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Reichshauptstadt 1871 - 1918
Hauptstadt des Königreichs Preußen
Das Königreich Preußen mit seinen Provinzen: Brandenburg - Hannover - Hessen-Nassau - Ostpreußen - Pommern - Posen - Rheinland - Sachsen - Schlesien - Schleswig-Holstein - Westfalen - Westpreußen

Fahne - Landesfarben der deutschen Reichshauptstadt Berlin
Landkarte Berlin Zentrum 1905
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Gruß aus der Kaiserstadt Berlin
Daten
Größe: 63,4 km²
Einwohner:
Klima: Die Mitte zwischen dem des deutschen Ostens und Westens.
Bewohner: Infolge der ursprünglich teils wendischen (slawischen) Bevölkerung und der Hereinberufung der Franzosen (Hugenotten) mischt sich in dem Berliner mit dem deutschen slawisches und romanisches Blut. Man schätzt, dass die Bevölkerung zu 35 % germanischer, zu 36 % romanischer, zu 24 % slawischer und zu 5 % jüdischer Abstammung sei und sagt wohl nicht zu Unrecht, dass sich in dem Berliner "der Fleiß des Deutschen, die Zähigkeit des Slawen, die Gewandtheit des Franzosen und die Beredsamkeit des Israeliten vereinigt" (Penck).
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Gruß aus Berlin bei Nacht (1899)
Bevölkerungsdichte: 1905: 32 180,1/km²
Religion:
| 1871 | 1900 | ||
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Postwesen und Briefmarken
Das Königreich Preußen verfügte vom 18.01.1701 bis 31.12.1867 über eine eigene Posthoheit. Die erste preußische Briefmarke wurde 1857 ausgegeben. Ab 1866 gehörte Preußen zum Norddeutschen Postgebiet, ab 01.01.1871 zum Gebiet der Reichspost.
| 1857 | 1867 | 1868 - 1871 | ab 1871 | ab 1875 |
| Erste Preußische Freimarke von 1857 | Letzte Preußische Freimarke von 1867 | Norddeutscher Postbezirk mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Taler | Deutsche Reichspost mit Währung Mark |
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| 6 Pfennige | 9 Kreuzer | 1/2 Groschen | 1 Groschen | 20 Pfennig |
Preußische Maße:
Militär: Angaben für 1881 - Berlin Garnison:
Währungen und Münzen
| vor 1873 | ab 1873 |
1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennige 1 Silbergroschen = 12 Pfennige | 1 Mark = 100 Pfennig (zum Umtauschkurs von 1 Taler [Thaler] = 3 Mark) |
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| Königreich Preußen - 1 Pfennig, 1870 | Deutsches Reich - 5 Mark, 1901 |
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| Königreich Preußen - 2 1/2 Silbergroschen, 1869 | Deutsches Reich - 10 Mark, 1888 |
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Königreich Preußen - 1 Taler, 1860 | Deutsches Reich - 20 Mark, 1888 |
Wirtschaft: Die Einwohner finden zu 69 % ihren Erwerb durch Industrie. Berlin, des Reiches Hauptstadt, ist auch seine erste Industriestadt, ja die erste Industriestadt des europäischen Festlandes. In 5 200 Fabriken sind 160 000 Arbeiter beschäftigt. Alle Industriezweige, namentlich Maschinenbau (Borsig), Elektrotechnik (Siemens und Halske, Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft), Möbeltischlerei und Porzellanfabriken sind vertreten.
Geschichte
Nach dem Wegfall der Zollschranken und der Reichsgründung sowie die französischen Reparationszahlungen erfasst Berlin 1871 bis 1873 ein regelrechter Gründerboom. Kredite sind günstig zu haben, fasst 500 neue Betriebe werden in dieser Zeit gegründet. Durch die Überproduktion kommt es am 28. Oktober. 1873 es zu einem Kurssturz der Wertpapiere an der Berliner Börse.
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Die Siegessäule auf dem Königsplatz in Berlin im Augenblick der Enthüllung am 2.September 1873
Am 2.9.1873, dem 3. Jahrestag der siegreiches Schlacht bei Sedan im Deutsch-Französischen Krieg 1870, dem "Sedanstag" - wird die Siegelsäule als Nationaldenkmal der "Einigungskriege" eingeweiht. Der Entwurf der Säule stammt von Heinrich Strack, der der Göttin von Friedrich Drake. Sie erinnert an an die siegreichen Waffengänge Preußens gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71).
1875 wird der erste öffentliche Volkspark in Wedding eröffnet.
1876 Die Nationalgalerie auf der Museumsinsel wird eröffnet.
1877 Der 1867 begonnene Ringbahngürtel rund um Berlin ist vollendet. Der Papiergroßhändler und Berliner Stadtverordnete Leopold Ullstein gründet sein Zeitungsimperium.
31. 12. 1877 Berlin ist eine Millionenstadt.
11.05. 1878 Revolverattentat auf Kaiser Wilhelm I. durch den Gelegenheitsarbeiter Emil Max Hödel Unter den Linden. Beide Kugeln verfehlen ihr Ziel der 81 jährige Kaiser blieb unverletzt. Emil Max Hödel wird später zum Tode verurteilt und hingerichtet. Da Hödel Mitgliedsausweise für einige sozialdemokratische Vereine besitzt, nimmt Bismarck dieses Attentat zum Anlass und fordert die Sozialdemokraten zu verbieten.
02.06. Karl Eduard Nobiling verübt auf den 81jährigen Kaiser Wilhelm I. mit Schüssen aus einer Schrotflinte ein Attentat, wobei der Kaiser diesmal verletzt wird. Direkt im Anschluss an die Tat richtet Nobiling die Waffe auf sich selbst und erschießt sich.
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Berlin - Königliches Schloss
Im Juni/Juli 1878 findet der "Berliner Kongress" der europäischen Großmächte statt, Bismarck übernimmt die Rolle des "ehrlichen Maklers". Die endgültigen Friedensbedingungen nach dem Russisch-Türkischen Krieg werden festsetzt.
31.05. 1879 Werner von Siemens präsentiert die erste elektrische Lokomotive der Welt in Berlin. In der Friedrichstraße und Unter den Linden wird die erste elektrische Straßenbeleuchtung installiert.
15.06. 1880 Das neue Gebäude des Anhalter Bahnhof wird feierlich eröffnet. Beginn des Ausbaus des Kurfürstendamms als Prachtstraße.
Berlin scheidet am 1. April. 1881 aus dem Provinzialverband mit der Provinz Brandenburg aus. Am gleichen Tag wird das Telefonnetz mit 48 Teilnehmern offiziell in Betrieb genommen.
Am 16.05. 1881 verkehrt mit einer Geschwindigkeit von 15 km/h die erste elektrische Straßenbahn in Groß-Lichterfelde .
1883 sind die Sozialdemokraten zu den Wahlen wieder zugelassen und erringen 5 Mandate in Berlin. Robert Koch, im kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin tätig, entdeckt den Choleraerreger. Die "Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektrizität" wird von Emil Rathenau gründet.
Am 9. Juni 1884 wird in Gegenwart Kaiser Wilhelm I. der Grundstein für das Reichstagsgebäude gelegt.
Am 9. 03 1888 stirbt im Alter von 91 Jahren Wilhelm I., ihm folgt sein 57jähriger, bereits vom Tod gezeichneter Sohn Friedrich III. Am 14.07. 1888 seit 99 Tagen im Amt, stirbt er im Alter von 57 Jahren in Potsdam an Kehlkopfkrebs. Nachfolger auf dem Thron wird sein Sohn, Wilhelm II.
Am 18. Oktober. 1889 trifft der russische Zar Alexander III. zu einem Staatsbesuch in Berlin ein.
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Berlin - Brandenburger Tor
Am 07.01.1890 stirbt Kaiserin Augusta und wird unter größter Anteilnahme der Bevölkerung im Mausoleum im Schlosspark zu Charlottenburg neben ihrem Ehemann Wilhelm I. beigesetzt.
Am 20. März. 1890 tritt Bismarck vom Amt des Reichskanzlers zurück. Nachfolger wird Leo Graf Caprivi.
1894 Am 5. Dezember weiht Kaiser Wilhelm II. das Reichstagsgebäude feierlich ein.
1895 Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf dem Auguste-Viktoria-Platz (heute: Breitscheidplatz) in Charlottenburg wird feierlich eingeweiht.
10. August. 1896 Im Alter von 48 Jahren fällt der Flugpionier Otto Lilienthal (1889) seinen wagemutigen Versuchen zum Opfer und stirbt in Berlin.
22. März. 1897 Aus Anlass des 100. Geburtstags des ersten deutschen Kaisers wird an der Schlossfreiheit in Berlin das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal enthüllt.
4. Mai. 1900 Der österreichische Kaiser und ungarische König Franz Joseph I. trifft zu einem Besuch in der Reichshauptstadt ein. Wilhelm II. hat aus diesem Anlass ein Triumphtor auf dem Pariser Platz errichten lassen.
18. Dezember. 1901 Als letztes von insgesamt 32 Standbildern wird an der Siegesallee im südöstlichen Tiergarten das Denkmal Kurfürst Johann Georgs feierlich enthüllt. Es ist wie alle anderen Statuen brandenburgischer Herrscher der Siegesallee 2,75 m hoch.
16. Juni. 1901 Das Denkmal für den ehemaligen Reichskanzler Otto von Bismarck wird in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. enthüllt. Das Werk ist von Reinhold Begas geschaffen worden
5. August. 1901 In Berlin stirbt im Alter von 60 Jahren die ehemalige preußische Königin und deutsche Kaiserin Viktoria.
10. Dezember. 1901 In Stockholm und Oslo werden zum ersten Mal Nobelpreise verliehen. Zu den Preisträgern zählen die beiden Berliner Wissenschaftler Wilhelm Conrad Röntgen und Emil von Behring.
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Berlin - Potsdamer Platz (1902)
31. Dezember. 1905 In Berlin überschreitet die Einwohnerzahl die Zwei-Millionen-Grenze. In der immer hektischer werdenden Reichshauptstadt leben jetzt 2 040 148 Menschen.
27. Februar. 1905 Der Neubau des Doms, der von Julius Raschdorff erbaut wurde, wird geweiht. In Anwesenheit des Kaisers Wilhelm II. bezeichnet der Architekt das Gebäude als Hauptkirche des preußischen Protestantismus in Berlin.
19. November. 1905 Mit zwei erstmals verkehrenden Kraftomnibussen verfügt Berlin über ein zusätzliches Massenverkehrsmittel.
2. Juni. 1906 Nach fast sechsjähriger Bauzeit wird der Teltow-Kanal, die neue Verbindung zwischen Havel und Spree, festlich eröffnet.
16. Oktober. 1906 Im Rathaus von Köpenick verhaftet der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt, der sich als Hauptmann des I. Garderegiments ausgibt, unter anderem den Bürgermeister und den Stadtobersekretär. Die Aktion des falschen Hauptmanns von Köpenick wird als Satire auf die Autoritätsgläubigkeit der Untertanen angesehen.
1907 Im Beisein von Kaiser Wilhelm II. wird Unter den Linden das Luxushotel Adlon eröffnet. Sein Standort, der Pariser Platz, gilt als vornehmste Adresse Berlins.
Frühjahr. 1907 Am Wannsee an der unteren Havel werden drei Holzschilder mit der Aufschrift »Öffentliche Badeanstalt« aufgestellt.
30. August. 1909 Ferdinand Graf Zeppelin startet vom Tempelhofer Feld zum Rückflug nach Friedrichshafen/Bodensee mit seinem Luftschiff Z6. Der Besuch des Grafen in Berlin wird für ihn zum Triumph.
6. März. 1910 Einem Aufruf der Sozialdemokraten folgend, versammeln sich etwa 150 000 Menschen im Berliner Tiergarten. Die Demonstration richtet sich gegen das Drei-Klassen-Wahlrecht in Preußen.
17. Dezember. 1910 Die ordentliche Generalversammlung der Vereinsbrauerei Rixdorf entscheidet, ihren Namen in Berliner Kindl Brauerei-Aktiengesellschaft umzuändern.
18. Januar. 1911 Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Kaiserproklamation von Versailles 1871 finden in Berlin Jubelfeiern statt. Der 90jährige Prinzregent Luitpold von Bayern, , letzter noch lebender Teilnehmer der Proklamation, gratuliert dem Deutschen Kaiser Wilhelm II.
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Berlin - Friedrichstrasse - Unter den Linden (1910)
21. Mai. 1913 Auf dem Anhalter Bahnhof trifft Zar Nikolaus II. von Russland, begrüßt vom Deutschen Kaiser Wilhelm II., zu einem Staatsbesuch ein. Die "Neue Preußische Kreuz-Zeitung" berichtet: "Das Signal meldet die Ankunft des Zaren, der heute zum ersten Male in den Mauern Berlins weilt Die Ehrenkompanie präsentiert unter den Klängen der russischen Nationalhymne. Der Kaiser, in der Uniform des Petersburger Leibgarde-Grenadier-Regiments, schritt seinem hohen Gaste, der die Uniform des Kaiser-Alexander-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 trug, entgegen und begrüßte ihn aufs herzlichste."
31. Juli. 1914 Vor dem Denkmal Friedrichs des Großen Unter den Linden verkündet ein Offizier den "Zustand der drohenden Kriegsgefahr" für das Deutsche Reich. Die Bekanntgabe der Mobilmachung versetzt die Berliner Bevölkerung in einen wahren Kriegstaumel. Die Menschenmenge zieht durch die Stadt, überall werden patriotische Ansprachen gehalten, Lieder gesungen und Hochrufe auf den Kaiser ausgebracht. Mahnende Stimmen gehen darin unter. Kreise der Sozialdemokraten versuchen, Protestdemonstrationen und Streiks zu organisieren. Sie scheitern jedoch an der Übermacht des Patriotismus.
1. April. Der 35jährige Naturwissenschaftler Albert Einstein wird Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik, nachdem er die Berufung zum hauptamtlichen Mitglied an die Preußische Akademie der Wissenschaften erhalten hat.
1916 Berliner Bevölkerung leidet unter Nahrungsmangel
Das Jahr 1917 ist geprägt von wachsenden politischen Auseinandersetzungen. Immer kleiner werdende Lebensmittelrationen, steigende Preise, mangelnde Energieversorgung und das nicht abzusehende Ende des sich dahinschleppenden Krieges steigern die Unzufriedenheit unter der Bevölkerung. In den Rüstungsbetrieben kommt es schon im Februar zu Arbeitsniederlegungen. Die Proteste der Arbeiter betreffen jedoch schon bald nicht nur wirtschaftliche Fragen, immer mehr werden politische Forderungen laut. Der Burgfrieden von 1914, das Übereinkommen der politischen Parteien, die Regierung während des Krieges zu unterstützen, verliert seine Wirkung.
28. Januar. 1918 Überall in Deutschland kommt es zu Arbeitsniederlegungen. Allein in Berlin streiken etwa 300 000 Metallarbeiter.
18. November. 1918 In der Berliner Stadtverordnetenversammlung wird die Einführung des Achtstundentages bekannt gegeben:
9. November. 1918 Am Mittag des 9. November gibt Reichskanzler Prinz Max von Baden die Abdankung Kaiser Wilhelm II. und den Thronverzicht des Kronprinzen Friedrich Wilhelm bekannt.
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Berlin - Königliches Museum im Lustgarten (1910)
Am 3. Oktober 1918 ersucht Reichskanzler Max von Baden die USA um Vermittlung bei einem Waffenstillstand. Diese erklären sich nur dann bereit, wenn Deutschland von vornherein alle Forderungen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten anerkennt und eine vom Volk gebildete Regierung die Monarchie ablöst. Grade der letzte Punkt, die Einmischung in die inneren Angelegenheiten war selbst für die Sozialdemokraten nicht akzeptabel. Max von Baden versuchte nun wiederholt die USA zu Friedensverhandlungen zu bewegen, aber diese blieben hart: "Wenn die Monarchie nicht abgeschafft wird (...), kann Deutschland über keinen Frieden verhandeln, sondern muss sich ergeben", erklärte Wilson am 23. Oktober 1918.
In Deutschland sprechen sich zahlreiche sozialdemokratische Zeitungen für einen Sturz des Kaisers aus. Der Kaiser verlässt am 29. Oktober 1918 Berlin und reist in das deutsche Hauptquartier nach Spa. Der preußische Kriegsminister Heinrich Scheuch fasst das Ergebnis zusammen: "Die Abdankung ist Zwang und bleibt Zwang." Einige erwägen auch den Gedanken, der Kaiser solle "an der Front den Soldatentod finden".
Anfang November beginnen die Matrosen der Hochseeflotte zu meutern. In Berlin werden Pläne bekannt, dass von der sowjetrussischen Botschaft in Zusammenarbeit mit deutschen revolutionären Gruppen ein Umsturz vorbereitet wird. Die deutsche Regierung weist den sowjetischen Botschafter Adolf Joffe aus Deutschland aus.
Am 9. November 1918 bricht in Deutschland die Revolution aus, wie ein Kartenhaus brechen jahrhundertalte Monarchien zusammen und überall bilden sich Soldaten und Arbeiterräte. Reichskanzler Max von Baden versucht Kaiser Wilhelm II. zur Abdankung zu bewegen, da er befürchtete die Revolution werde sich radikalisieren. In Spa erklären die Frontgenerale nicht mehr für den Kaiser zu kämpfen und telegraphieren nach Berlin, dass "mit einem Thronverzicht des Kaisers zu rechnen sei." Reichskanzler Prinz Max von Baden verkündete daraufhin offiziell die Rücktrittserklärung des Kaisers, die dieser gar nicht erklärt hatte. Auch wollte Wilhelm II. ausdrücklich, wie er in einem Telegramm mitteilte, nicht auf seinen Königsthron in Preußen verzichten, aber das interessierte in Berlin schon niemanden mehr. Max von Baden trat am selben Tag zurück, der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft die erste deutsche Republik von einen Fenster des Reichtages aus. Wenige Stunden später proklamierte Karl Liebknecht (Unabhängiger Sozialist) die "Sozialistische Republik" vom Balkon des Berliner Schlosses. Friedrich Ebert (SPD) erklärt sich zum neuen Reichskanzler und verkündet der Bevölkerung: "Der heutige Tag hat die Befreiung des Volkes vollendet." Wilhelm II. verzichtete erst am 28.11.1918 offiziell auf den Thron.
Nun war der Wille der Alliierten erfüllt, die Monarchie beseitigt und die Waffenstillstandsverhandlungen konnten beginnen.
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Berlin - Abgeordnetenhaus (1910)
10. 11.: Friedrich Ebert bildet eine provisorische Regierung, die von den Arbeiter- und Soldatenräten als Rat der Volksbeauftragten bestätigt wird.
7. 12.: Bei Demonstrationen der Spartakus-Anhänger kommt es zu blutigen Zusammenstößen mit den Militärs.
16. 12.: Der Vollzugsrat wird durch den Zentralrat der Arbeiter- und Soldatenräte ersetzt.
20. 12.: Der Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte beschließt, am 19. 1. 1919 Wahlen zur Nationalversammlung durchzuführen.
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Charlottenburg - Schloss

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Webspace - preiswerter Speicherplatz für kleine und große Internetauftritte |
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