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Landeshauptstadt Budapest

Fahne - Landesfarben Königreich Ungarn
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| Königreich Ungarn - Lage in der Donaumonarchie | Wappen Königreich Ungarn | Königreich Ungarn - Bevölkerung Ungarns 1914 |
Geschichte
Die Länder der ungarischen heiligen Krone bilden Ungarn mit Siebenbürgen, Kroatien, Slawonien und Fiume mit Gebiet. Das Großfürstentum Siebenbürgen mit der Landeshauptstadt Kolozsvár/Klausenburg, welches früher einen besonderen Staat gebildet hatte, blieb 1849-1867 selbstständiges Kronland, wurde aber am 17. Februar 1867 mit Ungarn vereinigt. Die Militärgrenze, welche früher eine besondere (militärische) Verwaltung hatte, wurde teils zu Ungarn, teils zu Kroatien-Slawonien geschlagen.
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Budapest - Königliche Burg
Daten
Hauptstadt: Budapest
Ofen (Buda) und Pest - Budapest, Stadtkarte 1890
Größe: 325 411 km²
Einwohner:
Gewässer: Donau, Drau, Theiß, Maros, Plattensee, Neusiedlersee
Bewohner:
Die Magyaren leben in geschlossenen Gebieten zwischen Donau und Theiß (im Alföld) am rechten Donauufer und in der übrigen großen ungarischen Tiefebene, sowie in Siebenbürgen (als Szekler) in den hochgelegenen Landesteilen. Die Deutschen, in Siebenbürgen Sachsen genannt, haben im Wieselburger Komitat, in den 16 Zipserstädten und in den ehemaligen siebenbürgischen Stühlen Mediasch, Schässburg, Gross-Schenk und in Bistritz die Majorität; zahlreich vertreten sind sie auch in den Komitaten Ödenburg, Eisenburg, Temes, Baranya, Tolna, Zips, Bäcs, Pressburg. Sonst sind sie über das ganze Land zerstreut, namentlich aber in den Städten ansässig.
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Sächsische Bauerntracht (Region um Hermannstadt)
Bevölkerungsdichte: /km²
Religion:
Griechisch-katholisch sind Ruthenen und Rumänen, griechisch-orientalische Serben und zum Teil Rumänen, evang. Augsb. Konfession sind die Sachsen in Siebenbürgen und Deutsche und Slowaken, evang. helvet. Konfession ein Teil der Magyaren.
Wirtschaft:
Bei der großen Ausdehnung und der verschiedenen Struktur des Landes kann von einem einheitlichen Charakter desselben nicht die Rede sein. Eigentümlich sind nur die oberungarische Tiefebene (Pressburger Becken) und die niederungarische Tiefebene (Alföld) durch ihre Einförmigkeit und ihren Wechsel zwischen Überschwemmungen und Trockenheit und klimatischen Extremen. Die unproduktive Fläche beträgt 7,5 % des Bodens und besteht in Sümpfen und Sandstellen. Die 25 863 664 Hektar produktiver Bodenfläche verteilen sich auf 9 667 107 Hektar Äcker, 342 420 Weingärten, 3 707 733 Wiesen und Gärten, 4 116 023 Weiden, 7 875 813 Waldungen, 154 568 Rohrschlag.
Die Anbauflächen und die Ernteergebnisse im Durchschnitt der Jahre 1869 - 1876 waren folgende:
Anbauflächen Ernteergebnis
| Hektar | In % der Ackerfläche | Hektoliter | Hektoliter pro Hektar | |
| Weizen | 2 105 932 | 26,67 | 19 419 096 | 9,22 |
| Roggen | 1 534 757 | 19,44 | 15 403 476 | 10,04 |
| Gerste | 872 201 | 11,05 | 10 362 961 | 11,88 |
| Hafer | 984 347 | 12,46 | 12 490 608 | 12,69 |
| Mais | 1 524 213 | 19,30 | 16 814 248 | 11,03 |
| Raps | 84 709 | 1,07 | 734 999 | 8,68 |
| Kartoffeln | 359 817 | 4,56 | 12 733 983 | 35,39 |
| Zuckerrüben | 18 685 | 0,24 | 4 774 026 Zentner | 255,50 |
| Flachs | 6 122 | 0,08 | 59 292 | 9,68 |
| Hanf | 56 785 | 0,72 | 716 614 | 12,62 |
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Debrecen - Plac-utca
Der Hauptreichtum Ungarns besteht in der Produktion der Brotfrüchte, welche eine große Ausfuhr nach Österreich, Deutschland und Frankreich gestatten. Außer den genannten Nutzpflanzen nehmen Tabak und Wein eine hervorragende Stellung ein. An Tabak werden jährlich 1120 000 Zentner, an Wein in mittleren Jahren 18, in guten 31 Mill. Eimer gebaut. Die berühmtesten Weinsorten sind Tokayer, Meneser, Ödenburger, Ruster, Badocsonyer, Schomlauer, Erlauer, Nisontaer. Trotz der Abnahme der Weinkultur in Siebenbürgen und der ehemaligen Militärgrenze hat die Ausdehnung der Weingärten in den Ländern der ungar. Krone im letzten Vierteljahrhundert doch um 40 000 Ha. zugenommen. Der durchschnittliche Gesamtwert einer Weinernte beträgt infolge der außerordentlichen Wohlfeilheit vieler Weinsorten nur 43 Mill. Gulden, worunter 1 Mill. Gulden für Ausbruchweine. - Bedeutender Hopfen- und Obstbau.
Die Wälder werden in neuerer Zeit sorgfältig kultiviert. Die jährliche Holzproduktion wird auf 38 Mill. Kubikmeter, der Gesamtwert der Walderträgnisse auf 50 Mill. Gulden geschätzt.
Die Ausdehnung der Landwirtschaft hat die stets zunehmende Einengung der Pusstenweide zur Folge gehabt. Dies und das ununterbrochene Wüten der Rinderpest hat den Rinderstand so reduziert und die einst durch ihren Viehreichtum berühmten Ebenen der Komitate Pest, Csongräd, Biikes, Csanäd und Bäcs vieharm gemacht oder wenigstens das Schaf an die Stelle des Rindes gestellt. Noch immer nimmt dagegen Ungarn hinsichtlich der Zahl und der sich stetig hebenden Güte der Pferde einen hervorragenden Platz unter den europäischen Staaten ein. Einen der wichtigsten Zweige der ungarischen Landwirtschaft bildet die Schweinezucht. (Gradisca, Brod, Peterwardein). An Schafen ist Ungarn das reichste Land in Europa. Die Wollproduktion wird auf 300 000 Z. geschätzt, die Cocons Erzeugung (Banat) auf 9000 Z. veranschlagt. Im Süden hat die Bienenzucht große Verbreitung gefunden. Die Milchwirtschaft ist noch wenig entwickelt.
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Kondas
Die Gesamtzahl der einzelnen Grundbesitze beträgt 2 486 265. Ein Drittel derselben besteht aus zerstückelten Bauerngütern (mit höchstens 17 Ha.), mehr als ein Drittel aus Großgrundbesitz (mit mindestens 560 Ha., worunter 231 Latifundien mit mehr als je 5600 Ha. hervorragen und in ihrer Summe ein Zwölftel des gesamten Grundes und Bodens umfassen), so dass bloß 28,60 % den mittleren Besitzständen angehören. Nur in der Militärgrenze bringt es die Besitzgemeinsamkeit der Hauskommunionen mit sich, dass 28-30 Ha. durchschnittlich auf einen Grundbesitz entfallen. In Ungarn und Siebenbürgen befinden sich mehr als 6 Mill. Ha. in den Händen des Staates, der Krone, öffentlicher Stiftungen, geistlicher und weltlicher Korporationen. Dementsprechend hat das Pachtsystem und die Verwaltung durch Ökonomiebeamte einen bedeutenden Umfang angenommen. Der Mangel an ländlichen Arbeitern hat zu starker Benutzung des Maschinenbetriebes geführt.
Ungarn besitzt großartige Eisen-, Kohlen- und Salzlager, sowie reiche Kupfer-, Silber-, Gold- und andere Erzlager, welche schon in früher Zeit einen bedeutenden Bergbau entwickelten und zum Entstehen von reichen Bergstädten Veranlassung gaben.
Im Jahre 1878 wurden in den 5 Berghauptmannschaften Beszterczebänya (Neusohl), Budapest, Nagybänga, Oravicza (Zipser-Iglau), Zalatna folgende Mengen gewonnen:
Der Gesamtwert der Bergwerksprodukte betrug 1878: 18 457 064 Gulden, das Maximum im Jahre 1873 betrug 23148827 Gulden.
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Eger - Stadtansicht mit Moschee
Mächtige Salzlager befinden sich in Siebenbürgen und im Marmaros-Szigeter Bezirk in Ungarn. Die Salzproduktion 1878 betrug 2915924 Z. Das Salz ist Monopol. Im Jahre 1878 wurden 2 962 136 Zentner für 11 858 398 Gulden verkauft.
Die Industrie Ungarns steht trotz des Reichtums an Rohmaterial auf einem tiefen Stand und deckt den Landesbedarf nicht, wenn auch in den verschiedensten Industriezweigen einzelne hervorragende Etablissements vorhanden sind. Dahin gehören Hüttenwerke und Maschinenfabriken in Siebenbürgen, zwischen Temes und Karas (Aina, Reschitza usw.), im Bihaver und Arader Komitat, in Oberungarn zwischen Hernäd, Sajo und Grau und in Budapest. Bedeutend ist die Holz- sowie die Mühlenindustrie. Es gibt 25000 Mühlen, darunter 500 mit Dampfbetrieb (namentlich in Budapest). In Oberungarn ist die Glasindustrie stark verbreitet. Von Wichtigkeit sind die Seifensiedereien in Niederungarn.
Der Handel ist bedeutend und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Ausfuhr der zahlreichen Rohprodukte und Halbfabrikate des Landes und der Einfuhr fremder Industrieerzeugnisse. Die ersten Handelsplätze sind Budapest, Debreczin, Kaschau, Raab, Temesvär, Klausenburg, Kronstadt, Hermannstadt, Sissek, Essek. Die Landstrassen sind in schlechtem Stande, der Eisenbahnbau macht rasche Fortschritte; die Donau, Dran, Save, Temes, Theiss sind schiffbar, doch mit vielen Schifffahrtshindernissen versehen. Eine umfängliche Regulierung der Donau, namentlich bei Budapest hat zwar schon stattgefunden, doch bleibt noch viel zu tun, zumal am eisernen Thor (serbisch-rumänische Grenze) und zwischen Pressburg und Budapest.
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| Budapest - Elisabeth-Ring | Pressburg - Staatsbahnhof | Arad - Palyaudvar | Bad Kandreny - Totalansicht |
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Kronstadt (Siebenbürgen) - Klostergasse
| Das Schwabenlied Jakob Bleyer
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Lied der Deutschen in Ungarn
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Die Regierung Ungarns erkannte 1920 den Friedensvertrag von Trianon an, nach dessen Bedingungen Ungarn zwei Drittel seines Staatsgebiets an die Tschechoslowakei, Rumänien, den südslawischen Staat (Jugoslawien) und Österreich abtreten musste.
externer Link:
Friedensvertrag von Trianon, 1920
![]() | Republik Ungarn Hauptstadt Budapest Fläche 93.036 km² Einwohnerzahl 10.020.000 Bevölkerungsdichte 108 Einwohner pro km² |

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