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Arad

Freistadt im Königreich Ungarn und Sitz des gleichnamigen ungarischen Komitats

     

Arad

Freistadt im Königreich Ungarn und Sitz des gleichnamigen ungarischen Komitats

Arad 56.260 Einwohner (1901)

Arad - József föherceg-ütca (Erzherzog Joseph-Straße)

Arad - József föherceg-ütca (Erzherzog Joseph-Straße)

 

 

Arad ist eine Freistadt im Königreich Ungarn und Sitz des gleichnamigen ungarischen Komitats. Sie liegt am rechten Marosufer, 116 m ü. M. und ist Knotenpunkt an der Eisenbahn Budapest-Csaba-Karlsburg. Arad besitzt in der inneren Stadt (Alt-Arad) einen breiten Straßenzug mit palastartigen Neubauten (Rathaus, Eisenbahn-, Finanz-, Gerichtspalais, Theater samt Stadtzinshaus etc)., nicht minder stattliche in dem Stadtteil gegen die Maros zu (das Lyzeum, das römische Bad, das Industriepalais, die Handelsakademie etc.). Im Jahr 1901 leben in Arad 56.260 Einwohner (wovon 60 % Magyaren sind). Die Stadt hat die größten Spiritusfabriken des Landes, Dampfmühlen, Fabriken für Stärke, Leder, Maschinen, Waggonbau, Ziegel, Holzindustrie etc. und 8 Geldinstitute.

Arad - Andrassy-ter
Arad - vértanú szobor (Märtyrer-Statue)
Arad - Városháza (Rathaus)
Arad - Andrassy-ter Arad - vértanú szobor (Märtyrer-Statue) Arad - Városháza (Rathaus)



Arad ist Sitz eines griechisch-orientalischen Bischofs und zahlreicher Behörden (Finanzdirektion, Gerichtshof, Hauptzollamt, Tabakeinlösungsamt, Handels- und Gewerbekammer etc.) und hat 2 Präparandien, ein Seminar, Obergymnasium, Oberrealschule, Museum etc., mehrere Parkanlagen (Stadtwäldchen) und drei historische Monumente: das 1890 enthüllte Freiheitsdenkmal von Zala am Freiheitsplatz, ein kleineres Denkmal zu Ehren der 1849 gefallenen Honvéds auf der Promenade und einen Granitobelisk zur Erinnerung an die in demselben Jahr hingerichteten ungarischen Generale auf der Richtstätte südlich der Festung Arad. Am linken Marosufer (im Komitat Temes) befindet sich die 1752 neu erbaute Festung Arad und unweit hiervon der Markt Neu-Arad (Uj-Arad) mit (1901) 6139 überwiegend deutschen Einwohnern.

Arad - Lyceum
Arad - Kossuth-szobor (Kossuth-Denkmal)
Arad - Vartemplom (Schlosskirche)
Arad - Lyceum Arad - Kossuth-szobor (Kossuth-Denkmal) Arad - Vartemplom (Schlosskirche)



Die Festung wurde in den Kriegen des 17. Jahrhundert mehrmals von den Türken erobert und zuletzt zerstört, aber seit 1752 wiederhergestellt und spielte 1849 eine wichtige Rolle; der österreichische General Berger verteidigte sie lange gegen die Ungarn. Anfang August flüchteten die Mitglieder des ungarischen Reichstags von Szegedin nach Arad, wo Kossuth die Proklamation vom 11. August 1849 erließ. Sogleich nach der Katastrophe von Világos, am 17. August, wurde Arad auf Anordnung Görgeis den die Stadt belagernden Russen übergeben. Auf Haynaus Befehl wurden hier am 6. Oktober 1849 dreizehn ungarische Generale ("Arader Märtyrer") hingerichtet.

Arad - Kulturpalota (Kulturpalast)
Arad - Vesztoehely
Arad - Pályaudvar (Bahnhof)
Arad - Kulturpalota (Kulturpalast) Arad - Vesztoehely Arad - Pályaudvar (Bahnhof)

 

Die Rumänen Siebenbürgens sprachen sich am 1. Dezember 1918 in den Karlsburger Beschlüssen für die Vereinigung mit dem Königreich Rumänien aus. Die Volksversammlungen der Siebenbürger Sachsen und der Banater Schwaben entschieden sich im Jahr 1919 ebenfalls für die Vereinigung ihrer Gebiete mit Rumänien.
Ende Dezember 1918 besetzten französische Truppen Arad. Am 16. Mai 1919 zog die rumänische Armee in der Stadt ein. Am 10. Juli 1919 wurde die Verwaltung der Stadt vom rumänischen Staat übernommen.
Der Vertrag von Trianon besiegelte 1920 die 1918/19 erfolgten Gebietsabtrennung aus dem Königreich Ungarn. Ungarn musste damit völkerrechtlich verbindlich zur Kenntnis nehmen, dass zwei Drittel seines Territoriums Nachbar- und Nachfolgestaaten zufielen. Die ungarische Delegation unterschrieb den Vertrag unter Widerspruch am 4. Juni 1920.


Arader Märtyrer

Arader Märtyrer, Ungarische Post 1989

 

 

Arad (Rumänien)

 

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