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Kreuzergeschwader Graf Spee

Die kaiserliche Marine in Ostasien

Graf Spee - Kreuzergeschwader Graf Spee - Seeschlacht bei Coronel - Schlacht bei den Falklandinseln

Das deutsche Südsee-Geschwader

Das deutsche Südsee-Geschwader

 

Graf von Spee

Vizeadmiral Graf von Spee

* 22.06.1861 in Kopenhagen

† 08.12.1914 bei den Falklandinseln

 

7. Juli 1914 - S.M.S. Scharnhorst und S.M.S. Gneisenau liegen in Etenhafen, auf den Trukinseln, die zu den mittleren Karolinen (Deutsch-Neuguinea) gehören. Dabei sind ebenfalls der Begleitdampfer "Titania", ein von der Marine gechartertes Flugzeug, und der japanische Kohlendampfer "Fukoku Maru". Geschwaderchef ist der Vizeadmiral Graf von Spee, bei ihm sein Stab, als Chef Kapitän zur See Fielitz, ferner die Admiralsoffiziere Korvettenkapitän Konrad Pfahl und Kapitänleutnant von Bötticher, der Geschwaderingenieur Marine-Oberstabsingenieur Wilhelm Klein und der Flaggleutnant Oberleutnant zur See Schleip. Mit Berlin hat man über die die Funkstation von Yap (Westkarolinen) Kontakt. Von dort erfahren die Deutschen über die politischen Verhältnisse in der Heimat, Klärung wäre in acht bis zehn Tagen zu erwarten. Am 5. August erreicht sie die Nachricht von der Kriegserklärung Englands an das Deutsche Reich.

 

Das Kreuzergeschwader, bestehend aus den

Panzerkreuzern

S.M.S. Scharnhorst
S.M.S. Gneisenau
S.M.S. Scharnhorst - Flaggschiff - Stapellauf 1906 - Blohm & Voss Hamburg S.M.S. Gneisenau - Stapellauf 1906 - Weser Werft Bremen

 

und den

Kleinen Kreuzern

S.M.S. Nürnberg
S.M.S. Leipzig
S.M.S. Nürnberg - Stapellauf 1906 - Kaiser Wilhelm Werft Kiel S.M.S. Leipzig - Stapellauf 1905 - Weser Werft Bremen

 

S.M.S. Dresden
S.M.S. Emden
S.M.S. Dresden - Stapellauf 1907 - Blohm & Voss Hamburg S.M.S. Emden - Stapellauf 1908 - Kaiser Wilhelm Werft Danzig

 

Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges waren die Schiffe des Kreuzergeschwaders noch immer auf das unendlich weite Gebiet des Stillen Ozeans verteilt und durch Tausende von Seemeilen voneinander getrennt. Sie standen in Tsingtau, in der Südsee, in Honolulu und an der mexikanischen Küste. Der einzige befestigte Auslandsstützpunkt der Deutschen Marine, Tsingtau, wurde durch die unerwartete Kriegsteilnahme Japans abgeschnitten und kam für das Geschwader nicht in Betracht. Der Chef des Kreuzergeschwaders, Vizeadmiral Graf Spee, fasste in dieser schwierigen Lage den Entschluss, sämtliche Streitkräfte im Stillen Ozean zusammenzuziehen und den Feind während dieser Operation, die zweieinhalb Monate dauerte, über seinen Standort und seine Absichten im ungewissen zu halten. Die feindlichen Mächte wurden dadurch gezwungen, in dem gesamten Randgebiet des Ozeans, das durch die Existenz und den unbekannten Aufenthalt des Geschwaders aufs lebhafteste beunruhigt wurde, Kriegsschiffe zum Schutz ihrer Truppentransporte und Schifffahrtsstraßen bereitzustellen. Auf diese Weise wurden feindliche Streitkräfte in großer Zahl gebunden und vom europäischen Kriegsschauplatz abgezogen. Anfang August verschwand das Kreuzergeschwader in den verkehrsarmen Wasserwüsten des Pazifik, und erst im September wurden vereinzelte Nachrichten über seine Unternehmungen und seinen Aufenthalt bekannt.

S.M.S. Emden wird am 14.08.1914 aus dem Verband zum Kreuzerkrieg entlassen.

Das deutsche Kreuzergeschwader

Das deutsche Kreuzergeschwader

 

Als am 10. Oktober 1914 das Geschwader bei der einsam und weltenfern gelegenen Osterinsel ankerte, wusste die Inselbevölkerung noch nichts vom Kriege. Bereitwillig lieferte ein englischer Händler große Mengen geschlachteten Viehs, ohne zu ahnen, dass er damit den Feind seines Landes unterstützte. S.M.S. Leipzig und S.M.S. Dresden trafen am 14. Oktober aus den amerikanischen Gewässern dort ein. Das Geschwader war nun zu einer Stärke von zwei Panzerkreuzern (S.M.S. Scharnhorst, S.M.S. Gneisenau) und drei Kleinen Kreuzern (S.M.S. Nürnberg, S.M.S. Dresden, S.M.S. Leipzig) angewachsen. Jetzt zieht sich drohend und nicht mehr abwendbar eine unheilvolle Wetterwolke über dem Feind zusammen, der es versäumt hat, rechtzeitig entschlossene Maßregeln zu treffen.

Graf Spee stößt aus dem ozeanischen Gebiet mit sämtlichen Schiffen vor und vernichtet am 1. November 1914 in der Seeschlacht bei Coronel das englische Geschwader an der chilenischen Küste; die Panzerkreuzer Monmouth und Good Hope sinken unter deutschen Granaten. Der Kreuzer Glasgow entkommt mit schweren Beschädigungen. Dieser Erfolg  zerstörte den Ruf englischer Unbesiegbarkeit mit einem Schlage.

Graf von Spee in Valparaiso, Chile

Graf von Spee in Valparaiso, Chile

von links nach rechts:

deutscher Generalkonsul Gumprecht, Graf Spee, deutscher Gesandter von Eckert, chilenischer Komplimentieroffizier, Oblt. Schliep

 

Nach dem Sieg bei Coronel lief Graf Spee mit S.M.S. Scharnhorst, S.M.S. Gneisenau und S.M.S. Nürnberg am 03. November 1914 für 24 Stunden im chilenischen Valparaiso ein und wurde dort von Einheimischen und deutschen Aussiedlern jubelnd empfangen. Einer kriegsführenden Macht war seinerzeit nur das Einlaufen von gleichzeitig 3 Kriegschiffen in einen neutralen Hafen erlaubt. Der englische Kreuzer Glasgow entkam dank überlegener Geschwindigkeit. Nach Umschiffung der Südspitze Südamerikas wurde das Schiff im brasilianischen Regierungsschwimmdock zur Reparatur eingedockt. Es durfte dort 6 Tage bleiben. Dies war ein Neutralitätsbruch zugunsten der Entente.

Am 08.Dezember 1914 wurde das deutsche Geschwader mit Ausnahme von S.M.S. Dresden in der Seeschlacht bei den Falklandinseln von weit überlegen britischen Kriegsschiffen vernichtet.

Graf von Spee

Graf von Spee - Spendenvignette für's Fliegerheim

 

 

 


 

 


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