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Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks und Kreises im Königreich Preußen, Provinz Westfalen
Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks und Kreises im Königreich Preußen, Provinz Westfalen
Minden i. W. 25.429 Einwohner - 1905 = 159. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.![]()
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Minden i. W. - Ausmarsch der Bürger-Compagnie
Neben der Stadt Minden in Westfalen existiert im Deutschen Reich (Kaiserreich)
das Dorf Minden, im Königreich Preußen, Provinz Rheinland, im Landkreis Trier mit im Jahr 1905 = 241 Einwohnern.
Minden (Minden in Westfalen, Preußisch-Minden), Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks und Kreises im Königreich Preußen, Provinz Westfalen und bis 1873 Festung zweiten Ranges, liegt 46 Meter über dem Meer, am linken Ufer der Weser, über die hier eine feste, von 1871–74 neuerbaute Brücke führt, und ist Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Wustermark-Hannover-Hamm u. der Mindener Kreisbahn.
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| Minden i. W. - Markt | Minden i. W. |
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| Minden i. W. - Das neue Regierungsgebäude mit Monumental-Brunnen | Minden i. W. - Denkmal des Großen Kurfürsten und Regierungsgebäude |
In industrieller Beziehung sind zu nennen die Fabrikation von Zigarren und Tabak, Glas, Zündschnüre, Leder, Lampen, Leim, Hufeisen, Fahrrädern, Chemikalien, Zementwaren, Strohpapier, Zichorie, Schokolade, Marzipan, Konserven und Seife, ferner eine Eisenbahnwerkstätte, ein Eisenwalzwerk, Eisengießerei. Branntweinbrennerei, Bierbrauerei, Schiffbau und Schifffahrt. Der lebhafte Handel wird durch eine Handelskammer, eine Nebenstelle der Reichsbank (Umsatz 1904: 359,3 Millionen Mark) und andere Bankinstitute unterstützt. Minden i. W. ist Sitz einer Regierung, einer Oberpostdirektion, eines Hauptsteueramts, einer Oberförsterei und eines Amtsgerichts sowie des Stabes der 26. Infanteriebrigade und hat ein Gymnasium, verbunden mit Oberrealschule (in der Aula die beiden Gemälde: Armins Rückkehr aus dem Teutoburger Wald und Wittekinds Taufe von Paul Thumann). In der Nähe die Porta Westfalica mit dem Kaiser Wilhelm-Denkmal.
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| Minden i. W. - Monumentalbrunnen mit Dom | Minden i. W. - Ressource |
Minden i. W. (urkundlich Mindun und Mindo) wurde von Karl der Große zum Sitz eines Bistums gemacht. Wegen der Einführung der Reformation 1529 und Vertreibung des Kapitels wurde die Stadt 1538 geächtet, kam aber 1547, von den Kaiserlichen bedroht, durch Vermittlung des Grafen von Hoya mit einer Geldbuße davon. Im Dreißigjährigen Kriege besetzte es 1626 Tilly, 1634 Herzog Georg von Lüneburg und am 26. April 1636 die Schweden, die es bis zur Besitzergreifung durch den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg am 7. Sept. 1650 besetzt hielten. 1757 von den Franzosen genommen, wurde Minden i. W. 1758 vom Herzog Ferdinand von Braunschweig erobert, im Juni 1759 aber von dem Herzog von Broglie wieder gewonnen. Kurz darauf, am 1. August kämpften bei den benachbarten Dörfern Gohfeld und Todtenhausen die Franzosen unter Marschall Contades mit der englisch-preußischen Armee unter Ferdinand von Braunschweig, wobei erstere unterlagen. Nach dem Siebenjährigen Kriege wurden die Festungswerke geschleift. Während der Dauer des Königreichs Westfalen gehörte Minden dazu, kam 1814 wieder an das Königreich Preußen, wurde seit 1816 neu befestigt und zum Hauptwaffenplatz von Westfalen umgewandelt; 1873 wurden die Festungswerke wiederum geschleift.
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| Porta Westfalica mit Bismarckturm und Kaiser-Wilhelm-Denkmal | Minden i. W. - Überführung des Rhein-Wesen-Elbkanals über die Weser |
Der Regierungsbezirk Minden umfasst 5261 km²
(95,53 Quadratmeilen) mit im Jahr 1900 = 636.875 Einwohnern (121 auf 1
km²), davon 414.806 Evangelische, 215.773 Katholiken und 5095 Juden, und
besteht aus den 11 Kreisen: Bielefeld (Stadt),
Bielefeld (Land), Büren,
Halle i. W., Herford, Höxter, Lübbecke, Minden, Paderborn, Warburg, Wiedenbrück.

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