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Landeshauptstadt Straßburg i. E.
1871 - 1918
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| 1871 - 1911 | 1911 - 1918 |
Fahne - Landesfarben Reichsland Elsass-Lothringen
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| Reichsland Elsass-Lothringen - Lage im Deutschen Reich | Wappen Reichsland Elsass-Lothringen | Reichsland Elsass-Lothringen - Karte 1914 |
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Straßburg - Kaiserpalast
Bundesrat: 3 Stimmen
Hauptstadt: Straßburg i. E. - 167 342 - 1905 = 24. Platz der größten Städte des Deutschen Reichs.
Größe: 14 522 km²
Einwohner:
Klima: Das Klima ist in der oberrheinischen Tiefebene und im Moseltal sehr mild und freundlich,
Gewässer: Rhein, Ill, Mosel, Saar
Bewohner: Alemannen (Schwaben) im Ober-Elsaß, Rheinfranken (Franken) im Unter-Elsaß und Lothringen. Die französische Bevölkerung nahm seit dem Kriege durch Auswanderung nach Frankreich sehr ab und findet sich nur noch in einem Streifen an der Westgrenze.
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Elsässer Trachten
Bevölkerungsdichte: 125/km²
Religion: Angaben für 1871
Militär - Angaben für 1881: In Elsass-Lothringen garnisoniert das aus Preußischen, Bayerischen, Sächsischen, Württembergischen und Braunschweigischen Truppen zusammengesetzte XV. Armeekorps, sowie Teile des (Badischen) XIV: Armeekorps. Die Rekruten des Landes werden jetzt noch in altdeutschen Truppen eingestellt. Festungen befinden sich in Straßburg, Metz, Diedenhofen, Bitsch und Neu-Breisach.
Gruß aus Metz - 1918
Wirtschaft:
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Mülhausen im Elsass - Wildemannstrasse
Oberpräsidenten und Reichsstatthalter 1871 - 1918:
Oberpräsident
Dienstzeit | Name | Lebensdaten |
| 1871 - 1879 | Eduard von Moeller | 1814 - 1880 |
Reichsstatthalter
| Dienstzeit | Name | Lebensdaten |
| 1879 - 1885 | Baron Edwin von Manteuffel | 1809 - 1885 |
| 1885 - 1894 | Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst | 1819 - 1901 |
| 1894 - 1907 | Hermann Fürst von Hohenlohe-Langenburg | 1832 - 1913 |
| 1907 - 1914 | Karl Graf von Wedel | 1842 - 1919 |
| 1914 - 1918 | Nikolaus Michael Louis Hans von Dallwitz | 1855 - 1919 |
| 10/1918 - 11/1918 | Rudolf Schwander | 1868 - 1950 |
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Metz - Bahnhofsplatz und Hauptpostamt
Das Reichsland gliedert sich in drei Bezirke
1. Bezirk Ober-Elsass mit den Kreisen Altkirch, Colmar (Stadt und Land), Gebweiler, Mülhausen (Stadt und Land) Rappoltsweiler und Thann:
| Großstädte | Mittlere Städte um 50 000 Einwohner | Mittlere Städte unter 50 000 | Kleinstädte um 10 000 Einwohner | Kleinstädte unter 10 000 Einwohner |
| Mülhausen i. E. | - | Colmar | Gebweiler | Markirch, Neu-Breisach |
2. Bezirk Unter-Elsass mit den Kreisen Straßburg (Stadt und Land), Erstein, Hagenau, Molsheim, Schlettstadt, Weißenburg und Zabern:
| Großstädte | Mittlere Städte um 50 000 Einwohner | Mittlere Städte unter 50 000 | Kleinstädte um 10 000 Einwohner | Kleinstädte unter 10 000 Einwohner |
| Straßburg i. E. | - | Hagenau i. Els. | - | Wörth, Schlettstadt, Weißenburg, Zabern |
3. Bezirk Lothringen mit den Kreisen Metz (Stadt und Land), Bolchen, Château-Salins, Diedenhofen, Dorbach, Saarburg und Saargemünd:
| Großstädte | Mittlere Städte um 50 000 Einwohner | Mittlere Städte unter 50 000 | Kleinstädte um 10 000 Einwohner | Kleinstädte unter 10 000 Einwohner |
| - | Metz | - | Saargemünd, Diedenhofen | Saarburg, St. Privat, Gravelotte, Bitsch |
Elsässisches Fahnenlied (1911)
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Schiffe der Kaiserlichen Marine |
S.M.S. Lothringen - Linienschiff S.M.S. Straßburg - Kleiner Kreuzer |
In einem Brief (August 1870) an seinen Botschafter in London begründet Otto von Bismarck die deutschen Aneignungsabsichten von Elsass-Lothringen während des Deutsch-Französischen Krieges. "Wir stehen heute im Felde gegen den 12. oder 15. Überfall und Eroberungskrieg, den Frankreich seit 200 Jahren gegen Deutschland ausführt. 1814 und 1815 suchte man Bürgschaften gegen Wiederholung dieser Friedensstörungen in der schonenden Behandlung Frankreichs. Die Gefahr liegt aber in der unheilbaren Herrschsucht und Anmaßung, welche dem französischen Volkscharakter eigen ist und sich von jedem Herrscher des Landes zum Angriff auf friedliche Nachbarstaaten missbrauchen lässt. Gegen dieses Übel liegt unser Schutz nicht in dem unfruchtbaren Versuche, die Empfindlichkeit der Franzosen momentan abzuschwächen, sondern in der Gewinnung gut befestigter Grenzen für uns. Wir müssen dem Druck ein Ende machen, den Frankreich seit zwei Jahrhunderten auf das ihm schutzlos preisgegebene Süddeutschland ausübt, und der ein wesentlicher Hebel für die Zerstörung der deutschen Verhältnisse geworden ist. Frankreich hat sich durch die konsequent fortgesetzte Aneignung deutschen Landes und aller natürlichen Schutzwehren desselben in den Stand gesetzt, zu jeder Zeit mit einer verhältnismäßig kleinen Armee in das Herz von Süddeutschland vorzudringen, ehe eine bereite Hilfe da sein kann. Seit Ludwig XIV., unter ihm, unter der Republik, unter dem ersten Kaiserreich haben sich diese Einfälle immer und immer wiederholt; und das Gefühl der Unsicherheit, welches sie zurückgelassen, und die Furcht vor einer Wiederholung dieses Schrecknisses zwingt die süddeutschen Staaten, den Blick stets auf Frankreich gerichtet zu halten. Wir können nicht immer auf eine außerordentliche Erhebung des Volkes rechnen und der Nation nicht ansinnen, stets das Opfer so starker Rüstung zu tragen. Wenn die Entwaffnungstheorie in England ehrliche Anhänger hat, so müssen dieselben wünschen, dass die nächsten Nachbarn Frankreichs gegen diesen alleinigen Friedensstörer Europas mehr als bisher gesichert werden. Dass in den Franzosen dadurch eine Bitterkeit geweckt werde, kann dagegen nicht in Betracht kommen. Diese Bitterkeit wird ganz in demselben Maße stattfinden, wenn sie ohne Landabtretung aus dem Kriege herauskommen. Wir haben Österreich, wesentlich aus jener Rücksicht, keine Gebietsabtretungen angesonnen, haben wir irgendeinen Dank davon gehabt? Schon unser Sieg bei Sadowa hat Bitterkeit in den Franzosen geweckt; wie viel mehr wird es unser Sieg über sie selbst tun! Rache für Metz, für Wörth wird auch ohne Landabtretung länger das Kriegsgeschrei bleiben als Revanche für Sadowa und Waterloo! Die einzig richtige Politik ist unter solchen Umständen, einen Feind, den man nicht zum aufrichtigen Freunde gewinnen kann, wenigstens etwas unschädlicher zu machen und uns mehr gegen ihn zu sichern, wozu nicht die Schleifung seiner uns bedrohenden Festungen, sondern nur die Abtretung einiger derselben genügt." |
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Elsass-Lothringen
Elsass-Lothringen nach 1919
| 1918 | Unter E. Ricklin erklärte sich Elsass-Lothringen im November 1918 zunächst unabhängig. Kurz darauf besetzen französische Truppen das Reichsland. Die Bewohner des Gebietes werden je nach Abstammung in 4 Gruppen eingeteilt, Elsässer reichsdeutscher Abstammung müssen das Land verlassen. Von den 1 874 014 Einwohner sind 1 634 260 Deutsche. |
| 1919 | Das Reichsland Elsass-Lothringen geht nach den Bestimmungen des Versailler Vertrag ohne Plebiszit (Volksabstimmung) an Frankreich. Das Deutsche Reich verliert dadurch 14 522 km². Alle nach 1870 zugewanderten Deutschen werden vertrieben. Es folgt eine radikale Unterdrückung der deutsche Sprache. Deutsch ist bis heute keine anerkannte Minderheitensprache. |
Zu Gunsten unserer vertriebenen Elsass-Lothringer (zeitgenössische Postkarte 1919)
externer Link:
Zweihundert Jahre vergessener Krieg in Elsaß und Lothringen

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