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Landeshauptstadt Schleswig
Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Schleswig-Holstein
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| Lage der Provinz Schleswig-Holstein im Deutschen Reich | Wappen der preußischen Provinz Schleswig-Holstein | Landkarte Provinz Schleswig-Holstein 1914 |
Geschichte
Die Herzogtümer Schleswig und Holstein wurden durch Gesetz vom 24. Dezember 1866 mit der Preußischen Monarchie vereinigt, nachdem durch Vertrag vom 27. September 1866 ein Teil von Holstein (Amt Ahrensböck) an Oldenburg abgetreten war. Durch königlichen Erlass vom 20. Juni 1868 wurde die Bezirksregierung in Kiel mit der in Schleswig vereinigt, so dass die Provinz Schleswig-Holstein nur einen Regierungsbezirk bildet. Das Herzogtum Lauenburg, welches im Wiener Frieden 30. Oktober 1864 an Österreich und Preußen gelangte, ging am 15. September 1865 endgültig in den Besitz der Krone Preußens über und wurde am 1. Juli 1876 mit der Preußischen Monarchie und speziell mit der Provinz Schleswig-Holstein vereinigt. Am 8. September 1890 erfolgt gemäß dem Helgoland-Sansibar-Vertrag die Besitzergreifung von Helgoland in Gegenwart Kaiser Wilhelms II.
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Schleswig - Regierungsgebäude
Daten
Verwaltungshauptstadt: Schleswig
Größe: 19 004,28 km²
Einwohner:
Natürliche Gebiete: In Schleswig-Holstein liegen Höhenrücken, Heideebenen und Marschraum nebeneinander, Inseln an der Ostküste (Alsen 310 km² gegenüber der Halbinseln Sundewitt und Düppel, Fehmarn 185 km²), an der Westküste die Inseln des Wattenmeeres und Helgoland.
Geschichtlich drei Teile; die Herzogtümer Schleswig (nördlich der Eider), Holstein (südlich der Eider) und Lauenburg.
Gewässer: Unterelbe, Eider, Eiderkanal, Kaiser-Wilhelm-Kanal, Elb-Trave-Kanal, Grenzfluss Königsau, Schwentinesee.
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Flensburg - Strandleben - Ostseebad
Klima: Seeklima, reichlich Niederschläge, selten Windstille, im Frühjahr und Herbst Stürme.
Bewohner:
Bevölkerungsdichte: 79,1/km²
Religion: 1871
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Kiel - Bahnhof
Militär: 1881 - Die Provinz ist Ersatzbezirk für den größeren Teil des IX. Armeekorps (35., 36. und zum Teil 33. Brigade), Garnisonbezirk für die 18. Division des IX. Armeekorps mit General-Kommando in Altona. Befestigungen befinden sich in Sonderburg-Düppel, Friedrichsort und Kriegshafen Kiel mit der Marinestation der Ostsee.
Wirtschaft:
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Sonderburg - Perlstrasse
Postwesen und Briefmarken im Königreich Preußen
Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.
| 1857 | 1867 | 1868 - 1871 | ab 1871 | ab 1875 |
| Erste Preußische Freimarke von 1857 | Letzte Preußische Freimarke von 1867 | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 6 Pfennige | 9 Kreuzer | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
Preußische Maße:
Währungen und Münzen im Königreich Preußen
| 1868 - 1875 | ab 1875 |
| 1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig |
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| Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 | Deutsches Reich - 5 Mark, 1901 |
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| Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 | Deutsches Reich - 10 Mark, 1888 |
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Königreich Preußen - 1 Taler, 1860 | Deutsches Reich - 20 Mark, 1888 |
Oberpräsidenten 1867 - 1918
| Dienstzeit | Name | Lebensdaten |
| 1867 - 1879 | Carl Theodor August von Scheel-Plessen | 1811 - 1892 |
| 1879 - 1880 | Carl Heinrich von Boetticher | 1833 - 1907 |
| 1880 - 1896 | Georg Franz Maximilian von Steinmann | 1830 - 1901 |
| 1897 - 1901 | Ernst Matthias von Köller | 1841 - 1928 |
| 1901 - 1906 | Adolf Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowski | 1850 - 1941 |
| 1906 - 1907 | Kurt Ludwig Karl von Dewitz | 1847 - 1925 |
| 1907 - 1914 | Detlev Wilhelm Theodor von Bülow | 1854 - 1926 |
| 1914 - 1918 | Friedrich Ludwig Elisa von Moltk | 1852 - 1927 |
Administrative Einteilung
Die Provinz Schleswig-Holstein hat einen Regierungsbezirk mit 2 Stadtkreise und 20 Landkreise:
| Regierungsbezirk Schleswig mit einer Fläche von 19 004,28 km² und 1 504 339 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich in 2 Stadtkreise und 20 Landkreise: |
Stadtkreis Altona, Stadtkreis Kiel, Stadtkreis Flensburg und die Landkreise Apenrade, Eckernförde, Eiderstedt, Flensburg, Hadersleben, Herzogtum Lauenburg, Husum, Kiel, Norderdithmarschen, Oldenburg, Pinneberg, Plön, Rendsburg, Schleswig, Segeberg, Sonderburg, Steinburg, Stormarn, Süderdithmarschen, Tondern |
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| Altona - Elb-Chaussee (1913) | Flensburg - Panorama | Wandsbek - Schlosstrasse | Elmshorn - Hotel Holsteiner Hof | Westerland - Blick auf Terrassen und Strandhallen (1911) |
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| Altona - Kaiserstrasse | Flensburg - Blick vom Ballastberg | Neumünster - Am Teich | Elmshorn - Hafen | Reinfeld in Holstein - Partie am kleine See |
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| Altona - Kriegerdenkmal | Flensburg - Marinestation | Neumünster - Am Teich | Elmshorn - Hotel Mangels | Brunsbüttelkoog - Fahrstraße |
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| Kiel - Stadttheater, Germania-Werft, Schloss, Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal | Flensburg - Hafenpartie | Schleswig - Panorama | Rendsburg - Altstädter Markt | Hademarschen - Theodor-Storm-Straße |
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| Kieler Woche 1903 | Flensburg - Toosbystrasse | Schleswig - Schlosshof | Rendsburg - Königliches Lehrer-Seminar mit Präparandeum | Apenrade - Totalansicht |
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Kiel - Haupteinfahrt der Kaiserlichen Werft | Flensburg - Wrangel-Denkmal | Itzehoe - Klosterhof | Rendsburg - Reichsbank | Hadersleben - Kleinbahnhof - Süder-Brücke |
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| Düppel - Mühle | Düppelhöh bei Sonderburg - Düppeldenkmal | Süderholz | Plön - Königliches Augusta Victoria Gymnasium | Hadersleben - Kaserne II. Batl. Int-Regt. von Manstein |
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| Düppeler Schanzen | Schönhagen | Sylt - Friesenhäuser | Sonderburg | |
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| Helgoland - Der Mönch | Kappeln | Sonderburg - Rathausmarkt |
Sitze der alten Landratsämter:
Schiffe der Kaiserlichen Marine
Schleswig-Holstein-Lied
(1844)
Ursprungstext: Karl Friedrich Straß
Endgültiger Text: Matthäus Friedrich Chemnitz
Melodie: Carl Gottlieb Bellmann
| 1. Schleswig-Holstein, meerumschlungen, Deutscher Sitte hohe Wacht, Wahre treu, was schwer errungen, Bis ein schöner Morgen tagt! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Wanke nicht, mein Vaterland! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Wanke nicht, mein Vaterland! | 2. Ob auch wild die Brandung tose, Flut und Flut von Bai zu Bai, O laß blüh'n in deinem Schoße Deutsche Tugend, deutsche Treu! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Bleibe treu, mein Vaterland! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Bleibe treu, mein Vaterland! |
| 3. Doch, wenn innre Stürme wüten, Drohend sich der Nord erhebt, Schütze Gott die holden Blüten, Die ein milder Süd belebt! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Stehe fest, mein Vaterland! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Stehe fest, mein Vaterland! | 4. Gott ist stark auch in den Schwachen, Wenn sie gläubig ihm vertraun; Zage immer, und dein Machen Wird trotz Sturm den Hafen schaun! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Harre aus, mein Vaterland! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Harre aus, mein Vaterland! |
| 5. Von der Woge, die sich bäumet, Längs dem Belt am Ostseestrand, Bis zur Flut, die ruhlos schäumet An der Düne flüchtgem Sand - Schleswig-Holstein, stammverwandt, Stehe fest, mein Vaterland! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Stehe fest, mein Vaterland! | 6. Und wo an des Landes Marken Sinnend blickt die Königsau, Und wo rauschend stolze Barken Elbwärts ziehn zum Holstengau - Schleswig-Holstein, stammverwandt, Bleibe treu, mein Vaterland! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Bleibe treu, mein Vaterland! |
| 7. Teures Land, du Doppeleiche Unter einer Krone Dach, Stehe fest und nimmer weiche, Wie der Feind auch dräuen mag! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Wanke nicht, mein Vaterland! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Wanke nicht, mein Vaterland! |
Schleswig-Holstein nach 1918:
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| Gedenkblatt mit Schleswig-Briefmarken - Volksabstimmung Schleswig 14.März 1920 | Deutsche Nothilfe - Wappenzeichnungen, Preußen, 1926 |
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| 1919 | Die preußische Provinz Schleswig-Holstein ist ein Land des Deutschen Reiches (Weimarer Republik). |
1920 | Obwohl Dänemark gar nicht am 1. Weltkrieg teilgenommen hatte, verlangte es während der Verhandlungen in Versailles einen Gebietszuwachs. Um die bereits versprochenen Gebietsabtretungen an Dänemark zu garantieren, wurde Nordschleswig (Provinz Schleswig-Holstein) in zwei Abstimmungszonen geteilt. In der nördlichen Zone votieren erwartungsgemäß 74,2 % der Stimmberechtigten für Dänemark, in der südlichen 80 % für Deutschland. Der Provinz gehen so 3 983 km² verloren. Von den 166 895 Einwohner waren 40 428 Deutsche. Eine Entscheidung über die Rechte der jeweiligen Minderheiten kam aber erst 1955 zustande. |
| 1937 | Eingliederung des ehemaligen Fürstentums Lübeck (Landesteil Oldenburgs und der Freien und Hansestadt Lübeck in die preußische Provinz Schleswig-Holstein. |
| 1945 | Schleswig-Holstein ist Teil der britischen Besatzungszone. Die Dänen sprengen in Nordschleswig die alten deutschen Denkmäler (u.a. das Düppeldenkmal) zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864. |
| 1946 | Am 23. August 1946 entsteht durch alliierten Beschluss das Land Schleswig-Holstein, mit Kiel als Hauptstadt. |
| 1949 | Schleswig-Holstein ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland. |
Schleswig-Holstein aktuell:
Das 1946 gebildete Land Schleswig-Holstein, mit der Landeshauptstadt Kiel, besteht aus der ehemaligen
![]() | Landeshauptstadt: Kiel Größe: 15 763,18 km² Einwohner: 2 831 835 (2006) Bevölkerungsdichte: 180/km² |
externer Link:
Der Nordschleswiger - Deutsche Tageszeitung in Dänemark

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