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Landeshauptstadt Salzburg

Fahne - Landesfarben Herzogtum Salzburg
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| Herzogtum Salzburg - Lage in der Donaumonarchie | Wappen Herzogtum Salzburg | Herzogtum Salzburg - Karte 1914 |
Geschichte
Das ehemalige deutsche Erzbistum Salzburg gliederte sich in den Salzburger Gau, Pinzgau, Pongau und Lungau und hatte ein Größe von 9900 km² (180 Quadratmeilen) mit etwa 250.000 Einwohnern. Der Erzbischof war zugleich Legat des apostolischen Stuhls und seit 1750 Primas von Deutschland. Seine Suffraganbischöfe waren die zu Freising, Regensburg, Brixen, Gurk, Chiemsee, Seckau und Lavant, von denen er die vier letzten selbst ernannte. Er war neben den Erzbischöfen, welche zugleich Kurfürsten waren, der einzige Erzbischof in Deutschland mit Sitz und Stimme auf dem Reichstag; im Reichsfürstenrat wechselte er auf der geistlichen Bank mit Österreich in der ersten Stelle und im Direktorium und war mit ausschreibender Fürst und Direktor des bayrischen Kreises. Das Wappen war ein längsgeteilter Schild, in dessen rechter Hälfte ein schwarzer Löwe in goldenem Felde; die linke Hälfte war damasziert; hinter dem Schild ragte in der Mitte das Legatenkreuz mit dem Kardinalshut, zur Rechten ein Schwert und zur Linken ein Bischofstab hervor. Der Apostel des Salzburger Landes war Rupert, vormaliger Bischof von Worms, gegen das Ende des 7. Jahrh.; doch ist erst von Bonifacius 739 ein Bistum gegründet und an Johann verliehen worden. Dessen zweiter Nachfolger, Arno, ward 798 von Papst Leo III. zum Erzbischof und zum Legaten des apostolischen Stuhls erhoben. Unter Kaiser Friedrich I. weigerte sich der Erzbischof Konrad II., den Gegenpapst Paschalis III. anzuerkennen, ward deshalb 1165 geächtet und sein Land verwüstet. Das dann eintretende Schisma ward erst 1177 durch die Abdankung Adalberts III., eines Anhängers Alexanders III., beseitigt. Neue Unruhen brachen unter dem kriegerischen Erzbischof Philipp von Kärnten 1250 aus. Das Domkapitel setzte 1257 seine Absetzung beim Papste durch und erwählte den Bischof Ulrich von Seckau zu seinem Nachfolger. Dieser fand bei dem ungarischen König Bela Unterstützung, Philipp bei Ottokar von Böhmen. Ulrich ward von den Böhmen gefangen, 1260 vom Papst exkommuniziert, 1264 aber vom Herzog Heinrich von Bayern wieder eingesetzt. Erst als Ulrich abdankte und Wladislaw, Herzog von Breslau, 1265 vom Papst zum Erzbischof ernannt wurde, trat Friede im Erzstift ein. Inzwischen war der Umfang der Diözese schon durch Erzbischof Eberhard II. (1200-1246) vermindert worden, der in Chiemsee, Lavant und Seckau neue Bistümer errichtete. Erzbischof Leonhard II. (1495-1519) vertrieb 1498 sämtliche Juden ihres Wuchers wegen aus dem Hochstift. Unter seinem Nachfolger Matthäus Lang brach 1525 ein Aufruhr der Bauern aus, der nur mit Hilfe des Schwäbischen Bundes gedämpft werden konnte. Um diese Zeit hatte die Reformation im Erzstift viele Anhänger gefunden. Matthäus und seine Nachfolger suchten sie mit Gewalt zu unterdrücken, erst Johann Jakob (1560-86) gestattete den Evangelischen den Aufenthalt. Dennoch blieb ihre Lage unter den folgenden Erzbischöfen eine gedrückte, und wiederholt wurden sie aus dem Land getrieben. Der Erzbischof Leopold Anton, Graf von Firmian, versuchte sie 1729 durch jesuitische Missionäre zu bekehren und schritt, als sie sich weigerten, zu Gewaltmaßregeln, zu welchem Zweck er 6000 Österreicher ins Land berief. Als das Corpus evangelicorum für die Protestanten eintrat und verlangte, dass ihnen, dem Westfälischen Frieden gemäß, die Auswanderung gestattet werde, wies sie der Erzbischof Mitte November 1731 aus und gewährte ihnen nur drei Monate Frist. Erst auf den Einspruch der protestantischen Fürsten, besonders des Königs von Preußen, der am 2. Febr. 1732 sein berühmtes Patent erließ, wurde die Frist verlängert und den Auswandernden ermöglicht, ihre Habe mitzunehmen. Über 30,000 Personen verließen das Land, die meist (17,000) eine neue Heimat in Preußen fanden. Unter Erzbischof Hieronymus, Fürsten von Colloredo, ward das geistliche Hochstift, das reichste in Süddeutschland, 1803 säkularisiert, in ein weltliches Kurfürstentum verwandelt und nebst Eichstätt, Berchtesgaden und einem Teil von Passau dem Erzherzog von Österreich und Großherzog von Toscana, Ferdinand, als Entschädigung für das von ihm abgetretene Toscana gegeben. S. kam im Frieden zu Preßburg 1805 an Österreich, während der Kurfürst dafür durch Würzburg entschädigt ward und Eichstätt und Passau an Bayern fielen. Durch den Wiener Frieden von 1809 ward S. zu Napoleons I Verfügung gestellt, der es 1810 an Bayern gab. Nach dem Pariser Frieden von 1814 kam es an Österreich zurück, mit Ausnahme eines Teils vom linken Salzachufer, welcher nebst Berchtesgaden bei Bayern blieb; 1824 ward das Erzbistum restituiert, worauf S. unter dem Titel eines Herzogtums (mit Ausnahme einiger zu Tirol zugeschlagener Bezirke) den Salzachkreis des Landes ob der Enns bildete, bis es 1849 zu einem selbstständigen Kronland erhoben ward.
Das Herzogtum Salzburg besteht aus den wesentlichen Bestandteilen des 1803 zunächst in ein weltliches Kurfürstentum verwandeltes Erzbistums Salzburg. Dieses war 172,88 Quadratmeilen groß und umfasste außer dem gegenwärtigen Gebiet noch die jetzt bayrischen damaligen Pflegegerichte Waging, Tittmoning, Teisendorf, Laufen, Staufeneck bzw. Mühldorf, sowie die jetzt zu Tirol gehörenden Pflegegerichte Lengberg, Brixenthal, Fügen, Zell am Ziller und Windisch-Matrei. Die Grenze zum Königreich Bayern wurde erst 1818 endgültig festgelegt.
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Salzburg 1910
Daten
Größe: 7 153 km²
Einwohner: 214 737 (Volkszählung von 1910)
Gewässer: Salzach
Bewohner:
Bevölkerungsdichte: 30,2 Einwohner/km² (Volkszählung von 1910)
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Saalfelden mit Steinernem Meer (Salzburg)
Religion:
Wirtschaft:
Unter den Berufsarten überwiegt die Landwirtschaft, wie es die Natur des Landes mit sich bringt. Rinderzucht hauptsächlich im Pinzgau und Pongau. Die Industrie ist wenig entwickelt. Auf der schiffbaren Salzach wird vorzugsweise Holz, Salz und Gips verfrachtet.
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Schloss und Dorf Kaprun
Politische Verwaltung und Einteilung
Die Volksvertretung tritt in der Landeshauptstadt zum Salzburger Landtag zusammen. Das geschäftsführende Organ des Landtages ist der so genannte Landesausschuss, dessen 6 Mitglieder vom Landtage gewählt werden. Den Vorsitz führt im Landtage wie auch im Landesausschuss der Landeshauptmann, welcher der Majoritätspartei angehört und, wie auch seine beiden Stellvertreter, vom Kaiser ernannt wird. Dem Landsausschuss unterstehen die Landesbehörden, deren Beamte, die autonome Verwaltung durchzuführen haben. Der Landtag wird von verschiedenen Kurien gewählt, nämlich
Dem Fürsterzbischof von Salzburg ist eine Virilstimme zuerkannt.
Die 39 Mandate des Landtages verteilen sich in folgernder Weise:
An der Spitze der k. k. (staatlichen) Landesregierung in Salzburg steht der k. k. Landespräsident, dem zunächst die Bezirkshauptleute untergeordnet sind. Diese sind die Vorstände der fünf politischen Bezirke, in welche das Land zum Zwecke der politischen Verwaltung geteilt ist. Diese Bezirkshauptmannschaften unterstehen dann die einzelnen Gemeindevertretungen.
Stadt mit eigenem Statut
| Stadt | Gerichts- und Steuerbezirke | Fläche in km² | Einwohnerzahl | Dichte |
Stadt Salzburg | Stadt Salzburg | 9 | 36 188 | 4 021 |
![]() Salzburg - Mirabellengarten | ![]() Salzburg - Petersfriedhof | ![]() Salzburg - Residenzplatz mit Glockenspiel | ![]() Salzburg |
Bezirkshauptmannschaften
| Politischer Bezirk | Gerichts- und Steuerbezirke | Fläche in km² | Einwohnerzahl | Dichte |
Hallein | Abtenau | 302 | 5 242 | 37 |
| Hallein | 132 | 5 448 | ||
| Golling | 234 | 13 910 | ||
| Salzburg - Land | Mattsee | 81 | 4 458 | 62 |
| Neumarkt | 178 | 10 758 | ||
| Oberndorf | 152 | 9 604 | ||
| Salzburg - Land | 262 | 31 808 | ||
| St. Gilgen | 214 | 3 885 | ||
| Thalgau | 174 | 5 007 | ||
| St. Johann im Pongau | Gastein | 328 | 5 631 | 21 |
| Radstadt | 551 | 8 055 | ||
| St. Johann i. P. | 543 | 12 902 | ||
| Werfen | 343 | 10 614 | ||
| Tamsweg | St. Michael | 526 | 5 582 | 14 |
| Tamsweg | 493 | 8 472 | ||
| Zell am See | Lofer | 244 | 3 248 | 14 |
| Mitterstill | 985 | 9793 | ||
| Saalfelden | 387 | 8 494 | ||
| Taxenbach | 441 | 6 409 | ||
| Zell am See | 574 | 9 201 |
![]() Hallein und Dürrnberg | ![]() Schwarzach, Ausgangspunkt der Tauernbahn | ![]() Tamsweg | ![]() Hellbrunn - Mechanisches Theater |

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