---- Menüleiste laden
Senden   Speichern   Drucken

Provinz Rheinland

(Rheinprovinz)

Provinzhauptstadt Koblenz

Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

 

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Rheinland

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Rheinland

Provinz Rheinland

Provinz Rheinland, Lage im Deutschen Reich

Wappen der preußischen Provinz Rheinland

Provinz Rheinland, Landkarte 1914
Provinz Rheinland, Lage im Deutschen Reich Wappen der preußischen Provinz Rheinland Provinz Rheinland, Landkarte 1914

 

Provinz Rheinland

Koblenz - Deutsches Eck - Kaiser Wilhelm-Denkmal
Gruß aus Aachen
Koblenz - Kaiserin Augusta-Denkmal
Koblenz - Deutsches Eck - Kaiser Wilhelm-Denkmal Gruß aus Aachen Koblenz - Kaiserin Augusta-Denkmal

 

Geschichte

Die Provinz Rheinland besteht aus den ehemaligen Herzogtümern Kleve, Geldern und Berg, den Fürstentümern Mörs und Lichtenberg, dem Herzogtum Jülich, dem nördlichen und mittleren Teil des Erzbistums Köln und den Herrschaften Homburg, Neustadt und Gimborn, ferner aus den von Nassau eingetauschten Gebieten sowie aus den Standesherrschaften Neuwied, Solms und Wildenburg, den Gebieten der Reichsstädte Wetzlar und Aachen, aus einem Stück von Limburg und Teilen vormaliger französischer Departements, wozu am 24. Dezember 1866 noch das von Hessen erworbene Oberamt Meisenheim kam. Anfangs war sie in zwei gesonderte Provinzen, Kleve-Berg und Niederrhein, geschieden, die 1824 zu einer Provinz vereinigt wurden. Durch Staatsvertrag vom 7. Dezember 1849 wurden die ehemaligen Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen der Rheinprovinz als 6. Regierungsbezirk (Regierungsbezirk Sigmaringen) angegliedert.

 

Provinz Rheinland

Daten

Verwaltungshauptstadt: Koblenz 53.902 Einwohner - 1905 = 78. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Reichstag:  35 Abgeordnete

Preußisches Abgeordnetenhaus:  62 Mitglieder

Größe: 26 995 km²

Elberfeld - Bismarcksteg mit Bahnhof Alexanderbrücke
Schwebebahn Elberfeld-Barmen - Am Thalia-Theater
Elberfeld - Bismarcksteg mit Bahnhof Alexanderbrücke Schwebebahn Elberfeld-Barmen - Am Thalia-Theater


Gerichtsbezirke: Die Provinz Rheinland bestehen 2 Oberlandesgerichte, das eine in Köln, das andere in Düsseldorf. Es gehören jedoch außerdem noch Teile der Provinz zu den Bezirken der Oberlandesgerichte in Kassel, Frankfurt (Main) und Hamm (Westf.). Insgesamt sind innerhalb der Provinz vorhanden 13 Landgerichte und 136 Amtsgerichte. Die Einteilung ist folgende:

a) Zum Oberlandesgericht Köln gehören die Regierungsbezirke Köln und Trier, ferner von Regierungsbezirk Aachen die Kreise: Aachen (Stadt- und Landkreis), Düren, Eupen, Geilenkirchen, Jülich, Malmedy, Montjoie (Monschau), Schleiden und ein Teil des Kreises Heinsberg, sowie vom Regierungsbezirk Koblenz die Kreise: Abenau, Ahrweiler, Koblenz (Stadtkreis), Cochem, Kreuznach, Mayen, Meisenheim, St. Goar, Simmern, Zell (Mosel) und ein Teil des Landkreisen Koblenz.

Dem Oberlandesgericht Köln sind unterstellt:

  1. Landgericht Aachen mit den Amtsgerichten: Aachen, Aldenhoven, Blankenheim (Eifel), Düren, Eschweiler, Eupen, Geilenkirchen, Gemünd, Heinsberg, Jülich, Malmedy, Montjoie (Monschau), St. Vith und Stolberg (Rheinl.).
  2. Landgericht Bonn mit den Amtsgerichten: Bonn, Eitorf, Euskirchen, Hennef (Sieg), Königswinter, Lechenich, Rheinbach, Siegburg und Waldbröl.
  3. Landgericht Koblenz mit den Amtsgerichten: Abenau, Ahrweiler, Andernach, Boppard, Kastellaun, Koblenz, Cochem, Kirchberg (Hunsr.), Kirn, Kreuznach, Mayen, Meisenheim, Münstermaifeld, Simmern, Sinzig, Sobernheim, St. Goar, Stromberg, Traben-Trarbach, und Zell (Mosel).
  4. Landgericht Köln mit den Amtsgerichten: Bensberg, Bergheim (Erft), Köln, Gummersbach, Kerpen, Lindlar, Mülheim (Rhein), Wiehl und Wipperfürth.
  5. Landgericht Saarbrücken mit den Amtsgerichten: Baumholder, Grumbach, Lebach, Neunkirchen (Saar), Ottweiler, Saarbrücken, Saarlouis, St. Wendel, Sulzbach (Saar), Tholey und Völklingen.
  6. Landgericht Trier mit den Amtsgerichten: Bernkastel-Kues, Bitburg, Daun, Hermeskeil, Merzig, Neuerburg, Neumagen, Perl, Prüm, Rhaunen, Saarburg, Trier, Wabern, Waxweiler und Wittlich.

b) Zum Oberlandesgericht Düsseldorf gehören der Regierungsbezirk Düsseldorf mit Ausnahme des Stadt und Landkreises Essen, ferner vom Regierungsbezirk Aachen der Kreis Erkelenz und ein Teil des Kreises Heunsberg.

Duisburg - Königliches Land- und Amtsgericht
Duisburg - Königstraße mit Bismarckdenkmal
Duisburg - Königliches Land- und Amtsgericht Duisburg - Königstraße mit Bismarckdenkmal

Dem Oberlandesgericht Düsseldorf sind unterstellt:

  1. Landgericht Kleve mit den Amtsgerichten: Kleve, Geldern, Goch, Mörs, Rheinberg (Rheinl.) und Xanten.
  2. Landgericht Krefeld mit den Amtsgerichten: Krefeld, Kempen (Rhein), Lobberich, Uerdingen und Viersen.
  3. Landgericht Düsseldorf mit den Amtsgerichten: Düsseldorf, Düsseldorf-Gerresheim, Neuß, Opladen und Ratingen.
  4. Landgericht Duisburg mit den Amtsgerichten: Dinslaken, Duisburg, Duisburg-Ruhrort, Emmerich, Mülheim (Ruhr), Oberhausen (Rheinl.), Rees und Wesel.
  5. Landgericht Elberfeld mit den Amtsgerichten: Barmen, Elberfeld, Langenberg (Rheinl.), Lennep, Mettmann, Ohligs, Remscheid, Ronsdorf, Solingen, Velbert und Wermelskirchen.
  6. Landgericht München-Gladbach (Mönchengladbach) mit den Amtsgerichten: Erkelenz, Dülken, Grevenbroich, München-Gladbach (Mönchengladbach), Odenkirchen, Rheydt und Wegberg.

c) Zum Oberlandesgericht Kassel gehören aus dem Kreis Wetzlar die 2 Gemeinden Odenhausen und Salzböden, welche dem Amtsgericht Fronhausen (Bz. Kassel) und Landgericht Marburg zugeteilt sind.

d) Zum Oberlandesgericht Frankfurt (Main) gehören von der Rheinprovinz die Kreise: Altenkirchen, Neuwied, Wetzlar und ein Teil des Landkreises Koblenz mit dem

         Landgericht Neuwied und folgenden Amtsgerichten: Altenkirchen, Asbach (Westerw.), Daaden, Dierdorf, Ehrenbreistein, Kirchen (Sieg), Linz (Rhein), Neuwied und Wissen (Sieg).

Die Amtsgerichte des Kreises Wetzlar, nämlich: Braunfels, Ehringshausen und Wetzlar gehören zum Landgericht Limburg und ebenfalls zum Oberlandesgericht Frankfurt (Main).

e) Zum Oberlandesgericht Hamm (Westf.) gehören von der Rheinprovinz der Stadt und Landkreis Essen (Ruhr) mit dem

         Landgericht Essen und folgenden Amtsgerichten: Borbeck, Essen und Steele.

 

Köln - Rheinpanorama mit Hängebrücke
Köln am Rhein
Köln - Rheinpanorama mit Hängebrücke Köln am Rhein

 

Einwohner: Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 7.121.140 Einwohner

  • 3.584.502 männlich
  • 3.536.638 weiblich

1816 1864 1875 1880 1890 1900 1905
1.870.908 3.358.317 3.804.381 4.074.000 4.710.391 5.759.798 6.436.337

 

Natürliche Gebiete:

1. Das Rheinische Tiefland mit der Kölner Bucht
2. Das Rheinische Schiefergebirge (ausgeschlossen der Taunus und der größte Teil des Westerwaldes)

Gewässer: Rhein, Mosel, Ahr, Saar, Sieg, Wupper, Unterlauf von Ruhr und Lippe, Maas-Nebenflüsse, einige kurze Kanäle.

Klima: in der Tiefebene infolge der Meeresnähe mild, am mildesten in den Flusstälern, auf der Hochfläche rau, namentlich in der Eifel und im Westerwald.

 Düsseldorf - Eingang zur Schadowstraße
 Düsseldorf - Am Corneliusplatz
Düsseldorf - Eingang zur Schadowstraße  Düsseldorf - Am Corneliusplatz

 

Bewohner: Rheinfranken, in den Grenzgebieten rund 11 000 Wallonen und Franzosen. Die Mundarten vermitteln den Übergang zwischen Ober- und Niederdeutsch.

Bevölkerungsdichte: 238/km²

Religion: 1871

  • 2 628 409 Römisch-katholisch
  •    909 000 Evangelisch
  •        3 456 sonstige Christen
  •      38 424 Juden
  •             49 Sonstige

Essen - Kruppdenkmal
Essen - Blick auf die Krupp'schen Werke
Essen - Kruppdenkmal Essen - Blick auf die Krupp'schen Werke

 

Militär: 1881 - Die Provinz bildet den Ersatz- und Garnisonsbezirk des VIII. Armeekorps, Generalkommando Koblenz und einen Teil des VII. Armeekorps (Wesel, Düsseldorf, Essen). Festungen befinden sich Köln, Wesel, Ehrenbreitstein bei Koblenz und Brückenkopf bei Düsseldorf. Weitere Garnisonsstädte sind

  • Deutz bei Köln Kürassier-Regiment 8. Pion. 7. LW. 68,2
  • Kirn LW. 69,1
  • Benrath Hus. 11,2
  • Gräfrath LW. 57,2

Wirtschaft:

  • Landwirtschaft steht an Bedeutung hinter der Industrie zurück, wird aber in der Ebene schwungvoll betrieben und erzeugt außer den gewöhnlichen Ackerfrüchten Zuckerrüben, Flachs, Tabak, Obst und Wein. Fruchtbar ist die Kölner Bucht, weniger fruchtbar der nordwestliche Teil der Tiefebene (nördlich von Wesel).
  • Bergbau hervorragend. Drei Kohlelager an der Saar, bei Aachen und der Anteil am Ruhrkohlengebirge. Eisen im Ruhrkohlegebirge, namentlich an der Sieg. Ferner Zink, Blei (namentlich im Aachener Gebiet), Kupfer usw. Dann Schiefer, Sandstein, Basalt. Mineralquellen: Kreuznach, Münster a. Stein, Aachen, Neuenahr u.a.
  • Industrie steht im Deutschen Reich an erster Stelle. Hauptzweig Metall-Industrie (Essen, Remscheid, Solingen), dann Weberei (Elberfeld-Barmen), Saarbrücken und Aachen.
  • Handel ist blühend. Der Rhein eine große Verkehrsader, Hauptbahnstrecken.
Eupen - Marktplatz
Eupen - Töchterpensionat mit Stadtparkt
Eupen - Marktplatz Eupen - Töchterpensionat mit Stadtparkt

Provinz Rheinland

Königreich Preußen

Postwesen und Briefmarken

Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.

 

1857 1867 1868 - 1871 ab 1871 ab 1875
Erste Preußische Freimarke von 1857 Letzte Preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
Erste Preußische Freimarke von 1857 Letzte Preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
6 Pfennige 9 Kreuzer 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Preußische Maße:

  • 1 Zoll-Pfund = 30 Lot = 500 Gramm (ab 1.1.1861)
  • 1 Fuß = 12 Zoll = 144 Linien = 139,13 par. Linien = 0,313853 m
  • 1 Elle = 25 1/2 Zoll = rd. 2/3 m, 1 Lachter = 80 Zoll = 2,09236 m
  • 1 Rute = 32 Fuß = 3,76624 m; 1 preußische Meile = 24000 Fuß = 7532,5 m
  • 1 Morgen = 180 Quadrat-Ruten = 25920 Quadrat-Fuß = 0,2553 ha
  • 1 Quart = 64 Kubik-Zoll = 1/27 Kubik-Fuß = 1,14503 l
  • 1 Oxhoft = 1 1/2 Ohm =3 Eimer = 6 Anker = 180 Quart = 2,0611 hl
  • 1 Scheffel = 16 Metzen = 48 Quart = 16/9 Kubik-Fuß = 0,54961 hl
  • 1 Wispel = 24 Scheffel = 13,191 hl
  • 1 Tonne = 4 Scheffel = 2,19846 hl
  • 1 Klafter = 108 Kubik-Fuß = 3,3389 cbm
  • 1 Schachtrute = 144 Kubik-Fuß = 4,4519 cbm
  • 1 Pfund = 30 Lot (zu 4 Quentchen zu 10 Zent zu 10 Korn) = 500 g
  • 1 Zentner = 100 Pfund, 1 Schiffslast = 40 Zentner
  • 1 Karat = 4 Grän = 64 Teile = 205,537 mg

 

Provinz Rheinland

Königreich Preußen

Währungen und Münzen

1868 - 1875 ab 1875
  1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig

 

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870

Deutsches Reich - 5 Mark, 1901

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 Deutsches Reich - 5 Mark,  1901
Wilhelm König von Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

Königreich Preußen - 1 Taler, 1860

Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

 

 

Provinz Rheinland

Oberpräsidenten 1822 - 1918

Dienstzeit Name Lebensdaten
1822 - 1831 Karl Heinrich Ludwig Freiherr von Ingersleben 1753 - 1831
1831 - 1834 Philipp von Pestel 1767 - 1835
1834 - 1842 Ernst Albert Karl Wilhelm Ludwig Freiherr von Bodelschwingh 1794 - 1854
1842 - 1845 Justus Wilhelm Eduard von Schaper 1792 - 1868
1845 - 1848 Franz August Eichmann (1. Amtsperiode) 1793 - 1879
Sep 1848 - Nov 1848 Eduard von Moeller (provisorisch) 1814 - 1880
1848 - 1850 Franz August Eichmann (2. Amtsperiode) 1793 - 1879
1850 - 1851 Rudolf Ludwig Cäsar von Auerswald 1795 - 1866
1851 - 1858 Hans Hugo von Kleist-Retzow 1814 - 1892
1858 - 1871 Adolph von Pommer-Esche 1804 - 1871
1872 - 1889 Moritz Heinrich Albrecht von Bardeleben 1814 - 1890
1889 - 1890 Hans Hermann Freiherr von Berlepsch 1843 - 1926
1890 - 1905 Berthold Johann Marcellus Edmund Nasse 1831 - 1906
1905 - 1910 Clemens August Freiherr von Schorlemer-Lieser 1856 - 1922
1910 - 1918 Georg Freiherr von Rheinbaben 1855 - 1921
1918 - 1922 Rudolf Felix Joseph von Groote 1858 - 1922

 

Provinz Rheinland

Administrative Gliederung

Die oberste Verwaltung der Provinz Rheinland wird von dem Königlichen Oberpräsidium in Koblenz ausgeübt, welches dem preußischem Staatsministerium unmittelbar unterstellt ist. Die Provinz gliedert sich in 5 Regierungsbezirke:

1. Regierungsbezirk Koblenz mit einer Fläche von 6 205,81 km² und 682 454 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 1 Stadtkreise und 13 Landkreise:

Stadtkreis Koblenz und die Landkreise Adenau, Ahrweiler, Altenkirchen, Cochem, Koblenz, Kreuznach, Mayen, Meisenheim, Neuwied, Sankt Goar, Simmern, Wetzlar, Zell a.d. Mosel

Koblenz - Alte Burg an der Mosel

Kreuznach - Nahebrücke und Kauzenburg Wetzlar - Lahn Neuwied am Rhein Ehrenbreitstein am Rhein (1910)
Koblenz - Alte Burg an der Mosel Kreuznach - Nahebrücke und Kauzenburg Wetzlar - Lahn Neuwied am Rhein Ehrenbreitstein am Rhein (1910)

Koblenz - Strasse am Rhein

Bad Kreuznach - Kreuznacher Bäderquelle

 

  Cochem - Moselpartie m. Winneburg

Koblenz - Straße am Rhein

Bad Kreuznach - Kreuznacher Bäderquelle

 

  Cochem - Moselpartie m. Winneburg

 

 

2. Regierungsbezirk Köln mit einer Fläche von 3 977,21 km² und 1 021 878 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 3 Stadtkreise und 10 Landkreise:

Stadtkreis Köln, Stadtkreis Bonn, Stadtkreis Mülheim am Rhein, und die Landkreise Bergheim, Bonn, Euskirchen, Gummersbach, Köln, Mülheim am Rhein, Rheinbach, Siegkreis, Waldbröl, Wipperfürth

Köln - Pauluswache Bonn - Marktplatz mit Rathaus Deutz - Bahnhof Kalk - Conditorei-Cafe Odentha
Köln - Pauluswache

Bonn - Marktplatz mit Rathaus

Deutz - Bahnhof Kalk - Conditorei-Cafe Odenthal Zülpich -Totalansicht

Köln - Rudolfplatz

Mühlheim - Rheinpartie

 

 

Köln - Rudolfplatz

Mühlheim - Rheinpartie

 

  Linz am Rhein

 

 

3. Regierungsbezirk Düsseldorf mit einer Fläche von 5 473,10 km² und 2 599 806 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 11 Stadtkreise und 16 Landkreise:

die Stadtkreise Barmen, Duisburg, Düsseldorf, Elberfeld, Essen, Krefeld, München-Gladbach, Mülheim a.d. Ruhr, Oberhausen, Remscheid, Solingen und die Landkreise Düsseldorf, Essen, Geldern, Gladbach, Grevenbroich, Kempen im Rheinland, Kleve, Krefeld, Lennep, Mettmann, Moers, Mülheim a.d. Ruhr, Neuß, Rees, Ruhrort, Solingen

Düsseldorf - Rathausmarkt Essen - Krupps Gussstahlfabrik M-Gladbach Merscheid bei Ohligs - Evangelische Kirche Altenessen - Hotel de ville
Düsseldorf - Rathausmarkt Essen - Krupps Gussstahlfabrik M-Gladbach Merscheid bei Ohligs - Evangelische Kirche Altenessen - Hotel de ville
Essen - Kaiserliches Haupt-Postamt Solingen - Kölnerstrasse Ohligs-Wald, Realgymnasium
Essen - Kaiserliches Haupt-Postamt Krefeld - Josefkirche und Schule Solingen - Kölnerstrasse Ohligs-Wald, Realgymnasium Cleve - Schwanenturm vom vom Kermesdahl gesehen

Duisburg - Königstrasse

Remscheid - Rathaus

Oberhausen - Friedrich-Carlstraße

Wesel - Totalansicht

Duisburg - Königstrasse

Remscheid - Rathaus

Oberhausen - Friedrich-Carlstraße

Wesel - Totalansicht Xanten - Dom und Michaelskapelle
       
    Rheydt - Roonstraße    

 

 

4. Regierungsbezirk Aachen mit einer Fläche von 4 155,17 km² und 614 964 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 1 Stadtkreise und 10 Landkreise:

Stadtkreis Aachen und die Landkreise Aachen, Düren, Erkelenz, Eupen, Geilenkirchen, Heinsberg, Jülich, Malmedy, Montjoie, Schleiden

Aachen - Stadttheater mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Bad Aachen - Hindenburgstrasse

Eupen - Unterstadt

Düren - Am Marktplatz Malmedy - Blick vom Bernister

Aachen - Stadttheater mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Bad Aachen - Hindenburgstraße

Eupen - Unterstadt

Düren - Am Marktplatz Malmedy - Blick vom Bernister

 

 

5. Regierungsbezirk Trier mit einer Fläche von 7 183,71 km² und 840 696 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 1 Stadtkreise und 12 Landkreise

Stadtkreis Trier und die Landkreise Bernkastel, Bitburg, Daun, Merzig, Ottweiler, Prüm, Saarbrücken, Saarburg, Saarlouis, Sankt Wendel, Trier, Wittlich

Trier - Kornmarkt mit Rathaus und Post Trier - Totalansicht Saarbrücken - Bergamt mit Trierer Strasse Saarburg - Katholische Kirche Saarlouis - Schulstraße und Hohenzollernring
Trier - Kornmarkt mit Rathaus und Post Trier - Totalansicht Saarbrücken - Bergamt mit Trierer Straße Saarburg - Katholische Kirche Saarlouis - Schulstraße und Hohenzollernring

 

 

Neunkirchen (Saar) - Hüttenbergstraße

   

 

 

Neunkirchen (Saar) - Hüttenbergstraße

   

 

 

Regierungsbezirk Hohenzollern

Hohenzollern (Hohenzollernsche Lande) ist keine selbstständige Provinz, sondern durch Staatsvertrag vom 7. Dezember 1849 nur ein Regierungsbezirk des Königreichs Preußen. Auch seine isolierte Lage in Süddeutschland liegend, machte ihn zum "besonderen Regierungsbezirk". Dadurch wurde das Land in der Rechtspflege vom preußischen Oberlandesgericht in Frankfurt/M und in Kirchenangelegenheiten, Militär-, Schul-, Medizinalwesen von der Rheinprovinz geregelt. Verwaltet wurde das Land von einem Königlichen Regierungspräsidenten in Sigmaringen. Preußische Provinzen dagegen wurden immer von einem Oberpräsidenten verwaltet.

6. Regierungsbezirk Sigmaringen mit einer Fläche von 1 142,27 km² und 66 780 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich 4 Oberämter

Oberamt Gammertingen, Haigerloch, Hechingen, Sigmaringen

 

Sigmaringen

 

Burg Hohenzollern  

 

Sigmaringen

 

Burg Hohenzollern  

 

Regierungsbezirk Hohenzollern

Das Zollernlied

1. Nicht weit von Württemberg und Baden
Und von der wunderschönen Schweiz,
Da liegt ein Berg so hoch erhaben,
Den man den Hohenzollern heißt.
Er schaut herab so stolz und kühn
Auf alle, die vorüberziehn.
Auf Hohenzollerns steilen Felsen,
Wo unverzagt die Eintracht ruht.

2. Von diesem Berg, da geht die Sage,
Die sich durchs ganze Land erstreckt,
Ein jeder Vater kennt die Plage,
Die sich auf seinen Sohn erstreckt.
Er schickt ihn fort ins fremde Land,
Sein Liebchen glaubt, er sei verbannt.
Auf Hohenzollerns steilen Felsen,
Wo unverzagt die Eintracht ruht.
3. Und kommt die langersehnte Stunde,
Die uns zur Heimat wieder ruft,
Dann rufen wir aus frohem Munde
Dem stolzen Hohenzollern zu,
Dann rufen wir: O Heimatland,
Wie ist mein Herz an dich gebannt!
Auf Hohenzollerns steilen Felsen,
Wo unverzagt die Eintracht ruht.
 

 

 

Rheinland nach 1918:

1919

Der Provinz Rheinland gehen unter massivem Druck Belgiens, u.a. Drohungen des Entzugs der Lebensmittelkarten, die Städte Eupen, Malmedy und Saint-Vith (Gesamt 989 km²) verloren. In ihrer Not stimmen nur 270 von 33726 Stimmberechtigten für den Verbleib beim Deutschen Reich. Artikel 34. des Versailler Vertrages: "Deutschland verzichtet außerdem zugunsten Belgiens auf alle Rechte und Ansprüche auf das gesamte Gebiet der Kreise Eupen und Malmedy. Während sechs Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrags werden von der belgischen Behörde in Eupen und Malmedy Listen ausgelegt; die Einwohner dieser Gebiete sind berechtigt, darin schriftlich den Wunsch auszudrücken, dass diese Gebiete ganz oder teilweise unter deutscher Souveränität verbleiben. Es ist Sache der belgischen Regierung, das Ergebnis dieser Äußerung der Bevölkerung zur Kenntnis des Völkerbundes zu bringen, dessen Entscheidung anzunehmen sich Belgien verpflichtet."
Von den 60 924 Einwohnern waren 50 387 Deutsche.

1919

Das Saargebiet, der südwestliche Teil der Provinz Rheinland, wird für 15 Jahre dem Völkerbund unterstellt. Frankreich ist in dieser Zeit de facto Besatzungsmacht.

1935 Am 13. Januar 1935 votierten 90,8 % der Bevölkerung des Saargebietes für die Rückkehr ins Deutsche Reich.
1945 Der nördliche Teil der preußischen Provinz Rheinland wird britische Besatzungszone, der südliche Landesteil mit den Regierungsbezirken Koblenz und Trier Teil der französischen Besatzungszone.

Die Franzosen bildeten aus dem Süden Württembergs und Hohenzollern das Land Württemberg-Hohenzollern mit der Hauptstadt Tübingen, und aus dem südbadischen Landesteil wurde Baden mit der Landeshauptstadt Freiburg.

1946

Die Verordnung Nr. 46 der Militärregierung vom 23. August 1946 "Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbstständige Länder" bestimmt die Vereinigung Westfalens mit dem Nordteil der ehemaligen preußischen Rheinprovinz zum Land Nordrhein-Westfalen.

Die französische Militärregierung legt am 30. August 1946 durch Verordnung Nr. 57 die Schaffung des Landes Rheinland-Pfalz fest.

Das Saarland wird zu einem französischem Protektorat mit eigener Verfassung und Regierung.

1952 Am 25. April 1952 Gründung von Baden-Württemberg mit dem ehemaligen (6.) Regierungsbezirk Sigmaringen.
1954 Bundeskanzler Adenauer unterzeichnet mit dem "Saarstatut", als Teil der Pariser Verträge die de facto Abtretung des Saarlands an Frankreich.
1955 In der Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955 entscheiden sich die Saarländer gegen das "Saarstatut" und damit für die Zugehörigkeit zu Deutschland.
1957 Am 1. Januar 1957 wird das Saarland 10. Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.

 

Nordrhein-Westfalen aktuell

Der heutige Land Nordrhein-Westfalen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf besteht aus

  • dem nördlichen Teil der ehemaligen preußischen Provinz Rheinland, ohne die die Städte Eupen, Malmedy und Saint-Vith (seit 1920 zu Belgien)
  • der ehemaligen preußischen Provinz Westfalen
  • dem ehemaligen Fürstentum Lippe (seit 1947)

Nordrhein-Westfalen

Landeshauptstadt Düsseldorf

34 085,27 km²

Einwohner: 18 036 855 (2006)

 

 

Rheinland-Pfalz aktuell:

Der heutige Land Rheinland-Pfalz mit der Landeshauptstadt Mainz besteht aus

Rheinland-Pfalz

Landeshauptstadt Mainz

19 853,36 km²

Einwohner: 4 068 179 (2006)

 

 

Saarland aktuell:

Der heutige Bundesland Saarland mit der Landeshauptstadt Saarbrücken besteht aus

  • dem südwestlichen Teil (Kreise Saarbrücken, Saarlouis, Merzig, Ottweiler und Teilen der Kreise Trier und St. Wendel) der ehemaligen Provinz Rheinland.

Saarland

Landeshauptstadt Saarbrücken

2 568,70 km²

Einwohner: 1 045 555 (2006)

 

 

Baden-Württemberg aktuell:

Das heutige Land Baden-Württemberg mit der Landeshauptstadt Stuttgart besteht seit 1952 aus

Baden-Württemberg

Landeshauptstadt Stuttgart

35 751,64 km²

Einwohner: 10 601 000

 

 

 

 

 

 


-=[Gästebuch] - [Impressum] - [Projekte] - [Umfrage] - [Suche]=-

Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:

 -[ Deutsches Kaiserreich ]- -[ Deutsche Kolonien ]- -[ Kaiserliche Marine ]-

-[ Donaumonarchie Österreich-Ungarn ]- -[ Liechtenstein ]- -[ Schweizer Eidgenossenschaft ]-

-[ Deutsch-Dänischer Krieg ]- -[ Deutscher Krieg ]- -[ Deutsch-Französischer Krieg ]-

-[ Briefmarken 1871-1918 ]- -[ Boxeraufstand 1900/01 ]- -[ Marokkokrise 1905/11 ]-

Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de

Besucher
 Alfacounter


Alfahosting.de