima Württembergs ist gemäßigt, infolge der bedeutenden Erhebung im S. weniger warm als im N. Das mildeste Klima haben die Gegenden am mittleren und untern Neckar und am Bodensee. Die mittlere Jahrestemperatur bewegt sich zwischen 9,8° C in Cannstatt am Neckar und 5,9-7,5° auf der Münsinger Alb, in der Baar, auf dem Schwarzwald und im Allgäu. Die letzten drei sind reicher an Niederschlag als das übrige Land.

Friedrichshafen - Zeppelin
Friedrichshafen - Königliches Schloss
Friedrichshafen - Zeppelin Friedrichshafen - Königliches Schloss

 

Gewässer: wichtigster Fluss: nördlich der Neckar mit Enz, Kocher und Jagst, südlich die Donau mit Iller als Grenzfluss.

Bewohner: Die Bewohner sind größtenteils alemannisch-schwäbischen, in der kleineren Nordhälfte des Landes fränkischen Stammes.

Bevölkerungsdichte: 118/km²

Religion: Jede der drei im Königreich Württemberg bestehenden christlichen Konfessionen ordnet ihre Angelegenheiten unter der Oberaufsicht des Königs selbst. Die evangelische Kirche ist uniert, nachdem 1823 die Vereinigung der lutherischen und der wenig zahlreichen reformierten Kirche erfolgt ist; nur in Stuttgart bilden die Reformierten eine eigne kleine Gemeinde. Das Kirchenregiment wird durch das königliche Konsistorium zu Stuttgart und die Landessynode nach den bestehenden Gesetzen verwaltet. Das Konsistorium handhabt die Kirchen- und Schulgesetze. Die durch königliche Berufung von 6 und durch Wahl der evangelisch-theologischen Fakultät der Landesuniversität und der 49 Diözesansynoden von 51 Mitgliedern zusammengesetzte Landessynode wirkt bei der kirchlichen Gesetzgebung in ihrem ganzen Umfang mit. Das Land gliedert in sechs evangelische Generalsuperintendenzen, deren Vorsteher den Titel "Prälaten" führen, die Dekane ihres Sprengels investieren und alle drei Jahre zu visitieren haben. Die Dekane sind die Vorsteher der Kirchen ihres Bezirks und nehmen alle zwei Jahre Visitationen vor. Unter ihrer Leitung stehen die Diözesansynoden, welche, aus sämtlichen ordentlichen Geistlichen und ebenso vielen Abgeordneten der Pfarrgemeinden gebildet, alljährlich einmal zusammentreten. In den Pfarrgemeinden verwaltet der Kirchengemeinderat jetzt auch das kirchliche Vermögen, seit die staatliche Gesetzgebung von 1887 und die kirchliche von 1888 die alte Verbindung von politischer und kirchlicher Gemeinde (für beide Konfessionen) gelöst hat. Die inneren Angelegenheiten der katholischen Kirche werden von dem bischöflichen Ordinariat (dem Landesbischof nebst dem Domkapitel) zu Rottenburg geleitet, welches zur oberrheinischen Kirchenprovinz (Erzdiözese Freiburg) gehört. Das Verhältnis der Staatsgewalt zur Kirche wurde durch das Gesetz vom 30. Januar 1862 in einer Weise neu geregelt, dass der kirchliche Friede bis jetzt nicht gestört worden ist. Die verfassungsmäßige Behörde, durch welche die in der Staatsgewalt begriffenen Rechte über die katholische Kirche ausgeübt werden, ist der katholische Kirchenrat. Die Aufsicht und Leitung des israelitischen Kultus- und Armenwesens ist der seit 1828 eingesetzten israelitischen Oberkirchenbehörde übertragen.

1871 1885 1905
  • 1.248.860 Evangelisch
  •    553.542 Römisch-katholisch
  •        3.857 sonstige Christen
  •      12.245 Juden
  •            35 Andere
  • 1.377.805 Evangelisch
  •    598.223 Römisch-katholisch
  •       13.171 Israeliten
  •         5.986 andere Bekenntnisse
  • 1.582.745 Evangelisch
  •    695.808 Römisch-katholisch
  •      11.106 sonstige Christen
  •      12.053 Israeliten
  •           467 Andere

 

Militär - Angaben 1881: Infolge der Militärkonvention vom 25. November 1870 bilden die Württembergischen Truppen das XIII. Armee-Korps der deutschen Armee mit eigenem Kriegsministerium, jedoch unter Befehl eines preußischen kommandierenden Generals. Generalkommando Stuttgart, Divisionskommandos (Nr. 26 und 27) Stuttgart und Ulm. Festung Ulm. Vom XIII. Armee-Korps garnisoniert das 8. Inf.-Reg. Nr. 126 im Elsass.

Heilbronn - Kaserne
Ludwigsburg - Besichtigung des Infanterie-Regiments Alt Württemberg Nr. 121
Heilbronn - Kaserne Ludwigsburg - Besichtigung des Infanterie-Regiments Alt Württemberg Nr. 121 durch König Friedrich August von Sachsen und König Wilhelm II. von Württemberg.

 

Wirtschaft:

Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind durchweg sehr günstig.

  • Landwirtschaft ist blühend und liefert Getreide über bedarf.
  • Bergbau ist sehr gering, von Bedeutung ist allein die Salzgewinnung.
  • Industrie ist aufgrund des bedeutenden Handwerks stark entwickelt, 8 % der Gesamtbevölkerung ist in ihr tätig.
  • Handel ist nicht hervorragend, da bedeutsame Wasserwege fehlen.

 

Königreich Württemberg

Postwesen und Briefmarken

Am 22. März 1851 übernahm das Königreich Württemberg den bisher von Thurn und Taxis geführten Postbetrieb und trat dem Deutsch-Österreichischen Postverein bei. Die Reichsverfassung vom 16. April 1871 bestimmte u.a. dass die unmittelbare Posthoheit, mit Ausnahme des inneren Verkehrs im Königreich Bayern und im Königreich Württemberg, dem Deutschen Reich zusteht. Ab 1902 wurden Freimarken der Reichpost verwendet. Württemberg gab bis 1920 eigene Dienstmarken heraus.

bis 1851 1851 - 1875 Freimarken bis 1902 Dienstmarken Württemberg bis 1920
Thurn und Taxis mit Währung Gulden Königreich Württemberg mit Währung Gulden Königreich Württemberg mit Währung Mark mit Aufdruck "Volksstaat Württemberg"
3 Kreuzer 1 Kreuzer 10 Pfennig 50 Pfennig
3 Kreuzer 1 Kreuzer 10 Pfennig 50 Pfennig

Von 1871 - 1902 gab das Königreich Württemberg eigene Briefmarken aus, danach verzichtete es unter Wahrung seines "Postregales" und benutzte die Marken des Deutschen Reiches. Nur die Dienstmarken wurden auch weiterhin beibehalten.

Die Ersten Briefmarken von Württemberg
Württembergs erste und letzte Briefmarken
Die Ersten Briefmarken von Württemberg Württembergs erste und letzte Briefmarken

 

Königreich Württemberg

Währungen und Münzen

bis 30. Juni 1875 ab 1. Juli 1875
1 Gulden = 60 Kreuzer 1 Mark = 100 Pfennig

Königreich Württemberg - 1 Kreuzer, 1842 Karl König von Württemberg - 5 (Gold) Mark, 1877
Königreich Württemberg - 1 Kreuzer, 1842 Karl König von Württemberg - 5 (Gold) Mark, 1877
Wilhelm König von Württemberg - 1 Gulden, 1841 Wilhelm II König von Württemberg - 20 (Gold) Mark, 1894
Wilhelm König von Württemberg - 1 Gulden, 1841 Wilhelm II König von Württemberg - 20 (Gold) Mark, 1894

100 Mark der Württembergischen Notenbank 1911   100 Mark der Württembergischen Notenbank 1911

100 Mark der Württembergischen Notenbank 1911 (Geldscheine Deutsches Reich)

 

 

Königreich Württemberg

Regenten

Württembergische Könige 1806 - 1918

regierendes Fürstenhaus: Ahnherr Konrad von Württemberg († 1092)

Der König von Württemberg vereinigt alle Rechte der Staatsgewalt in seiner Person, ist jedoch hinsichtlich der Gesetzgebung und Besteuerung an die Mitwirkung der Landstände gebunden. Die Krone ist erblich im Mannesstamm des königlichen Hauses nach der Linealerbfolge und dem Erstgeburtsrecht. Bei dessen Erlöschen succediert die weibliche Linie; doch tritt bei der Deszendenz des sodann regierenden königlichen Hauses das Vorrecht des Mannesstamms wieder ein. Der König wird mit zurückgelegtem 18. Jahr volljährig. Er bekennt sich zur evangelisch-lutherischen Kirche und bezieht eine Zivilliste von 1.600.000 Mark, nebst Naturalien im Betrag von ca. 200.000 Mark.

Regentschaft

Name

Lebensdaten
1806 - 1816
König Friedrich I. (seit 1797 regierte er als Herzog Friedrich II. von Württemberg) 1. Ehe 1780 Heirat mit Prinzessin Auguste Karoline von Braunschweig-Wolfenbüttel († 27.09.1788)
2. Ehe 1797 Heirat mit Prinzessin Charlotte Auguste Mathilde von Großbritannien und Irland (29.09.1766 - 05.10.1828), Tochter des Königs Georg III.
06.11.1754 - 30.10.1816
1816 - 1864
König Wilhelm I. 1. Ehe 1808 Heirat mit Prinzessin Karoline Auguste von Bayern (08.02.1792 - 09.02.1873), Ehe 1814 durch den Papst annulliert
2. Ehe 1816 Heirat mit Großfürstin Katharina Pawlowna (10.05.1788 - 09.01.1819), Tochter des russischen Zaren Paul I. und Witwe von Georg von Oldenburg
3. Ehe 1820 Heirat mit Pauline Herzogin von Württemberg (04.09.1800 - 10.03.1873)
27.09.1781 - 25.06.1864
1864 - 1891
König Karl I. 1846 Heirat mit der Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa (11.09.1822 - 30.10.1892), Tochter des russischen Zaren Nikolaus I.
06.03.1823 - 06.10.1891
1891 - 1918
König Wilhelm II. 1. Ehe 1877 Heirat mit Prinzessin Marie von Waldeck-Pyrmont (1857-1882)
2. Ehe 1886 Heirat mit Prinzessin Charlotte von Schaumburg-Lippe (1864-1946)
25.02.1848 - 02.10.1921


Der König mit seinen Enkeln Karl I., König von Württemberg Königliche Grabkapelle (König Karls) auf dem Württemberg bei Rotenberg Herzog Albrecht von Württemberg
Der König mit seinen Enkeln Karl I., König von Württemberg Königliche Grabkapelle (König Karls) auf dem Württemberg bei Rotenberg Herzog Albrecht von Württemberg 1914 (* 23.12.1865 Wien - 29.10.1939 Altshausen)
König Wilhelm II. von Württemberg Zur Erinnerung an die silberne Hochzeitsfeier des Württembergischen Königspaares 8 April 1911 Königin Charlotte von Württemberg
König Wilhelm II. von Württemberg Zur Erinnerung an die silberne Hochzeitsfeier des Württembergischen Königspaares 8 April 1911 Königin Charlotte von Württemberg (* 1864 als Charlotte von Schaumburg-Lippe - 1946 in Bebenhausen


Königreich Württemberg

Organisation der Verwaltungsbehörden

An der Spitze der Staatsverwaltung stehen das Staatsministerium, gebildet durch die Minister oder Chefs der Verwaltungsdepartements, und der Geheime Rat, bestehend aus den Mitgliedern des Staatsministeriums und vom König ernannten ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern. Dem Staatsministerium sind unterstellt: die Bevollmächtigten zum Bundesrat, der Verwaltungsgerichtshof, welcher die höchste landesgesetzliche Instanz für Verwaltungsrechtssachen bildet, und der Disziplinarhof für die Staatsbeamten.

Das Staatsministerium gliedert sich in 6 Departements:

 

Präsidenten des königlichen Staatsministeriums

Amtszeit

Name

Lebensdaten
29.07. 1821 - 15.11. 1831 Christian Friedrich von Otto 1758 - 1836
15.11. 1831 - 09.03. 1848 Paul Friedrich Theodor Eugen Freiherr von Mauclerc           1783 - 1859
09.03. 1848 - 28.09. 1849 Friedrich von Römer 1794 - 1864
28.09. 1849 -  02.07. 1850 Johannes von Schlayer 1792 - 1860
02.07. 1850 - 21.09. 1864 Josef Freiherr von Linden 1804 - 1895
21.09. 1864 - 31.08. 1870 Karl Friedrich Gottlob Freiherr von Varnbüler von und zu Hemmingen 1809 - 1889
31.08. 1870 -  09.01. 1871 Adolf Graf von Taube (provisorisch)     1810 - 1899
09.01. 1871 - 31.07. 1876 Johann August Freiherr von Wächter 1807 - 1879
31.07. 1876 - 10.11. 1900 Hermann von Mittnacht (ab 1887 Freiherr) 1825 - 1909
10.11. 1900 - 15.04. 1901 Max Freiherr Schott von Schottenstein  1836 - 1917
15.04. 1901 -  04.12. 1906 Wilhelm August von Breitling 1835 - 1914
04.12. 1906 - 06.11. 1918 Karl Freiherr von Weizsäcker 1853 - 1926
07.11. 1918 -  11..11. 1918 Theodor Liesching 1865 - 1922

 

Ulm - Rathaus mit Marktbrunnen
Biberach - Marktplatz
Ulm - Rathaus mit Marktbrunnen Biberach - Marktplatz

 

Königreich Württemberg

Administrative Gliederung

Das Königreich Württemberg gliedert sich im Jahr 1900 in 4 Kreise mit 63 Oberämtern:

Die Stadt Stuttgart bildet einen eigenen Verwaltungsbezirk und ist der Kreisregierung in Ludwigsburg unmittelbar unterstellt. Die Aufsicht über alle übrigen Stadt- und Landgemeinden führen die Oberämter. Die Gemeindebehörden heißen in den Städten und Dörfern Gemeinderat; der Vorstand in den Städten führt den Titel Stadtschultheiß (Stadtschultheißenamt), einzelne durch Königliche Ernennung Oberbürgermeister, in den Landgemeinden Schultheiß (Schultheißamt).

(Petzolds "Gemeinde- und Ortslexikon des Deutschen Reiches" 1911)

1. Neckarkreis mit einer Fläche von 3 330 km² und 745 669 Einwohnern (Jahr 1900):
Sitz der Kreisregierung in Ludwigsburg mit dem Stadtdirektionsbezirk Stuttgart und 16 Oberämtern (1900): Backnang, Besigheim, Böblingen, Brackenheim, Cannstatt, Eßlingen, Heilbronn, Leonberg, Ludwigsburg, Marbach, Maulbronn, Neckarsulm, Stuttgart (Amt), Vaihingen, Waiblingen, Weinsberg

Stuttgart - Marktplatz

Stuttgart - Residenzschloss

Heilbronn und sein Kätchen

 

Marbach, Das Schillerhaus 1899

Stuttgart - Marktplatz Stuttgart - Residenzschloss Heilbronn und sein Kätchen   Marbach, Das Schillerhaus 1899

Stuttgart - Altes Schloss mit Stiftskirche

Stuttgart - Königsallee

Heilbronn - Blick in die Kaiserstrasse

Esslingen am Neckar - Die Burg

Weinsberg

Stuttgart - Altes Schloss mit Stiftskirche Stuttgart - Königsallee Heilbronn - Blick in die Kaiserstrasse Esslingen am Neckar - Die Burg Weinsberg

 

2. Schwarzwaldkreis mit einer Fläche von 4 776 km² und 509 258 Einwohnern (Jahr 1900):
Sitz der Kreisregierung in Reutlingen mit 17 Oberämtern: Balingen, Calw, Freudenstadt, Herrenberg, Horb, Nagold, Neuenbürg, Nürtingen, Oberndorf, Reutlingen, Rottenburg, Rottweil, Spaichingen, Sulz, Tübingen, Tuttlingen, Urach

Reutlingen

Tübingen

Tuttlingen

Wildbad - Untere Hauptstraße m. Enz

Calw - Neue Handelsschule

Reutlingen Tübingen Tuttlingen Wildbad - Untere Hauptstraße m. Enz Calw - Neue Handelsschule

 

3. Jagstkreis mit einer Fläche von 5 141 km² und 400 126 Einwohnern (Jahr 1900):
Sitz der Kreisregierung in Ellwangen mit 14 Oberämtern: Aalen, Crailsheim, Ellwangen, Gaildorf, Gerabronn, Gmünd, Hall, Heidenheim, Künzelsau, Mergentheim, Neresheim, Öhringen, Schorndorf, Welzheim

Schwäbisch Gmünd - Stadtgarten

Schwäbisch Gmünd - Marktplatz

Schwäbisch Hall - Heilbronnerstrasse

Aalen - Schubart-Denkmal, Hotel Wagner "Zur Harmonie"

 
Schwäbisch Gmünd - Stadtgarten Schwäbisch Gmünd - Marktplatz Schwäbisch Hall - Heilbronnerstrasse Aalen - Schubart-Denkmal, Hotel Wagner "Zur Harmonie"  

 

4. Donaukreis mit einer Fläche von 6 266 km² und 514 427 Einwohnern (Jahr 1900):
Sitz der Kreisregierung in Ulm mit 16 Oberämtern: Biberach, Blaubeuren, Ehingen, Geislingen, Göppingen, Kirchheim, Laupheim, Leutkirch, Münsingen, Ravensburg, Riedlingen, Saulgau, Tettnang, Ulm, Waldsee, Wangen

Ulm an der Donau

Göppingen - Partie am Bahnhof mit dem Königlichen Postamt

Ravensburg

 

Friedrichshafen

Ulm an der Donau Göppingen - Partie am Bahnhof mit dem Königlichen Postamt Ravensburg  

Friedrichshafen

 

Königreich Württemberg

Schiffe der Kaiserlichen Marine

S.M.S. Württemberg - Panzerkorvette

S.M.S. Olga - Kreuzerkorvette

S.M.S. Stuttgart - Kleiner Kreuzer

S.M.S. Württemberg - Linienschiff - S.M.S. Schwaben - Linienschiff

 

 

Königreich Württemberg

Hymne

1. Heil unserm König, Heil!
Heil unserm Fürsten, Heil!
Dem Edlen Heil!
Herr Gott, dich loben wir,
Herr Gott, wir flehn zu dir:
O segn' ihn für und für!
Dem Fürsten Heil!
2. Herr, Herr, wir schaun empor
zu dir; der Treuen Chor
Fleht ihm Glück und Ehr',
Sei du ihm Schirm und Wehr!
Wer liebt sein Volk wie er?
Dem Edlen Heil!
3. Laß deine milde Hand
auf unserm Vaterland
und Fürsten ruhn!
Er sei gerecht wie du,
Erhalt' uns Fried' und Ruh'!
Froh jauchzt sein Volk ihm zu:
Dem Guten Heil!
4. Sein Volk mit Herz und Mund
verehr' im Bruderbund
als Vater ihn!
Herr, laß durch sein Bemühn
der Völker Segen blühn,
erhalt' und schütze ihn!
Dem König Heil!

Württemberghymne

Text: Justinus Kerner (1786 - 1862)

Melodie von "In des Waldes tiefsten Gründen"

1. Preisend mit viel schönen Reden ihrer Länder Wert und Zahl, saßen viele deutsche Fürsten einst zu Worms im Kaisersaal. 5. Eberhard, der mit dem Barte, Württembergs geliebter Herr, sprach: "Mein Land hat kleine Städte, trägt nicht Berge silberschwer."
2. "Herrlich", sprach der Fürst von Sachsen, "ist mein Land und seine Macht. Silber hegen seine Berge, wohl in manchem tiefen Schacht." 6. "Doch ein Kleinod hält's verborgen: Daß in Wäldern noch so groß ich mein Haupt kann kühnlich legen jedem Untertan in Schoß.
3. "Seht mein Land in üpp'ger Fülle", sprach der Kurfürst von dem Rhein. "Gold'ne Staaten in den Tälern, an den Hängen edler Wein." 7. Und es rief der Herr von Sachsen, der von Bayern, der vom Rhein: "Graf im Bart! Ihr seid der reichste! Euer Land trägt Edelstein!"
4. "Große Städte, reiche Klöster", Ludwig, Herr zu Bayern sprach, "schaffen, daß mein Land dem euren wohl nicht steht an Schätzen nach."  

 

Württemberg nach 1918:

Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Württembergs Briefmarke Französische Zone 1945, das Wappen Württembergs Briefmarke Württemberg-Hohenzollern 1948 der französischen ZoneBriefmarke Württemberg-Hohenzollern 1948 der französischen Zone
Briefmarke Deutsches Reich 1926 aus der Serie Deutsche Nothilfe Wappenzeichnungen, das Wappen Württembergs Briefmarke Französische Zone 1945, das Wappen Württembergs Briefmarke Württemberg-Hohenzollern 1948 der französischen Zone

 

1918 König Wilhelm II. verzichtete am 29. November 1918 auf die Krone und nahm den Titel Herzog von Württemberg an. Herzog Albrecht, der nächste Thronfolger, verzichtete aber nicht.
1919 Am 12. Januar 1919 fanden die Wahlen zur verfassungsgebenden Landesversammlung statt. Nach der Verfassung vom 25. November 1919 wurde die Staatsleitung von Landtag dem Staatsministerium übertragen. Erster Minister- und Staatspräsident wurde 1920 Dr. Hieber.
1941 Bildung des Gau Württemberg-Hohenzollern
1945 Willkürliche Trennung des Landes, ohne Rücksicht auf geografische, soziale oder wirtschaftliche Verhältnisse in eine französische und in eine amerikanische Besatzungszone. Die Grenze zwischen amerikanischer und französischer Besatzungszone verlief mitten durch Baden und Württemberg entlang der Autobahn Karlsruhe - Stuttgart - Ulm. Die Amerikaner bildeten aus den von ihnen besetzten Gebieten Nordbaden und Nordwürttemberg das Gebilde Württemberg-Baden mit der Hauptstadt Stuttgart. Der Landesbezirk Baden behielt innerhalb dieses Gebiets eine weitgehende Verwaltungsautonomie. Die Franzosen bildeten aus dem Süden Württembergs und Hohenzollern das Land Württemberg-Hohenzollern mit der Hauptstadt Tübingen, und aus dem südbadischen Landesteil wurde Baden mit der Landeshauptstadt Freiburg.
1950 Getrennte Volksbefragung zur Herstellung eines "Südweststaates" oder die Wiederherstellung der alten Länder. Die Württemberger stimmen für die Vereinigung, aber die Badener mit knapper Mehrheit für die Beibehaltung der Einzelstaaten.
1951 Volksabstimmung: In den Abstimmungsbezirken Nord- und Südwürttemberg sowie Nordbaden stimmt die Mehrheit für den Südweststaat. In Südbaden votierte die Mehrheit für die alten Länder.
1952 Am 25. April 1952 Gründung von Baden-Württemberg. Dr. Reinhold Maier (FDP/DVP) wurde erster Ministerpräsident des Landes. Bereits 1953 wurde er von Dr. Gebhard Müller (CDU) abgelöst.
1956 Das Bundesverfassungsgericht billigt dem Heimatbund Badenerland eine nochmalige Volksabstimmung über den Verbleib im neu gebildeten Südweststaat zu. Diese wird aber erst 14 Jahre später umgesetzt.
1970 Die Badener stimmen in der Volksabstimmung für die Einheit des Südweststaates.

 

Baden-Württemberg aktuell:

Das heutige Land Baden-Württemberg mit der Landeshauptstadt Stuttgart besteht seit 1952 aus

Landeshauptstadt Stuttgart

Größe: 35 751,64 km²
Einwohner: ca. 10 601 000
Bevölkerungsdichte: 297/km²

 

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