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Provinz Brandenburg

(Markgrafschaft Brandenburg)

Landeshauptstadt Potsdam

Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

 

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Brandenburg

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Brandenburg

Provinz Brandenburg

Provinz Brandenburg im Deutschen Reich Provinz Brandenburg - WappenProvinz Brandenburg 1914
Provinz Brandenburg im Deutschen ReichWappen der preußischen Provinz BrandenburgLandkarte Provinz Brandenburg 1914

 

Brandenburg

Geschichte

Brandenburg ist das Stammland des preußischen Staates. Vor der Völkerwanderung wurde die Region von Sueben und Langobarden bewohnt. Die eingewanderten Slawen wurden von König Heinrich I. unterworfen. Unter Otto I. wurden die Bistümer Havelberg (946) und Brandenburg (949) gegründet. Das Jahr 1157 gilt als das Geburtsjahr der Mark Brandenburg, von da an nannte sich Albrecht der Bär "Markgraf von Brandenburg". Der Aufstieg Brandenburgs begann Anfang des 16. Jahrhunderts mit der Herrschaft des aus der fränkischen Linie der Hohenzollern stammenden Albrecht. Sein Enkel Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst (1640-1688), legte schließlich die Grundlagen für den brandenburgisch-preußischen Staat. Im Jahre 1682 sandte der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg die erste Expedition zur Gründung einer afrikanischen Kolonie (Groß-Friedrichsburg) aus.

Die 1816 gebildete Provinz erhält aus der ehemaligen Mark Brandenburg die Mittelmark, die Uckermark, die Priegnitz und den größten Teil der Neumark, von Schlesien den Schiebuser Kreis und einen Teil des Saganer Kreises, einige Orte des Großherzogtums Posen und von Sachsen die Niederlausitz, die Ämter Dahme und Jüterbog, die Herrschaft Baruth und Sonnewalde nebst Amt Belzig des Wittenberger Kreises und die Ämter Finsterwalde und Senftenberg des Meißener Kreises.

Berlin schied am 1. April 1881 aus dem Provinzialverband mit Brandenburg aus. 1912 wurde der brandenburgische Stadt Rixdorf in Neukölln (seit 1920 zu Berlin) umbenannt.

Potsdam

Potsdam

 

Provinz Brandenburg

Daten

Verwaltungshauptstadt: Potsdam 61 373 Einwohner - 1905 = 62. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs. Potsdam ist die zweite Residenz des deutschen Kaisers und Königs von Preußen.

Größe: 39 837,8 km²

Einwohner:

  • 1816: 1 283 616 (einschließlich Berlin)
  • 1875: 3 126 411 (einschließlich Berlin)
  • 1900: 3 108 554 (ohne Berlin)
  • 1905: 3 529 839 (ohne Berlin)
  • 1910: 4 092 616 (ohne Berlin)

Natürliche Gebiete: Brandenburg ist eine natürlich Einheit.

Gewässer: Havel, Spree, Oder und Nebenflüsse. Kanäle und zahlreiche kleinere Seen.

Partie an der Mühle, Werder (Havel)

Partie an der Mühle, Werder (Havel)

 

Klima: Die Mitte zwischen dem des deutschen Ostens und Westens und ist insbesondere milder als das benachbarte, höher gelegene Posen.

Bewohner: Die Bevölkerung entstand hauptsächlich aus einer Vermischung slawischer und deutscher Stämme, zu denen zahlreiche Einwanderer anderer Nationen kamen. Durch Ansiedlung, insbesondere von Hugenotten aus Frankreich, aber auch von Holländern, Schweizern und anderen, förderte insbesondere Kurfürst Friedrich Wilhelm den Aufbau des Landes und die Entwicklung von Handel und Gewerbe. An 50 000 meist deutsch redende Wenden (Sorben) leben im Spreewald und die Spree weiter aufwärts (Cottbus, Spremberg).

Bevölkerungsdichte: 88,6/km²

Religion: 

1871

1880

1900

Regierungsbezirk Potsdam:Regierungsbezirk Frankfurt:
  • 2 199 749 Evangelisch
  •      50 963 Römisch-katholisch
  •        2 468 Sektierer
  •      12 296 Juden
  • 2 907 863 Evangelisch
  •    160 305 Römisch-katholisch
  •      25 766 Juden
  • 982 192 Evangelisch
  •   14 990 Römisch-katholisch
  •     4 548 Juden
  •        638 Sonstige
  • 1 007 052 Evangelisch
  •      19 636 Römisch-katholisch
  •        6 921 Juden
  •           911 Sonstige

 

Sorben im Spreewald

Sorben im Spreewald

 

Militär: 1881 - In Brandenburg garnisoniert fast das ganze Gardekorps und das III. Armeekorps. Es bildet den ausschließlichen Ersatzbezirk für des III. Armeekorps. Festungen befinden sich in Spandau und Küstrin. Garnisonen befinden sich in

  • Teltow = Landwehr 60,2
  • Friesack = Husaren 3,4
  • Brandenburg/H. = Kürassiere 6. und Landwehr 24,1
  • Jüterbog = Feld-Artillerie 3,2 und Landwehr 20,2
  • Rathenow = Husaren 3,1 2. 3. 5
  • Potsdam Garde-Regiment zu Fuß, Garde-Jäger, Lehr-Infanterie-Bataillon, Gardes du Corps, 1. 2. 5. Garde-Husaren, 1 Garde-Ulanen, 3. Garde-Ulanen Landwehr 20,1

Potsdam - Leib-Garde-Husaren-Regiment

Potsdam - Leib-Garde-Husaren-Regiment

 

Wirtschaft:

  • Landwirtschaft: Trotz der dürftigen Bodenbeschaffenheit ist der Ackerbau dank der fleißigen Bevölkerung stark verbreitet, kann allerdings den Bedarf der Bevölkerung (mit Berlin 5,5 Millionen Menschen) nicht decken. Die fruchtbarsten Gebiete sind die kolonialisierten Brüche (namentlich Oderbruch, Warthebruch und Spreewald) und die Uckermark. Die Sandböden dienen namentlich einem umfangreichen Kartoffelanbau, sind zu einem großen Anteil aber auch mit Wald bestanden (Brandenburg ist nach Hessen-Nassau die waldreichste Provinz Preußens). Hervorragend ist der Garten- und Obstanbau. Das ganze Havelland bildet gleichsam einen großen Gemüse-, Obst-, und Blumengarten.
  • Bergbau Die Niederlausitz liegt im Gebiet eines großen Braunkohlelagers, das bei Spremberg abgebaut wird (ebenfalls südlich von Eberswalde und Frankfurt an der Oder. Unter dem Gips bei Spremberg befindet sich ein mächtiges Salzlager. Sehr ertragreich sind die Kalksteinbrüche bei Rüdersdorf, östlich von Köpenick. Zahlreiche Ziegeleien, namentlich in der Umgebung Berlins.
  • Industrie ist hervorragend, indem die Südost-Ecke , die Niederlausitz, eines der Hauptgebiete deutscher Tuchweberei ist. (Hauptsitze: Cottbus, Guben, Forst, Sorau, Finsterwalde, Luckenwalde am Fläming.
  • Handel sehr lebhaft durch Berlin

 

Provinz Brandenburg

Postwesen und Briefmarken im Königreich Preußen

Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.

185718671868 - 1871ab 1871ab 1875
Erste preußische Freimarke von 1857Letzte preußische Freimarke von 1867Norddeutscher Postbezirk mit Währung TalerDeutsche Reichspost mit Währung TalerDeutsche Reichspost mit Währung Mark
Erste preußische Freimarke von 1857Letzte preußische Freimarke von 1867Norddeutscher Postbezirk mit Währung TalerDeutsche Reichspost mit Währung TalerDeutsche Reichspost mit Währung Mark
6 Pfennige9 Kreuzer1/2 Groschen1 Groschen20 Pfennig

 

Preußische Maße:

  • 1 Zoll-Pfund = 30 Lot = 500 Gramm (ab 1.1.1861)
  • 1 Fuß = 12 Zoll = 144 Linien = 139,13 par. Linien = 0,313853 m
  • 1 Elle = 25 1/2 Zoll = rd. 2/3 m, 1 Lachter = 80 Zoll = 2,09236 m
  • 1 Rute = 32 Fuß = 3,76624 m; 1 preußische Meile = 24000 Fuß = 7532,5 m
  • 1 Morgen = 180 Quadrat-Ruten = 25920 Quadrat-Fuß = 0,2553 ha
  • 1 Quart = 64 Kubik-Zoll = 1/27 Kubik-Fuß = 1,14503 l
  • 1 Oxhoft = 1 1/2 Ohm =3 Eimer = 6 Anker = 180 Quart = 2,0611 hl
  • 1 Scheffel = 16 Metzen = 48 Quart = 16/9 Kubik-Fuß = 0,54961 hl
  • 1 Wispel = 24 Scheffel = 13,191 hl
  • 1 Tonne = 4 Scheffel = 2,19846 hl
  • 1 Klafter = 108 Kubik-Fuß = 3,3389 cbm
  • 1 Schachtrute = 144 Kubik-Fuß = 4,4519 cbm
  • 1 Pfund = 30 Lot (zu 4 Quentchen zu 10 Zent zu 10 Korn) = 500 g
  • 1 Zentner = 100 Pfund, 1 Schiffslast = 40 Zentner
  • 1 Karat = 4 Grän = 64 Teile = 205,537 mg
 

Provinz Brandenburg

Währungen und Münzen im Königreich Preußen

1868 - 1875ab 1875
  1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige1 Mark = 100 Pfennig

 

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870

Deutsches Reich - 5 Mark, 1901

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870Deutsches Reich - 5 Mark,  1901
Wilhelm König von Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

Königreich Preußen - 1 Taler, 1860

Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

 

Provinz Brandenburg

Oberpräsidenten  1815 - 1918

DienstzeitNameLebensdaten
1815 - 1824 Georg Friedrich Christian von Heydebeck 1765 - 1828
1824 - 1842 Magnus Friedrich Graf von Bassewitz 1773 - 1858
1842 - 1848 August Friedrich Wilhelm Werner von Meding 1792 - 1871
1848 - 1849 Erasmus Robert Freiherr von Patow 1804 - 1890
1849 - 1850 August Hermann Klemens Freiherr von Wolff (provisorisch) 1803 - 1872
1850 - 1862 Eduard Heinrich von Flottwell1786 - 1865
1862 - 1862 Werner Ludolph Erdmann von Selchow 1806 - 1884
1862 - 1879Gustav Wilhelm von Jagow1813 - 1879
1879 - 1899Heinrich Karl Julius von Achenbach1829 - 1899
1899 - 1905Theobald von Bethmann Hollweg1856 - 1921
1905 - 1909August Clemens Bodo Paul Wilhelm von Trott zu Solz1855 - 1938
1909 - 1910Friedrich Wilhelm von Loebell1855 - 1931
1910 -  1914Alfred Anton Robert von Conrad1852 - 1914
1914 -  1917Rudolf Wilhelm Graf von der Schulenburg1860 - 1930
1917 -  1919Friedrich Wilhelm von Loebell1855 - 1931

 

 

Provinz Brandenburg

Administrative Gliederung

Die Provinz Brandenburg gliedert sich in 2 Regierungsbezirke:

1. Regierungsbezirk Potsdam (der Westen Brandenburgs) mit einer Fläche von 20 639,66 km² und 1 929 304 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 6 Stadt- und 14 Landkreise, 450 Amts- und 606 Standesamtsbezirke:

Stadtkreis Brandenburg a.d.H., Stadtkreis Charlottenburg, Stadtkreis Potsdam, Stadtkreis Rixdorf (entstanden aus den 1873/74 vereinigten beiden Dörfern Deutsch-Rixdorf und Böhmisch-Rixdorf), Stadtkreis Schöneberg, Stadtkreis Spandau, die Landkreise Angermünde, Beeskow-Storkow, Jüterbog-Luckenwalde, Niederbarnim, Oberbarnim, Osthavelland, Ostprignitz, Prenzlau, Ruppin, Teltow, Templin, Westhavelland, Westprignitz und Zauch-Belzig

Potsdam - Fortuna-Portal Alter Markt

Charlottenburg - Joachimstalerstrasse Ecke Kurfürstendamm

Rathenow - Partie am Schleusenkanal

Bad Freienwalde a. d. Oder - Brunnenhotel mit Promenade

Großbeeren - Gedenkturm der Schlacht bei Großbeeren

Potsdam - Fortuna-Portal Alter MarktCharlottenburg - Joachimstalerstrasse Ecke KurfürstendammRathenow - Partie am SchleusenkanalBad Freienwalde a. d. Oder - Brunnenhotel mit PromenadeGroßbeeren - Gedenkturm der Schlacht bei Großbeeren

Potsdam - Restaurant zum Neuen Garten

Charlottenburg, Wilhelmplatz, Berliner- u. Spreestrasse

Wittenberge - Familienbad (1914)

Jüterbog - Neumarktor

Teltow - Blick vom Ruhlsdorfer Platz

Potsdam - Restaurant zum Neuen GartenCharlottenburg, Wilhelmplatz, Berliner- u. SpreestrasseWittenberge - Familienbad (1914)Jüterbog - NeumarktorTeltow - Blick vom Ruhlsdorfer Platz

Brandenburg an der Havel - St. Annenstraße

Spandau - Markt mit Rathaus

Neuruppin - Strandgarten

Oranienburg - Panorama

Zossen - Bismarckplatz mit Kriegerdenkmal

Brandenburg an der Havel - St. AnnenstraßeSpandau - Markt mit RathausNeuruppin - StrandgartenOranienburg - PanoramaZossen - Bismarckplatz mit Kriegerdenkmal

Schöneberg - Wartburgplatz

Schöneberg - Victoria-Louiseplatz

Köpenick -Panorama

Perleberg - Markt, Rathaus und Kirche

Rheinsberg - Schloss

Schöneberg - Wartburgplatz

Schöneberg - Victoria-Louiseplatz

Köpenick -Panorama

Perleberg - Markt, Rathaus und KircheRheinsberg - Schloss
 Potsdam - Neues Palais 1904Potsdam - Kaserne des I. Garde-Ulanen-Regiments  
 Potsdam - Neues Palais 1904Potsdam - Kaserne des I. Garde-Ulanen-Regiments  

Sitz der Landratsämter (1881):

  • Oberbarnim = Freienwalde a/O
  • Niederbarnim = Berlin
  • Teltow = Berlin
  • Osthavelland = Nauen
  • Westhavelland = Rathenow
  • Ruppin = Neuruppin
  • Ostpriegnitz = Kyritz
  • Westpriegnitz = Perleberg

 

2. Regierungsbezirk Frankfurt/Oder (der Osten Brandenburgs) mit einer Fläche von 19 198.18 km² und 1 179 250 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 5 Stadt- und 17 Landkreise,  418 Amtsbezirke und 622 Standesamtsbezirke.

Stadtkreis Cottbus, Stadtkreis Forst, Stadtkreis Frankfurt a.d. Oder, Stadtkreis Guben, Stadtkreis Landsberg a.d. Warthe, die Landkreise Arnswalde, Calau, Cottbus, Crossen, Friedeberg (Neumark), Guben, Königsberg (Neumark), Landsberg a.d. Warthe, Lebus, Lübben, Luckau, Oststernberg, Soldin, Sorau, Spremberg, Weststernberg, Züllichau-Schwiebus

Frankfurt a. O. - Hohenzollernplatz während des Militärkonzerts

Guben - Markt

Spremberg

Lübben - Kleine Mühle

Königsberg N.M. - Rathaus und Königsstraße

Frankfurt a. O. - Hohenzollernplatz während des MilitärkonzertsGuben - MarktSprembergLübben - Kleine MühleKönigsberg N.M. - Rathaus und Königsstraße

Frankfurt an der Oder - Dresdner Strasse

Forst - Louisenhöhe

Sommerfeld - Schloss Dolzig - Geburtsstätte Ihrer Majestät der deutschen Kaiserin

Lübben - Festzug

 
Frankfurt an der Oder - Dresdner StrasseForst - LouisenhöheSommerfeld - Schloss Dolzig - Geburtsstätte Ihrer Majestät der deutschen KaiserinLübben - Festzug 

Cottbus - Markt mit Rathaus

Küstrin - Markt mit Rathaus

Schwiebus - Evangelische Knaben-Volksschule

Lübbenau - Forsthaus

 
Cottbus - Markt mit RathausKüstrin - Markt mit RathausSchwiebus - Evangelische Knaben-VolksschuleLübbenau - Forsthaus 

Cottbus - Bahnhofstrasse mit Kreishaus - Ecke Kaiserstrasse

Sorau - Partie am Bahnhof

Finsterwalde - Wir sind die Sänger...

  

Cottbus - Bahnhofstrasse mit Kreishaus - Ecke Kaiserstrasse

Sorau - Partie am Bahnhof

Finsterwalde - Wir sind die Sänger...

  

Sitz der Landratsämter(1881):

  • Seelow = Lebus
  • Westernberg = Drossen
  • Oststernberg = Zielenzig

 

Provinz Brandenburg

Hymne

Brandenburglied

Gustav Büchsenschütz

1. Märkische Heide
Märkischer Sand
sind des Märkers Freude
sind sein Heimatland
sind des Märkers Freude
sind sein Heimatland
3. Bürger und Bauern
aus märkischem Geschlecht
hielten stets der Heimat
in märkischer Treu fest
hielten stets der Heimat
in märkischer Treu fest
2. Uralte Eichen
dunkler Buchenhain
grünende Birken
stehn am Wiesenrand
grünende Birken
stehn am Wiesenrand
4. Die Brandenburg allwege
sei unser Losungswort
dem Vaterland die Treue
in allen Zeiten fort

Refrain:
Steige hoch du roter Adler
hoch über Sumpf und Sand
hoch über dunkle Kiefernwälder
heil dir mein Brandenburger Land
hoch über dunkle Kiefernwälder
heil dir mein Brandenburger Land

 

Provinz Brandenburg

Schiff der Kaiserlichen Marine

S.M.S. Brandenburg

 

 

25 Pfennig - Deutsches Reich, 1933

25 Pfennig - Deutsches Reich, 1933

Friedrich der Große - Anlässlich der Eröffnungssitzung des neuen Reichstages in Potsdam

Brandenburg nach 1918

1920Am 1. Oktober 1920 wurde durch das verabschiedete Groß-Berlin-Gesetz die bis dahin brandenburgische Stadt Charlottenburg  als 7. Stadtbezirk in das neugeschaffene Groß-Berlin eingegliedert. Weitere brandenburgische Städte, wie Spandau, Schöneberg und Neukölln werden ebenfalls Berlin eingegliedert.
1945Der Zweite Weltkrieg trifft die Provinz durch riesige Zerstörungen besonders schwer. Durch das Potsdamer Abkommen (1945) verliert Brandenburg etwa 25 Prozent seines Gebietes (ca. 10 362 km²), die gesamte Neumark östlich von Oder und Neiße mit den Kreisen Arnswalde, Crossen, Friedeberg (Neumark) Königsberg (Neumark), Landsberg a.d. Warthe, Lebus, Oststernberg, Soldin, Sorau, Weststernberg, Züllichau-Schwiebus fallen an Polen. Selbst Städte wie Frankfurt a.d. Oder und Guben werden geteilt und die deutsche Bevölkerung gewaltsam vertrieben. Der Deutschland verbliebene Teil Brandenburgs bleibt als Land erhalten und wird sowjetische Besatzungszone.
1952In der DDR wird das Land Brandenburg in die Bezirke Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) aufgeteilt.
1990Am 22. Juli 1990 wird durch die frei gewählte Volkskammer beschlossen, die Länder wieder einzuführen. Am 3. Oktober wird das Land Brandenburg wiederhergestellt, Potsdam wieder die Landeshauptstadt.
1996In einer Volksabstimmung lehnt die Bevölkerung Brandenburgs eine Vereinigung mit dem Bundesland Berlin mehrheitlich ab.

 

Das Land Brandenburg aktuell:

Das heutige Land Brandenburg mit der Landeshauptstadt Potsdam besteht aus:

  • dem westlich der Oder-Neiße-Linie gelegenem Teil der ehemaligen Provinz Brandenburg, der westliche Landesteil (circa 25 %) gehört seit 1945 zu Polen
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