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(Herzogtum Sachsen)
Landeshauptstadt Magdeburg
Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Sachsen
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| Lage der Provinz Sachsen im Deutschen Reich | Wappen der preußischen Provinz Sachsen | Landkarte der Provinz Sachsen 1914 |
Geschichte
Durch Übertragung der sächsischen Kurwürde von Sachsen Wittenberg auf den Wettiner Friedrich den Streitbaren von Meißen nach Erlöschen des askanischen Herrscherhauses 1423 ging der Name Sachsen allmählich auf alle Besitzungen des Hauses Wettin, die Markgrafschaft Meißen und Thüringen über. 1803 besetzt Preußen das kurmainzische Erfurt, das Eichsfeld und die Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen. Als Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen 1806 Preußen mit 22 000 Soldaten unterstützte, die bei Jena geschlagen wurden, musste er im Frieden zu Posen (11. Dezember 1806) 25 Millionen Franken Kriegsentschädigung an Frankreich bezahlen. Als er 1806 dem Rheinbund beitrat, erhielt er die Königswürde (als König Friedrich August I.). Im Frieden von Tilsit 1807 erhielt der König das Großherzogtum Warschau und von Preußen den Kreis Cottbus, 1809 von Österreich Westgalizien und Krakau. Nach der Schlacht bei Leipzig 1813 wurde er Gefangener der Verbündeten. Das Land verwaltete ein russischer, dann ein preußischer Gouverneur und die Vereinigung mit Preußen stand bevor; doch erhielt auf dem Wiener Kongress 1815 Preußen nur die nördliche Hälfte des Königreichs Sachsen ( 20 235 km² = 60% Gebietsverlust und 864 404 Einwohner = 40 % Bevölkerungsverlust). Dadurch kamen auch die bisher kursächsischen Besitzungen (Exklaven) Schleusingen und Suhl, die Ämter Weißensee und Langensalza sowie Ziegenrück aus dem Neustädter Kreis in Preußens Hoheitsgebiet.
Die annektierten Teile Sachsens, das Herzogtum Magdeburg, die nordthüringischen Gebiete und die Altmark wurden 1816 zur preußischen Provinz Sachsen (Herzogtum Sachsen) vereinigt.
Neben der preußischen Provinz Sachsen existiert im Deutschen Kaiserreich auch das Königreich Sachsen.
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Magdeburg - Der Breiteweg
Magdeburg, Stadtkarte 1918
Daten
Verwaltungshauptstadt: Magdeburg 240 661 Einwohner - 1905 = 14. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.
Größe: 25 255,3 km²
Einwohner:
Natürliche Gebiete:
1. Die Altmark
2. Nördliche Thüringer Mulde (Thüringer Becken) mit Eichsfeld, und Harzanteil (Brocken, Wernigerode, Mansfeld, Eisleben.
3. Sächsisches Flachland
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Erfurt - Mariendom und Severikirche
Gewässer: Elbe mit 350 km, Schwarze Elster, Mulde, Saale, Unstrut, Bode.
Klima: Besonders Mild an der Saale (bei Naumburg Weinbau), rau auf den Gebirgen.
Bewohner: Der nördliche Teil, im Regierungsbezirk Magdeburg niederdeutsche Sachsen (Ostfalen) und im südlichen Teil der Provinz in den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt Thüringer.
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Mundarten in der Provinz Sachsen
Bevölkerungsdichte: 117,9/km²
Religion: 1871
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Halle, Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Militär: 1881 - Die Provinz Sachsen bildet mit Anhalt und einem Teil Thüringens zusammen den Ersatz- und Garnisonsbezirk des IV. Armeekorps. Das Generalkommando befindet sich in Magdeburg. Festungen befinden sich in Magdeburg und Torgau.
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Erfurt - Kaserne des Jäger-Regiments zu Pferde No. 6
Wirtschaft:
Postwesen und Briefmarken
Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.
| 1857 | 1867 | 1868 - 1871 | ab 1871 | ab 1875 |
| Erste Preußische Freimarke von 1857 | Letzte Preußische Freimarke von 1867 | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 6 Pfennige | 9 Kreuzer | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
Preußische Maße:
Währungen und Münzen im Königreich Preußen
| 1868 - 1875 | ab 1875 |
| 1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
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| Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 | Deutsches Reich - 5 Mark, 1901 |
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| Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 | Deutsches Reich - 10 Mark, 1888 |
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Königreich Preußen - 1 Taler, 1860 | Deutsches Reich - 20 Mark, 1888 |
Oberpräsidenten 1816 - 1918
| Dienstzeit | Name | Lebensdaten |
| 1816 - 1821 | Friedrich Wilhelm August Werner von Bülow | 1762 - 1827 |
| 1821 | Friedrich Christian Adolf von Motz (1. Amtszeit) | 1775 - 1830 |
| 1821 - 1824 | ? | - |
| 1824 - 1825 | Friedrich Christian Adolf von Motz (2. Amtszeit) | 1775 - 1830 |
| 1825 - 1837 | Wilhelm Anton von Klewitz | 1760 - 1838 |
| 1837 - 1838 | ? | - |
| 1838 - 1840 | Anton Graf zu Stolberg-Wernigerode | 1785 - 1854 |
| 1840 - 1844 | Eduard Heinrich Flottwell | 1786 - 1865 |
| 1844 - 1845 | Wilhelm Felix Heinrich Magnus von Wedell | 1801 - 1866 |
| 1845 - 09/1848 | Gustav Carl Gisbert Heinrich Wilhelm Gebhard von Bonin (1. Amtszeit) | 1797 - 1878 |
| 09/1848 - 1849 | ? | - |
| 1849 - 1850 | Gustav Carl Gisbert Heinrich Wilhelm Gebhard von Bonin (2. Amtszeit) | 1797 - 1878 |
| 1850 - 1872 | Hartmann Erasmus von Witzleben | 1805 - 1878 |
| 1873 - 1881 | Erasmus Robert Freiherr von Patow | 1804 - 1890 |
| 1881 - 1890 | Arthur Paul Ferdinand von Wolff | 1828 - 1898 |
| 1890 - 1897 | Albert Reinhold von Pommer-Esche | 1837 - 1903 |
| 1898 - 1906 | Karl Heinrich von Boetticher | 1833 - 1907 |
| 1906 - 1908 | Adolf Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowski | 1850 - 1941 |
| 1908 - 1917 | Eduard Wilhelm von Hegel | 1849 - 1925 |
| 1917 - 1919 | Rudolf Wilhelm Graf von der Schulenburg | 1860 - 1930 |
Administrative Gliederung
Die Provinz Sachsen gliedert sich in 3 Regierungsbezirke.
| 1. Regierungsbezirk Magdeburg mit einer Fläche von 11 512,87 km² und 1 176 372 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 3 Stadtkreise und 14 Landkreise: |
Stadtkreis Magdeburg, Stadtkreis Aschersleben, Stadtkreis Halberstadt und die Landkreise Calbe, Gardelegen, Grafschaft Wernigerode, Halberstadt, Jerichow I, Jerichow II, Neuhaldensleben, Oschersleben, Osterburg, Quedlinburg, Salzwedel, Stendal, Wanzleben, Wolmirstedt |
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| 2. Regierungsbezirk Merseburg mit einer Fläche von 10 210,81 km² und 1 189 825 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 3 Stadtkreise und 16 Landkreise: |
Stadtkreis Halle a.d. Saale, Stadtkreis Weißenfels, Stadtkreis Zeitz und die Landkreise Bitterfeld, Delitzsch, Eckartsberga, Liebenwerda, Mansfelder Gebirgskreis, Mansfelder Seekreis, Merseburg, Naumburg, Querfurt, Saalkreis, Sangerhausen, Schweinitz, Torgau, Weißenfels, Wittenberg, Zeitz |
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| 3. Regierungsbezirk Erfurt mit einer Fläche von 3 531,61 km² und 466 419 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 3 Stadtkreise und 9 Landkreise: |
Stadtkreis Erfurt, Stadtkreis Mühlhausen, Stadtkreis Nordhausen und die Landkreise Erfurt, Grafschaft Hohenstein, Heiligenstadt, Langensalza, Mühlhausen, Schleusingen, Weißensee, Worbis, Ziegenrück |
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Schiffe der Kaiserlichen Marine
Die Provinz Sachsen nach 1918:

1946, Provinz Sachsen - Wiederaufbau
| 1944 | Aus der Provinz Sachsen werden die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg gebildet, der Regierungsbezirk Erfurt wird Thüringen zugeteilt. (Erlass vom 1.4.1944, siehe externer Link von www.verfassungen.de) |
| 1945 | Zwangseingliederung des Freistaats Anhalt in die preußische Provinz Sachsen aufgrund des Vorschlags des von den Sowjets eingesetzten und kollaborierenden Präsidenten, des ehemaligen Landeshauptmanns der Provinz Sachsen, Dr. Erhard Hübener. Diese langjährige und einseitige Eingliederungsforderung der preußischen Provinz Sachsen wurde dann mit der SMAD-Verordnung vom 23.Juli 1945 zur Neugliederung der Provinz Sachsen-Anhalt in drei Regierungsbezirke (Dessau, Magdeburg, Merseburg) als Mittelinstanzen vollendet. Die braunschweigische Exklave Calvörde, der östliche Teil des braunschweigischen Landkreises Blankenburg im Harz und die thüringische Exklave Allstedt werden dem Land eingegliedert. |
| 1947 | Das Land Sachsen-Anhalt mit Halle als Landeshauptstadt wird gebildet. |
| 1952 | Unter Verlust eines größeren Grenzsaumes entstanden 1952 die Bezirke Halle (mit einem Großteil Anhalts) und Magdeburg (mit der Region Zerbst). Am 25. Juli 1952 fand die letzte Sitzung des Landtages von Sachsen-Anhalt statt. |
| 1990 | Wiedererstehen des Landes Sachsen-Anhalt mit Magdeburg als Landeshauptstadt. |
Sachsen-Anhalt aktuell:
Der heutige Land Sachsen-Anhalt mit der Landeshauptstadt Magdeburg besteht aus
| Sachsen-Anhalt Landeshauptstadt Magdeburg 20 445 km² 2 454 000 Einwohner (2006) |

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