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Provinz Hannover

Königreich Hannover (1814-1866)

Provinzhauptstadt Hannover

Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

 

Provinz Hannover - Fahne, Flagge

Fahne - Landesfarben der Provinz Hannover

Provinz Hannover

 Provinz Hannover - Wappen

Lage der Provinz Hannover im Deutschen Reich Wappen der Provinz Hannover Landkarte Provinz Hannover 1914

 

Hannover

Hannover - Marktstrasse
Hannover - Altes Rathaus und Markt-Kirche
Hannover - Partie an der Leine (Leineinsel)
Hannover - Marktstraße Hannover - Altes Rathaus und Markt-Kirche Hannover - Partie an der Leine (Leineinsel)



Geschichte

Unter Niedersachsen begriff man früher den an der Niederelbe, oberhalb Magdeburg an, bis zur Nordsee gelegenen Teil des alten Sachsenlandes. Dieser machte als niedersächsischer Kreis bis 1806 einen der zehn Hauptteile des alten Deutschen Reichs aus. Die dazu gehörigen einzelnen Kreislande waren die Herzogtümer Magdeburg, Braunschweig, Bremen und Verden, Lauenburg, Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow und Lauenburg; die Fürstentümer Halberstadt, Grubenhagen, Hannover, Lüneburg, Celle Danneberg, Ratzeburg, Blankenburg; das Hochstift Lübeck und das Bistum Hildesheim; die Grafschaft Ranzau; die Reichsstädte Lübeck, Goslar, Mühlhausen, Nordhausen, Hamburg und Bremen. Gegen Westen machten der westfälische Kreis bzw. ungefähr die Weser, gegen Süden Hessen, Thüringen und Anhalt, gegen Osten die Mark Brandenburg und Pommern die Grenze dieses Gebiets, welches nördlich von der Nordsee, Dänemark und der Ostsee eingefasst wurde.
Herzog Wittekind mit dem Sachsenross
Herzogtum Sachsen mit Westfalen, Engern und Ostfalen
König Georg von Hannover
Herzog Wittekind mit dem Sachsenross Herzogtum Sachsen mit Westfalen, Engern und Ostfalen König Georg von Hannover



Niedersachsen, das alte Land der Sachsen, ist der Name für das Gebiet an Unterelbe und Weser, seitdem durch das Aussterben des askanischen Hauses die sächsische Kurwürde auf den meißnischen Markgrafen Friedrich den Streitbaren übergegangen war (1423), zur Unterscheidung von den altwettinischen Ländern, die man nun als Obersachsen zusammenzufassen pflegte. Später nannte man Niedersachsen "Hannover". Hannover bildete früher einen Bestandteil der braunschweigischen Erblande (siehe auch Herzogtum Braunschweig). Wilhelm der Jüngere, der mit seinem älteren Bruder Heinrich teilte, wurde der Stifter der Linie Braunschweig-Lüneburg, die bis 1866 das Land regierte.


Königreich Hannover

 Wappen des Königreichs Hannover
Hannover - Los von Preussen 
 Königreich Hannover, Karte Brockhaus 1837
  Königreich Hannover - Wappen Hannover - Los von Preussen   Königreich Hannover, Karte Brockhaus 1837 

 

Die Geschichte des Hauses Hannover ist eng mit dem britischen Königshaus verbunden. 1714 bestiegt der hannoversche Kurfürst als Georg I. den Thron Großbritanniens und Irlands. Diese Personalunion dauerte 123 Jahre an. Während dieser Zeit kam es u.a. durch Kriege auch zu zahlreichen Einwanderungen von Engländern, Schotten, Walisern und Iren nach Nordwestdeutschland. 1803 wurde Hannover von den Franzosen besetzt. 1810 wurden Teile dem Königreich Westfalen, einem napoleonischen Kunststaat, zugeschlagen. Nach der Niederlange Napoleon I. trat die britische Regierung wieder ein. Hannover wurde auf dem Wiener Kongress 1814 zum Königreich erhoben und durch Ostfriesland, Meppen, Lingen und das nördliche Eichsfeld vergrößert. König Georg IV. überließ die Verwaltung des Landes dem Grafen Münster, der 1819 gegen den Landtag eine Verfassung mit Zweikammersystem einführte. 1831 brachen unter König Wilhelm IV. Unruhen im Land aus, die zum Sturz des Grafen Münster führten. Infolgedessen wurde der Herzog von Cambrige zum Vizekönig von Hannover ernannt. Die Stände beschlossen ein neues Staatsgrundgesetz, welches am 26. September 1833 veröffentlicht wurde. Als am 20. Juni 1837 die britische Krone der weiblichen Linie zufiel, wurde Hannover von England wieder getrennt.. Ernst August, Herzog von Cumberland, bestieg den hannoverschen Thron. Er hob sogleich aus rein persönlichen und dynastischen Interessen mit rücksichtsloser Gewalt die Verfassung von 1833 auf und rief dadurch einen heftigen Verfassungsstreit hervor. Erst  am 6. August 1840 kam eine neue Landesverfassung zustande, die 1848, im deutschen Revolutionsjahr, im liberalen Sinn umgestaltet wurde. 1851 trat das Königreich Hannover dem Deutschen Zollverein bei. Auf König Ernst August folgte am 18. November 1851 sein blinder Sohn als König Georg V, der am 1. August 1855 die Verfassung von 1840 wieder in Kraft setzte. Im Konflikt zwischen dem Königreich Preußen mit dem Deutschen Bund stimmte das Königreich Hannover in der Bundestagssitzung vom 14. Juni 1866 für den österreichischen Mobilmachungsantrag (Deutscher Krieg). Auf das nun folgende preußische Ultimatum vom 15. Juni reagierte man in Hannover mit Ablehnung. Daraufhin überschritten die gut vorbereiteten Preußen die hannoversche Grenze und rückten am 17. Juni 1866 in der Hauptstadt Hannover ein. Am 27. Juni 1866 kam es zwischen der hannoverschen Armee und preußischen Truppen zur blutigen Schlacht bei Langensalza (heutiges Bad Langensalza im Freistaat Thüringen), infolge dessen die Preußen, da zahlenmäßig unterlegen, sich zurückziehen mussten. Dennoch war die Gesamtlage so ungünstig, dass dem hannoverschen König Georg V. am 29. Juni 1866 nur die Kapitulation übrig blieb. Preußen annektierte das Land und der letzte Welfen-König ging ins Exil nach Wien. Durch den Frieden von Prag, am 23. August 1866, fiel Hannover an das Königreich Preußen. Georg V. protestierte vergebens, am 3. Oktober 1866 erfolgte die Annexion Hannovers und am 1. Oktober 1866 trat die preußische Verfassung in Kraft. Nach dem Tod Georgs V., am 12. Juni 1878, hielt sein Sohn Ernst August, Herzog von Cumberland, die Thronansprüche auf Hannover aufrecht.

Die Provinz Hannover besteht aus dem durch Gesetz vom 20. September 1866 mit der Preußischen Monarchie vereinigten vormaligem Königreich Hannover und dem durch Staatsvertrag vom 20. Juli 1853 erworbenen, 1864 und 1873 erweiterten und seit 23. März 1873 dem Landdrosteibezirk Aurich einverleibten Jadegebiet.


Hildesheim - Der Dom (1004)
Hildesheim - Templer- und Wedekindhaus
Hildesheim - Der Dom (1004) Hildesheim - Templer- und Wedekindhaus

 

Provinz Hannover

Daten

Verwaltungshauptstadt: Hannover 250.044 Einwohner - 1905 = 11. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Reichstag: 19 Abgeordnete

Preußisches Abgeordnetenhaus: 36 Mitglieder

Größe:  38.511 km²

Gerichtsbezirke: Die Provinz Hannover gehört mit Ausnahme des Kreises Ilfeld zum Bezirk des Königlichen Oberlandesgerichts in Celle. Es sind vorhanden: 8 Landgerichte und 102 Amtsgerichte, letztere nach der Zuteilung zu den Landgerichten aufgeführt, wie folgt:

  1. Landgericht Aurich mit den Amtsgerichten: Aurich, Berum, Emden, Esens, Leer, Norden, Weener, Wilhelmshaven und Wittmund.
  2. Landgericht Göttingen mit en Amtsgerichten: Duderstadt, Einbeck, Gieboldehausen, Göttingen, Herzberg (Harz), Moringen, Münden, Nordheim, Osterode (Harz), Reinhausen, Uslar und Zelleferld.
  3. Landgericht Hannover mit den Amtsgerichten: Burgwedel, Calenberg, Coppenbrügge, Hameln, Hannover, Lauenstein, Münder (Deister), Neustadt a. Rübenberge, Polle, Springe und Wennigsen.
  4. Landgericht Hildesheim mit den Amtsgerichten: Alfeld, Bockenem, Burgdorf, Elze, Fallersleben, Gifhorn, Goslar, Hildesheim, Liebenburg, Meinersen und Peine.
  5. Landgericht Lüneburg mit den Amtsgerichten: Bergen b. Celle, Bleckebe, Celle, Dannenberg, Iserhagen, Lüchow, Lüneburg, Medingen, Neuhaus (Elbe), Soltau, Uelzen und Winsen (Luhe).
  6. Landgericht Osnabrück mit den Amtsgerichten: Bentheim, Bersenbrück, Diepholz, Freren, Fürstenau, Iburg, Lingen, Malgarten, Melle, Meppen, Neuenhaus, Osnabrück, Papenburg, Quakenbrück, Sögel und Wittlage.
  7. Landgericht Stade mit den Amtsgerichten: Bremervörde, Buxtehude, Freiburg (Elbe), Harburg (Elbe), Jork, Neuhaus (Oste), Osten, Ottendorf, Stade, Tostedt und Zeven.
  8. Landgericht Verden mit den Amtsgerichten: Achim, Ahlden, Bassum, Blumenthal, Bruchhausen, Dorum, Geestemünde, Hagen (Bz. Bremen), Hoya, Lehe, Lesum, Lilienthal, Nienburg (Weser), Osterholz, Rotenburg (Hannover), Stolzenau, Sulingen, Syke, Uchte, Verden und Walsrode.

Der Kreis Ilfeld gehört zum Teil zum Amtsgericht Ilfeld (Landesgericht Nordhausen), zum anderen Teil zum Amtsgericht Wernigerode (Landesgericht Halberstadt) und somit zum Bezirk des Oberlandesgerichts Naumburg (Saale).

G�ttingen - Markt
G�ttingen - Kornmarkt
Göttingen - Markt Göttingen - Kornmarkt


Einwohner: Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 2.942.436 Einwohner:

  • 1.483.138 männlich
  • 1.459.295 weiblich

Bevölkerungsentwicklung:

1833 1864 1880 1890 1900 1905 1910
1.662.629 1.924.172 2.120.168 2.278.348 2.590.939 2.759.245 2.942.436

 

Natürliche Gebiete: Durch Oldenburg wird vom Hauptland das Westland (Emsgebiet), durch das braunschweigsche Weser-Harzstück das Südland mit mit der Göttinger Mulde abgeschnürt. Marschsaum - von den sieben Düneninseln ist Borkum die westlichste und größte (29 km²). Geest- und Heidegebiete (Lüneburger Heide). Die Moore. Im Süden Anteil am Bergland; Oberharz, Solling, Süntel, Deister.

Borkum - Strandleben
Borkum - Zwischen den Strandzelten 
Borkum - Strandleben Borkum - Zwischen den Strandzelten


Gewässer: Weser, Leine, Aller, Ems, Ilmenau, Dortmund-Ems-Kanal.

Klima: gemäßigt, sehr veränderlich.

Bewohner: Überwiegend niederdeutsche Sachsen (Niedersachsen) , in Ostfriesland und auf den Inseln Friesen; die wendische (slawische) Sprache im "Wendland", da wo die Elbe in die Provinz tritt, ist erloschen. In den südlichsten Gebieten leben Oberdeutsche (Thüringer und Franken).

L�neburg - Rathaus
L�neburg - Am Sande
Lüneburg - Rathaus Lüneburg - Am Sande


Bevölkerungsdichte: 71,6 /km²

Religion:  1871

  • 1.715.647 Evangelisch
  •    233.811 Römisch-katholisch
  •      12.799 Juden
  •           556 Sonstige

Militär: 1881 - Die Provinz ist Ersatzbezirk für den größten Teil des des X. Armeekorps (37., 38 und einen Teil der 39. Brigade) und einen Teil des IX. Armeekorps (teilweise 33. Brigade). Das X. Armeekorps garnisoniert zum größten Teil in der Provinz, Generalkommando ist Hannover. Teile des IX. Armeekorps sind in Harburg, Stade und Lehe stationiert. Festungen befinden sich in Emsmünde, Wilhelmshaven (Kriegshafen) Wesermündung und Elbmündung.

Die besten Grüße
Wilhelmshaven - Reichskriegshafen
I. Hannoversches Infanterie Regiment No. 74
Die besten Grüße Wilhelmshaven - Reichskriegshafen I. Hannoversches Infanterie Regiment No. 74

 

Wirtschaft:

  • Landwirtschaft: Hervorragend fruchtbar der Marschsaum (Elbmarsch: Altes Land, Kehdingen, Hadeln; Seemarschen: Wursten, Ostfriesland); fruchtbar auch das Hügelland im Süden; unfruchtbar Heide, Geest und Moor. Der Sandboden nimmt 41, der Moorboden 14 % der Gesamtfläche ein. Auf Äcker und Gärten entfallen nur 30 %; das ist weniger als in irgend einer andern Provinz. Das ostfriesische Vieh ist berühmt. In der Lüneburger Heide Heidschnucken, Bienen.
  • Bergbau bedeutend im Harz: Clausthal und Zellerfeld, Goslar, Andreasberg. Steinkohlen im Deister und bei Osnabrück (Piesberg); viel Torf. Zwölf Salinen, die wichtigsten bei Hannover, Lüneburg, Stade. Petroleum in der Lüneburger Heide.
  • Industrie nicht grade hervorragend; bedeutend in Hannover-Linden und Harburg. Zahlreiche Zuckerfabriken zwischen Braunschweig und Hannover.
  • Handel lebhaft. Hauptsitz den überseeischen Handels: Emden, Leer, Papenburg, Geestemünde, Harburg. Binnenhandel namentlich auf Hamburg und Bremen gerichtet.

 

Emden - Ratsdelft
Emden - Rathaus
Emden - Ratsdelft Emden - Rathaus

 

Königreich Hannover - Provinz Hannover

Postwesen und Briefmarken

Das Königreich Hannover brachte am 1. Dezember 1850 die erste eigene Briefmarke zu einem 1 Groschen heraus. Das Land trat am 1. Juni 1851 dem Deutsch-Österreichischen Postverein bei. Die für 1866 geplante Marke mit dem Portrait König Georgs wurde durch die Ereignisse des Deutschen Krieges nicht mehr verausgabt. Nach der Annexion Hannovers durch Preußen, übernahm die preußische Post den Postdienst. Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.

bis 1866 1867 1868 - 1871 ab 1871 ab 1875
Königreich Hannover Letzte preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
Briefmarke Hannover 1 Groschen Letzte preu�ische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit W�hrung Taler Deutsche Reichspost mit W�hrung Taler Deutsche Reichspost mit W�hrung Mark
1 Groschen 9 Kreuzer 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Preußische Maße:

  • 1 Zoll-Pfund = 30 Lot = 500 Gramm (ab 1.1.1861)
  • 1 Fuß = 12 Zoll = 144 Linien = 139,13 par. Linien = 0,313853 m
  • 1 Elle = 25 1/2 Zoll = rd. 2/3 m, 1 Lachter = 80 Zoll = 2,09236 m
  • 1 Rute = 32 Fuß = 3,76624 m; 1 preußische Meile = 24000 Fuß = 7532,5 m
  • 1 Morgen = 180 Quadrat-Ruten = 25920 Quadrat-Fuß = 0,2553 ha
  • 1 Quart = 64 Kubik-Zoll = 1/27 Kubik-Fuß = 1,14503 l
  • 1 Oxhoft = 1 1/2 Ohm =3 Eimer = 6 Anker = 180 Quart = 2,0611 hl
  • 1 Scheffel = 16 Metzen = 48 Quart = 16/9 Kubik-Fuß = 0,54961 hl
  • 1 Wispel = 24 Scheffel = 13,191 hl
  • 1 Tonne = 4 Scheffel = 2,19846 hl
  • 1 Klafter = 108 Kubik-Fuß = 3,3389 cbm
  • 1 Schachtrute = 144 Kubik-Fuß = 4,4519 cbm
  • 1 Pfund = 30 Lot (zu 4 Quentchen zu 10 Zent zu 10 Korn) = 500 g
  • 1 Zentner = 100 Pfund, 1 Schiffslast = 40 Zentner
  • 1 Karat = 4 Grän = 64 Teile = 205,537 mg

 

 

Königreich Hannover - Provinz Hannover

Währungen und Münzen

bis 1858 1858 - 1866 ab 1866 ab 1875
1 Taler = 24 Groschen = 288 Pfennige 1 Taler = 30 Silbergroschen = 300 Pfennige   1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig

M�nzen aus dem K�nigreich Hannover

Münzen aus dem Königreich Hannover

Königreich Hannover - 2 Pfennig, 1837

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870

Deutsches Reich - 5 Mark, 1901

Königreich Hannover - 2 Pfennig, 1837 Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 Deutsches Reich - 5 Mark,  1901
Königreich Hannover - 1 Groschen, 1865 Wilhelm König von Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Königreich Hannover - 1 Groschen, 1865 Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Königreich Hannover - 10 Taler, 1859 Königreich Preußen - 1 Taler, 1860 Deutsches Reich - 20 Mark, 1888
Königreich Hannover - 10 Taler, 1859

Königreich Preußen - 1 Taler, 1860

Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

 

Königreich Hannover

Regenten

Könige von Hannover, Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg (Welfen) 1814 - 1866

Regentschaft

Name Lebensdaten
12.10.1814 - 29.01.1820 König Georg III. 1738 - 1820
29.01.1820 - 26.01.1830 König Georg IV. 1762 - 1830
26.01.1830 - 20.06.1837 König Wilhelm 1765 - 1837
20.06.1837 - 18.11.1851 König Ernst August 1771 - 1851
18.11.1851 - 20.09.1866 König Georg V. 1819 - 1878

K�nigin Marie und K�nig Georg V. von Hannover

Königin Marie und König Georg V. von Hannover

 

Provinz Hannover

Oberpräsidenten 1867 - 1918

Dienstzeit Name Lebensdaten
 1867 - 1873 Otto Graf zu Stolberg-Wernigerode 1837 - 1896
1873 Karl Heinrich von Boetticher 1833 - 1907
1873 - 1878 Botho Wend August Graf von Eulenburg 1831 - 1912
1878 - 1888 Adolf Hilmar von Leipziger 1825 - 1891
1888 - 1897 Rudolf von Bennigsen 1824 - 1902
1898 - 1902 Konstantin Graf zu Stolberg-Wernigerode 1843 - 1905
1902 - 1914 Richard von Wentzel 1850 - 1916
1914 - 1917 Ludwig Hubert von Windheim 1857 - 1935
1917 - 1920 Ernst von Richter 1862 - 1935

 

Provinz Hannover

Administrative Gliederung

Die oberste Verwaltung der Provinz Hannover wird von dem Königlichen Oberpräsidium in Hannover ausgeübt, welches dem preußischen Staatsministerium unmittelbar unterstellt ist. Die Provinz wird eingeteilt in 6 Regierungsbezirke und 78 Kreise (inklusive Stadtkreise):

1. Regierungsbezirk Hannover mit einer Fläche von 5.717,06 km² und 647.908 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 2 Stadtkreise und 11 Landkreise

Stadtkreis Hannover, Stadtkreis Linden, die Landkreise Diepholz, Hameln, Hannover, Hoya, Linden, Neustadt am Rübenberge, Nienburg, Springe, Stolzenau, Sulingen, Syke

Hannover - Bahnhofstrasse

Hannover - Ernst Augustplatz (1915)

Linden - Wittekindplatz

Linden - Velvetstrasse Hameln - B�ckerstrasse
Hannover - Bahnhofstrasse Hannover - Ernst Augustplatz (1915) Linden - Wittekindplatz Linden - Velvetstrasse Hameln - Bäckerstrasse
        Hameln - Bahnhofplatz

 

 

 

  Hameln - Bahnhofplatz

 

 

2. Regierungsbezirk Stade mit einer Fläche von 6.785,84 km² und 375.017 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 14 Landkreise

Landkreise Achim, Blumenthal, Bremervörde, Geestemünde, Hadeln, Jork, Kehdingen, Lehe, Neuhaus an der Oste, Osterholz, Rotenburg in Hannover, Stade, Verden, Zeven

Geestem�nde - Fischereihafen

Lehe - Hafenstrasse 1909

Bremerv�rde, Neuestrasse

Stade - Am Fleth Verden an der Aller, Bella Vista

Geestemünde - Fischereihafen

Lehe - Hafenstrasse 1909

Bremervörde - Neuestrasse

Stade - Am Fleth Verden an der Aller, Bella Vista

 

 

3. Regierungsbezirk Lüneburg mit einer Fläche von 11.343,86 km² und 472.598 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 3 Stadtkreise und 13 Landkreise

Stadtkreis Celle, Stadtkreis Harburg, Stadtkreis Lüneburg, die Landkreise Bleckede, Burgdorf, Celle, Dannenberg, Fallingbostel, Gifhorn, Harburg, Isenhagen, Lüchow, Lüneburg, Soltau, Uelzen, Winsen

Harburg - Neue Elbbr�cke L�neburg - Beim Altenbr�sker Thor (1907) L�neburg - Blick vom Kalkberg Uelzen - Hotel Deutsches Haus - Fischerhof Lehrte - Ahltenerstrasse
Harburg - Neue Elbbrücke Lüneburg - Beim Altenbrüsker Thor (1907) Lüneburg - Blick vom Kalkberg Uelzen - Hotel Deutsches Haus - Fischerhof Lehrte - Ahltenerstrasse

Harburg a.E. - Wartburg

Celle - Am Markt (1909)

 

Uelzen - Ebstorfer Chaussee m. Landhaus Waldfrieden Lehrte - An der �berf�hrung

Harburg a. E. - Wartburg

Celle - Am Markt (1909)

 

Uelzen - Ebstorfer Chaussee m. Landhaus Waldfrieden Lehrte - An der Überführung

 

 

4. Regierungsbezirk Hildesheim mit einer Fläche von 5.351,70 km² und 526.758 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 2 Stadtkreise und 15 Landkreise

Stadtkreis Göttingen, Stadtkreis Hildesheim, die Landkreise Alfeld, Duderstadt, Einbeck, Goslar, Göttingen, Gronau, Hildesheim, Ilfeld, Marienburg, Münden, Northeim, Osterode am Harz, Peine, Uslar, Zellerfeld

Hildesheim - Rathaus (1907)

G�ttingen - Weenderstra�e

Hann-M�nden - Weserblick Peine, von der Westseite Zellerfeld (Oberharz) - Blick von der Brennerh�he
Hildesheim - Rathaus (1907) Göttingen - Weenderstraße Hann-Münden - Weserblick Peine, von der Westseite Zellerfeld (Oberharz) - Blick von der Brennerhöhe

Hildesheim - Bismarcks�ule auf dem Galgenberg

G�ttingen - K�nigliches Gymnasium

  Ilfeld a. Harz St. Andreasberg im Harz

Hildesheim -  Bismarcksäule auf dem Galgenberg

Göttingen - Königliches Gymnasium

 

Ilfeld a. Harz St. Andreasberg im Harz

 

 

5. Regierungsbezirk Osnabrück mit einer Fläche von 6.204,78 km² und 328.600 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 1 Stadtkreis und 11 Landkreise

Stadtkreis Osnabrück, die Landkreise Aschendorf, Bersenbrück, Grafschaft Bentheim, Hümmling, Iburg, Lingen, Melle, Meppen, Osnabrück, Wittlage

Osnabr�ck - Panorama

Osnabr�ck - Rathaus

Schloss Iburg

Lingen - Kgl. Amtsgericht, K�ngl. Gymnasium, Markt

Papenburg - Kanalbild

Osnabrück - Panorama

Osnabrück - Rathaus

Schloss Iburg

Lingen - Kgl. Amtsgericht, Köngl. Gymnasium, Markt Papenburg - Kanalbild

 

 

6. Regierungsbezirk Aurich mit einer Fläche von 3.107,80 km² und 240.028 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 1 Stadtkreis und 6 Landkreise

Stadtkreis Aurich, die Landkreise Aurich, Emden, Leer, Norden, Weener, Wittmund

Emden - Rathaus mit Stadtgarten, 3 Denkm�lern und Bootstreppe Wilhelmshaven - Prinz Heinrichstrasse

Leer i.O. - Hafen mit Rathaus

Leer - Hafen mit Rathaus

Norden - Hafen

Emden - Rathaus mit Stadtgarten, 3 Denkmälern und Bootstreppe Wilhelmshaven - Prinz Heinrichstrasse Leer i. O. - Hafen mit Rathaus Leer - Hafen mit Rathaus Norden - Hafen
    Gru� aus Norderney (1908)  

 

 

 

Gruß aus Norderney (1908)

   

 

Königreich Hannover

Hymne

Heil Dir Hannover!

Heil Dir Hannover, heil!
Freude werd’ Dir zuteil,
Freude stets mehr.
Jauchze, Du Engels-Chor,
Dringe zu Gottes Ohr!
Mit Deinem Freudenchor:
Gebt Gott die Ehr’!

Gott gab den Freudentag,
Was tief verborgen lag,
Kam nun ans Licht.
Zage nicht, Erdensohn,
Wenn schwarz die Wolken droh’n,
Gott hält auf seinem Thron
Waag und Gewicht

Er führt alles aus,
Schützt unser Welfenhaus
mit mächt’gem Arm.
Eintracht ist Gottes Band:
König und Vaterland
Reichen sich Herz und Hand
Heilig und warm.

 

Provinz Hannover

Schiffe der Kaiserlichen Marine

S.M.S. Hannover

S.M.S. Emden (1)

S.M.S. Emden (2)

 

Hannover nach 1918

1932 Der Kreis Ilfeld wird aus der Provinz Hannover ausgegliedert und dem Regierungsbezirk Erfurt zugeteilt, damit gelangt das Gebiet an Thüringen.
1946 Am 1. November 1946 wird durch die Verordnung Nr. 55 das Land Niedersachsen aus den Ländern Hannover (vormals preußische Provinz Hannover), Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe offiziell gegründet.
1956 Eine Volksabstimmungen, die die Wiederherstellung des Landes Oldenburg fordert, wird von den Politikern ignoriert und übergangen.
1975 Eine zweite Volksabstimmungen (19. Januar 1975), die wie 1956 die Wiederherstellung des Landes Oldenburg fordert, wird von den Politikern erneut ignoriert und übergangen. Der Bundestag lehnt es mit dem Gesetz vom 9. Januar 1976 ab, das Land Oldenburg wiederherzustellen. Im selben Jahr fordern in einem Volksentscheid die 1946 zwangseingegliederten Schaumburger ebenfalls vergeblich ihre Selbstständigkeit wieder zurück.

1,- DM, Deutsche Post - Exportmesse Hannover 1949

1,- DM, Deutsche Post - Exportmesse Hannover 1949

 

Niedersachsen aktuell:

Das heutige Land Niedersachsen mit der Hauptstadt Hannover besteht aus:

Landeshauptstadt Hannover

Größe: 47.624,22 km²
Einwohner: zirka 7.996.942
Bevölkerungsdichte: 168/km²

 

       
       
 

 

 

 

 


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