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Norddeutsche Bundesmarine

1866-1870

Norddeutscher Bund - Norddeutscher Postbezirk

Norddeutsche Bundeskriegsflagge 1867-1903

Norddeutsche Bundeskriegsflagge 1867-1903

Norddeutsche Bundesmarine

Geschichte

Nach dem Deutschen Krieg von 1866 kommt es zur Errichtung des Norddeutschen Bundes und damit zur Schaffung der Norddeutschen Bundesmarine: Auch die preußischen Kriegsschiffe führen die neue Bundeskriegsflagge. Die Marine soll jetzt nicht nur dem Schutz der Schifffahrt und der Küste dienen, sondern auch im Bedarfsfalle das offensive Vergehen gegen feindliche Kräfte, Küsten und Häfen ermöglichen. Kriegsminister von Roon arbeitet einen Flottengründungsplan aus, nachdem in den nächsten zehn Jahren: 10 Panzerschiffe, 20 Korvetten, 22 Küstenverteidigungsfahrzeuge, 8 Avisos, 3 Transportschiffe und 7 Schulschiffe gebaut werden sollen. Der Reichstag bewilligt diesen Plan zwar, jedoch ist die deutsche Schiffbauindustrie und ungenügend entwickelt. Man benötig Musterschiffe und kauft daher im Ausland geeignete Fahrzeuge: in Frankreich die Panzerfregatte S.M.S. Friedrich Carl (6800 t und 16 Geschütze), in England S.M.S. Kronprinz (5600 t und 16 Geschütze) und S.M.S. König Wilhelm (9800 t und 23 Geschütze) - in seiner Zeit ein Gigant und das damals stärkste Schiff, ursprünglich wurde es von den Türken bestellt, dann aber von diesen nicht abgenommen. Es hatte seine 24-cm-Kruppsche-Mantelringkanonen in langer Batterie und im Bug aufgestellt und machte mit seiner immer noch üblichen Segeltakelage, dem massiven Rammsporn und Gürtelpanzer einen imposanten Eindruck.

S.M.S. Hansa

Panzerkorvette Hansa - 1. deutsches Panzerschiff

 

In Danzig (Westpreußen) begann der eigene deutsche Schiffsneubau, so 1868 die Panzerkorvette S.M.S. Hansa (3600 t und 8 Kanonen), die Glattdeckskorvette S.M.S. Ariadne und die gedeckte Korvette S.M.S. Elisabeth. Die Fregatte S.M.S. Vineta, als preußisches Schiff hinausgegangen, kehrte als norddeutsches Bundeschiff in heimische Gewässer zurück. S.M.S. Hertha fand Gelegenheit mit dem Kanonenboot S.M.S. Blitz einer aufgelaufenen französischen Korvette tatkräftig zu helfen. Andere Schiffe besuchten ostasiatische und westindische Stationen und zeigten die neue Flagge rund um die Welt. Der Oberbefehl der Norddeutschen Bundesmarine unterstand Prinz Adalbert von Preußen.

Am 17. Juni 1869 fand, im Beisein König Wilhelms I. und einer englischen Abordnung, die feierliche Einweihung des Kriegshafens, der Gründung der Marinebasis Wilhelmshaven statt. Die Wahl der Jadebucht als Kriegshafen lag auf der Hand: kein Handelsverkehr wie in den Flussmündungen konnte die Tätigkeit der Kriegsflotte hindern oder durch sie gehindert werden. Die vorgelagerten Sandbanken erschwerten zwar das Navigieren, stellten jedoch gleichzeitig einen natürlichen Schutz dar, der außerdem durch Befestigungen am westlichen Ufer verstärkt wurde.

Port Said - Suezkanal

Port Said - Suezkanal, Einweihung im November 1869

 

Die neue deutsche Marine war auch bei einem wichtigen Ereignis der Seefahrtsgeschichte anwesend, der Einweihung des Suezkanals im November 1869. Der Norddeutsche Bund wurde durch den Kronprinzen Friedrich Wilhelm, dem späteren Kaiser Friedrich III., der sich von einer Jerusalemreise kommend auf S.M.S. Hertha eingeschifft hatte, vertreten. Weiterhin nahmen teil: die Korvetten S.M.S. Arcona und S.M.S. Elisabeth, das Kanonenboot S.M.S. Delphin und die Jacht S.M.S. Grille, auf der Kronprinz Friedrich Wilhelm die erste Kanalfahrt mitmachte. S.M.S. Hertha ging dann durch den neuen Kanal nach Ostasien, S.M.S. Arcona nach Westindien und S.M.S. Grille zurück in die Heimat.

Während des Deutsch-Französischen Krieges kam es am 9. November 1870 zum Kampf zwischen dem deutschen Kanonenboot "Meteor" und dem französischen Aviso "Bouvet" vor Havanna.

Kampf zwischen dem deutschen Kanonenboot Meteor und dem französischen Aviso "Bouvet" vor Havanna.

Kampf zwischen dem deutschen Kanonenboot Meteor und dem französischen Aviso "Bouvet" vor Havanna.


1871 wird aus der Norddeutschen Bundesmarine wird die "Kaiserliche Marine".

 

 

 


 

 


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