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Münzen Deutsches Reich - Geldscheine Deutsches Reich - Geldscheine Deutsch-Ostafrika - Geldscheine Österreich-Ungarn

Der Maria-Theresien-Taler ist eine österreichische
Silbermünze mit der Jahreszahl 1780, die sich als internationale
Handelsmünze von Nordostafrika aus über den ganzen Sudan verbreitet
hat und auch nach ihrer Außerkurssetzung in
Österreich für, den Umlauf
in Afrika weiter geprägt worden ist. Ihr Silberwert beträgt ungefähr
1,50 Mark. Wegen der Schwierigkeiten, die sich vielfach bei dem
Umlauf der Münze, für die kein Staat eine Einlösungspflicht übernommen
hatte, ergaben, wurde wie anderswo auch in den
deutschen Kolonien in Mittelafrika
die Einfuhr und der Umlauf der Maria-Theresien-Taler verboten. In
Deutsch-Ostafrika, wo die Taler schon
seit den 1870er Jahren durch die indische Rupie verdrängt wurden,
konnte bereits 1893 ihre Einfuhr in das Schutzgebiet, 1896 ihr Umlauf
untersagt werden. In Togo und
Kamerun dürfen sie seit 1907 nur mit Genehmigung
des Gouverneurs in Ausnahmefällen eingeführt werden; in
Togo wurde gleichzeitig auch ihr Umlauf
untersagt. In vielen Gebieten Afrikas wurde die Münze bis in die
1940er Jahre akzeptiert. Selbst heutzutage ist der Maria-Theresien-Taler
ein begehrtes Schmuckstück der sudanesischen Nomadenfrauen.
Seit über 200 Jahre wird der Maria-Theresien-Taler immer wieder
neu geprägt. Man schätzt, dass seither 300.000.000 bis 400.000.000
Stück in Umlauf gebracht wurden. Für keine andere Silbermünze wurde
je solch eine Prägezahl erreicht.

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