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(Österreichisch Schlesien)
Landeshauptstadt Troppau

Fahne - Landesfarben Herzogtum Schlesien
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| Herzogtum Schlesien - Lage in der Donaumonarchie | Wappen Herzogtum Schlesien | Herzogtum Schlesien - Karte 1914 |
Geschichte
Ursprünglich war Schlesien von den ostgermanischen Stämmen der Silinger und Lugier bewohnt. Von den wandalischen Silingern leitet sich der heutige Landesname "Schlesien" ab. In der Zeit der Völkerwanderung wanderten die Ostgermanen nach Süden und es siedelten sich in der zweiten Hälfte des 5 Jahrhunderts Slawen in Schlesien an. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts nahmen sie an der Bildung des polnischen Reiches unter Mscislaw I. teil. Der deutsche Kaiser Otto III. gründete im Jahre 1000 das bis 1821 existierende Erzbistums Gnesen. Im 12. Jahrhundert bildete sich aus dem Haus der Piasten eine eigenständige schlesische Herzogs-Herrschaftslinie heraus. Seit sich Herzog Heinrich I. dem Bärtigen (1208-38) gegen Polen stellte, wurde die gezielte Ansiedlung von deutschen Bauern, Handwerkern, Bergleuten und Kaufleuten, die vorrangig aus fränkischen, thüringischen und obersächsischen Gebieten kamen, gefördert. Nachfolgend wurden 1300 - 1500 deutsche Dörfer begründet. 1241 stellte sich, unter Führung des schlesischen Herzogs Heinrich des Frommen, ein deutsch-polnisches Heer aus Rittern und Bauern bei Liegnitz (Schlacht bei Liegnitz) einem eingedrungenen Mongolenheer entgegen und wurde dabei vollständig aufgerieben. Nach 1241 wurde die Gründung von Städten in Angriff genommen, die mit Magdeburgischem Recht ausgestattet wurden. Durch dynastische Aufteilungen gab es 1320 zehn niederschlesische und sieben oberschlesische Fürstentümer, die sich stark nach Böhmen hin orientierten. 1327 erkannten die Piasten die böhmische Lehnshoheit an. Trotz der Verwüstungen der Hussitenkriege stiegt die wirtschaftliche Bedeutung Schlesien stetig an. Früh schloss sich das Land der Reformation an und behauptete sich auch, nachdem es 1526 für über 200 Jahre mit dem Königreich Böhmen unter Habsburger Herrschaft gekommen war. 1675 nach dem Tode des letzten Piasten wurde Schlesien eine österreichische Provinz. Nach dem ersten Schlesischen Krieg musste Kaiserin Maria Theresia im Frieden von Breslau (1742) Schlesien an König Friedrich II. von Preußen abtreten. Es folgten der zweite und der dritte schlesische Krieg, der 1763 mit dem Frieden von Hubertusburg (bei Leipzig) endete. Schlesien blieb als Provinz bei Preußen, nur ein kleines Gebiet um Troppau und Teschen verbliebt als Herzogtum Schlesien bei Österreich. Nach der Reichsverfassung vom 4. März 1849 wurden die früheren Kreise Troppau und Teschen Mährens zu einem eigenen Kronland erhoben.
Das Herzogtum Schlesien besteht aus zwei getrennten Landesteilen, West-Schlesien und Ost-Schlesien. Es ist das kleinste Kronland. Neben dem Herzogtum Schlesien gab es auch die preußische Provinz Schlesien im Deutschen Kaiserreich.
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Troppau - Bahnring und Berggasse
Daten
Größe: 5 147 km²
Einwohner: 756 949 (Volkszählung von 1910)
Gewässer: Mohra, Weichsel, Olsa
Bewohner:
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner/km² (Volkszählung von 1910)
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Bielitz (Österreichisch Schlesien) - Ringplatz
Religion:
Die geistliche Organisation umfasst zwei Diözesen: Ölmütz und Breslau. Der Fürstbischof von Breslau ernennt einen vom Kaiser zu bestätigenden Generalvikar.
Wirtschaft: Österreichisch-Schlesien besitzt eine umfangreiche Metall- und Maschinenindustrie, sowie eine bedeutende Textilindustrie. Die Metallindustrie hat ihren Sitz in der Nähe der Kohlenlager, die Streichgarnspinnerei in Bielitz und Jägerndorf. Hervorzuheben sind ebenfalls die chemische Industrie, Zuckerraffinerie, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei und Spiritusraffinerie.
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Freistadt - Österreichisch Schlesien
Politische Verwaltung und Einteilung
An der Spitze der Landesregierung steht der Landespräsident. Ihm unterstehen die Bezirkshauptmannschaften und autonomen Gemeinden. Für die autonome Verwaltung besteht der Landtag, bzw. der Landesausschuss mit dem Landeshauptmann an der Spitze. Mitglieder des Landtages sind:
Die oberste Instanz der Gerichtsbarkeit ist das Oberlandesgericht in Brünn (Mähren); ihm untersteht das Landesgericht in Troppau und das Kreisgericht in Teschen, diesen wieder 25 Bezirksgerichte.
Autonome Städte:
| Name | Einwohner |
| Troppau | 30 762 |
| Bielitz | 18 568 |
| Friedek | 9 879 |
Troppau - Goetheplatz | Troppau - Rathaus | Bielitz - Theaterplatz und Fürstliches Schloss |
Troppau - Schlesisches Landesmuseum | Bielitz - Hauptstrasse |
Bezirkshauptmannschaften:
| Name | Einwohner |
| Bielitz Land | 82 835 |
| Freistadt Ö.-S. | 122 030 |
| Freiwaldau | 68 823 |
| Freudental | 49 306 |
| Jägerndorf | 98 957 |
| Teschen | 60 785 |
| Troppau | 102 552 |
| Wagstadt | 66 990 |
| Friedek | 45 462 |
![]() Freiwaldau - Österreichisch Schlesien | Wagstadt - Ringplatz |
Jägerndorf - Pfarrkirche und Schwedenmauer | Teschen 1898 |
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Schlesiermarsch
"A Dir, mei Schles, do hängt mei Herz, denn jede Fräd un jeden Schmerz,
die telst Du treulich a met mir vom erschten Kenderschret bis om
Wag zur Kirchhoftür (G. Willscher, Schlesiermarsch)"
Für Troppau (tschechisch: Opava) ist kein Wetteranzeige verfügbar
Mährisch Ostrau (tschechisch: Ostrava) liegt ca. 30 km von Troppau entfernt.

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