|
|
![]() |
|
|
| Senden Speichern Drucken |
(Herzogtum Schlesien, Preußisch-Schlesien)
Provinzhauptstadt Breslau
Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

Fahne - Landesfarben der Provinz Schlesien
![]() |
![]() |
|
| Lage der Provinz Schlesien im Deutschen Reich | Wappen der Provinz Schlesien | Landkarte Provinz Schlesien 1914 |
|
|
|
|||
| Schneekoppe Linie Friedrichshafen - Schneekoppe - Memel |
Es grüßt Euch viel tausendmal Der Herr der Berge, Rübezahl! |
Die Häuser auf dem Gipfel
der Schneekoppe. 1600 Meter über dem Meer |
Geschichte
Ursprünglich war Schlesien von den ostgermanischen Stämmen der Silinger und Lugier bewohnt. Von den wandalischen Silingern leitet sich der heutige Landesname "Schlesien" ab. In der Zeit der Völkerwanderung wanderten die Ostgermanen nach Süden und es siedelten sich in der zweiten Hälfte des 5 Jahrhunderts Slawen in Schlesien an. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts nahmen sie an der Bildung des polnischen Reiches unter Mscislaw I. teil. Der deutsche Kaiser Otto III. gründete im Jahre 1000 das bis 1821 existierende Erzbistums Gnesen. Im 12. Jahrhundert bildete sich aus dem Haus der Piasten eine eigenständige schlesische Herzogs-Herrschaftslinie heraus. Seit sich Herzog Heinrich I. dem Bärtigen (1208-38) gegen Polen stellte, wurde die gezielte Ansiedlung von deutschen Bauern, Handwerkern, Bergleuten und Kaufleuten, die vorrangig aus fränkischen, thüringischen und obersächsischen Gebieten kamen, gefördert. Nachfolgend wurden 1300 - 1500 deutsche Dörfer begründet. 1241 stellte sich, unter Führung des schlesischen Herzogs Heinrich des Frommen, ein deutsch-polnisches Heer aus Rittern und Bauern bei Liegnitz (Schlacht bei Liegnitz) einem eingedrungenen Mongolenheer entgegen und wurde dabei vollständig aufgerieben. Nach 1241 wurde die Gründung von Städten in Angriff genommen, die mit Magdeburgischem Recht ausgestattet wurden. Durch dynastische Aufteilungen gab es 1320 zehn niederschlesische und sieben oberschlesische Fürstentümer, die sich stark nach Böhmen hin orientierten. 1327 erkannten die Piasten die böhmische Lehnshoheit an. Trotz der Verwüstungen durch die Hussitenkriege stiegt die wirtschaftliche Bedeutung Schlesiens stetig an. Früh schloss sich das Land der Reformation an und behauptete sich auch, nachdem es 1526 für über 200 Jahre mit dem Königreich Böhmen unter Habsburger Herrschaft gekommen war. 1675 nach dem Tode des letzten Piasten wurde Schlesien eine österreichische Provinz. Nach dem ersten Schlesischen Krieg musste Kaiserin Maria Theresia im Frieden von Breslau (1742) Schlesien an König Friedrich II. von Preußen abtreten. Es folgten der zweite und der dritte schlesische Krieg, der 1763 mit dem Frieden von Hubertusburg (bei Leipzig) endete. Schlesien blieb als Provinz bei Preußen, nur ein kleines Gebiet um Troppau und Teschen verbliebt als Herzogtum Schlesien bei Österreich. Am 1. Januar 1825 wurde der bisher zum Regierungsbezirk Frankfurt (Oder) gehörige Kreis Spremberg-Hoyerswerda geteilt und davon der neu gebildete Kreis Hoyerswerda zum Regierungsbezirk Liegnitz verlegt. Die Provinz Schlesien umfasst das alte Oberschlesien (mit Ausnahme der Fürstentümer Troppau, Jägerndorf, Teschen, Bielitz etc.), das gesamte Niederschlesien nebst der Grafschaft Glatz (mit Ausschluss des Kreises Schwiebus), den durch Vertrag vom 18. Mai 1815 von Sachsen abgetretenen Teil der Markgrafschaft Oberlausitz, die am 9. Juni 1815 abgetretenen böhmischen Enklaven und die Stadt Rothenburg vom Kreis Krossen der Neumark. Den südöstlichen Teil Schlesiens nennt man Oberschlesien, den nordwestlichen Teil, der sich der Tiefebene zuwendet, Niederschlesien.
Neben der preußischen Provinz Schlesien existiert auch Österreichisch Schlesien (Herzogtum Schlesien) in Österreich-Ungarn.
|
|
||
| Breslau - Rathaus | Breslau - Königliche Regierung und Lessingbrücke |
Daten
Verwaltungshauptstadt: Breslau 470 751 Einwohner - 1905 = 6. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.
Reichstag: 35 Abgeordnete
Preußisches Abgeordnetenhaus: 65 Mitglieder
Größe: 40.324,85 km²
Gerichtsbezirke: Die Provinz Schlesien bildet den Bezirk des Königlichen Oberlandesgerichts Breslau, zu diesem gehören 14 Landgerichte mit 130 Amtsgerichten
Einwohner: Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 5.225.962 Einwohner:
Bevölkerungsentwicklung:
| 1816 | 1875 | 1880 | 1890 | 1900 | 1905 | 1910 |
| 1.942.063 | 3.843.699 | 4.007.965 | 4.224.502 | 4.668.901 | 4.942.725 | 5.225.962 |
Natürliche Gebiete:
1. Die Tieflandsbucht
2. Die Sudeten (Riesengebirge
mit Isergebirge) und Glatzer Gebirge.
3. Der südliche
Höhenzug
|
|
||
| Liegnitz - Königliches Schloss | Liegnitz - Neues Rathaus |
Gewässer: Oder und ihre Nebenflüsse, Klodnitz-Kanal.
Klima: Die Mitte zwischen der Rheinprovinz und den nordöstlichen Provinzen.
|
|
Sprachgebiete in Schlesien
rot = überwiegend Deutsche, grün = überwiegend Polen
Bewohner: Schlesier, dieser deutsche Neustamm entstand aus Vermischung von Thüringern, Franken und Slawen.
In der Wesensart der Ostmitteldeutschen klingen
die liebenswürdigen und lebenslustigen Saiten des
Thüringers und
Franken stark an. Die Unterwerfung
und Durchdringung der Slawen mit deutscher Art hatte hier nichts
von jener Härte und Gewaltsamkeit an sich, die im Norden
sich geltend machte, und so hat die Wesensart des Stammens etwas
Weicheres und Fröhlicheres bekommen. Am reinsten zeigt
sich die Art im Schlesier, den Gustav Freytag aus eigner Abstammung
heraus folgendermaßen schildert: "Sie
sind ein lebhaftes Volk von gutmütiger Art, heiterem Sinn,
genügsam, höflich und gastfrei, eifrig und unternehmungslustig,
arbeitsam wie alle Deutschen, aber nicht vorzugsweise dauerhaft
und nicht vorzugsweise sorgfältig; von einer unübertrefflichen
Elastizität, aber ohne gewichtigen Ernst, behende und reichlich
in Worten, aber nicht ebenso eilig in der Tat, mit einem weichen
Gemüt, sehr geneigt, Fremdes auf sich wirken zu lassen,
und doch mit nüchternem Urteil, welches ihnen die Gefahr
verringerte, das eigene Wesen aufzuopfern; beim Genuß
heiterer, ja poetischer als die anderen Stämme, aber auch
seinem idealen Leben vielleicht ohne die Größe massiverer
Volksnaturen. Wie das Volk ist auch sein Dialekt; breit, behaglich,
sorglos fallen die Worte von den Lippen; er ist reich an liebkosenden
Verkleinerungswörtern und abgeleiteten Verben, welche gemütliche
Nuancen und Zustände oder Handlungen bezeichnen, er bewahrt
manchen altertümlichen Namen und nicht wenig umgeformte
Slawenwörter und bezeugt noch jetzt durch die vielen Besonderheiten,
welche einzelne Teile der Provinz, ja einzelne Orte haben, daß
das Land durch Kolonisten aus verschiedenen Gegenden der großen
Heimat germanisiert wurde."
Gustav Freytag über
seine Landsleuten: Wer erkennt nicht in der heiteren freundlichen
Art der Bewohner den Thüringer,
in der Lebens- und Unternehmungslust den
Franken, in der geringeren
Arbeitsausdauer und in der Behendigkeit den slawischen Einschlag,
die alle zusammen die Wesensart des Neustammes bedingt haben?
Selbst einzelne Besonderheiten des
Thüringers, seine religiöse
Grübelei und sein musikalischer Sinn lassen sich unschwer
bei dem Ostmitteldeutschen nachweisen. "Die deutschen Stämme
und ihr Anteil am Leben der Nation" Th. Lenschau - 1923
|
|
||
| Oppeln - Schlossbrücke und Evangelische Kirche | Oppeln - Moltkestraße |
Bevölkerungsdichte: 122,4/km²
Religion: Das Konsistorium und ein Generalsuperintendent in Breslau stehen an der Spitze der protestantischen Bevölkerung, während die Katholiken in Kirchensachen dem Fürstbischof von Breslau untergeordnet sind. Hiervon ausgenommen sind jedoch die Kreise Neurode, Glatz und Habelschwerdt, die zum Erzstift Prag, und der Kreis Leobschütz nebst einem Teil des Kreises Ratibor, der zum Erzstift Olmütz gehört.
1871
|
|
||
| Kattowitz - Bahnhofstraße | Kattowitz - Grundmannstraße |
Militär: 1881 - In der Provinz garnisoniert das ganze VI. und ein Teil des V. Armeekorps- In Salau sind die Ulanen 1,5 stationiert. Die Regierungsbezirke Breslau und Oppeln bilden die Ersatzbezirke für das VI. Armeekorps (21. - 24. Brigade), der Regierungsbezirk Liegnitz für einen Teil des V. Armeekorps (17. und 18. Brigade). Festungen befinden sich in Glatz, Glogau und Neisse.
Wirtschaft:
|
|
||
| Myslowitz - Drei-Kaiserreich-Ecke (Deutschland-Österreich-Rußland) | Dreikaiserreichsecke bei Myslowitz (Deutschland-Österreich-Rußland) |
Postwesen und Briefmarken im Königreich Preußen
Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.
| 1857 | 1867 | 1868 - 1871 | ab 1871 | ab 1875 |
| Erste Preußische Freimarke von 1857 | Letzte Preußische Freimarke von 1867 | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| 6 Pfennige | 9 Kreuzer | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
Preußische Maße:
|
|
||
| Görlitz - Kaisertrutz | Görlitz - Denkmal Prinz Friedrich Carl mit Blockhaus |
Währungen und Münzen im Königreich Preußen
| 1868 - 1875 | ab 1875 |
| 1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
|
|
|
| Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 | Deutsches Reich - 5 Mark, 1901 |
![]() |
![]() |
| Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 | Deutsches Reich - 10 Mark, 1888 |
![]() |
![]() |
|
Königreich Preußen - 1 Taler, 1860 |
Deutsches Reich - 20 Mark, 1888 |
Organisation der Verwaltungsbehörden
Die oberste Verwaltung der Provinz wird von dem Königlichen Oberpräsidium in Breslau ausgeübt, welches dem preußischen Staatsministerium unmittelbar unterstellt ist.
Oberpräsidenten 1816 - 1918:
| Regierungszeit | Name | Lebensdaten |
| 1816 - 1820 |
Friedrich Theodor Merckel (1. Amtszeit) |
1775 - 1846 |
| 1820 - 1824 | ? | - |
| 1824 - 1825 | Moritz Haubold Freiherr von Schönberg | 1770 - 1860 |
| 1825 - 1825 | Ludwig Friedrich Viktor Hans Graf von Bülow | 1774 - 1825 |
| 1825 - 1845 | Friedrich Theodor von Merckel (2. Amtszeit) | 1775 - 1846 |
| 1845 - 1848 | Wilhelm Felix Heinrich Magnus von Wedell | 1801 - 1866 |
| 30.03.1848 - 20.11.1848 | Julius Hermann Pinder | 1805 - 1867 |
| 1848 | Hans Ludwig David Julius Theodor Florian Graf Yorck von Wartenburg | 1805 - 1865 |
| 1848 - 1869 | Johann Eduard Christoph Freiherr von Schleinitz | 1798 - 1869 |
| 1869 - 1872 | Eberhard Graf zu Stolberg-Wernigerode | 1810 - 1872 |
| 1873 - 1874 | Ferdinand Otto Freiherr von Nordenflycht | 1816 - 1901 |
| 1874 - 1877 | Adolf Graf von Arnim-Boitzenburg | 1832 - 1887 |
| 1877 - 1879 | Robert Victor von Puttkamer | 1828 - 1900 |
| 1879 - 1894 | Otto Theodor von Seydewitz | 1818 - 1898 |
| 1894 - 1903 | Hermann Fürst von Hatzfeldt-Trachenberg | 1848 - 1933 |
| 1903 - 1909 | Robert Graf von Zedlitz-Trützschler | 1837 - 1914 |
| 1910 | Johann Nikolaus Michael Louis von Dallwitz | 1855 - 1919 |
| 1910 - 1919 | Hans Lauchlan von Guenther | 1864 - 1934 |
Administrative Gliederung
Die oberste Verwaltung der Provinz Schlesien wird von dem Königlichen Oberpräsidium in Breslau ausgeübt, welches dem preußischen Staatsministerium unmittelbar unterstellt ist. Die Provinz wird eingeteilt in 3 Regierungsbezirke und 70 Kreise, 1567 Amts- und 1743 Standesamtsbezirke:
| 1. Regierungsbezirk Breslau (die Mitte Schlesiens) mit einer Fläche von 13.483,63 km² und 1.697.719 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in zwei Stadtkreise und 23 Landkreise: |
|
Stadtkreis Breslau, Stadtkreis Schweidnitz, sowie die Landkreise Breslau, Brieg, Frankenstein, Glatz, Groß Wartenberg, Guhrau, Habelschwerdt, Militsch, Münsterberg, Namslau, Neumarkt, Neurode, Nimptsch, Oels, Ohlau, Reichenbach, Schweidnitz, Steinau, Strehlen, Striegau, Trebnitz, Waldenburg und Wohlau. 1907 kam es zur Bildung des Stadtkreises Brieg. |
![]()
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Breslau - Blick vom Elisabeth-Turm | Breslau - Königliche Bergwerkschule | Striegau - Kasernen | Oels in Schlesien | Salzbrunn - Neues Kurhaus (Grand Hotel) |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Breslau - Stadttheater | Breslau - Jahrhunderthalle | Glatz in Schlesien | Oels in Schlesien - Bahnhof | Salzbrunn |
![]() |
![]() |
![]() |
||
| Breslau - Kaiser-Wilhelm-Denkmal | Schweidnitz - Bahnhof Oberstadt | Waldenburg in Schlesien | ||
![]() |
![]() |
![]() |
||
| Breslau - Kaiserbrücke 1916 | Brieg - Ring mit Milchstraße | Langenbielau |
| 2. Regierungsbezirk Liegnitz (der Westen Schlesiens) mit einer Fläche von 13.610,20 km² und 1.102.992 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in zwei Stadtkreise und 19 Landkreise: |
|
Stadtkreis Görlitz, Stadtkreis Liegnitz, sowie die Landkreise Bolkenhain, Bunzlau, Freystadt, Glogau, Goldberg-Haynau, Görlitz, Grünberg, Hirschberg, Hoyerswerda, Jauer, Landeshut, Lauban, Liegnitz, Löwenberg, Lüben, Rothenburg (Oberlausitz), Sagan, Schönau und Sprottau |
![]()
| Görlitz - Obermarkt (1907) | Liegnitz - Königliches Schloss | Bunzlau - Gesamtansicht | Sagan - Keplerplatz mit altlutherischer Kapelle | Warmbrunn - Schlossplatz |
| Görlitz - Landeskrone | Glogau - Markt und Katholische Kirche | Hirschberg in Schlesien - Warmbrunner Platz | Jauer - Ring mit Rathaus | Warmbrunn - Heinrichstrasse |
| Liegnitz - Bahnhofstrasse | Grünberg in Schlesien - Grünbergshöhe - Bild aus der Weinlese | Herzog und Herzogin von Sagan | Schreiberhau - Marienthal mit Haus Sunem und Kapelle | Reichenbach - O/L. |
| 3. Regierungsbezirk Oppeln (der Osten Schlesiens) mit einer Fläche von 13.225,36 km² und 1.868146 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 5 Stadtkreise und 19 Landkreise: |
|
Stadtkreis Beuthen (OS), Stadtkreis Gleiwitz, Stadtkreis Kattowitz, Stadtkreis Königshütte, Stadtkreis Oppeln, sowie die Landkreise Beuthen (OS), Cosel, Falkenberg, Groß Strehlitz, Grottkau, Kattowitz, Kreuzburg, Leobschütz, Lublinitz, Neisse, Neustadt (OS), Oppeln, Pleß, Ratibor, Rosenberg (OS), Rybnik, Tarnowitz, Tost-Gleiwitz und Zabrze |
![]()
| Königshütte - Bahnhof | Neisse - Garnisonskirche | Gleiwitz - Wilhelmstraße | Ratibor - Große Vorstadtstraße | Kattowitz - Grundmannstraße |
| Beuthen, Kaiserplatz | Oppeln | Leobschütz - Kreisverwaltungsgebäude | Dreikaisereck bei Myslowitz | Kattowitz - Hauptbahnhof |
Hymne
Riesengebirglers Heimatlied
|
|
||
| Grünberg in Schlesien, Augusthöhe | Riesengebirge - Melzergrund |
|
Riesengebirgslied Text: Othmar Fiebiger Melodie: Vinzenz Hampel "Riesengebirgslied"
|
Schiffe der Kaiserlichen Marine
| S.M.S. Schlesien |
| S.M.S. Breslau |
Schlesien nach 1918:

| 1919 | Die Wiederherstellung Polens war zu einem der Kriegsziele der Entente-Mächte im Ersten Weltkrieg geworden, und so wurde im Versailler Vertrag bestimmt, dass ganz Oberschlesien an Polen abzutreten sei. Aufgrund britischen Einspruchs wurde jedoch 1920 eine Volksabstimmung angeordnet. Französische, britische und italienische Truppen rückten in die Abstimmungsgebiete ein, um die "Interalliierte Regierungs- und Plebiszitkommission" zu unterstützen. Polnische Gruppen hatten seit 1919 versucht, durch zwei Aufstände vollendete Tatsachen zu schaffen. Am 21.03.1921 fand in Oberschlesien in Erfüllung der Festlegungen im Versailler Vertrages eine Volksabstimmung statt. Circa 61 % stimmen für den Verbleib in Deutschland. Über ein Drittel der Bevölkerung mit polnischer Muttersprache hatte für das Deutsche Reich gestimmt. Das für Deutschland günstige Abstimmungsergebnis, versucht der polnische Abstimmungskommissar Wojciech Korfanty zu unterlaufen. Er ruft seine Landsleute zum offenen Kampf für ein polnisches Oberschlesien auf (Korfanty-Aufstand). Seine Freikorps stoßen auf erbitterte Abwehr deutscher Selbstschutzverbände unter General Höfer. Nach dem Aufmarsch britischer Truppen im Juni 1921 ziehen sich die siegreichen deutschen Verbände und die geschlagenen Polen in ihre Ausgangsstellungen zurück. Im Oktober 1921 erfolgt auf Empfehlung des tschechoslowakischen Staatspräsidenten die Aufteilung Oberschlesiens. Städte mit deutscher Mehrheit wie Kattowitz 57% und Königshütte 75 %, sowie 75 % Steinkohleförderung und 80 % der Blei- und Zinkerzeugung gehen dem Deutschen Reich verloren. 120.000 Deutsche flüchten ins Reichsgebiet, 400.000 - 500.000 deutsche Schlesier leben unter polnischer Herrschaft. |
| 1920 | Ohne Volksabstimmung und unter Protest seiner Bevölkerung wurde 1920 das wegen seiner Steinkohlevorkommen wirtschaftlich bedeutende 286 km² große Hultschiner Ländchen der Provinz Schlesien an die Tschechoslowakei abgetreten. Das Gebiet wird 2 unterschiedlichen Verwaltungsgebieten zugeteilt, bis auf 2 Schulen werden alle deutschen Schulen geschlossen. |
| 1939 | Nach der Niederlage Polens im Herbst 1939 werden die abgetrennten Gebiete Oberschlesien dem Deutschen Reich wieder angegliedert. |
| 1945 | 1945
fiel mit Einmarsch der sowjetischen "Roten
Armee" der allergrößte
Teil Schlesiens unter polnische Verwaltung.
Der deutsche Osten wurde Opfer der stalinschen
Westverschiebung Polens. Die in Schlesien
ansässigen Deutschen (3 - 4 Millionen)
flohen, wurden vertrieben und fielen
letztendlich einer gründlichen "ethnischen
Säuberung" zum Opfer; ca.
387.000 Deutsche gelten als "Nachkriegsverluste",
also als ermordet, in Lagern verhungert,
in der sowjetischen Verschleppung umgekommen
oder vermisst (Statistisches Bundesamt
1958). Selbst die Stadt
Görlitz
wurde 1945 geteilt, der östliche
Stadtteil bildet heute die eigenständige
polnische Stadt Zgorzelec. Nur in Oberschlesien
lebt heute noch eine kleine deutsche
Minderheit.
Die westlich der Görlitzer Neiße gelegen Teile Schlesiens gehören heute zum Freistaat Sachsen und damit zu Deutschland. Somit gehört auch heute noch ein kleiner Teil der ehemaligen Provinz Schlesien zu Deutschland. |

![]()
Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:
-[ Deutsches Kaiserreich ]- -[ Deutsche Kolonien ]- -[ Kaiserliche Marine ]-
-[ Donaumonarchie Österreich-Ungarn ]- -[ Liechtenstein ]- -[ Schweizer Eidgenossenschaft ]-
-[ Deutsch-Dänischer Krieg ]- -[ Deutscher Krieg ]- -[ Deutsch-Französischer Krieg ]-
-[ Briefmarken 1871-1918 ]- -[ Boxeraufstand 1900/01 ]- -[ Marokkokrise 1905/11 ]-
Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de
Besucher