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Österreich-Ungarn

Die Donaumonarchie Österreich-Ungarn

in zeitgenössischen Postkarten und Texten.

Österreich-Ungarn

1866 - 1918

Kronländer der Donaumonarchie

Die Donaumonarchie Österreich-Ungarn

Städte - Donaumonarchie Österreich-Ungarn

Kronländer der Donaumonarchie

Österreich-Ungarn

Städte der Donaumonarchie Österreich-Ungarn

NEU/update: Marburg an der Drau, Kriegshafen Pola

"Süd und Nord, West und Ost - die Reize aller Zonen haben sich vereinigt, unser Heimatland auszustatten mit den wirksamsten Schönheitskontrasten der merkwürdigsten landschaftlichen Gegensätze. In keinem zweiten Lande Europas vollzieht sich namentlich der Übergang aus nordischem Grau zu südlichen Sonnenzauber derart traumhaft wie in Österreich. Über Nacht entfliehen wir dem nordischen Nebel, über Nacht durcheilen wir die auf den Alpenhöhen thronende Polarwelt der Gletscher und Firnfelder, über Nacht wird es Frühling, halten wir Einzug in die strahlenden Wonnen hesperischer Lüste, begrüßt uns der Anblick im Seewinde sich wiegender Palmen, die Unendlichkeit azurner Meereshorizonte." aus "Mein Österreich - Mein Heimatland" 1915

Nach der Niederlage Österreichs im Deutschen Krieg (1866) und dem damit verbundenen Verlust der Vorherrschaft in Deutschland, sah sich die Habsburgermonarchie zu einer grundlegenden Neuordnung im Inneren und einer Verständigung mit Ungarn gezwungen. Kaiser Franz Joseph I. ernannte den ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten Graf von Beust am 7. Februar 1867 zum Ministerpräsidenten. Beust und der Ungar Ferenc Deák führten bis zum 18. Februar 1867 die Ausgleichsverhandlungen. Noch am selben Tag wurde die liberale ungarische Revolutionsverfassung von 1848 wieder hergestellt. Das Amt des verantwortlichen Ministerpräsidenten übernahm Graf Andrássy.

Nach dem Ausgleich von 1867 bestand die Donaumonarchie aus einer österreichischen Reichshälfte, auch Zisleithanien genannt. Ihr gehörten das Erzherzogtum Österreich unter der Enns (Nieder-Österreich), das Erzherzogtum Österreich ob der Enns (Ober-Österreich), die Gefürstete Grafschaft Tirol mit Vorarlberg, das Herzogtum Salzburg, das Herzogtum Steiermark, das Herzogtum Kärnten, das Herzogtum Krain, das Küstenland, das Königreich Böhmen, die Markgrafschaft Mähren, das Herzogtum Schlesien, das Königreich Galizien und Lodomerien, das Herzogtum Bukowina und das Königreich Dalmatien an. Zur ungarischen Reichshälfte, auch Transleithanien genannt, gehörten neben dem Königreich Ungarn-Siebenbürgen die Stadt Fiume mit Gebiet und das Königreich Kroatien und Slavonien.

 

Österreich-Ungarn

 Zisleithanien, österreichischen ReichshälfteTransleithanien, ungarischen Reichshälfte

 

Beiden Reichshälften voran stand Kaiser Franz Joseph I., so lange auf dem Thron wie kein Herrscher jemals zuvor. 1916 waren es 68 Jahre, pflichtgetreu, penibel, sachlich um fünf Uhr früh bereits am Schreibtisch im Schloss Schönbrunn, dem Labyrinth von Sälen und Säulen, vor sich Berge von Akten. Legendär auch seine Frau, Kaiserin Elisabeth, von vielen nur Sisi (Sissi) genannt.

Das Habsburgerreich war ein Länderkonglomerat, bewohnt von einem Dutzend Nationen oder auch mehr. In manchen Fällen ließ sich darüber streiten, ob eine Gruppe von Untertanen nur einen Dialekt sprach oder schon ein Volk mit eigener Sprache war. Deutsche, Welsche (Italiener), Tschechen, Slowaken, Magyaren (Ungarn), Polen, Ruthenen (Kleinrussen bzw. Ukrainer), Kroaten, Slowenen, Serben, Rumänen. Türkische, albanische, mazedonische Minderheiten. Ladinische, friaulische Sprachinseln. Geschlossene Siedlungsgebiete ebenso wie gemischtsprachige Räume, in denen sich mit dem besten Willen keine klaren Trennungslinien ziehen ließen. Zunächst wollte sie auch niemand ziehen. Nationalität zählte noch nicht. Die historischen Grenzen der Königreiche und Länder waren das Maß aller österreichischen Dinge. Das Sprachenbabel wurde später einmal "Völkerkerker" genannt. Verglich man diesen "Völkerkerker" mit dem, was nach 1918 bis in unsere heutige Zeit im Donauraum geschah, so erwies sich die Donaumonarchie eher als ein "Nationalitätensanatorium". Die Jahrhunderte hatten jedenfalls über diesen Donauraum ein Netz von Grenzen gelegt. Gezogen durch Eroberung, Erbschaft, Tausch, Kauf und Verkauf, ohne Rücksicht auf Volk und Sprache.

Nach der Niederlage im 1. Weltkrieg besiegelte 1919 der Vertrag von Saint-Germain-en-Laye das Ende der Donaumonarchie.

O du mein Österreich!

Österreich-Ungarn

Mein Österreich

W. Wenhart, Text
Melodie nach "Hoch vom Dachstein"

Melodie "Mein Österreich"

1. Hoch vom Erzgebirg, wo der Bergmann haust,
Bis zum Karstgebiet am Meeresstrand;
Und vom Bodensee, wo der Rheinstrom braust,
Bis zum Goldland am Karpatenrand:
|:Dieses schöne Reich, einem Garten gleich,
Ist mein Vaterland, mein Österreich. :|
3. Wo der Adler thront hoch im Felsenhorst,
Über Stock und Stein die Gemse springt,
Wo der Weidmann pirscht durch den grünen Forst
Und die Älplerin zur Zither singt:
|:Dieses schöne Reich, einem Garten gleich,
Ist mein Vaterland, mein Österreich. :|
2. Wo sich See an See in den Bergen reiht
Und die Donau Feld und Au durchrauscht;
Wo der Obstbaum prangt, edler Wein gedeiht
Und der Hochwald Gottes Odem lauscht:
|:Dieses schöne Reich, einem Garten gleich,
Ist mein Vaterland, mein Österreich. :|
4. Wo ein freies Volk an die Arbeit geht,
Seinen Mut bewahrt in Glück und Not;
Wo der Liebe Hauch jedes Herz durchweht
Für den Landesvater und für Gott:
|: Dieses große Reich, stark und schön zugleich,
Ist mein Vaterland, mein Österreich. :|

 

Österreich-Ungarn

Quellen:

  • "Unser Kaiser", Verlag von Friedrich Schrimer, Wien 1898
  • "Andrees neuer allgemeiner und österreichisch-ungarischer Handatlas", 1904
  • "Meyers Konversations-Lexikon", Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1908
  • "Österreichs Hort - Geschichts- und Kulturbilder aus den Habsburgischen Erbländern", 1908
  • "Österreichische Bürgerkunde - Handbuch der Staats und Rechtskunde" um 1910
  • "Die Wehrmacht der Monarchie", Moderne Illustrierte Zeitung, Wien 1914
  • "Mein Österreich - Mein Heimatland" 1915

 

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