|
Landeshauptstadt Koblenz
Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Rheinland
![]() |
| ![]() |
| Lage der Provinz Rheinland im Deutschen Reich | Wappen der preußischen Provinz Rheinland | Landkarte Provinz Rheinland 1914 |
Geschichte
Die Provinz Rheinland bestand, nachdem am 01. Januar 1822 der ehemalige Regierungsbezirk Kleve, sowie die Provinz Kleve-Berg aufgelöst und die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf zur Provinz Rheinland vereinigt wurden, aus 5 Regierungsbezirken. Durch Staatsvertrag vom 07. Dezember 1849 wurden die ehemaligen Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen der Rheinprovinz als 6. Regierungsbezirk (Regierungsbezirk Sigmaringen) angegliedert. Seit 24. Dezember 1866 gehörte zum Regierungsbezirk Koblenz auch das vormalige Hessen-Hamburgische Amt Meisenheim.
|
Koblenz - Blick auf das Regierungsgebäude
Daten
Verwaltungshauptstadt: Koblenz 53 902 Einwohner - 1905 = 78. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.
Größe: 26 995 km²
Einwohner:
Natürliche Gebiete:
1. Das Rheinische Tiefland mit der Kölner Bucht
2. Das Rheinische Schiefergebirge (ausgeschlossen der Taunus und der größte Teil des Westerwaldes)
Gewässer: Rhein, Mosel, Ahr, Saar, Sieg, Wupper, Unterlauf von Ruhr und Lippe, Maas-Nebenflüsse, einige kurze Kanäle.
Klima: in der Tiefebene infolge der Meeresnähe mild, am mildesten in den Flusstälern, auf der Hochfläche rau, namentlich in der Eifel und im Westerwald.
|
Coblenz (Koblenz) - Deutsches Eck
Bewohner: Rheinfranken, in den Grenzgebieten rund 11 000 Wallonen und Franzosen. Die Mundarten vermitteln den Übergang zwischen Ober- und Niederdeutsch.
Bevölkerungsdichte: 238/km²
Religion: 1871
|
Die Arbeit Hoch! - Gruß aus Essen - Ruhr (1908)
Militär: 1881 - Die Provinz bildet den Ersatz- und Garnisonsbezirk des VIII. Armeekorps, Generalkommando Koblenz und einen Teil des VII. Armeekorps (Wesel, Düsseldorf, Essen). Festungen befinden sich Köln, Wesel, Ehrenbreitstein bei Koblenz und Brückenkopf bei Düsseldorf. Weitere Garnisonsstädte sind
|
Kürassier-Regiment Graf Gessler (Rheinisches) No. 8, Cöln-Deutz
Wirtschaft:
|
Eupen - Marktplatz
Postwesen und Briefmarken
Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.
| 1857 | 1867 | 1868 - 1871 | ab 1871 | ab 1875 |
| Erste Preußische Freimarke von 1857 | Letzte Preußische Freimarke von 1867 | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| 6 Pfennige | 9 Kreuzer | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
Preußische Maße:
| 1868 - 1875 | ab 1875 |
| 1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
|
|
| Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 | Deutsches Reich - 5 Mark, 1901 |
![]() | ![]() |
| Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 | Deutsches Reich - 10 Mark, 1888 |
![]() | ![]() |
Königreich Preußen - 1 Taler, 1860 | Deutsches Reich - 20 Mark, 1888 |
Oberpräsidenten 1822 - 1918
| Dienstzeit | Name | Lebensdaten |
| 1822 - 1831 | Karl Heinrich Ludwig Freiherr von Ingersleben | 1753 - 1831 |
| 1831 - 1834 | Philipp von Pestel | 1767 - 1835 |
| 1834 - 1842 | Ernst Albert Karl Wilhelm Ludwig Freiherr von Bodelschwingh | 1794 - 1854 |
| 1842 - 1845 | Justus Wilhelm Eduard von Schaper | 1792 - 1868 |
| 1845 - 1848 | Franz August Eichmann (1. Amtsperiode) | 1793 - 1879 |
| Sep 1848 - Nov 1848 | Eduard von Moeller (provisorisch) | 1814 - 1880 |
| 1848 - 1850 | Franz August Eichmann (2. Amtsperiode) | 1793 - 1879 |
| 1850 - 1851 | Rudolf Ludwig Cäsar von Auerswald | 1795 - 1866 |
| 1851 - 1858 | Hans Hugo von Kleist-Retzow | 1814 - 1892 |
| 1858 - 1871 | Adolph von Pommer-Esche | 1804 - 1871 |
| 1872 - 1889 | Moritz Heinrich Albrecht von Bardeleben | 1814 - 1890 |
| 1889 - 1890 | Hans Hermann Freiherr von Berlepsch | 1843 - 1926 |
| 1890 - 1905 | Berthold Johann Marcellus Edmund Nasse | 1831 - 1906 |
| 1905 - 1910 | Clemens August Freiherr von Schorlemer-Lieser | 1856 - 1922 |
| 1910 - 1918 | Georg Freiherr von Rheinbaben | 1855 - 1921 |
| 1918 - 1922 | Rudolf Felix Joseph von Groote | 1858 - 1922 |
Administrative Gliederung
Die Provinz gliedert sich in 5 Regierungsbezirke:
| 1. Regierungsbezirk Koblenz mit einer Fläche von 6 205,81 km² und 682 454 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 1 Stadtkreise und 13 Landkreise: |
Stadtkreis Koblenz und die Landkreise Adenau, Ahrweiler, Altenkirchen, Cochem, Koblenz, Kreuznach, Mayen, Meisenheim, Neuwied, Sankt Goar, Simmern, Wetzlar, Zell a.d. Mosel |
![]()
| 2. Regierungsbezirk Köln mit einer Fläche von 3 977,21 km² und 1 021 878 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 3 Stadtkreise und 10 Landkreise: |
Stadtkreis Köln, Stadtkreis Bonn, Stadtkreis Mülheim am Rhein, und die Landkreise Bergheim, Bonn, Euskirchen, Gummersbach, Köln, Mülheim am Rhein, Rheinbach, Siegkreis, Waldbröl, Wipperfürth |
![]()
![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Köln - Pauluswache | Bonn - Marktplatz mit Rathaus | Deutz - Bahnhof | Kalk - Conditorei-Cafe Odenthal | Zülpich -Totalansicht |
| ![]() | |||
Köln - Rudolfplatz | Mühlheim - Rheinpartie |
| Linz am Rhein |
| 3. Regierungsbezirk Düsseldorf mit einer Fläche von 5 473,10 km² und 2 599 806 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 11 Stadtkreise und 16 Landkreise: |
die Stadtkreise Barmen, Duisburg, Düsseldorf, Elberfeld, Essen, Krefeld, München-Gladbach, Mülheim a.d. Ruhr, Oberhausen, Remscheid, Solingen und die Landkreise Düsseldorf, Essen, Geldern, Gladbach, Grevenbroich, Kempen im Rheinland, Kleve, Krefeld, Lennep, Mettmann, Moers, Mülheim a.d. Ruhr, Neuss, Rees, Ruhrort, Solingen |
![]()
| 4. Regierungsbezirk Aachen mit einer Fläche von 4 155,17 km² und 614 964 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 1 Stadtkreise und 10 Landkreise: |
Stadtkreis Aachen und die Landkreise Aachen, Düren, Erkelenz, Eupen, Geilenkirchen, Heinsberg, Jülich, Malmedy, Montjoie, Schleiden |
![]()
![]() | ![]() | |||
Aachen - Stadttheater mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal | Bad Aachen - Hindenburgstrasse | Eupen - Unterstadt | Düren - Am Marktplatz | Malmedy - Blick vom Bernister |
| 5. Regierungsbezirk Trier mit einer Fläche von 7 183,71 km² und 840 696 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 1 Stadtkreise und 12 Landkreise |
Stadtkreis Trier und die Landkreise Bernkastel, Bitburg, Daun, Merzig, Ottweiler, Prüm, Saarbrücken, Saarburg, Saarlouis, Sankt Wendel, Trier, Wittlich |
![]()
Hohenzollern (Hohenzollernsche Lande) war keine selbstständige Provinz, sondern durch Staatsvertrag vom 7. Dezember 1849 nur ein Regierungsbezirk des Königreichs Preußen. Auch seine isolierte Lage in Süddeutschland liegend, machte ihn zum "besonderen Regierungsbezirk". Dadurch wurde das Land in der Rechtspflege vom preußischen Oberlandesgericht in Frankfurt/M und in Kirchenangelegenheiten, Militär-, Schul-, Medizinalwesen von der Rheinprovinz geregelt. Verwaltet wurde das Land von einem Königlichen Regierungspräsidenten in Sigmaringen. Preußische Provinzen dagegen wurden immer von einem Oberpräsidenten verwaltet.
| 6. Regierungsbezirk Sigmaringen mit einer Fläche von 1 142,27 km² und 66 780 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich 4 Oberämter |
Oberamt Gammertingen, Haigerloch, Hechingen, Sigmaringen |
![]()
|
| ![]() | ||
| Sigmaringen |
| Burg Hohenzollern |
Das Zollernlied
1. Nicht weit von Württemberg und Baden | 2. Von diesem Berg, da geht die Sage, Die sich durchs ganze Land erstreckt, Ein jeder Vater kennt die Plage, Die sich auf seinen Sohn erstreckt. Er schickt ihn fort ins fremde Land, Sein Liebchen glaubt, er sei verbannt. Auf Hohenzollerns steilen Felsen, Wo unverzagt die Eintracht ruht. | 3. Und kommt die langersehnte Stunde, Die uns zur Heimat wieder ruft, Dann rufen wir aus frohem Munde Dem stolzen Hohenzollern zu, Dann rufen wir: O Heimatland, Wie ist mein Herz an dich gebannt! Auf Hohenzollerns steilen Felsen, Wo unverzagt die Eintracht ruht. |
Schiffe der Kaiserlichen Marine |
Rheinland nach 1918:
1919 | Der Provinz Rheinland gehen unter massivem Druck Belgiens, u.a. Drohungen des Entzugs der Lebensmittelkarten, die Städte Eupen, Malmedy und Saint-Vith (Gesamt 989 km²) verloren. In ihrer Not stimmen nur 270 von 33726 Stimmberechtigten für den Verbleib beim Deutschen Reich. Artikel 34. des Versailler Vertrages: "Deutschland verzichtet außerdem zugunsten Belgiens auf alle Rechte und Ansprüche auf das gesamte Gebiet der Kreise Eupen und Malmedy. Während sechs Monaten nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrags werden von der belgischen Behörde in Eupen und Malmedy Listen ausgelegt; die Einwohner dieser Gebiete sind berechtigt, darin schriftlich den Wunsch auszudrücken, dass diese Gebiete ganz oder teilweise unter deutscher Souveränität verbleiben. Es ist Sache der belgischen Regierung, das Ergebnis dieser Äußerung der Bevölkerung zur Kenntnis des Völkerbundes zu bringen, dessen Entscheidung anzunehmen sich Belgien verpflichtet." Von den 60 924 Einwohnern waren 50 387 Deutsche. |
1919 | Das Saargebiet, der südwestliche Teil der Provinz Rheinland, wird für 15 Jahre dem Völkerbund unterstellt. Frankreich ist in dieser Zeit de facto Besatzungsmacht. |
| 1935 | Am 13. Januar 1935 votierten 90,8 % der Bevölkerung des Saargebietes für die Rückkehr ins Deutsche Reich. |
| 1945 | Der nördliche Teil der preußischen Provinz Rheinland wird britische Besatzungszone, der südliche Landesteil mit den Regierungsbezirken Koblenz und Trier Teil der französischen Besatzungszone. Die Franzosen bildeten aus dem Süden Württembergs und Hohenzollern das Land Württemberg-Hohenzollern mit der Hauptstadt Tübingen, und aus dem südbadischen Landesteil wurde Baden mit der Landeshauptstadt Freiburg. |
1946 | Die Verordnung Nr. 46 der Militärregierung vom 23. August 1946 "Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbstständige Länder" bestimmt die Vereinigung Westfalens mit dem Nordteil der ehemaligen preußischen Rheinprovinz zum Land Nordrhein-Westfalen. Die französische Militärregierung legt am 30. August 1946 durch Verordnung Nr. 57 die Schaffung des Landes Rheinland-Pfalz fest. Das Saarland wird zu einem französischem Protektorat mit eigener Verfassung und Regierung. |
| 1952 | Am 25. April 1952 Gründung von Baden-Württemberg mit dem ehemaligen (6.) Regierungsbezirk Sigmaringen. |
| 1954 | Bundeskanzler Adenauer unterzeichnet mit dem "Saarstatut", als Teil der Pariser Verträge die de facto Abtretung des Saarlands an Frankreich. |
| 1955 | In der Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955 entscheiden sich die Saarländer gegen das "Saarstatut" und damit für die Zugehörigkeit zu Deutschland. |
| 1957 | Am 1. Januar 1957 wird das Saarland 10. Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. |
Nordrhein-Westfalen aktuell
Der heutige Land Nordrhein-Westfalen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf besteht aus
| Nordrhein-Westfalen Landeshauptstadt Düsseldorf 34 085,27 km² Einwohner: 18 036 855 (2006) |
Rheinland-Pfalz aktuell:
Der heutige Land Rheinland-Pfalz mit der Landeshauptstadt Mainz besteht aus
| Rheinland-Pfalz Landeshauptstadt Mainz 19 853,36 km² Einwohner: 4 068 179 (2006) |
Saarland aktuell:
Der heutige Bundesland Saarland mit der Landeshauptstadt Saarbrücken besteht aus
| Saarland Landeshauptstadt Saarbrücken 2 568,70 km² Einwohner: 1 045 555 (2006) |
Baden-Württemberg aktuell:
| Baden-Württemberg Landeshauptstadt Stuttgart 35 751,64 km² Einwohner: 10 601 000 | ||

![]()
![]()
Webspace - preiswerter Speicherplatz für kleine und große Internetauftritte |
Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:
-[ Deutscher Krieg 1866]- -[ Deutsch-Französischer Krieg 1870/71]- -[ Deutsches Kaiserreich]- -[ Deutsche Kolonien ]- -[ Kaiserliche Marine]-
-[ Donaumonarchie Österreich-Ungarn]- -[ Liechtenstein]- -[ Schweizer Eidgenossenschaft ]-
-[ Briefmarken 1871-1918]- -[ Boxeraufstand 1900/01]- -[ Marokkokrise 1905/11]-
Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de