---- Menüleiste laden!
Senden   Speichern   Drucken
Erzherzog Albrecht

österreichischer General

Albrecht, Erzherzog von Österreich

Erzherzog Albrecht Friedrich Rudolf von Österreich

* 03.08.1817 Wien (Erzherzogtum Österreich unter der Enns)

† 18.02.1895 Arco (Gefürstete Grafschaft Tirol)

Erzherzog Albrecht

Vater: Sohn des Erzherzogs Carl, Nachfahre Kaiser Leopold II.

Mutter: Erzherzogin Henriette, geborene Prinzessin von Nassau-Weilburg

Geschwister:

  • Maria Theresia (1816 - 1867, seit 1837 Königin beider Sizilien)
  • Karl Ferdinand (1818 - 1874)
  • Friedrich (1821 - 1847)
  • Rudolf (1822)
  • Maria Karolina (1825 - 1915)
  • Wilhelm (1827 - 1894, Hoch- und Deutschmeister); verheiratet mit Prinzessin Hildegard von Bayern (1825-1864)

Ehe: 1844 Hochzeit mit Prinzessin Hildegard von Bayern, einer Tochter König Ludwigs I. und Nichte der Erzherzogin Sophie von Österreich.

Kinder:

  • Marie Thérèse, verheiratete Herzogin von Württemberg (1845 - 1927)
  • Carl Albrecht (1847 - 1848)
  • Mathilde (1849 - 1867)

 

Erzherzog Albrecht

Lebenslauf

Albrecht Friedrich Rudolf, Erzherzog von Österreich, ältester Sohn des Erzherzogs Karl, geboren am 3. August 1817, durchlief frühzeitig die militärische Stufenleiter und wurde 1830 zum Oberst ernannt, trat aber erst 1837 als zweiter Oberst bei dem Infanterieregiment Wimpffen in den praktischen Militärdienst ein. Im Jahr 1839 in der gleichen Eigenschaft zu dem Kürassierregiment Mengen versetzt, rückte er 1840 zum Generalmajor, 1843 zum Feldmarschallleutnant und 1845 zum kommandierenden General in Österreich ob der Enns und Österreich unter der Enns wie auch in Salzburg auf. Infolge der Bewegung vom 13. März 1848, wo er beschuldigt wurde, den Befehl zum Gebrauch von Schusswaffen gegen das Volk gegeben zu haben, legte er seine Stelle nieder und begab sich dann als Freiwilliger zur Armee Radetzkys nach Italien, wo er sich namentlich in der Schlacht bei Santa Lucia auszeichnete. Im Jahr 1849 erhielt er ein Kommando bei dem Korps des Feldzeugmeisters d'Aspre und focht mit Auszeichnung bei Gravellona, Mortara und besonders bei Novara, wo seine Division den übermächtigen Feind so lange aufhielt, bis die übrigen österreichischen Streitkräfte heranrücken konnten. Nach Beendigung des Feldzugs wurde er zum Oberbefehlshaber des 3. Armeekorps in Böhmen und zum Gouverneur der Bundesfestung Mainz ernannt, und 1851 erhielt er den wichtigen Posten eines Generalgouverneurs und kommandierenden Generals in Ungarn. Dort war seine Stellung sehr schwierig: den gesteigerten nationalen Hoffnungen der Magyaren tat er nicht genug, nach der Meinung des Hofs aber gab er ihnen schon zu viel nach, und so verdarb er es mit beiden und verließ 1860 diesen Posten. Eine vertrauliche Mission an den Berliner Hof im Frühjahr 1859, um für den bevorstehenden italienischen Krieg Preußens Unterstützung oder doch bestimmte Zusagen auszuwirken, hatte keinen Erfolg, und eine ähnliche Mission im Frühjahr 1864 fiel nicht besser aus. 1860-61 war Erzherzog Albrecht Kommandant des 8. Armeekorps in Vicenza, wurde dann Feldzeugmeister und 1863 Feldmarsch all. Im Deutschen Krieg von 1866 befehligte er die Armee in Italien, bewährte sich durch den Sieg bei Custozza 24. Juni als bedeutenden Feldherrn und erhielt nach der Schlacht bei Königgrätz an Stelle Benedeks den Oberbefehl gegen die Preußen. Doch wurden seine Vorbereitungen zur Fortsetzung des Kampfes durch den Waffenstillstand unterbrochen. An die Spitze der nach dem Krieg eingesetzten Reorganisationskommission gestellt und zum Generalinspekteur der Armee ernannt, welche Stellung er noch jetzt bekleidet, erwarb sich Erzherzog Albrecht um die Neubildung des österreichischen Heers ein großes Verdienst. Erzherzog Albrecht starb am 18. Februar 1895 in Arco (Gefürstete Grafschaft Tirol).

 

Erzherzog Albrecht schrieb:

  • "Wie soll Österreichs Heer beschaffen sein?" (1868) und
  • "Über die Verantwortlichkeit im Krieg" (1869, ins Englische und Französische übersetzt).

Erzherzog Albrecht nimmt außerdem auf volkswirtschaftlichem Gebiet eine hervorragende Stellung ein: er ist einer der ersten Großgrundbesitzer und Großindustriellen der Monarchie. Seine Besitzungen, durch Mannigfaltigkeit ihrer Natur und ihrer Produkte ausgezeichnet, umfassen die Kammer Teschen und die Herrschaft Saybusch, in den Kleinen Karpathen und Beskiden im Teschener Kreis von Österreichisch-Schlesien und dem angrenzenden Westgalizien gelegen, die Herrschaft Ungarisch-Altenburg zwischen dem Neusiedler See und der Kleinen Schütt, die Herrschaft Bellye in dem Winkel zwischen Donau und Drau und die kleinere (später verpachtete) Herrschaft Seelowitz in Mähren, zusammen mit einem Areal von ca. 2070 km² (36 Quadratmeilen). In seinem Palast in Wien befindet sich die unter dem Namen "Albertina" bekannte ausgezeichnete Sammlung von Kupferstichen und Handzeichnungen berühmter Meister.


 

 

 

 

 


-=[Gästebuch] - [Impressum] - [Projekte] - [Umfrage] - [Suche]=-

Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:

 -[ Deutsches Kaiserreich ]- -[ Deutsche Kolonien ]- -[ Kaiserliche Marine ]-

-[ Österreich-Ungarn ]- -[ Liechtenstein ]- -[ Luxemburg ]- -[ Schweiz ]-

-[ Deutsch-Dänischer Krieg ]- -[ Deutscher Krieg ]- -[ Deutsch-Französischer Krieg ]-

-[ Briefmarken 1871-1918 ]- -[ Boxeraufstand 1900/01 ]- -[ Marokkokrise 1905/11 ]-

Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de

Besucher
 Alfacounter


Alfahosting.de