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Oldenburg i. Gr.

Landeshauptstadt des Großherzogtums Oldenburg

Oldenburg - Großherzogtum Oldenburg - S.M.S. Oldenburg (1) - S.M.S. Oldenburg (2)

Großherzogtum Oldenburg - Lage im Deutschen ReichGroßherzogtum Oldenburg - Karte 1914
Großherzogtum OldenburgGroßherzogtum Oldenburg

Oldenburg i. Gr.

Landeshauptstadt des Großherzogtums Oldenburg

Oldenburg i. Gr. - 28.565 Einwohner (1905) = 145. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Oldenburg i. Gr.

Oldenburg i. Gr.

 

Oldenburg im Großherzogtum ist die Haupt- und Residenzstadt des Großherzogtums Oldenburg, an der schiffbaren Hunte, die einen Teil der Stadt durchfließt, einen Hafen bildet und 3 km südlich durch den Ems-Huntekanal mit der Ems in Verbindung steht und 5 Meter über dem Meer liegt.

Neben der Stadt Oldenburg im Großherzogtum gibt es im Deutschen Reich die Stadt Oldenburg in Holstein, eine Stadt in der preußischen Provinz Schleswig-Holstein im Regierungsbezirk Schleswig mit 2458 Einwohnern (1905).

Die städtischen Behörden umfassen 7 Mitglieder des Magistrats und 24 des Stadtrats. Die Stadt ist Knotenpunkt der Linien Bremen-Neuschanz, Oldenburg-Osnabrück und Oldenburg-Brake der Oldenburgischen sowie Oldenburg-Wilhelmshaven der Preußischen Staatsbahn, besteht aus einem verhältnismäßig kleinen inneren Kern und dem weit ausgedehnten neuern Stadtteil. Schöne, mit Bäumen bepflanzte Promenaden, an Stelle der alten Wälle, ziehen sich zwischen beiden Stadtteilen hin.

Oldenburg - Großherzogliches Schloss
Oldenburg - Langstraße
Oldenburg - Großherzogliches SchlossOldenburg - Langstraße

Oldenburg i. Gr. hat 4 Kirchen, die jetzt wieder aus einem Zentralbau mit römischer Rotunde zum gotischen Langbau umgestaltete evangelisch Lambertikirche, die gotische katholische Kirche, die sogenannte Friedenskirche der Methodisten und die 1903 erbaute Garnisonkirche, eine Baptistenkapelle und eine Synagoge.

Die Stadt verfügt ein großherzogliches Schloss mit Marstall und schönem Garten, ein gotisches Rathaus, Denkmäler des Großherzogs Peter Friedrich Ludwig und des Philosophen Herbart.

 In Oldenburg i. Gr. leben 28.565 Einwohner, der überwiegende Teil ist Evangelisch, 2277 sind Katholiken und 223 Juden.

Oldenburg - Friedensplatz
Oldenburg - Gartenstraße
Oldenburg - FriedensplatzOldenburg - Gartenstraße

 

An Industrie sind vertreten Eisengießerei, Warpspinnerei, Fabrikation von Glas, Tabak und Zigarren, Leder, Steingutwaren, Handschuhen etc. Der Handel, unterstützt durch eine Reichsbanknebenstelle und die Oldenburgische Landesbank, ist in Getreide und Pferden (vier sehr besuchte Pferdemärkte) lebhaft.

Oldenburg i. Gr. ist Sitz der Landesbehörden des Großherzogtums, eines Oberlandes- und eines Landgerichts, des Kommandos der 37. Infanterie- und der 19. Kavallerie-Brigade, einer Oberpostdirektion, eines Hauptsteueramts, einer Oberförsterei, des Oberkirchenrats, der Oldenburgischen Eisenbahndirektion, der Oldenburgischen Feuer-Versicherungsgesellschaft. Die Stadt hat ein Gymnasium, eine Oberrealschule, ein evangelisches Schullehrerseminar, Idiotenanstalt, Theater, Museum, Landesgewerbemuseum, Gemäldegalerie (im Augusteum), eine öffentliche Landesbibliothek mit 160.000 Bänden etc. Südlich bei Oldenburg liegt das vielbesuchte Everstenholz und südöstlich dabei das Dorf Osternburg mit Spinnerei, Stärkerei, Glasfabrikation.

Oldenburg im Großherzogtum - Theater
Oldenburg - Elisabeth-Anna-Palais
Oldenburg im Großherzogtum - TheaterOldenburg - Elisabeth-Anna-Palais



Zum Bezirk des Landgerichts Oldenburg gehören die 14 Amtsgerichte zu: Brake, Butjadingen, Delmenhorst, Elsfleth, Friesoythe, Jever, Kloppenburg, Löningen, Oldenburg, Rüstringen, Varel, Vechta, Westerstede und Wildeshausen.

In Oldenburg i. Gr. sind stationiert (1905) die Garnison (ein Infanterieregiment Nr. 91, ein Dragonerregiment Nr. 19 und 1. Abt. des Feldartillerieregiments Nr. 62

Oldenburg wurde 1155 befestigt, 1168 von Heinrich dem Löwen, 1230 von den Stedingern belagert und erhielt 1345 Stadtrecht.

Oldenburg - Post
Oldenburg - Schlossgarten
Oldenburg - PostOldenburg - Schlossgarten



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Oldenburg in zeitgenössischen Postkarten und Texten, URL: http://www.deutsche-schutzgebiete.de/oldenburg.htm


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