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Marshall-Inseln

1885 - 1918

Deutsch-Neuguinea - Ansichtskarten - Briefmarken Neuguinea - Karolinen - Marianen - Marshall-Inseln - Farbfotos - Landkarten - Vertrag

Handelsniederlassung der Jaluit-Gesellschaft auf Majuro (Marshall-Inseln)

Handelsniederlassung der Jaluit-Gesellschaft auf Majuro (Marshall-Inseln)

 

Die Marshallinseln sind eine Inselgruppe im westlichen (mikronesischen) Teile des Stillen Ozeans, östlich von den Karolinen, nördlich von den Gilbertinseln. Sie sind 411 km² groß und mit 15.000 Eingebornen, (1904) 61 Deutschen und 189 Fremden (10 Amerikaner, 4 Engländer, 89 Mischlinge, 67 nicht hier geborene Südsee-Insulaner, 13 Chinesen). Die Inselgruppe besteht aus zwei parallelen Reihen von Atolls, der Ratakgruppe im Osten, 133 km² groß mit 10.000 Einwohnern, bestehend aus 15 Inseln: Arno (30 km² mit 3000 Einwohnern, 3 Europäern), Majeru (30 km², 1604 Einwohnern, 4 Europäer), Aur (4 km², 1000 Einwohnern), Maloelab (10 km², 1000 Einwohnern, 1 Europäer), Mulgrave oder Mille (10 km², 700 Einwohnern, 2 Europäer), ferner Erikub, Wotje, Likieb (1 Europäer), Jemo, Ailuk, Mejit (1 Europäer), Utirik, Taka, Bikar und Taongi, und der Rälikgruppe im Westen, 278 km² groß, mit 5000 Einwohnern, bestehend aus 18 Inseln: Jaluit mit Jabwor (90 km² mit 1006 Einwohnern und 49 Europäern), Ebon (5 km², 790 Einwohnern, 1 Europäer), Namerik (6 km², 500 Einwohnern, 2 Europäer), Ujae (Brown, 3 km², 500 Einwohnern), sowie Udschelang (1 Europäer), Enivetok, Bikini (Eschholtz), Ailinginä, Rongerik, Rongelab, Wottho, Lae, Kwajalein (Menzikoff), Lib, Namo, Jabwat, Ailinglablab (1 Europäer) und Kili. Abgesondert im Süden liegt die Insel Nauru oder Pleasant.

Die Marshall-Inseln sind nach dem Engländer Marshall, der sie 1788 entdeckte, benannt. Deutschland schloss 1878 einen Vertrag mit den Häuptlingen auf Jaluit ab. Am 15. Oktober 1885 wurde die deutsche Flagge auf dem ganzen Archipel geheißt und 1886 ein Reichskommissar eingesetzt. Auf dringliche Beschwerden der australischen Bundesregierung und Großbritanniens kündige die deutsche Regierung der Jaluitgesellschaft den alten Vertrag, der eine Monopolisierung des Handels auf den Marshall-Inseln zuließ und setzte an dessen Stelle einen neuen mit Gültigkeit vom 1. April 1906 an. Zu diesem Termin wurde die Verwaltung vom Deutschen Reich übernommen. Gewisse Zollerleichterungen traten schon vom Oktober 1905 ab ein.

Vor der Besitzergreifung durch das Deutsche Reich gingen die Eingebornen durch Trunksucht und eingeführte Krankheiten rasch ihrem Untergang entgegen und die Häuptlinge waren den fremden europäischen Kaufleuten tief verschuldet. Nach der Besitzergreifung durch Deutschland wurde der Verkauf von Spirituosen verboten, für die Gesundheit gesorgt und die Schulden abbezahlt. Die Verwaltung, deren Kosten bisher die Jaluitgesellschaft zu tragen hatte, lag in den Händen eines kaiserlichen Kommissars, später Landeshauptmann genannt. Am 1. Oktober 1888 eröffnet die Reichspost auf den Marshall-Inseln.

Die Deutschen Besitzungen im Stillen Ocean

Die Deutschen Besitzungen im Stillen Ocean

 

 

 

Briefmarken Marshall-Inseln

Die Deutsche Post ist seit 1. Oktober 1888, bis 29. März 1889 ohne Postwertzeichen und ohne eigene Stempel vertreten.

 

1889/1901 Ausgabe werden die Marken (Mark und Pfennigausgaben) des Deutschen Reiches verwenden. Zu erkennen sind diese Verwendungen nur am Stempel "Jaluit I (Marshall-Inseln)"

 2 Mark (DR 37c)
 2 Mark (DR 37d)
 3 Pfennig (DR 39)
 5 Pfennig (DR 40)
10 Pfennig (DR 41b)
20 Pfennig (DR 42 b, c)
25 Pfennig (DR 43c)
50 Pfennig (DR 44a, b, d)

 

1890/1901 finden die 2 Mark und Adler-Ausgaben der Reichspost Verwendung. Zu erkennen sind diese Verwendungen nur am Stempel "Jaluit I (Marschall-Inseln)" und bei 2 Mark (37f) "Jaluit II (Marshall-Inseln)".

 2 Mark (DR 37e)
 2 Mark (DR 37f)
 3 Pfennig (DR 45a, b)
 5 Pfennig (DR 46a, b)
 5 Pfennig (DR 46 c)
10 Pfennig (DR 47a)
10 Pfennig (DR 47b)
10 Pfennig (DR 47d)
20 Pfennig (DR 48a, b)
20 Pfennig (DR 48d)
25 Pfennig (DR 49a, b)
50 Pfennig (DR 50a)
50 Pfennig (DR 50c, d)

 

1897/99, ab 12. Oktober - Reichspostausgaben mit diagonalem Aufdruck "Marschall-Inseln". Jaluita-Ausgabe mit gelblichem Gummi.

  

1. 3 Pfennig (DR 45c,d)
2. 5 Pfennig (DR 46c)
3. 10 Pfennig (DR 47d)
4. 20 Pfennig (DR 48d)

 

1897/99, ab 12. Oktober - Reichspostausgaben mit diagonalem Aufdruck "Marschall-Inseln". Berliner Ausgabe mit weißem Gummi.

1. 3 Pfennig (DR 45e)
2. 5 Pfennig (DR 46c)
3. 10 Pfennig (DR 47d)
4. 20 Pfennig (DR 48d)
5. 25 Pfennig (DR 49b, a)
6. 50 Pfennig (DR 50d)

 

1899/1900, ab Mai - Reichspostausgaben mit diagonalem Aufdruck (56 Grad)  "Marshall-Inseln".

7. 3 Pfennig (DR 45e,c)
8. 5 Pfennig (DR 46c)
9. 10 Pfennig (DR 47d)
10. 20 Pfennig (DR 48d)
11. 25 Pfennig (DR 49b,a)
12. 50 Pfennig (DR 50d)

 

1900, ab November - Ausgabe mit Kolonialname und Schiffsmotiv (S.M.S. Hohenzollern) ohne Wasserzeichen.

13.  3 Pfennig
14.  5 Pfennig
15.  10 Pfennig
16. 20 Pfennig
17. 25 Pfennig
18. 30 Pfennig
19. 40 Pfennig
20. 50 Pfennig
21. 80 Pfennig
22. 1 Mark
23. 2 Mark
24. 3 Mark
25. 5 Mark

 

1915/19 - Ausgabe mit Kolonialname und Schiffsmotiv (S.M.S. Hohenzollern) mit Wasserzeichen (Rauten).

26. 3 Pfennig
27. 5 Mark (Ausgabe 1916 mit 26:17 Zähnungslöcher und 1919 25:17 Zähnungslöcher)

 

1914 - Am 29.09. 1914 besetzten neuseeländische Truppen das Gebiet, traten es später aber an Japan ab. Nur die Insel Nauru ist dem Mandat Großbritanniens direkt unterstellt und bildet ein eigenes Postgebiet.

 

Britische Besetzung

1914 - entstanden Ausgaben von deutschen Marshall-Inseln-Briefmarken mit Aufdruck "G.R.I." (G.R.I. = Georgus Rex Imperator).

"G.R.I. 1 d." auf 3 Pfennig
"G.R.I. 1 d." auf 5 Pfennig
"G.R.I. 2 d." auf 10 Pfennig
"G.R.I. 2 d." auf 20 Pfennig
"G.R.I. 3 d." auf 25 Pfennig
"G.R.I. 3 d." auf 30 Pfennig
"G.R.I. 4 d." auf 40 Pfennig
"G.R.I. 5 d." auf 50 Pfennig
"G.R.I. 8 d." auf 80 Pfennig
"G.R.I. 1 s." auf 1 Mark
"G.R.I. 2 s." auf 2 Mark
"G.R.I. 3 s." auf 3 Mark
"G.R.I. 5 s." auf 5 Mark

 

1915 - entstanden Ausgaben von deutschen Marshall-Inseln-Briefmarken mit Aufdruck "G.R.I." (G.R.I. = Georgus Rex Imperator).

"1" auf "G.R.I. 2 d." auf 10 Pfennig
"1" auf "G.R.I. 2 d." auf 20 Pfennig

 

Vignetten zum Verlust der Kolonie 1919

 

 

 

 

 


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