---- Menüleiste laden
Senden   Speichern   Drucken

Provinz Westpreußen

Provinzhauptstadt Danzig

Provinz Westpreußen - Landkarten - Danzig - S.M.S. Danzig (1) - S.M.S. Danzig (2)

Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

 

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Westpreußen

Fahne - Landesfarben der preußischen Provinz Westpreußen

Provinz Westpreußen

Westpreußen - Lage im Deutschen Reich Wappen der preußischen Provinz Westpreußen
Lage der Provinz Westpreußen im Deutschen Reich Wappen der preußischen Provinz Westpreußen Landkarte Westpreußen 1914


Westpreußen

Thorn - Stadttheater
Danzig - Rathaus
Danzig-Langfuhr - Kronprinzenfamilie und ihr Heim
Thorn - Stadttheater Danzig - Rathaus Danzig-Langfuhr - Kronprinzenfamilie und ihr Heim


Westpreußen, preußische Provinz (1824–78 mit Ostpreußen zur Provinz Preußen verbunden), umfaßt, mit Ausnahme der beiden südwestlichen Kreise Deutsch-Krone und Flatow, die zu der polnischen Landschaft Kujavien gehörten, nur Gebiete, die dem Deutschen Ritterorden unterworfen waren, nämlich: Pomerellen (das Kassubenland) auf der linken, Kulmer Land und Pomesanien (nördlich von der Ossa) auf der rechten Seite der Weichsel. Westpreußen grenzt im Norden an die Ostsee, im Osten an Ostpreußen, im Süden an Rußland (Polen) und die Provinz Posen, im Westen an Brandenburg und Pommern.

 

Westpreußen

Geschichte

Während der Völkerwanderung wurde das Land zwischen Pommern und Kurland nach der Auswanderung der Germanen durch Litauer besetzt, zu denen die Pruzzen (Preußen) gehörten, die nach Kämpfen mit Polen und Schwertrittern 1283 durch den Deutschen Ritterorden unterworfen wurden. Die Stadt Danzig besitzt seit 1237 deutsches Stadtrecht. Die westpreußischen Stände, durch deren Verrat der Deutsche Orden besiegt worden war (besonders Danzig verfolgte hier eigene Ziele) genossen innerhalb Polens wichtige Privilegien, aber die Polonisierung der Landbevölkerung und des niederen Adels nahm schon im 16. Jahrhundert zu. Die Reformation wurde vom Lande ferngehalten und die im polnischen Reiche zunehmende Anarchie machte sich auch in Westpreußen besonders wirtschaftlich bemerkbar. Nur die Städte bewahrten ihre deutsche Kultur und ihre Selbständigkeit, wenn auch mitunter rohe Gewalttaten, wie das Thorner Blutbad (7.12.1724), vorkamen. Danzigs Handel zog aus den wirtschaftlichen Zuständen des polnischen Hinterlandes Nutzen. Im ganzen hatte Westpreußen seine frühere Blüte verloren, als es 1772 durch die erste polnische Teilung an Preußen fiel. Nur Danzig und Thorn blieben damals polnisch, wurden zwar 1793 auch preußisch. Während der napoleonischen Besetzung wurden die Städte 1807–13 wieder von Westpreußen getrennt. Friedrich der Große teilte Westpreußen in mehrere Kammerdepartements und verhalf dem Land in wenigen Jahren durch Regulierung der Weichselniederung, Anpflanzungen, Errichtung von Schulen und Einführung einer geordneten Verwaltung und wirtschaftlicher Entwicklung. Seit der Neuorganisation des Staates 1808 bildete Westpreußen eine Provinz des preußischen Staates. Vom 3.Dezember 1829 bis 1. April 1878 waren Ostpreußen und Westpreußen als eine Provinz vereinigt. Westpreußen sah sich jedoch stets hinter Ostpreußen zurückgesetzt und wünschte die Trennung. Trotz des Widerspruches aus Ostpreußen, wurde die Provinz Westpreußen am 1. April 1878 per Gesetz vom 19. März 1877 von Ostpreußen wieder getrennt.

Danzig - Marienkirche
Danzig - Langebrücke mit Krantor
Danzig - Marienkirche Danzig - Langebrücke mit Krantor

 

Stadtkarte Danzig 1918, Provinz Westpreußen

 

Provinz Westpreußen

Daten

Verwaltungshauptstadt: Danzig 159.685 Einwohner - 1905 = 28. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.

Reichstag: 13 Abgeordnete

Preußisches Abgeordnetenhaus: 22 Mitglieder

Größe: 25.534,9 km²

Elbing - Alter Markt
Elbing - Rathaus
Elbing - Alter Markt Elbing - Rathaus

 

Gerichtsbezirke: Die Provinz Westpreußen erstreckt sich auf den Bezirk des Königlichen Oberlandesgerichts Marienwerder, zu diesem gehören 5 Landgerichte mit 41 Amtsgerichten:

  1. Landgericht Danzig mit den Amtsgerichten: Berent, Danzig, Dirschau, Karthaus, Neustadt (Westpr.), Preuß.-Stargard, Putzig, Schöneck und Zoppot.
  2. Landgericht Elbing mit den Amtsgerichten: Christburg, Deutsch-Eylau, Elbing, Marienburg (Westpr.), Riesenburg, Rosenberg (Westpr.), Stuhm und Tiegenhof.
  3. Landgericht Graudenz mit den Amtsgerichten: Graudenz, Marienwerder, Mewe, Neuenburg und Schwetz.
  4. Landgericht Konitz mit den Amtsgerichten: Baldenburg, Czersk, Flatow, Hammerstein, Konitz, Preuß.-Friedland, Schlochau, Tuchel, Vandsburg und Zempelburg.
  5. Landgericht Thorn mit den Amtsgerichten: Briesen, Culm, Culmsee, Gollub, Lautenburg, Löbau (Westpr.), Neumark, Strasburg (Westpr.) und Thorn.

Einwohner: Die Bevölkerung betrug nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 = 1.703.474 Einwohner:

  • 837.807 männlich
  • 865.667 weiblich

Bevölkerungsentwicklung:

1816 1864 1871 1875 1880 1890 1900 1905 1910
571.081 1.253.118 1.314.611 1.243.750 1.405.898 1.433.681 1.563.658 1.641.746 1.703.474

 

Graudenz - Markt
Graudenz - Speicherseite mit Schlossberg
Graudenz - Markt Graudenz - Speicherseite mit Schlossberg


Natürliche Gebiete: Weichselniederung, Südost-Abdachung des Pommerschen Landsrückens (Pommerellen; Turmberg 330 m), Südwest-Ecke des Preußischen Landrückens (Kulmerland)

Gewässer: Untere Weichsel (250 km) und Nebenflüsse, Küstenfluss Elbing mit dem Oberländischen Kanal, zahlreiche Seen, namentlich in Pommerellen.

Klima: Nicht günstig, kurze heiße Sommer, lange, kalte Winter.

Bewohner: Im Jahr 1910 leben 1.703.474 Einwohner in Westpreußen, davon sind 1.227.621 Deutsche und 475.853 Polen.

  • 66% Deutsche, hauptsächlich Nachfahren niederdeutscher Sachsen und germanisierter Slawen, so bevölkerten deutsche Einwanderer aus Westfalen die Stadt Thorn.
  • 33% Polen, fasst alle links von der Weichsel, dort auch die 100.000 Kassuben.

Sprachengebiete in Westpreußen

Sprachgebiete in Westpreußen (Hellrosa = Niederdeutsche, grün = Kassuben und Polen)

Bevölkerungsdichte: 64,3/km²

Dirschau - Bahnhof. Der große Wartesaal
Dirschau - Totalansicht
Dirschau - Bahnhof. Der große Wartesaal Dirschau - Totalansicht


Bildung: Die Provinz Westpreußen verfügt nach Angaben von 1909 über eine Technische Hochschule, 14 Gymnasien, 2 Realgymnasien, 3 Oberrealschulen, 6 Progymnasien, 5 Realschulen, 2 Realprogymnasien, eine Landwirtschaftsschule, 11 Lehrerseminare, 11 Präparandenanstalten, 3 Taubstummenanstalten, eine Blindenanstalt u.a.

Religion:

1871 1905 1910
  • 633.548 Evangelisch
  • 641.572 Römisch-katholisch
  •   12.827 sonstige Christen
  •   26.632 Juden
  •          32 Sonstige
  • 764.719 Evangelisch
  • 844.566 Römisch-katholisch
  •   16.139 Juden
  • 789.081 Evangelisch
  • 882.695 Katholisch
  •    13.954 Juden
  •    17.744 Andere und Konfessionslose

 

Zoppot - Kurhaus
Zoppot - Kurgarten
Zoppot - Kurhaus Zoppot - Kurgarten

 

Militär:

  • 1881: Westpreußen ist Ersatz- und Garnisonbezirk eines Teils des I. Armeekorps (3. und 4. Brigade) und eines Teils des II. Armeekorps (Teil der 8. Brigade). Festungen befinden sich in Danzig, Thorn und Graudenz.
  • 1909: Militärisch gehört Westpreußen mit Ausnahme der Kreise Deutsch-Krone und Flatow, die zum Bezirk des 2. Armeekorps gehören, zum Bezirk des 17. Armeekorps.

 

Wirtschaft:

  • Landwirtschaft sehr unterschiedliche Fruchtbarkeit. Fruchtbar ist Kulmerland, das Weichseltal und das Werder (Weizen, Zuckerrüben, Gemüse und Obst). Pferdezucht im Werder.
  • Bergbau so gut wie nicht vorhanden.
  • Industrie nur in Danzig (2 Werften - Kaiserliche Werft Danzig und Schichau - Lokomotiven), Elbing (Torpedoboote), viele Brennereinen.
  • Handel Danzig, Elbing und Thorn sind die Hauptsitze des Handels. Danzig mit dem Vorhafen Neufahrwasser und Elbing haben große Reedereien und einen lebhaften Handel mit Getreide, Holz und Kolonialwaren. Im Schiffsverkehr in Neufahrwasser wird außer durch die Hansestädte nur durch Stettin und Kiel übertroffen.
Marienburg Wpr. - Denkmal Friedrichs des Großen
Marienburg, Wpr. - Die Marienburg von Süd-Osten
Marienburg, Wpr. - Denkmal Friedrichs des Großen Marienburg, Wpr. - Die Marienburg von Süd-Osten

 

Provinz Westpreußen

Postwesen und Briefmarken im Königreich Preußen

Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.

1857 1867 1868 - 1871 ab 1871 ab 1875
Erste Preußische Freimarke von 1857 Letzte Preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
Erste Preußische Freimarke von 1857 Letzte Preußische Freimarke von 1867 Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Taler Deutsche Reichspost mit Währung Mark
6 Pfennige 9 Kreuzer 1/2 Groschen 1 Groschen 20 Pfennig

 

Preußische Maße:

  • 1 Zoll-Pfund = 30 Lot = 500 Gramm (ab 1.1.1861)
  • 1 Fuß = 12 Zoll = 144 Linien = 139,13 par. Linien = 0,313853 m
  • 1 Elle = 25 1/2 Zoll = rd. 2/3 m, 1 Lachter = 80 Zoll = 2,09236 m
  • 1 Rute = 32 Fuß = 3,76624 m; 1 preußische Meile = 24000 Fuß = 7532,5 m
  • 1 Morgen = 180 Quadrat-Ruten = 25920 Quadrat-Fuß = 0,2553 ha
  • 1 Quart = 64 Kubik-Zoll = 1/27 Kubik-Fuß = 1,14503 l
  • 1 Oxhoft = 1 1/2 Ohm =3 Eimer = 6 Anker = 180 Quart = 2,0611 hl
  • 1 Scheffel = 16 Metzen = 48 Quart = 16/9 Kubik-Fuß = 0,54961 hl
  • 1 Wispel = 24 Scheffel = 13,191 hl
  • 1 Tonne = 4 Scheffel = 2,19846 hl
  • 1 Klafter = 108 Kubik-Fuß = 3,3389 cbm
  • 1 Schachtrute = 144 Kubik-Fuß = 4,4519 cbm
  • 1 Pfund = 30 Lot (zu 4 Quentchen zu 10 Zent zu 10 Korn) = 500 g
  • 1 Zentner = 100 Pfund, 1 Schiffslast = 40 Zentner
  • 1 Karat = 4 Grän = 64 Teile = 205,537 mg

 

Provinz Westpreußen

Währungen und Münzen im Königreich Preußen

1868 - 1875 ab 1875
  1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige 1 Mark = 100 Pfennig

 

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870

Deutsches Reich - 5 Mark, 1901

Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 Deutsches Reich - 5 Mark,  1901
Wilhelm König von Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 Deutsches Reich - 10 Mark, 1888
Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

Königreich Preußen - 1 Taler, 1860

Deutsches Reich - 20 Mark, 1888

 

Provinz Westpreußen

Oberpräsidenten 1878 - 1918

Der Oberpräsident und der Landesdirektor nebst dem Provinziallandtag und Provinzialausschüsse haben ihren Sitz in Danzig. Dem Oberpräsidenten unterstehen das Medizinalkollegium, das Provinzialschulkollegium, die Provinzialsteuerdirektion mit den zwei Hauptzollämtern und vier Hauptsteuerämtern und die Regierung. Ferner unterliegen der Provinzialverwaltung der Straßenbau, das Taubstummen- und Hebammenlehrinstitut, die Provinzialirren- und die Besserungsanstalten, das Landeskrankenhaus, die Provinzialhilfskasse und der Meliorationsfonds.

Regierungszeit Name Lebensdaten
1878 - 1879 Heinrich Karl Julius von Achenbach 1829 - 1899
1879 - 1888 Karl Adolf August Ernst von Ernsthausen 1827 - 1894
1888 - 1891 Adolf Hilmar von Leipziger 1825 - 1891
1891 - 1902 Gustav Heinrich Konrad von Gossler 1838 - 1902
1902 - 1905 Clemens Gottlieb Ernst von Delbrück 1856 - 1921
1905 - 1919 Ernst Ludwig von Jagow 1853 - 1930

 

Provinz Westpreußen

Administrative Gliederung

Die oberste Verwaltung der Provinz Westpreußen wird von dem Königlichen Oberpräsidium in Danzig ausgeübt, welches dem preußischen Staatsministerium unmittelbar unterstellt ist. Die Provinz wird in 2 Regierungsbezirke und 29 Kreise (inklusive Stadtkreise) eingeteilt:

1. Regierungsbezirk Danzig (der Norden Westpreußens) mit einer Fläche von 7.956,93 km² und 665.992 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich im Jahr 1910 in 12 Kreise:
Berent, Danzig (Stadt), Danziger Höhe (Sitz in Danzig), Danziger Niederung (Sitz in Danzig), Dirschau, Elbing (Stadt), Elbing (Land), Karthaus, Marienburg (Westp.), Neustadt (Westp.), Preußisch-Stargard und Putzig

Danzig - Marienkirche

Elbing - Liege Brücke aufgezogen

Marienburg / Westpreußen - Die Lauben (1906)

   
Danzig - Marienkirche Elbing - Liege Brücke aufgezogen Marienburg / Westpreußen - Die Lauben (1906)    

Danzig - Partie am hohen Tor

Elbing - Wilhelmstrasse

Marienburg / Westpreußen - Hausgraben

Gruß aus Hela - 1898

 
Danzig - Partie am hohen Tor Elbing - Wilhelmstrasse Marienburg / Westpreußen - Hausgraben Gruß aus Hela - 1898  

Danzig - Holzmarkt

Elbing - Königsbergerstraße mit Zigarettenfabrik Loeser & Wolf

Dirschau - Totalansicht

Zoppot, Kurgarten - 1903

Luftkurort Oliva - Kirche mit Schlossgarten

Danzig - Holzmarkt Elbing - Königsbergerstraße mit Zigarettenfabrik Loeser & Wolf Dirschau - Totalansicht Zoppot, Kurgarten - 1903 Luftkurort Oliva - Kirche mit Schlossgarten

 

2. Regierungsbezirk Marienwerder (der Süden Westpreußens) mit einer Fläche von 17.577,97 km² und 897.666 Einwohnern (Jahr 1900), gliedert sich im Jahr 1910 in 17 Kreise:
Briesen, Culm, Deutsch Krone, Flatow, Graudenz (Stadt), Graudenz (Land), Konitz, Löbau i. Westp. (Sitz in Neumark), Marienwerder, Rosenberg (Westp.), Schlochau, Schwetz, Strasburg (Westp.), Stuhm, Thorn (Stadt), Thorn (Land) und Tuchel.

Thorn - Siegesdenkmal mit Stadttheater

Graudenz - Lindenstraße

Marienwerder in Westpreußen - Der Bahnhof

Tuchel, Kriegerdenkmal Tuchel - Markt
Thorn - Siegesdenkmal mit Stadttheater Graudenz - Lindenstraße Marienwerder in Westpreußen - Der Bahnhof Tuchel, Kriegerdenkmal Tuchel - Markt

Thorn - Elisabethstrasse

Graudenz - Bahnhof

Kulm - Graudenzer Tor

   
Thorn - Elisabethstrasse Graudenz - Bahnhof Culm (Kulm) - Graudenzer Tor    

Thorn - Breite Straße und Altstädtischer Markt

Marienwerder/Westpr. Dom, Schloss und Dansker

Konitz - Schlochauer Straße

   

Thorn - Breite Straße und Altstädtischer Markt

Marienwerder/Westpr. Dom, Schloss und Dansker

Konitz - Schlochauer Straße

   

 

Provinz Westpreußen

Hymne

Westpreußenlied

Text: Paul Felske, 1902
Musik: Hugo Hartmann

Westpreußenlied Melodie

1. Westpreußen, mein lieb' Heimatland
Wie bist du wunderschön
Mein ganzes Herz, dir zugewandt
Soll preisend dich erhöh'n
Im Weichselgau ich Hütten bau'
Wo Korn und Obst der Flur entsprießt
Wo Milch und Honig fließt
2. O Land, durch deutsche Tüchtigkeit
Und deutschen Fleiß erblüht
Dir schwört mein Herz Ergebenheit
Und Treue mein Gemüt
Durch deutsche Kraft und Wissenschaft
Sei deutsches Wesen, deutsche Art
Dir allezeit gewahrt
3. Wie lieblich grüßen Wald und Feld
Manch blauer See im Tal
Drum steht mir auf der ganzen Welt
Kein schöner Land zur Wahl
Im Weichselgau auf blumiger Au
Will ich dereinst begraben sein
Geh ich zur Ruhe ein

 

Provinz Westpreußen

Schiffe der Kaiserlichen Marine

S.M.S. Danzig - Dampfkorvette

S.M.S. Danzig - Kleiner Kreuzer

S.M.S. Elbing - Kleiner Kreuzer

S.M.S. Graudenz - Kleiner Kreuzer

S.M.S. Hela - Kleiner Kreuzer 

Westerplatte bei Danzig

Westerplatte bei Danzig - Strandleben mit Blick auf das Herrenbad

 


 Westpreußen 1914  Westpreußen 1919
Westpreußen 1914 Westpreußen 1919

Westpreußen nach 1918

 

1919

-

 1939

Durch den Versailler Vertrag gingen Deutschland 2/3 der reichen Provinz ohne Volksbefragung bzw. Abstimmung verloren, vor allem, um Polen einen Zugang zum Meer zu verschaffen (wodurch Ostpreußen eine Exklave wurde). Dabei ist zu beachten, dass die Provinz als Ganzes zu 2/3 Deutsch und nur zu 1/3 polnisch bevölkert war. Die Weichsel berührte jetzt nirgends mehr preußisches Gebiet. Obgleich das östlich am Strom liegende Gebiet Westpreußens (Kreis Marienwerder usw.) durch Abstimmung bei Deutschland blieb, wurde doch der östliche Ufersaum Polen zugesprochen. Die fast ausschließlich von Deutschen bewohnte Stadt Danzig (seit 1237 deutsches Stadtrecht) der Provinz Westpreußen wird am 10.1.1920 ohne Plebiszit und gegen den ausdrücklichen Wunsch der Bevölkerung zur "Freistadt Danzig" erklärt. Die Stadt steht unter dem "Schutz" des Völkerbundes in enger wirtschaftlicher Verbindung mit Polen. Polen versucht in den folgenden Jahren die Stadt mit allen Mitteln unter vollständige Kontrolle zu bringen. 1921 werden Polen im Warschauer Abkommen weitgehende Rechte eingeräumt, so gestattet der Völkerbund die Errichtung eines Stützpunktes auf der strategisch wichtigen Danziger Westerplatte. Die ausgeblutete Stadt muss die Hälfte der Kosten für den Bau des polnischen Munitionslager (3.000.000 Gulden) aufbringen. 1925 lässt Polen in der Innenstadt polnische Briefkästen aufstellen mit der Begründung, die Innenstadt gehöre zum Hafengebiet in dem Polen zuständig sei. Am 1.9.1939 beginnt mit der Beschießung der polnisch besetzten Westernplatte durch das Schulschiff Schleswig-Holstein der Krieg mit Polen. 17 Tage später überfällt die Sowjetunion Polen von Osten her. Am 3.9.1939 erklären Großbritannien, Frankreich, Australien, Neuseeland und Indien dem Deutschen Reich den Krieg - in Europa beginnt der II. Weltkrieg.
1939
-
1945
Die ehemalige preußische Provinz Westpreußen wird als Reichsgau Danzig-Westpreußen dem Deutschen Reich angegliedert.

1945

Die Deutschen fliehen vor der heranrückenden Roten Armee, werden ermordet, verschleppt, bzw. komplett vertrieben, Westpreußen wird dem polnischen Staat eingegliedert.
 

Danzig - Dennoch ewig dir verbunden Deutschland fernes Vaterland

Danzig (1930) - Dennoch ewig dir verbunden Deutschland fernes Vaterland

 

   


 

 


-=[Gästebuch] - [Impressum] - [Projekte] - [Umfrage] - [Suche]=-

Diese Seite ist Teil der Internetprojekte:

 -[ Deutsches Kaiserreich ]- -[ Deutsche Kolonien ]- -[ Kaiserliche Marine ]-

-[ Österreich-Ungarn ]- -[ Liechtenstein ]- -[ Luxemburg ]- -[ Schweiz ]-

-[ Deutsch-Dänischer Krieg ]- -[ Deutscher Krieg ]- -[ Deutsch-Französischer Krieg ]-

-[ Briefmarken 1871-1918 ]- -[ Boxeraufstand 1900/01 ]- -[ Marokkokrise 1905/11 ]-

Copyright © 2000 www.deutsche-schutzgebiete.de

Besucher
 Alfacounter


Alfahosting.de