|
Landeshauptstadt des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz
![]() | ![]() |
| Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz | Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz |
Landeshauptstadt des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz
Neustrelitz = 11.656 Einwohner (1905)
Bei einer Burg entstand der 1278 unter markgräflichen-brandenburgischer Herrschaft nachzuweisende Ort Strelitz, der 1349 Stadtrecht erhielt. 1329 fiel Strelitz an die Herzöge von Mecklenburg und wurde 1701 Sitz des neugebildeten Herzogtums Mecklenburg-Strelitz. Anstelle des 1712 abgebrannten Schlosses wurde 1791 ein Zucht-, Werk- und Irrenhaus erbaut, das im 19. Jahrhundert in eine Strafanstalt umgewandelt wurde. Die Residenz wurde in die neuerbaute Stadt Neustrelitz verlegt. Das herzogliche Jagdhaus Glienecke wurde 1726/31 zum Residenzschloss umgebaut und seit 1733 die neue Stadt auf achtstrahlig-sternförmigen Grundriss angelegt. Die Neubürger kamen aus Mecklenburg, Brandenburg, Pommern und Sachsen.
![]() |
Neustrelitz - Marktplatz mit Stadtkirche
Neustrelitz ist die Haupt- und Residenzstadt des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, liegt zwischen dem Zierker und Glambecker See und 83 Meter über dem Meer.
Die Stadt ist Knotenpunkt der preußischen, bez. mecklenburgischen Staatsbahnlinien Berlin-Stralsund, Neustrelitz-Warnemünde und Neustrelitz-Buschhof.
|
| ||
| Neustrelitz - Großherzogliches Schloss und Schlosskirche | Neustrelitz - Marktplatz mit Standbild des Großherzogs Georg |
Neustrelitz ist regelmäßig in der Form eines achtstrahligen Sternes gebaut, dessen Mittelpunkt der stattliche Marktplatz mit dem 1866 errichteten Standbild des Großherzogs Georg bildet. Die Stadt hat 2 evangelische und eine katholische Kirche, darunter die neue Hof- und Schlosskirche mit zwei Türmen und die 1768–78 im italienischen Stil erbaute Stadtkirche, ein schönes in dorischem und römischem Stil erbautes großherzogliches Schloss außerhalb der Stadt mit Bibliothek, Münzkabinett, Sammlung obotritischer Altertümer und schönem Park, in dem sich das Mausoleum mit einer Nachbildung des Sarkophags im Mausoleum zu Charlottenburg befindet, das Karolinenpalais und das Marienpalais, einen prachtvollen Marstall in byzantinischem Stil, ein Schauspielhaus, ein schönes Rathaus und (1905) mit der Garnison (ein Grenadierbataillon Nr. 89 und eine Batterie Feldartillerie Nr. 24)
|
| ||
| Neustrelitz - Augustastrasse | Neustrelitz - Carolinenstift |
Von 11.656 Einwohner (19005) sind 250 Katholiken und 65 Juden. Die überwiegende Mehrheit ist Potestantisch.
Außer mehreren großen Dampfmahl- und Schneidemühlen bestehen nur 2 Maschinenfabriken und Eisengießereien, eine Schiffbauanstalt, eine Dampfmolkerei, Konserven-, Essig- und Ofenfabrikation, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, Schifffahrt.
|
| ||
| Neustrelitz - Rathaus | Neustrelitz - Mädchenschule |
Neustrelitz ist Sitz des Staatsministeriums und der höchsten Landeskollegien, hat ein Landgericht, eine Oberförsterei, Gymnasium, Realschule und eine vorzügliche Hofkapelle. Durch den Zierker See steht N. mit der Havel und Elde in schiffbarer Verbindung.
Zum Landgerichtsbezirk Neustrelitz gehören die zehn Amtsgerichte zu Feldberg, Friedland i. M., Fürstenberg i. M., Mirow, Neubrandenburg, Neustrelitz., Schönberg i. M., Stargard i. M., Strelitz und Woldegk.
|
| ||
| Neustrelitz - Strelitzerstraße mit Kaserne | Neustrelitz - Kriegerdenkmal |
In unmittelbarer Nähe der Stadt liegen herrliche Laubwaldungen; 2 km südlich liegt Altstrelitz und 9 km nordwestlich das Lustschloss Hohenzieritz.
Neustrelitz steht an der Stelle der alten Feste Lunkin oder Lienke, die schon 930 zerstört wurde und nur als Hof Glienke fortbestand; die jetzige Stadt wurde erst 1726 angelegt und erhielt 1733 Stadtrecht.

![]()
| Senden | Speichern |
Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:
-[ Deutscher Krieg 1866]- -[ Deutsch-Französischer Krieg 1870/71]- -[ Deutsches Kaiserreich]- -[ Deutsche Kolonien ]- -[ Kaiserliche Marine]-
-[ Donaumonarchie Österreich-Ungarn]- -[ Liechtenstein]- -[ Schweizer Eidgenossenschaft ]-
-[ Briefmarken 1871-1918]- -[ Boxeraufstand 1900/01]- -[ Marokkokrise 1905/11]-
Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de
Besucher