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Reichskolonialamt

Deutsch-Ostafrika, Exzellenz Staatssekretär Dernburg die Ehrenkompanie abschreitend

1908, Exzellenz Staatssekretär Dernburg die Ehrenkompanie abschreitend

Dar-es-Salaam Deutsch-Ost-Afrika

 

Reichskolonialamt

Seit Beginn der Kolonialpolitik des Deutschen Reiches bearbeiten Referenten der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes die kolonialen Belange bis 1890. Das Reichskolonialamt ist aus der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts hervorgegangen. Ein Erlass vom 17. Mai 1907 (RGBl. S. 239) bestimmte, "dass die bisher mit dem Auswärtigen Amte verbundene Kolonialabteilung nebst dem Oberkommando der Schutztruppen fortan eine besondere, dem Reichskanzler unmittelbar unterstellte Zentralbehörde unter der Benennung, Reichskolonialamt zu bilden hat". Eine Order vom 23. Juni 1907 bestimmte ferner, dass der Staatssekretär des Reichskolonialamt im Zuständigkeitsbereiche dieser Behörde durch den Unterstaatssekretär vertreten wird. Für den Fall, dass auch dieser behindert ist, hatte der Reichskanzler die Vertretung besonders zu regeln. Der erste Staatssekretär des Reichskolonialamts war B. Dernburg, der bis zum Juni 1910 die Geschäfte führte. Ihm folgte von Lindequist bis November 1911, dann wurde Solf zum Staatssekretär ernannt, der bis 1918 an der Spitze des Reichskolonialamts stand.

Das Reichskolonialamt war in vier Abteilungen gegliedert, von denen drei die Geschäfte der Zivilverwaltung der Schutzgebiete bearbeiten, und zwar

Näheres über die Geschäftsverteilung enthielt das alljährlich erscheinende amtliche "Handbuch für das Deutsche Reich" (erschienen in Berlin, C. Heymann), das auch die Namen der Mitglieder des Reichskolonialamts aufführt. Die Kassenangelegenheiten wurden von der "Kolonialhauptkasse" wahrgenommen. Die Ausführung von Beschaffungen und Vergebung von Lieferungen legte der von Abt. B. ressortierenden "Beschaffungsstelle für die Schutzgebiete" vor.  An Stelle des durch Erlass vom 17. Februar 1908, aufgehobenen Kolonialrats wurden beim Reichskolonialamt unter Zuziehung von Sachverständigen Kommissionen gebildet. In den letzten Jahren bestand die noch unter Mitwirkung des Kolonialrats gebildete "Landeskundliche Kommission" für geographische Zwecke und die am 30. Juni 1911 errichtete "Ständige Wirtschaftliche Kommission". Zur Beratung des Reichskolonialamt wurden ferner gebildet die kolonialen Kommissionen des Deutschen Landwirtschaftsrats und der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft.

 

Reichskolonialamt

Die Dirigenten bzw. Direktoren der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes und die Staatssekretäre des Reichskolonialamtes.

Amtszeit

Name

1 April 1890 F. R. Krauel, Ministerialdirigent
1890 - 1894 P. Kayser, Ministerialdirigent
1894 - 1896 P. Kayser, Ministerialdirektor
1896 - 1898 Freiherr 0. von Richthofen, Ministerialdirektor
1898 - 1900 G. von Buchka, Ministerialdirektor
1900 - 1905 0. W. Stübel, Ministerialdirektor
1905 - 1906 Erbprinz Ernst zu Hohenlohe-Langenburg, Ministerialdirektor
1906 B. Dernburg, Ministerialdirektor
1907 - 1910 B. Dernburg, Staatssekretär
1910 - 1911 F. von Lindequist, Staatssekretär
1911 - 1918 W. H. Solf. Staatssekretär

 

Deutsche Schutzgebiete - Deutsche Kolonien

Das Deutsche Reich und seine Kolonien (Angaben in 1000 km² und Prozent)

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